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21 Spielideen für Babys zwischen 3-12 Monaten

Als Mama ist man ja immer wieder auf der Suche nach neuen Spielideen, die nicht direkt erfordern, neues Spielzeug zu kaufen. Ohnehin ist es ja so, dass Alltagsgegenstände viel spannender sind als tatsächliches Spielzeug. Über die Monate habe ich so ein kleines Repertoire an Spielideen zusammen getragen, die in den unterschiedlichsten Stadien der Entwicklung eingesetzt wurden. Das sind bei Weitem keine super Neuentdeckungen und Besonderheiten, aber manchmal ist man ja doch festgefahren und freut sich über neuen Input. Aus genau diesem Grund wollte ich meine Liste für Spielideen für Babys zwischen 3 und 12 Monaten mit euch teilen. Vielleicht entdeckt ihr so noch etwas Neues oder könnt selbst noch ein beliebtes Spiel von euch Zuhause hinzufügen.


1. Seifenblasen

Seifenblasen sind eine schöne Beschäftigung, die schon die kleinsten Babys ins Staunen versetzt, aber auch bereits mobile Babys fasziniert. Im Babykurs war das als Abschluss immer der Hit und die Kids schauten ganz fasziniert zu, hüpften vor Freude beim Pusten oder versuchten bereits die Seifenblasen zu fangen. Und günstig ist die Beschäftigung obendrein.

2.Ausräumspiele

Was bei uns nach wie vor ein Renner ist, sind Sortierboxen. Begonnen hat es damit, dass Aliya Dinge ausräumen wollte. Also suchte ich in der Wohnung eine leere Box und füllte dort nach Belieben diverse Spielzeuge, aber auch ihr unbekannte Alltagsgegenstände hinein, die sie geduldig ausräumte, wartete bis ich wieder einräume und das Spiel von vorn starte. Ich wechsele dann immer wieder den Inhalt, so dass es auch nach einiger Zeit spannend bleibt und sie die Box regelmäßig mit neuen, spannenden Dingen entdecken kann. Das können dann beispielsweise mal die gelben Ü-Eier mit Raschelfüllung sein, diverse Kochlöffel, Cremetuben, kleine Bälle usw.
Neu hinzu kam dann irgendwann, dass sie selbst ausräumte und dann das Prinzip der Ordnung verstand und somit auch die Kisten selbst wieder einräumt. Das Spiel wird dann auch in Endlosschleife wiederholt. Aber auch hier gilt: Abwechslung ist entscheidend dafür, dass es nicht langweilig wird.

3. Sensory Bottles

Sensory Bottles sind auch eine schöne Idee, die man in Handumdrehen basteln kann, sobald die Kinder greifen können oder es lieben, Geräusche zu machen. Schnappt euch einfach ein paar Pfandflaschen, füllt sie mit Zutaten aus der Küche, die Geräusche machen wie etwa Linsen, Nudeln, Reis, Couscous, füllt sie mit Wasser und Glitzer oder klebt den Deckel mit Sekundenkleber fest zu. So lassen sich unterschiedliche Inhalte entdecken oder auch rasseln.


4. Filzmatten bekleben

Eine Idee aus dem Babykurs, die ich Zuhause auch nachgemacht habe. Besorgt euch günstig im Euroshop Filzmatten. Schneidet euch aus Glitzerfolie (gibt es im Schreibwarenladen) schöne Formen wie Herzen, Kreise, Blumen, Sterne etc. aus und laminiert diese. Dann beklebt ihr sie mit der geriffelten Seite eines Tesafilms mit Klettverschluss und könnt sie somit super auf der Filzmatte befestigen. Die Kinder sind vom Glitzereffekt wie magisch angezogen, können durch die Laminierung nicht direkt alles zerstören und sind eine ganze Weile damit beschäftigt, die Formen von der Matte abzulösen.

5. Bilderbücher und passende Wühlkiste

Eine Idee, die mir irgendwann beim Durchblättern der Bilderbücher kam, war eine kleine Kiste mit passenden Gegenständen zu sammeln. Wir haben das Buch "mein erstes Bilderlexikon" aus der First Steps Serie von Ravensburger, wo ganz viele Alltagsgegenstände gezeigt werden. Um die kognitive Verknüpfung zwischen Buchinhalten und realen Gegenständen zu schulen, habe ich also fix 5-6 Gegenstände wie eine Bürste, Nuckel, Schuhe, Mütze und Co. zusammengesucht, die auch im jeweiligen Buch zu finden sind und zeige sie ihr, wenn sie auf die Abbildung deutet. Anfangs konnte sie damit noch nicht allzu viel anfangen. Mittlerweile sucht sie mir selbst die passenden Gegenstände heraus und deutet auf sie.

6. Sensory Play mit groben Lebensmitteln oder auch Herbstlaub, Kastanien

Diese Idee habe ich mir aus unserem Babykurs mit Nachhause genommen. Wir hatten dort einmal die Möglichkeit mit den Kids Sensory Boxen zu erfühlen und ertasten. Damals waren dort Herbstlaub, Kastanien, Stöcker und Co. enthalten. Sicher nichts für ängstliche Mamas, aber unter Aufsicht eine gute Sache, um verschiedene Texturen und Materialien zu erfühlen. Manch ein Kind versucht sich auch die großen Kastanien in den Mund zu stopfen. Da muss man etwas vorsichtig sein, aber nur durch das Spiel lernen sie ja auch, was geht und was eben nicht.

Zuhause habe ich das Ganze auch schon mit gröberen Lebensmitteln ausprobiert. Eine Plasteschale voll mit großen Nudeln befüllen und einen Löffel in die Hand geben und die Kleine schöpft mit Begeisterung, erkundet die neuen Texturen und hat Spaß. Das Ganze sollte aber natürlich unter Aufsicht geschehen, wenn die Inhalte aus sehr kleinen Dingen bestehen.


7. Stifte

Ich habe kürzlich damit begonnen, Stifte in unseren Spielealltag zu integrieren. Ich kann euch dafür die Stabilo 3 in 1 Woodys empfehlen, da sie schön groß sind und gut in der Hand der Kleinen liegen. Aliya hat den Dreh bereits gut heraus und liebt es, auf Papier zu kritzeln. Die Woodys lassen sich aber auch auf Glas malen und super leicht abwischen.

8. Fingermalfarbe

Noch ein Spiel für angehende Picassos: Fingermalfarbe. Entweder ihr lasst eure größeren Kleinen einfach mal experimentieren und herummantschen oder aber ihr gestaltet bewusst kleine Kunstwerke, indem ihr Finger- und Fußabdrucke für Motive nutzt.

9. Taschentuchbox befüllen

Hier braucht ihr nur eine leere Taschentuchbox, die ihr nach Belieben mit Gegenständen befüllen könnt. Dieses Spiel schult die Feinmotorik, da der Schlitz für gewöhnlich nicht allzu groß ist und die Kinder die kleinen Gegenstände aus der Box herausfischen müssen oder aber auch verstecken können.

10. Oball mit Tüchern

Diese Idee ist auch schon etwas für die Kleinen ab 3 Monate, wenn das Greifen so langsam beginnt. O-Bälle sind für dieses Stadium perfekt, weil man sie mit den kleinen Fingern super greifen kann. Wenn das sicher klappt, kann man das Spiel abwechslungsreicher gestalten, indem man kleine Seidentücher in den Oball stopft und die Babys sie herausfischen müssen. Am besten funktioniert das mit farbenfrohen Tüchern, die Aufmerksamkeit erregen.

11. Kühlschrankmagneten

Es war purer Zufall, dass ich herausgefunden habe, dass unsere Kühlschrankmagneten mit Urlaubsfotos eine Faszination auf Aliya ausübten. Mit etwa 6-7 Monaten machten wir ein Spiel daraus, dass Stefan mit ihr zum Kühlschrank ging und sich die Magneten mit unseren Gesichtern ansah. Sie strahlte dann immer freudig. Mit 8 Monaten etwa begann sie dann, die Magneten ablösen zu wollen. Ich bestellte also bei Cheerz einen Schwung mit Fotos diverser Familienmitglieder und Freunde, die sie wiedererkennen kann. Noch ein Trick:

12. Muffinblech mit Bällen

Ganz easy - nehmt ein Muffinblech und steckt runde Gegenstände in die einzelnen Formen. Gerade mit etwa 9-12 Monaten, wenn die Babys in der Ausräumphase sind, macht es großen Spaß, die einzelnen Förmchen zu entleeren oder selbst wieder zu befüllen.

13. Tunnel bauen

Habt ihr einen großen Karton übrig? Prima! Dann schnappt euch die Schere und schneidet einen Tunnel heraus, indem ihr Deckel und Unterseite herauslöst. Anfangs haben die Kleinen vielleicht noch Angst, aber wenn man am anderen Ende mit etwas Spannendem wartet oder einmal selbst durchkrabbelt, ist der Spielspaß garantiert.


14. Schöpfspiele

Lässt sich super in der Badewanne mit den Stapelbechern (die sind übrigens auch ein Spielehit!) von DM für wenige Euros durchführen. Oder aber ihr nehmt einfach diverse kleine Schüsseln, Becher und lasst eure Kinder mit Wasser in der Wanne oder alternativ auch mit Reis, Linsen etc. in der Küche schöpfen. Hier nur wieder darauf achten, dass nichts verschluckt wird.

15. Nudeln sortieren

Noch ein Spiel aus der Küche, das fix geht, aber eher was für größere Babys ab einem Jahr geeignet ist. Nehmt euch 2-3 verschiedene Nudelsorten und Schüsseln und sortiert die Nudeln nach Form. Wenn die Kinder einmal gesehen haben, wie die "Ordnung" aussieht, könnt ihr die Nudeln mischen und einmal vormachen, in welche Schüssel die jeweilige Nudelform gehört. Sie kriege ziemlich schnell den Dreh heraus und sortieren dann die Formen in die entsprechende Schale.

16. Spiegelspiele

Sind super für Babys mit etwa einem halben Jahr. Dann entdecken sie so richtig ihr Gesicht und ihr Spiegelbild und kugeln sich vor Lachen, wenn man sich im Spiegel zum Affen macht, sie im Fliegergriff Richtung Spiegel fliegen lässt oder Guck Guck Spiele macht.  Und auch die Allerkleinsten Babys mit etwa 3-4 Monaten interessieren sich bereits für ihr Spiegelbild und erforschen Gesichtszüge.


17. Wie sieht Mama aus?

Auch ein Spiel, das schon recht zeitig gut klappt: Grimassenschneiden oder Mamas Aussehen verändern. Setzt euch mal eine lustige Kopfbedeckung auf oder schneidet Grimassen. Wenn ich allein Aliyas Strumpfhose über meinen Kopf ziehe als Hut muss sie sich kugeln vor Lachen. Aber Achtung: gerade in der Fremdelphase kann sowas nach hinten losgehen. Wir hatten es in der Familie mal erlebt, dass eine dunkle Faschingsperücke von einer sonst blonden Mama aufgesetzt wurde und das Kind total in Panik verfallen ist, weil Mama so anders aussah.

18. Knisterspaß

Auch bereits etwas ab Greifalter mit etwa 3-4 Monaten: der Knisterspaß. Nehmt euch einfach Zeitungspapier, Alufolie, Knisterfolie oder sonstiges Papier und knüllt es immer wieder zusammen. Das Baby kann so verschiedene Texturen fühlen und mag das Rascheln sehr.

19. Toilettenrollen-Versteck

Wenn ihr mal wieder eine Menge Toilettenpapierrollen übrig habt, könnt ihr direkt zum Hütchenspieler werden. Schnappt euch ein paar kleinere Gegenstände (Lego Duplo Tiere sind da prima) und versteckt sie in den Toilettenrollen. Das Suchen, aber vor allem auch Verschwindenlassen von Gegenständen macht so große Freude. Ist aber auch eher ein Spiel für größere Babys.

20. Kistenspaß

Ihr braucht: eine Kiste (gibts bei Ikea z.B. schon sehr günstig), Rollen und ein Stück Schnur - fertig ist eure Transport- und Spielkiste. Nicht nur super praktisch als Aufbewahrung für Spielzeug und Plüschtiere, sondern auch als Hineinsteigkiste oder Gefährt. Aliya liebt ihre Kiste seit dem 9. Monat abgöttisch. Setzt sich generell wie eine Katze (#kindoderkatze) in alle kleinen Kartons und liebt es, mit der Rollenkiste durch die Wohnung gefahren zu werden oder sie als Laufwagen selbst zu schieben.

21. Seidentücher

Eine Spielidee für kleinere Babys ab 3 Monate sind Seidentücher. Nehmt euch ganz leichte Schals oder Tücher und spielt Guck Guck mit eurem Kind. Noch schöner ist es, wenn ihr das nach dem Baden und Eincremen in einem warmen Raum macht, eure Kids nackig oder nur in Windel auf eine Decke legt und dann mit dem kühlen Seidentuch den Kopf des Babys bedeckt und das Tuch wegzieht. Am besten macht ihr dabei irgendwelche lustigen Geräusche und eure Babys werden das kühle Gefühl des Tuches in Kombination mit dem Guck Guck Effekt lieben.

Fallen euch denn noch weitere Spielideen ein? Was spielt ihr am liebsten mit euren Minis und womit gestaltet ihr die Tage abwechslungsreich?

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5 Kommentare

  1. Sehr schöne Ideen und Anregungen, die du da zusammen getragen hast����
    Werde mit meinem kleinen Mann sicher etwas davon ausprobieren��

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  2. Hallo Yasim, eine tolle Sammlung von schönen kreativen Spielen, die selbst schon den Kleinsten ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich werde mir wohl das ein oder andere Spiel hiervon anschauen. Vielen Dank dafür!
    Wir haben unsrer Kleinen bunte Kreisel gekauft. Zu Beginn hat sie diese mit großen Augen verfolgt und angelacht. Heute, mit 5 Monaten gibt es kein halten mehr. Kaum wird der Kreisel von mir in Bewegung gebracht, kommt von der Seite eine kleine Hand und schnappt sich den Kreisel. Ein Spiel, was wohl noch lange beibehalten wird.

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  3. Sehr schöne Ideen dabei, ich finde es immer gut neue Anregungen zu bekommen, bzw. alte Ideen wieder neu zu entdecken.

    Meine Mutter und Tante sind immer fleissig am stricken und häkeln (die Begabung ist leider an mir vorbeigegangen) und so haben wir z.B. Fingerpüppchen oder auch die Raupe Nimmersatt die wir beim Vorlesen rausholen können.

    Was ich gerne mache (mein Sohn, 18 Monate, zugegeben bisher aber nicht wirklich interessiert hat) ist verschiedene Gegenstände bzw. Spielzeuge in der gleichen Farbe zusammensuchen um ihm Farben näherzubringen. Oder auch verschiedene Spielzeuge und Bilder von denselben Objekten (also z.B. wenn ich mehr als ein Elefantenspielzeug zur Hand habe und dann Bücher aufschlage mit Elefantenbildern).

    Pinterest finde ich immer wieder eine gute Inspirationsquelle für neue Ideen.

    LG

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  4. Diese Ideen sind wundervoll. Als mein Sohn in diesem Alter war, hatten wir auch die gefüllten Flaschen - mit Mais, Korken und Nudeln. Und die Stapelbecher begleiten uns noch bis heute in der Badewanne.
    Viele Grüße aus dem Norden Sachsen-Anhalts!
    Bianca

    http://ladyandmum.blogspot.de

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  5. Hallo Yasmin,
    Vielen Dank für die tollen Spielideen, das ein oder andere Spiel werden wir sicher auch in unseren Spielealltag integrieren. Vorallem die Idee die Dinge aus dem Buch real zu zeigen werde ich demnächst umsetzen.

    Bei uns in der Krabbelgruppe gab es mal Wasserbälle zum Spielen, der kam so gut an, das ich mir kurz danach selbst einen besorgte und seit dem ist der Ball immer wieder im Einsatz. Wenn die Babys noch auf dem Rücken liegen, können sie danach strampeln und „greifen“, später kann man die Babys mit dem Bauch darauf legen und haben die Hände frei zum Spielen. Und nun sitzt meine Kleine und der Ball wird immernoch bespielt.

    Und Musik mögen glaube ich auch ganz viele Babys. Wenn dann im Rhythmus zur Musik mitgewippt und geklatscht wird... pure Freude ��

    Viel Spaß beim Spielen und viele Grüße ��

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