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#3 Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, wie schwer es ist, schwanger zu werden

Hallo, ihr Lieben!
"Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt" ist die neue Rubrik auf meinem Blog, in der ich Tabuthemen und Schwierigkeiten aus Schwangerschaft und Muttersein aufgreife und euch auf Instagram nach euren Erfahrungen und Statements frage, die ich dann gesammelt als Diskussionsanreiz hier veröffentliche.  Ideen  und Statements für die kommenden Artikel sind bereits gesammelt , falls ihr aber einen Vorschlag habt zum Thema "Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, wie..." würde ich mich sehr über Feedback freuen.
Thema dieses Mal? Unerfüllter Kinderwunsch und die Problematik, eben nicht "einfach so" schwanger werden zu können. Verzweiflung, langes Warten, Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel, Wut, auch Gefühle wie Neid, der Umgang mit ihnen und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, teilen heute einige mutige Leserinnen mit uns und zeigen ganz unterschiedliche Perspektiven auf.  

Die letzten Beiträge dieser Serie:

#1 Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, wie mental herausfordernd eine Frühgeburt sein kann und wie wenig man darauf vorbereitet wird.

#2 Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, wie einsam Muttersein sein kann.

"Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, ...

dass es Fälle gibt, in denen der Spruch "Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr!" nur noch wie ein ganz ganz mieser Witz wirkt. Dass es Menschen gibt, die nicht mit Pille absetzen schwanger werden, noch bevor das Jahr zu ende ist und dass genau DAS eine Thematik ist, über die niemand spricht. Zumindest nicht öffentlich. 

Tabu Thema unerfüllter Kinderwunsch! Gefangen zwischen Trauer, Neid, Missgunst und dem Gefühl des Versagens. Das Gefühl damit allein zu sein, das einzige Paar zu sein, was nicht in der Lage ist, Kinder zu zeugen oder zu bekommen. Weil keiner darüber spricht. Es totgeschwiegen wird. Niemand stellt sich hin und sagt auf die Frage: "Warum habt ihr eigentlich keine Kinder?" oder auch beliebt "Wann ist es bei euch soweit?" - "Weil wir keine bekommen können". Es findet sich immer ein Grund, der vorgeschoben werden kann. Und so bleiben Betroffene alle für sich allein. Mit dem Gefühl Aussätzige zu sein. Nur das Internet bietet die Möglichkeit, sich in Foren anonym auszutauschen. Gott sei Dank. Denn ICH wäre sonst an 4 Jahren unerfülltem Kinderwunsch zerbrochen. Wenn da nicht dieser Rückhalt gewesen wäre, online, anonym...aber egal, Hauptsache zu wissen, dass man nicht alleine ist. Und dass man es schaffen kann. Egal ob doch noch ein Kind zu bekommen oder ohne glücklich zu werden. Aber es ist schaffbar. Viele schaffen es. 

Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, dass ich nicht alleine bin damit!"


"Ich wünschte ihr hättet mir gesagt, dass...


... das Warten auf einen positiven Schwangerschaftstest eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist.
... umso länger es dauert, die Leichtigkeit, die wir hatten nach dem wir beschlossen haben " wir setzen die Pille ab und ich möchte schwanger werden", immer mehr einer Schwere weicht.
... ich in jedem neuen Zyklus volle Hoffnung auf unser Wunschkind stecke und mit den ersten PMS-Anzeichen so unglücklich bin.
... morgens der 1. Gedanke nach dem Aufwachen und abends der letzte Gedanke um den Kinderwunsch kreisen.
... die Verkündung der nächsten Schwangerschaft im Familien-, Kollegen- oder Freundeskreis neben der Freude für die werdenden Eltern immer einen kleinen Stich im eigenen Herzen mit sich bringt.
... man so sehr aufpassen muss, dem eigenen Leben weiterhin einen Sinn zu geben, sich wertzuschätzen und sich nicht ausschließlich auf den Kinderwunsch zu reduzieren- was harte Arbeit sein kann.
... der ungetrübte Optimismus meines Mannes auf ein baldiges Kind mich immer wieder wütend macht, ich aber insgesamt froh bin, ihn als festen Anker zu haben.
... sich z.T. entfernte Bekannte oder sogar Fremde immer wieder ungefragt erkundigen, "wann wir denn ein Kind bekommen", ohne zu wissen, was sie da in mir auslösen und wie grenzüberschreitend diese kleine, vermutlich unbedacht und nett gemeinte Frage sein kann.
... die Überwindung in eine Kinderwunschklinik zu gehen und sich Hilfe zu suchen, ein schwieriger Schritt ist- ich aber die Zügel bei allem selbst in der Hand behalten sollte und mich nur auf das einlassen soll, was sich für mich richtig anfühlt.
... viele Paare einen unerfüllten Kinderwunsch haben, aber kaum jemand darüber spricht und es noch ein Tabuthema bei uns in der Gesellschaft ist. Sobald ich mich aber selber öffne, bekomme ich plötzlich so viele Geschichten von anderen Paaren erzählt, denen es genauso geht."

"Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, dass der Wunsch nach einem Kind mich Geduld lehren würde."

In einer Welt, in der man ungefähr alles ungefähr sofort bekommen kann, ist es eine völlige Überforderung für mich, demütig auf den Willen der Natur zu warten. Oder in meinem Fall: auf den Willen von Gott. Ich bin Christ und glaube daran, dass alles, was passiert, zu meinem Besten dient. Also heißt es für mich: zurücklehnen und im guten Glauben daran bleiben, dass die vor mir liegenden Wege genau so richtig für mich sind, wie sie eben kommen.
Leichter gesagt, als getan. Trotz dieser hoffnungsvollen Einstellung überfällt mich jeden Monat wieder eine große Traurigkeit, wenn es nicht geklappt hat. Das Gefühl, etwas zu verlieren, was man doch noch nie so richtig hatte, ist neu und frustrierend. Einen perfekten Weg oder Tipp, damit umzugehen, habe ich noch nicht gefunden. Ein gutes Motto allerdings schon: „Es geht nicht immer darum, sich gut zu fühlen, sondern darum, sich gut zu fühlen.“ Es kann und muss nicht alles leicht und heiter sein – dann ist es wichtig, in sich rein zu horchen. „Wie geht es mir? Was löst das in mir aus? Was könnte mir jetzt gut tun?“ und dann gut für sich zu sorgen. Das möchte ich anderen mitgeben.


"Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt, was für ein langer und kräftezehrender Prozess eine Adoption darstellt"


"Mit 16 erfuhr ich, dass ich höchstwahrscheinlich keine Kinder bekommen könnte, und wenn es doch klappen würde, es für mich und das Baby lebensgefährlich sein könnte. In dem Alter hat man dies noch gar nicht richtig verstanden, denn eigene Kinder zu bekommen war noch Welten entfernt. Doch mit den Jahren habe ich mich immer mehr mit dem Thema auseinandergesetzt und mich auch schnell mit dem Thema Adoption befasst. Zum Glück habe ich einen Partner gefunden, der total offen diesem Thema gegenüber war und keine Probleme damit hatte, keine „leiblichen“ Kinder zu bekommen. So entschlossen wir uns den langen Weg der Adoption zu gehen. Man hört viel über dieses Thema und es gibt zig Bücher, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Doch vieles, so haben wir festgestellt, was so erzählt wird, ist nicht ganz so wie es in Wirklichkeit ist oder sehr negativ geschrieben. Zu Beginn haben wir uns mehrere solcher Bücher gekauft und waren danach eigentlich nur ängstlich und verunsichert, da viele nur von Negativbeispielen erzählen. Natürlich ist es nicht immer leicht und es gibt auch viele Tiefs, doch man sollte den Paaren auch Mut machen, finde ich.
Wir gingen also einfach zu unserem Jugendamt, informierten uns und bekamen einen 11-seitigen Fragebogen mit nach Hause. 11 Seiten hört sich nicht viel an, dachten wir auch und waren voller Tatendrang, ihn nach einer Woche ausgefüllt wieder abzugeben. Doch die Fragen hatten es in sich und wir brauchten mehrere Wochen, um alles zu beantworten, da man über viele Dinge noch nie nachgedacht hatte und alles wahrheitsgetreu beantworten wollte. Danach folgten mehrere mehrstündige Gespräche bei uns Zuhause, in denen es um unsere Biografien ging, von Kind an bis jetzt, unsere Partnerschaft, unserer Familienbeziehungen und um unsere Vorstellung zu dem Kind, was wir hoffentlich aufnehmen würden. Außerdem gab es über mehrere Wochen ein regelmäßiges Treffen mit anderen Bewerbereltern. Hier lernten wir auch die Hintergründe kennen, die rechtlichen Grundlagen, aber auch wie wir die Kinder besser verstehen können, da die meisten einen schweren Start oder sogar schwere Jahre hatten. Als das alles nach einem Jahr geschafft war, wir sehr viel gelernt und erfahren und neue Freundschaften geschlossen hatten, bekamen wir die Zusage, dass wir geeignet sind, ein Kind aufzunehmen. Wir waren überglücklich und doch fielen wir danach in ein Loch.... da nun die Wartezeit begann und niemand sagen konnte, wie lange diese dauern wird....3Wochen...3 Monate oder 3 Jahre. Wir waren froh, dass wir privat noch viele andere Dinge hatten, die uns ablenkten, sodass uns die Wartezeit am Anfang nicht so schwerfiel. Und vor 4 Monaten kam der Anruf vom Jugendamt, auf den alle Bewerberpaare warten, dass wir ein Kind bekommen würden. Wir bekamen einen kleinen Jungen und sind überglücklich, nicht mehr kinderlos zu sein. Wir hatten unglaubliches Glück, dass wir bei einer Adoption nur wenige Monate warten mussten und auch wenn der Weg oft schwer und sehr emotional ist, hat es sich mehr als gelohnt und wir sind froh, dass wir uns getraut haben, ihn zu gehen."


Vielen Dank für diese ehrlichen Erfahrungen an die lieben Verfasserinnen. Falls ihr euch zutraut oder das Bedürfnis habt, auch eure Geschichte zu teilen, würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn ihr Feedback oder einen Kommentar hinterlasst. Habt ihr eventuell Lösungswege, um mit der Verzweiflung, Wut, Trauer und womöglich auch Neid umzugehen? Habt ihr Mut machende Worte, Erfahrungen, euer ganz persönliches Wunder oder persönliche Geschichten, die ihr teilen wollt? Ich freue mich auf den Austausch!




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8 Kommentare

  1. Diese Geschchichte ist unfassbar toll und ergreifend geschrieben. Zum Thema Kinderwunsch kann ich die Worte eins zu eins nachvollziehen. Wir haben „nur“ zwei Jahre unseres Lebens versucht ein Kind zu bekommen und es waren die schlimmsten Jahre meines bisherigen Lebens. Noch nie habe ich so viel geweint, mich so nutzlos gefühlt und an mir gezweifelt. Trotz tollen Rückhalt von meinem Partner.
    Es ist fürchterlich wenn Intimität nichts aufregendes mehr ist, sondern getaktet. Niemand möchte das, aber am Ende machen es alle Frauen mit Kinderwunsch. Einfach weil sich im Kopf alles 24/7 um Kinder dreht.

    Eines habe ich mir geschworen: nie wieder jemanden zu fragen: „Na, wann ist es bei euch soweit“...

    Liebe Grüße

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  2. Ich finde das Thema sehr wichtig, und finde es tatsächlich auch schade, dass es so totgeschwiegen wird. Genauso wie das Thema Fehlgeburten. Aber - so gern ich das ändern würde und über meinen Kinderwunsch reden - ich würde nicht mit dem Mitleid und den fragenden Blicken (denn Fragen traut sich dann doch niemand mehr) klarkommen. Außerdem ist es leider immer noch so, dass Frauen mit Kinderwunsch im Job leicht aufs "Abstellgleis" geschoben werden. Darum verschweige ich das Thema und suche online den Austausch und maximal mit ein, zwei engen Freundinnen.
    Geduld und sich selbst nicht aus den Augen verlieren und nur noch in "Warteposition" verbringen ist das wichtigste, was einen durch die Kinderwunsch-Zeit begleiten sollte. Häufig fangen wir leider zu spät mit Kinder kriegen an, erst wenn alles passt (Job, Partnerschaft, Alter, Lebensumstände) um dann nach ein paar Monaten, in denen es nicht klappt, in ein Loch zu fallen. Denn man hat quasi im Leben "alles erreicht bis auf Kinder", und man muss sich erst selbst wieder bewusst machen, dass man trotz Kinderwunsch sein Leben nicht auf Eis legen sollte. Ich kann den Job wechseln, einen neuen Sport anfangen, mit meine Partner einen tollen Urlaub machen, ein neues Hobby erlernen. Und nicht nur darauf warten, dass es mit dem schwanger werden klappt. Das ist hart und ich habe ein Jahr gebraucht, um das zu lernen. Aber das war bisher eine der wichtigsten Lektionen in meinem Leben.

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    1. Liebe Breanna,

      ich kann deine Worte und Gedanken eins zu eins unterschreiben. Ich habe mit den verschiedenen Aufzählungspunkten bei diesem Blogartikel mitgewirkt. Und sich selbst nicht aufzugeben bzw. nicht mehr wichtig zu nehmen, während man auf eine Schwangerschaft wartet ist so wichtig. Das musste ich erst lernen und nach wie vor übe ich mich jeden Tag aufs Neue darin, mir Gutes zu tun und nicht auf den Zeitpunkt X zu warten, während mein Leben "ungelebt" an mir vorbei zieht.

      Ich gehe mittlerweile relativ offen mit unserem unerfüllten Kinderwunsch um. Wer mit einer Antwort á la "Bei uns ist das Kinderkriegen nicht so leicht, wie bei manch anderen Paaren!" nicht umgehen kann, fragt vermutlich auch nicht mehr wie ein Trampeltier, wann es denn so weit ist mit dem Nachwuchskriegen.
      Ich hoffe sehr, dass es in unserer Gesellschaft mit der Zeit einen offeneren Umgang mit dem Thema geben wird und auch die Nachfragenden sensibler werden- dies erreichen wir aber nur mit einer gewissen Offenheit.
      Deshalb fand ich es so enorm wichtig, etwas zu diesem Blogartikel beizusteuern.
      Vielen Dank nochmal für deine Gedanken zu dem Thema.

      Lass es Dir gut gehen!
      Lena

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  3. Wow... toller Bericht & toll geschrieben!

    Ich persönlich hatte ja riesen Glück und würde knapp 2 Monate nach absetzen der Verhütung schwanger. Aber gerade wenn man sowas liest merkt man dass es nicht selbst verständlich ist schwanger zu werden & ein Kind einfach ein Wunder ist ��
    Und gerade wenn man selbst bei so schnellem Glück am Anfang denkt: „das kind hätte sich noch mehr zeit lassen sollen... bzw wir wollten noch dort hin in den Urlaub und Haus bauen..“ da bekommt man ein richtig schlechtes Gewissen für solche Gedanken & schätzt das Wunder Baby umso mehr ��

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  4. Sehr toll geschrieben. Ich hatte gleich Gänsehaut beim Lesen.

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  5. Hallo zusammen.
    Eigentlich bin ich nicht der Typ, der online selbst etwas schreibt, sondern eher liest und sich im Hintergrund hält.
    Da ich die Rubrik "Ich wünschte, ihr hättet mir gesagt.." allerdings sehr ansprechend und berührend finde und die Mühe, dieses Thema aufzugreifen, auch mit einem Beitrag würdigen will, möchte ich nur kurz erzählen, dass auch ich mich unter den Frauen wiederfinde, die unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch leiden.
    Ich bin 24 Jahre alt und habe mir "schon immer" eine große Familie gewünscht. Für mich war klar, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen - mein Freund und ich leben seit über 5 Jahren zusammen, ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und einen unbefristeten Arbeitsvertrag, ich bin gesund und habe meinen Traumurlaub in Mexiko gemacht. Finanziell stehen wir gut da: große Wohnung, großes Auto, Rücklagen für die Zeit, in der mein Gehalt wegbricht.
    Dennoch versuchen wir schon fast ein Jahr, ein Kind zu bekommen. Vielleicht zeigt sich da doch meine Naivität, jedenfalls dachte auch ich mir: "Hey, ich setze die Pille ab und achte auf die fruchtbaren Tage, dann bin ich in einem Jahr schon Mama". So ist es bisher natürlich nicht gekommen.
    Was mich verletzt ist gar nicht das "Wann ist es denn bei euch soweit?", sondern vielmehr das "Ach, du bist doch noch jung, du hast noch alle Zeit der Welt, du musst doch jetzt nicht unbedingt schwanger werden", weil sich das für mich eben nun mal nicht so anfühlt.
    Man gerät in einen Teufelskreis aus Achten auf die fruchtbaren Tage, Ärger mit dem Partner, der keine "Leidenschaft nach Kalender" haben möchte und dem krampfhaften Versuch, entspannt zu bleiben (ja, das ist ein Widerspruch in sich), da Stress ja sehr hinderlich für das Schwangerwerden ist.
    Mein inneres Gleichgewicht versuche ich dadurch zu halten, dass ich (wieder) Sport mache, meine Freundschaften pflege und versuche, mich beruflich weiterzuentwickeln. Ich denke, dass Gelassenheit tatsächlich das Einzige ist,was einem weiterhilft.

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  6. Ich saß weinend bei meinem Frauenarzt und fürchtete ungewollt und zur falschen Zeit schwanger zu sein, als er zu mir sagte:

    50% der Frauen werden im ersten halben Jahr bei ungeschütztem ("ohne Verhütungsmittel") Geschlechtsverkehr schwanger.
    Weitere 35 % werden im weiteren halben Jahr bei Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel schwanger.

    Die meisten und bittersten Tränen gibt es bei den restlichen 15 % die nicht schwanger werden, also weine jetzt nicht.

    Jahr später (ohne Abtreibung, fehlgeburten oä: saß ich oft... 2 Jahre lang ... weinend bei demselben Arzt. Ich war verheiratet und wir wollten ein Kind, besser noch 2 oder 3.
    Es war mit die schlimmste Zeit in meinem Leben... bis ich nach 2 Jahren endlich schwanger war mit meinem Wunschkind, meiner Tochter, meiner Prinzessin, die ich über alles liebe.

    Die Partnerschaft und Ehe zerbrach auch hier durch den Stress, welcher durch den zunächst unerfüllten Kinderwunsch entstand-leider.

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  7. Man geht die Sache so locker an, schließlich hört man ständig von irgendwelchen Leuten, die 'hoppla-plötzlich und überraschend schwanger' waren.
    Monat um Monat vergeht, alles mögliche wird ausprobiert, eine Menge Geld zum Fenster rausgeschmissen (Ovus, diverse homöopathische Mittelchen, diverse Kinderwunsch-Präparate). Man verbittert, als in einer Woche von 5 (!) neuen Schwangerschaften in Freundeskreis und Nachbarschaft berichtet wird. Treffen mit diesem Freundeskreis werden kurzfristig abgesagt, weil man es einfach nicht schafft, mit den kugelrunden glücklichen Bald-Mamas zusammen zu sein. Als dann auch noch die Kollegin schwanger ist, von der man nicht mal wusste, dass es einen Mann in ihrem Leben gibt, und man tagtäglich den wachsenden Bauch sehen muss, ist völliger Frust da.
    Nach einem Jahr dann der übliche Untersuchungsmarathon bei der Gyn mit dem Ergebnis: alles gut.
    Nach knapp anderthalb Jahren ist der Frust so groß, dass die Schublade voll Mittelchen und Pülverchen und sonstigem Kram in die Mülltonne befördert wird.
    An Ostern die freudige (?!) Nachricht der Schwägerin, Kind 4 ist unterwegs. Auf diesen Schreck muss dann direkt ein Ei losgesprungen sein und ich wurde schwanger:)
    Es war tatsächlich so. Der erste Zyklus ohne Gedanken an den Kinderwunsch war erfolgreich. Doch leider ist das berühmte 'Kopf ausschalten' für einen Kopfmenschen, der alles plant, nicht so wirklich einfach.
    Nach wie vor sind wir froh, nie über unseren Kinderwunsch mit anderen gesprochen zu haben, das hätte uns noch mehr Druck gemacht, als wir es schon gemacht haben.
    Liebe Grüße, Katha

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