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Eine Woche Auszeit & 4 Erkenntnisse

Dienstagmorgen noch vor 08.00Uhr beschließen, dass es Zeit für eine Auszeit ist und der Stadt bei sengender Hitze zu entfliehen? Kann ich! So schnappte ich mir kurzerhand Aliya, warf unsere sieben Sachen in eine kleine Reisetasche (ok, so klein war sie nicht, mit Baby schleppt man gefühlt den halben Hausstand mit), drückte Stefan einen riesigen Schmatzer auf, denn der Arme konnte uns aufgrund der Arbeit nicht begleiten und düste von dannen. Wohin? Zu meinen Eltern! Mit ein bisschen Hin und Her Wurschtelei hatten wir alle plötzlich ganz viel Zeit und das Schönste - keine großen Pläne. Statt wie sonst am Wochenende von A nach B zu rasen und sämtliche Verwandtschaft abzuklappern und Aliya-Zeit gerecht zu verteilen, hatten wir einfach mal gar nichts vor. Stattdessen ließen wir uns treiben, genossen die wunderbare Wärme und erlebten gemeinsam Aliyas ersten Sommer.

Hach, hatte ich schon einmal erwähnt, WIE sehr ich es liebe, den Sommer auf dem Land zu verbringen? Dieser ganz spezielle Duft, dieses "den ganzen Tag draußen sein"-Gefühl...und dann ist da noch diese Ruhe. Eine solche betörende Kombi finde ich einfach in der Stadt nie. Kein Wunder also, dass ich regelmäßig im Sommer fliehe und mir fest vornehme, irgendwann auch mal auf dem Land zu wohnen. Am Feldrand. Da wo die Grillen zirpen und man quasi vom Bett direkt in die Natur fällt. Aliya hat die Auszeit auch wunderbar gefallen und ich könnte mich an die ausgiebigen Morgenspaziergänge bei vibrierender Hitze in der Natur glatt gewöhnen...

Ein paar Fotos und von der Auszeit entnommene Inspirationsschnipsel habe ich euch heute mal mitgebracht.

1. Besuch deine Liebsten. Einfach mal wieder so.

Macht man viel zu selten. Kein Wunder, sind die Terminkalender aller Beteiligten einfach oftmals viel zu voll und viel zu inkompatibel. Versucht es trotzdem. Einfach mal so. Fahrt los, überrascht die Leute, die euch am Herzen liegen, besucht alte Freunde, schließt die Mama in den Arm oder fahrt bei Oma für ein Stückchen Erdbeertorte und Kaffeeklatsch vorbei. Ihr werdet sehen, das Lächeln auf den Lippen eures Gegenübers ist unbezahlbar.




 2. Mach mal wieder etwas, das Kindheitserinnerungen weckt!

Barfuß durch eine Wiese rennen - einfach, weil es Spaß macht und das kribbelnde Gefühl so unbeschreiblich verlockend. Oder eine Arschbombe im nahegelegenen See/Pool/Schwimmbad oder wie früher zu Oma zu gehen und den gesamten Erbsenbusch leer zu futtern. Im ersten Moment kommt man sich aus erwachsener Perspektive unfassbar albern vor. Danach? Ist es aber das grandioseste Gefühl überhaupt. Es schmeckt nach Nostalgie, nach einer unbeschweren Zeit und verhilft im gleichen Moment zu einer wunderbaren Leichtigkeit. Probiert es mal aus!




 3. Lies mal wieder ein Buch!

Na, wann war das letzte Mal, dass du einfach so einen ganzen Tag (okay, einige Stunden tun es fürs Erste auch) wie gebannt zwischen Bücherseiten gesteckt hast? Schnapp dir eine Decke, Proviant, leg dich ins Grüne und tauche ab in fremde Welten. Entflieh für einen kurzen Augenblick der Wirklickeit und sauge Geschichten, Abenteuer und Gefühlswelt der Romanfiguren auf. Das verschafft so manches Mal eine völlig neue Perspektive und fühlt sich ein bisschen so an, als hätte man ganz kurz die Stopp-Taste gedrückt und dabei alle Batterien wieder aufgeladen.




 4. Versuch die Welt durch Kinderaugen zu sehen!

Bedingt durch Aliya sehe ich die Welt aktuell durch Kinderaugen und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist es nicht traurig, wie wir Erwachsenen den Blick für Details verloren haben - ja nahezu steif, absolut vernunftgesteuert sind und dabei an Faszination für das Leben, vermeintlich simple Vorgänge und Funktionsweisen einbüßen mussten? Ein bisschen, als würden wir durch die verstaubten und zerkratzen Fensterscheiben einer alten leer stehenden Hütte sehen, aber nicht wirklich erkennen, was dahinter für Schätze verborgen liegen. Statt die Scheibe anzuhauchen und abzuwischen, um einen klareren Blick zu gewinnen, gehen wir unbeeindruckt weiter und das ist enorm schade. Also: sperrt die Augen auf und achtet auf die wundersamen Details unserer Welt.












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3 Kommentare

  1. ♥♥♥
    Soo schön!

    Oh Mann, ich hasse es auch bei über 25°C in der Stadt zu sein, das ist einfach nur furchtbar :D
    Leider bin ich noch den ganzen Juli aufgrund von Klausuren hier, aber danach wird man mich dann wohl nur noch am Bagger und im Garten finden ;)

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  2. Wundervolle Bilder! Du hast so Recht, hin und wieder braucht man mal eine Auszeit, bei der man sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben besinnt.
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

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  3. Die Bilder sind wunderschön. Ich habe mir im Babyjahr auch öfter Auszeiten genommen und diese sehr genossen. Mit Kind sind einem solche Auszeiten und Ruhe so wichtig.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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