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Achtsamkeitschallenge - 5 Aufgaben für mehr Lebensqualität

Hallo, ihr Lieben!

In meinem Jahresrückblick habe ich bereits angeschnitten, dass ich dem Thema Achtsamkeit, Gesundheit und erhöhte Lebensqualität mehr Raum in meinem Leben geben möchte. Wie man das schafft, fragt ihr? So richtig bin ich mir da auch noch nicht sicher. Neben körperlichen Komponenten und Aktivität geht es wohl aber eher darum, einen mentalen Wandel durchzuführen. Den Fokus anders oder neu legen, im Moment leben, BEWUSST wahrnehmen, in sich hineinhören und stressende Lebens- und Denkmuster zu überdenken. Ich bin noch ganz am Anfang des Themas, lese mich gerade ein und finde es faszinierend, mit welchen einfachen kognitiven Übungen wir mehr Bewusstsein und einen Wandel im eigenen Denken vollziehen können. Klingt jetzt alles etwas verrückter, als es eigentlich ist. Um einen Anfang zu machen, habe ich deswegen 5 kleine Aufgaben mitgebracht, die ich mir überlegt habe. Ich selbst bin gerade mitten dabei, diese durchzuführen und zu schauen, zu welchem Ergebnis sie führen. Seid ihr dabei?


1. Smartphonefreie Zone


Gebt es zu - wie häufig erwischt man euch morgens oder abends am Smartphone, um Instagram, Mails und Co. zu checken, obwohl ihr das bereits vor einer halben Stunde erst getan habt? Viel zu oft, möchte ich wetten! Mir geht es ja ganz genauso. Wie wäre es aber, wenn wir dieses unliebsame Verhalten in ein positiveres, für unseren Geist wertvolleres Ritual umwandeln könnten?

Seit Aliya da ist, schaue ich morgens so gut wie gar nicht mehr als erstes aufs Telefon, da ich ja sie direkt neben mir liegen habe und ausgiebig gekuschelt wird. Abends hingegen scrolle ich mich, obwohl ich müde bin, ewig durch Social Media, schalte dabei nur schwer ab, gerate von einem ins andere, lese noch einmal etwas nach und verbringe insgesamt viel zu viel Zeit vor dem kleinen Bildschirm und bekomme dabei einerseits häufig Kopfweh, andererseits finde ich schwer in den Schlaf. 

Wenn es euch auch so geht und ihr das ändern wollt, habe ich hier eine Aufgabe für uns: legt bewusst das Handy kurz vor dem Schlafen oder nach dem Aufstehen weg. Nehmt es am besten gar nicht mit ans Bett oder Schlafzimmer und beendet oder startet euren Tag auf andere Weise. Lasst die Augen geschlossen und versucht euch ins Gedächtnis zu rufen, was euch an diesem Tag besonders gefallen hat. Versucht trotz Ärger oder Stress eure Aufmerksamkeit auf eine positive Sache zu lenken und diese festzuhalten, ganz egal, wie klein sie erscheinen mag. Dass ihr noch genug Kleingeld hattet, um euch beim Bäcker euren Lieblingsdonut zu kaufen, zum Beispiel, oder dass eure Arbeitspräsentation besser ankam als gedacht. Das Gleiche funktioniert natürlich auch morgens. Ruft euch ins Gedächtnis, was ihr heute erreichen wollt, worauf ihr euch freut und inwiefern ihr diesen Tag zu einem guten machen könnt.

Probiert das mal eine Woche lang jeden Morgen und Abend bewusst aus und ihr werdet sehen, dass es schneller zur Routine wird, als gedacht.

2. Nervige Aufgaben positiv fühlen


Diese kleine Übung hatte ich neulich in einem Magazin gelesen und fand sie recht witzig. Wir alle kennen doch Aufgaben, die wir vor uns herschieben oder uns regelmäßig davor drücken. Abwasch, Bügelwäsche, einen Bericht fertig schreiben usw.

Die Herausforderung soll nun aber darin bestehen, diese Aufgaben, an die wir mit einer Grundgenervtheit herangehen und mit negativen Gefühlen verbinden, so auszuführen, als sei sie unsere allerliebste Beschäftigung.

Was sich anfangs etwas wie Selbstverarsche und albern anfühlt, wandelt sich aber überraschend schnell in ein gutes Gefühl um. Versucht mal, den Müll genauso beschwingt herauszubringen, wie ihr mit einem lang ersehnten Paket zur Tür reinschwebt. Es geht dabei nicht darum, WAS ihr für eine Aufgabe erledigt, sondern WIE. Ihr könnt mit eurem Geist bestimmen, ob ihr genervt oder gelangweilt eine Handlung ausführt oder aber bewusst eure Energie auf das positive Gefühl lenkt. So wird Abwaschen zwar nach wie vor nicht eure Lieblingsbeschäftigung, aber wenn ihr sie so positiv wie möglich ausführt, fühlt es sich halb so schlimm an.


3. Öfter mal "Nein" sagen

Eine schwere, aber oh so wichtige Lektion. Gehört ihr auch zur Sorte Mensch, die ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn sie andere abweist? Also werden Aufgaben getürmt, bis man selbst am Druck zusammenbricht. Wenn ihr also das nächste Mal um Zusatzaufgaben gebeten werdet, schätzt für euch persönlich ab, ob ihr sie wirklich in einem angenehmen Pensum schafft, ohne euch selbst dabei zu verlieren. Ein nettes, freundliches Nein wird sicher jeder verstehen und vielleicht könnt ihr das nächste Mal, wenn mehr Luft ist, doch wieder helfen. Manchmal muss man egoistischer denken, um seine eigene Gesundheit und Arbeitsweise nicht zu gefährden. Was natürlich nicht heißen soll, dass man nie mehr hilft, aber die Balance macht es wie so häufig.

4. Konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst.

Es ist leicht, in einen Meckermodus zu verfallen oder Dinge, bevor sie überhaupt passiert sind, bis ins kleinste Detail zu zerdenken, Panik zu machen und sämtliche Szenarien vor dem inneren Auge durchzuspielen. Vorbereitung ist gut, aber ab einem gewissen Punkt machen diese "was wäre wenn"-Szenarien einfach nur Kopfschmerzen. Bedenkt mal, wie viel Zeit wir sparen würden, wenn wir uns nur auf das konzentrieren würden, was wir wirklich kontrollieren können. Etwas Greifbares, was JETZT gerade geschieht und nicht das, was eventuell passieren könnte und dann doch nicht eintritt.

Ihr fragt, welche Dinge dann zur Kontrolle bleiben? Eure Einstellung, zum Beispiel. Die könnt ihr positiv lenken. Euer Wissen. Eure Arbeit. Eure persönliche Leistung. Statt sich also über Dinge aufzuregen, die ohnehin außerhalb eurer Kontrolle liegen, nutzt doch diese Energie und fokussiert eure Kraft auf Dinge, die innerhalb dieses Kontrollradius liegen.


5. Arzttermine organisieren!


Ich gehöre wirklich nicht zur Sorte Mensch, die bei jedem Pups panisch zum Arzt rennt. Vielmehr ist es so, dass ich Untersuchungen vor mir herschiebe, die Keine-Zeit-Ausrede gelten lasse und viel zu lange nicht mehr bei diversen Vorsorgeuntersuchungen oder Basic Checkups war. Damit ist jetzt Schluss. Achtsamkeit und mehr Lebensqualität gehen eben auch Hand in Hand mit körperlicher Gesundheit.

Deswegen werden Kontrolltermine gemacht, um einfach mal alles wieder abzuklären. Meine Augen sind definitiv schlechter geworden durch die Schwangerschafts- und Stillhormone und ein bissl Angst vor dem Ergebnis habe ich schon. Auch mein letztes Hautscreening zur Hautkrebsvorsorge ist mehr als 2 Jahre her. Mittlerweile kamen neue, ziemlich dunkle Muttermale hinzu und statt direkt zur Kontrolle zu gehen, schiebe ich diese Aufgabe seit Monaten vor mir her.Das wollte ich aber dringend ändern und habe gestern einfach mal bei diversen Ärzten Termine vereinbart, um einfach zu Routinecheckups zu gehen und sicher zu stellen, dass alles okay ist.

Diese Aufgabe lege ich euch auch ans Herz. Tut was für eure Gesundheit. Versucht euch gesund und ausgewogen zu ernähren, regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen (das muss ja nicht einmal Sport sein, ein Kind ist z.B. auch ein tolles Workout :D) und eben auch Arzttermine wahrzunehmen. Better be safe than sorry!

Habt ihr denn Lust, die kleinen Aufgaben einfach mal auszuprobieren? Und fallen euch noch weitere kleine Alltagsübungen ein, die man leicht umsetzen kann, aber eine Änderung am eigenen Denken und Handeln bewirken?





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4 Kommentare

  1. Super spannendes Thema! Das gleiche gehe ich auch gerade an :-)

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  2. Liebe Yasmin,

    eine handyfreie Zeit und "Nein" sagen, übe ich auch bereits seit längerem. Aber die Andern Punkte sind definitiv etwas, womit ich mich auch noch mehr beschäftigen solle.
    Sehr schön, der Post! :-)

    Ganz liebe Grüße,

    Tabea
    http://tabsstyle.com

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  3. Liebe Yasmin,
    wieder mal ein toller Blogpost. Ich bin vor allem durch meine Tochter achtsamer geworden. Mich bringt es immer total runter, wenn ich nach einem stressigen Tag (wenn wieder nichts geklappt hat wie geplant und das Kind nur quengelig war) meine Maus in den Schlaf begleite, indem ich ihre Hand halte und mir einfach nochmal klar mache, dass man so dankbar sein kann für die Gesundheit des eigenen Kindes. Gerade nach einem sehr schweren Tag erinnert es einen nochmal daran, dass die Kleinen ja nicht so sind um Mama und Papa zu ärgern, sondern ganz im Gegenteil genau dann eben die volle Portion Liebe benötigen. Diese „Versöhnung“ am Abend gibt einem dann auch total Kraft für eine möglicherweise bevorstehende schlafarme Nacht ;D
    LG Mia

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  4. Liebe Yasmin,

    DANKE für diesen tollen Posts und für die fabelhafen Tipps.
    Mir geht es so wie dir - weshalb ich all deine 5 Tipps beherzigen möchte, denn in all diesen Bereichen war ich bisher zu schleißig - leider!

    Liebste Grüße, ♥
    Conny von conniemarrongranizo.at
    | A Personal Austrian Life & Style Blog |

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