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#5 Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt... veränderte Partnerschaften nach der Geburt

Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt...
in dieser Blogserie überlasse ich euch, meinen Lesern, das Wort rund um kritische, diskussionswürdige Tabuthemen rund um Schwangerschaft und Muttersein. Es gibt so viele Themen, die tot geschwiegen werden, die man sich nur anonym anzusprechen traut, die aber so viele von uns tagtäglich bewegen. Zeit also, eine Plattform zu schaffen, um sich anonym auszutauschen, Erfahrungn zu teilen, Mut zu machen, zu stärken und als Community zu wachsen. In jedem dieser Beiträge sammle ich mir zugesendete Statements echter Frauen, die mutig genug sind, ihre Geschichte hier zu teilen. Falls euch auch ein Thema auf dem Herz liegt, ihr Teil des Ganzen werden wollt oder einfach nur das Bedürfnis habt, auch eure Geschichte zu teilen, macht das gerne in den Kommentaren - ich würde mich riesig darüber freuen!

Eine Übersicht der bisherigen Themen:




Beispiel 1: Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, dass es okay ist auch unkonventionelle Familienmodelle zu wählen 


 Mir war schnell klar, dass ich nicht das typische Mutti-Dasein fristen möchte. Bin es schon gewöhnt, schräg angesehen zu werden, wenn ich meine Ansichten teile, weil sie nicht dem gängigen Modell entsprechen. Manche nennen mich egoistisch, vielleicht bin ich das auch, aber ich tue, was richtig und wichtig für mich ist. Ja ich wollte Mutter werden, aber nicht mein altes Leben aufgeben. Deswegen herrschen bei uns umgekehrte Rollen. Ich ging nach 8 Wochen bereits meinem Job nach, weil ich Hauptverdienerin bin, während er Zuhause blieb. Manchmal frage ich mich, ob etwas mit mir nicht stimmt, weil ich anders als andere Mütter in meinem Umfeld eben nicht auf diese extreme Nähe stehe. Ich bin ein Freigeist, brauche meinen Freiraum und die Luft zum Atmen. Mein Mann gibt mir diese, indem er sich größtenteils um das Baby kümmert. Fläschchen, Einschlafen, Haushalt - eben alles, was die typische Frau im Elternjahr so macht. Jeden Tag sehe ich, was er leistet und bin manchmal doch frustriert darüber, wie wenig Zeit für uns bleibt. Vielleicht geht es anderen Müttern so wie meinem Mann. Ich kann auf jeden Fall die Männerperspektive besser verstehen. Früher hatten wir Sex, sehr viel Sex. Überall, kreativ und wild. Heute? Muss ich ihn drängen, weil er k.o. ins Bett fällt. Babybrei, Geschrei, Kinderlachen - keine Luft für Zweisamkeit. Ich wusste oder besser ahnte, dass so etwas in der Art auf uns zukäme und war doch über die Intensität überrascht. Umso wichtiger ist es mir, bei mir selbst zu bleiben, auch wenn das egoistisch klingt. Außerdem bestehe ich auf regelmäßige Date Nights. Dann müssen eben mal die Großeltern ran und wir haben unseren Spaß. Wie gesagt meine Ansichten polarisieren, aber nur so funktioniert das bei uns.


Beispiel 2: Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt...


Mit unserem Entschluss ein gemeinsames Kind zu bekommen, waren wir überglücklich. Wie Teenager im siebenten Himmel lebten wir die Tage. Jede Minute, die wir zu zweit verbringen konnten, nutzten wir intensiv. Wir lagen nächtelang wach, führten tiefsinnige Gespräche, schmiedeten große Pläne und genossen die Zweisamkeit.
Meine Schwangerschaft durfte ich genießen und mein Liebster trug mich auf Händen. Er nahm mir alles ab, ließ mich schlafen, wann immer ich wollte, brachte in der Zeit meinem Großen das Radfahren bei, kümmerte sich darum, dass wir immer frisches Obst zu Hause hatten. Wir arbeiteten gemeinsam mein Trauma der ersten Geburt auf und konnten uns dadurch voll und ganz auf unser gemeinsames Abendteuer einlassen.

Als wir unsere Kleine im heimischen Wohnzimmer in die Arme schlossen, war unser Glück perfekt. Die erste Zeit im Wochenbett verlief so euphorisch. Tiefer denn je fühlten wir uns miteinander verbunden und wir strahlten, trotz enormen Schlafmangels, rund um die Uhr. Wir waren so stolz auf uns, auf das einmalige und wunderschöne Erlebnis der Hausgeburt, auf unsere wunderwunderschöne Tochter und unsere Familie, die sich nun komplett anfühlte.

Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, dass Freude und Traurigkeit so nah beieinander liegen können...

Doch schon nach ein paar Wochen mischte sich bei mir Traurigkeit unter diese Freude. Und Sehnsucht. Ich wollte nicht mehr nach draußen in das tobende Leben der Hauptstadt. Mir war alles zu laut, zu schnell und zu dreckig. Der Weg zum Park zu weit. Der Park zu begrenzt. Ich war überfordert mit den Erwartungen der anderen, wollte allein mit meinem Kind sein. Oder aber mit meinem Liebsten Hand in Hand, der Kleinen in der Trage und meinem Großen vorneweg. Am liebsten stundenlang durch grüne Wiesen und Wälder spazieren. Die Realität sah anders aus.
Ich sprach mit meinem Liebsten über meinen Wunsch nach Entschleunigung  und schlug vor wegzuziehen. Durch den Schlafmangel waren wir gereizt, von Kleinigkeiten gestresst und unheimlich angespannt. Mein Bedürfnis in eine Gegend mit mehr Ruhe und Natur zu ziehen, löste zusätzlichen Stress aus.

Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, welche innere Zerrissenheit entstehen kann...

Unsere Kleine forderte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Stillen, Tragen, Kuscheln, Beruhigen, Bespaßen und das ohne Unterbrechung. Meine Hormone ließen kaum Unterstützung von außen zu. Obwohl ich nach wenigen Wochen, ohne erholsamen Nachtschlaf, durchaus welche hätte gebrauchen können. Ich empfand jede Trennung zwischen mir und meiner Tochter als Folter. Mein Liebster konnte sie zwar nehmen, aber sobald nur der leiseste Anschein von Unzufriedenheit aufkam, war ich zur Stelle. Mein Körper war in erster Linie für ihre Bedürfnisse da. Durch meine daraus entstandene körperliche Erschöpfung hatte ich schon sehr bald keine Energie mehr für intensive körperliche Nähe zwischen meinem Liebsten und mir. Meine Euphorie darüber war bei mir auf ein Minimum gesunken, sodass wir auf dieser Ebene kaum zueinander fanden.

Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, dass 24 Stunden pro Tag nicht genügen...

Mein Liebster und ich sind uns in den grundlegenden Sachen einig und es gab keine großen oder schwerwiegenden Themen, die Streitigkeiten auslösten. Dennoch ist es so schwer geworden, den Dingen die volle Aufmerksamkeit zu geben. Alles schien nebenher zu laufen. Ich hatte rund um die Uhr damit zu tun, die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen und mein Liebster war größtenteils mit dem Schreiben seiner Masterarbeit beschäftigt. Außerdem nahm er mir nach wie vor unheimlich viele Alltagsaufgaben ab. Unsere tiefsinnigen Gespräche von damals sind organisatorischen Absprachen gewichen. Wollen wir wissen wie es dem anderen wirklich geht, müssen wir Glück haben, dass die Kinder zeitig einschlafen und alles erledigt ist, was zuvor nicht geschafft wurde. In der Zeit vor der Geburt unserer Tochter war es normal, dass wir die Abende entspannt gemeinsam ausklingen ließen. Heute fallen wir erschöpft ins Bett.

Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt wie viel Kraft es kostet, sich als Paar nicht zu verlieren...

Mir fehlt die Zeit zu zweit. Die Zeit in der wir uns voll und ganz auf den anderen konzentrieren können. Mir fehlt das bewusste Wahrnehmen, was der andere gerade alles leistet. Stattdessen sind wir dünnhäutig, leicht reizbar und schneller verletzt. Uns fehlt ausreichende Zeit, um eigenen Bedürfnissen nachgehen zu können. Dadurch fehlen die Momente, in denen wir frisch gestärkt aufeinander zugehen. Wir sind täglich platt und mit den Gedanken woanders. Sprechen wir miteinander, sprechen wir häufig aneinander vorbei.

Lass’ mich dir sagen:

Sei offen und unvoreingenommen. Sprich mit deinem Liebsten. Dein Leben wird sich verändern. Es wird dir vermutlich auf den ersten Blick schwer erscheinen, aber wenn du deinen Blickwinkel veränderst, wirst du das größte Glück erkennen.
Zeit wird ein kostbares Gut werden. Mach’ dir keine Gedanken. Früher oder später wirst du lernen die richtigen Prioritäten zu setzen.
Es ist in Ordnung, die rosarote Brille im Blick auf das gemeinsame Kind zu tragen. Es ist in Ordnung, dass sich deine Prioritäten verschieben. Und es ist in Ordnung, dass man sich als Paar neu erfinden darf nach einer Schwangerschaft und dem Wunder einer Geburt.
Schaut euch in die Augen und sagt: ja, es ist schwer, es ist anders als wir es kennen, aber wir schaffen das und kreieren uns eine neue Zeit. Eine Zeit, in der wir als Paar gestärkt durch eine so intensive Erfahrung, tief verbunden unsere Familie voller Liebe genießen können.

In zwei Wochen feiern wir den ersten Geburtstag unserer Kleinen. In zwei Monaten ziehen wir in die Berge. Wir blicken gemeinsam in die gleiche Richtung und gehen Hand in Hand in eine aufregende Zukunft.

 Lisa vom Blog Mama Instinkt

Beispiel 3: Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, wie sehr ein Baby einfach alles verändert, besonders das Verhältnis zwischen den beiden frisch gebackenen Elternteilen. 


Eigentlich hatte ich erwartet, dass wir nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nach Hause kommen und ich endlich das Gefühl habe, im Leben angekommen zu sein. Wir haben nun ein Baby und sind endlich eine richtige Familie.

Doch ich merkte eigentlich direkt von Beginn an, dass es alles anders war als erhofft. Unser Baby nahm sehr viel Aufmerksamkeit und Nähe in Anspruch, was natürlich normal für  ein Baby und eine unsichere Erstgebärende ist. Wir mussten uns erst einmal zruechtfinden mit dem Stillen und allem, was dazu gehört.

Mein Partner fühlte sich plötzlich zurückgesetzt. Ihm fehlte es an Aufmerksamkeit und Zuwendung meinerseits, was ich ihm die ersten Wochen auch einfach nicht bieten konnte, zu sehr war ich mit dem Neugeborenen und mir selbst im Wochenbett beschäftigt. Um sich abzulenken, ging er viel weg, was zuvor in diesem Ausmaß nie vorkam. Und so begann es schleichend, dass unsere Beziehung auf die Probe gestellt wurde. 

Natürlich wurde die Stimmung Zuhause mit wenig Schlaf und Überforderung mit der neuen Rolle als Eltern nicht besser.  Es blieb keine Zeit mehr für den gegenseitigen Austausch, der sonst üblich abends stattfand, denn da brachte ich das Baby ins Bett und schlief vor Erschöpfung direkt mit ein. 

Zur angespannten Situation kam dann noch ein chaotisches Zuhause, kaum Zärtlichkeitenaustausch und unterschiedliche Erziehungsansichten, von denen ich vorher dachte, einer Ansicht zu sein. 
Aber auch diese haben sich verändert durch die neue Situation. Mir war es wichtig, auf die Bedürfnisse meines Babys einzugehen, mein Partner hingegen wollte konsequenter durchgreifen. Das bricht mir das Herz und wenn ich etwas dagegen sage, bin ich die Helikoptermutter. Schon bald ist mein Baby ein Jahr und nach wie vor streiten wir viel. Zu viel...und leider bekommt unser Kind das auch mit. Das ist alles andere als das, was ich immer wollte.

Deswegen kann ich jeder Frau nur raten, erst dann einen Babywunsch umzusetzen, wenn beide Partner wirklich bereit dafür sind und beiden bewusst ist, wie viel man in der ersten Zeit wirklich zurückstecken muss, besonders im Hinblick auf die Partnerschaft.

Findet ihr euch denn in einer der Schilderungen wieder? Hat sich eure Partnerschaft verändert nach der Geburt und wie? Habt ihr Strategien, um sich als Paar nicht aus den Augen zu verlieren?



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15 Kommentare

  1. Schön geschrieben! Und ich kann mich in vielen verschiedenen Aussagen wiederfinden. Am Anfang ging es mir auch so, dass mir die Nähe meines Sohnes ausgereicht hat und mein Partner etwas „auf der Strecke blieb“. Aber ich nach ca. 6 Monaten hatte ich das Bedürfnis mein Leben wieder haben zu wollen und habe abgestillt. Und das war für uns der richtige Augenblick.
    Mein Partner konnte sich viel mehr einbringen, wenn es um den kleinen ging. Ich konnte wieder alleine das Haus verlassen. Und nach einiger Zeit haben wir den kleinen dann ab und an den Großeltern überlassen. Wir gehen jetzt regelmäßig alleine mal wieder essen, in die Sauna ode hängen mal einen Abend auf der Couch rum. Langsam normalisiert sich unsere Beziehung auch wieder. Obwohl sie oft genug getestes wurde in dem letzten Jahr... aber ich liebe ihn wahnsinnig und denke, dass man dann alles zusammen schaffen kann. Es gibt halt nur auf und abs!

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    1. Vielen Dank für deine Erfahrungen :) Und es klingt doch super, wie ihr euch eure Beziehung wieder zurück erobert habt! Eine Beziehung ohne Herausforderungen wäre ja auch langweilig. Sie kann ja auch nur an solchen Veränderungen und Höhen und Tiefen wachsen.

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  2. Sehr ehrliche Artikel. Danke dafür!

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    1. Ich finde sie auch allesamt großartig. Danke für dein Feedback :)

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  3. Ich finde das sehr spannend, stehe nämlich kurz vor der Geburt meines ersten Kindes und denke viel darüber nach, wie sich unser bisheriges Leben verändern wird. Als Erstgebärende kann man da glaub kaum vorher etwas abschätzen, weil man nicht weiß, was auf einen überhaupt zukommt. Umso spannender finde ich diesen Text, also Danke dafür! :)

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    1. Gerne doch :) Lass dich aber ja nicht verunsichern! Wie du schon sagtest, man weiß vorher nicht, was auf einen zukommt, wie man sich selbst verändert und welche Rolle jeder in dem ganzen Gefüge einnimmt. Ihr werdet das meistern :)

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  4. Unser Wunschkind hat uns so überfordert , dass wir uns aus den Augen verloren und trennten. Heute, ein Jahr später, immer noch nicht leicht für uns, aber wir kämpfen für die Liebe unseres Lebens und wollen ihr all die Liebe geben, die wir ihr nur geben können. Sie ist im März 3 geworden und ein gesundes und glückliches Kind.

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    1. Das tut mir natürlich furchtbar leid für euch, wobei ich finde, dass auch eine gehörige Portion Mut dazugehört, sich dies einzugestehen und dann zum Wohle aller getrennte Wege zu gehen und dem Kind dennoch beide Elternteile zu ermöglichen. Das ist mit Sicherheit besser, als Eltern, die Schauspiel spielen und so tun, als sei alles happy und rosarot. Ganz viel Glück euch auf eurem Weg :)

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  5. Ich finde es unheimlich spannend solche Einblicke zu lesen und doch kann ich mich in keinem wiederfinden.

    Mein Mann und ich wurden schon oft darauf hingewiesen, dass ja jetzt alles anders sei und wir uns sicher umstellen mussten. Aber für uns ist nichts anders, jedenfalls nicht im negativen Kontext.

    Wir wussten bereits vor unserer Tochter, was auf uns zukommen wird, waren mehr als bereit und sind jetzt einfach genau da, wo wir hin wollten.

    Wir haben aber auch das Glück, eine super entspannte (von Beginn an durchschlafende) Tochter zu haben und einen festen Tagesrhytmus hatten wie eh nie, sodass wir uns nicht extra für sie umstellen, sondern einfach jeder Tag so verbracht wird, wie es für uns alle perfekt ist!

    Letztens fragte mich jemand, was denn die größte Verönderung sei, seitdem wir Eltern sind und das einzige, das mir einfiel war, dass ich nun neben zwei Lieblingsmenschen aufwache und nicht mehr nur neben einem!

    Wir sind nach wie vor glücklich in unserer Beziehung und als Eltern und reden nach wie vor über alles miteinander - das war schon immer so und hilft ungemein!

    Danke für diese tolle, inspirierende Blogreihe, du Liebe!

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Wow, Anna! Das klingt ja großartig bei euch. Da könnte man sich glatt eine Scheibe abschneiden oder auf jeden Fall neidisch werden (Hallo? Welches Kind schläft bitte von Anfang an durch?! :-D) Es sei euch auf jeden Fall gegönnt und ihr scheint da sehr reflektiert zu sein, was eure Beziehung und die Rollenverteilung angeht.

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  6. Was für tolle Berichte, vielen lieben Dank an die Frauen die ihre Geschichten veröffentlichen!
    Ich finde mich auch in manchen Situationen wieder... mir war zwar klar das ein Baby die Partnerschaft verändert, allerdings dachte ich während der Schwangerschaft noch, das sich alles nur zum positiven verändert. Aber so ein kleines Wesen fordert doch schon viel ein, und ja, man fällt abends einfach mit dem Kind todmüde ins Bett, da kann der Haushalt auch mal Chaotisch aussehen, alles bleibt liegen und Zärtlichkeiten rücken erstmal in den Hintergrund. Aber bei uns hat es sich zum Glück nach einiger Zeit eingespielt und mein Mann unterstützt mich viel und hat Verständnis. Ich denke viel reden, gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis füreinander können schon viel helfen. Und vielleicht auch der Gedanke, dass das Kind ein Zeichen der Liebe der beiden Elternteile ist, und auf die Liebe kommt es doch letztendlich am meisten an.
    Liebe Grüße, Cindy

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    1. Das hast du wunderbar gesagt, Cindy :) Man muss sich das nur immer wieder im Alltagschaos ins Gedächtnis rufen und den anderen wissen lassen.

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  7. Ich erkenne mich in jedem der Posts ein wenig wieder. Vor allem die Tatsache, dass man als Mama ein gesättigtes Nähe-Gefühl hat. Wir haben uns als Paar ganz schön auseinander gelebt, auch weil wir ein sehr energiegeladenes Kind haben, das die gesamte Aufmerksamkeit fordert und schlecht schläft. Wir versuchen regelmäßige Datenights zu haben und haben uns letztes Jahr auch einen Date-Urlaub gegönnt. Vier Tage Stockholm, während unser dreijähriger Sohn bei Oma und Opa war. Er fands toll und für uns war diese Auszeit enorm wichtig.
    Liege Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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  8. Tolle Beiträge..und da es gerade so gut auf meine jetzige Situation passt, berichte ich auch mal.
    Mit der Geburt meines Sohnes wurde mir schnell klar, dass nichts mehr so wie früher sein wird. Mein kleiner hatte anfangs Kolliken und wir waren sehr überfordert mit der Situation. Nachts stundenlanges weinen..verzweifelte Eltern, die sich alles etwas anders ausgemalt hatten. Und bis heute hat sich an seinem schlechten Schlafverhalten nicht wirklich was geändert..er ist 15 Monate alt und hat nicht einmal durchgeschlafen. Dementsprechend sind mein Mann und ich oft gereizt und haben die Leichtigkeit verloren, die wir im Umgang miteinander hatten. Ich vermisse es so sehr intensive Zeit mit ihm zu verbringen. Manchmal habe ich das Gefühl dass wir einfach nur noch zusammen leben und eben nur Mama und Papa sind. Normalerweise rede ich immer und viel über alles mögliche aber irgendwie vergeht mir langsam die lust dazu. Immer planen wir den Kleinen abzugeben um etwas zu Unternehmen doch dann kommt etwas dazwischen und es wird verschoben.

    Ich wünschte ihr hättet mir gesagt dass Eltern werden so paradox ist.

    Auf der einen Seite fühle ich mich meinem Mann gegenüber verbundener denn je..schließlich sind wir eine Familie und ich liebe dieses Gefühl und bin irgendwie so stolz und glücklich.

    Andererseits beansprucht das Kind einen so sehr, dass man kaum noch zueinander findet.

    Ich versuche positiv zu bleiben und denke dass das auch nur eine Phase ist und bald vergeht.

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  9. Es ist wirklich sehr spannend zu lesen, wie andere Familien ihren Beziehungsalltag meistern. Wir für uns haben festgestellt, dass sich einiges ändert und man oft an die Grenzen der Belastbarkeit stößt. Man hat doch öfter wegen eigentlich nichts gestritten weil man müde oder gereizt war. Ich war sehr oft auch neidisch auf andere Familien in denen die Großeltern den Eltern Zeit für Zweisamkeit verschafft haben, was bei uns leider nicht möglich war. Aber das schöne ist, je älter sie werden desto mehr Freiräume bekommt man wieder. So abgedroschen es sich anhört. Wir starten bald in unsere nächste Beziehungsherausforderung: Zwillinge. Wir hoffen aus den Erfahrungen des ersten Kindes zu profitieren und stellen uns auf ein hartes Jahr als Paar ein in dem wir hoffen nicht zu scheitern.

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