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So verbannt ihr erfolgreich Frustmacher und Negativgedanken aus eurem Leben und schafft mehr Platz für Leichtigkeit

Was sie mit Leichtigkeit meint, fragt ihr euch beim Lesen der Artikelüberschrift? Hier ist keinesfalls ein Leben mit Scheuklappen gemeint, um sich oberflächlich an der Welt zu erfreuen, ohne Leid, ohne Trauer, ohne schwere, dunkle Gefühle an sich heranzulassen. Es geht nicht darum, naiv und komplett sorgenfrei durch die Tage zu spazieren und dabei über Regenbogen zu tänzeln.
Nein, Leichtigkeit bedeutet für mich, diese trüben, düsteren, tiefgründigen Stimmungen zu akzeptieren, mit ihnen zu leben, ja sie auch einmal zu zelebrieren, sich aber dennoch von unnötiger Negativität zu trennen. Ihr wisst schon, diese Art, die einen einfach nur herunterzieht. Denn bei einem Glas Wein und ein paar pikanten Nüssen mit der besten Freundin über tiefgründige Themen zu diskutieren, in Abgründe zu schauen und sich dabei manchmal selbst nicht wiederzuerkennen ist eine Sache. Sich in motzende, jammernde, alles verzehrende Alltagsnegativität zu verlieren, bei der man die Lebensfreude und schönen Kleinigkeiten schlichtweg übersieht, eine andere.

Natürlich kann man das nicht pauschalisieren, aber die Anzahl an grimmig dreinblickenden Menschen, unfreundlichen Gegenüber in Bus, Bahn und Geschäften ist enorm. Irgendwie scheinen alle unglücklich zu sein - den herunterhängenden Mundwinkeln und düsteren Blicken nach zu urteilen. Klar, jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und kein Leben ist perfekt...

... aber wann hat das mit dieser verdammten Negativität solche Ausmaße genommen? 

Erst kürzlich - ich kam mit Aliya gerade vom Einkaufen zurück - stieß ich vor unserer Haustür auf einen jungen Mann, der mich anlächelte und freundlich grüßte. Statt mich im ersten Moment zu freuen, reagierte ich äußerst irritiert - "Woher kennt der mich, wieso lacht der mich an, was will der eigentlich in unserem Haus?" Bei meinem entgleisten Gesicht musste er nur laut auflachen und schob ganz fix ein lässiges "Ich wollte nur mal freundlich sein, keine Sorge, ich beiße nicht und wollte nur zu einer Freundin." hinterher. Und ich kam mir vor wie ein miesepetriger Idiot. Das Beispiel ist aber perfekt gewählt, um zu zeigen, wo wir schon angekommen sind. Freundlichkeit, nette Gesten, ein einfaches, lieb gemeintes und völlig unverfängliches "Hallo" sind so selten geworden, dass man glatt irritiert und skeptisch reagiert, wenn es einem im Alltag über den Weg läuft. Ist das nicht traurig?!

Natürlich, wir wissen nicht, welche Sorgen unser Gegenüber hat. Worin die Ursache der tiefen Furchen im Gesicht, die es direkt trauriger wirken lassen, liegen. Worin die Ursache der zornigen Augen, die eigentlich einfach nur müde sind, zu finden sind. Wieviele Lächeln eine Person verschenkt hat, bevor sie eben dieses verlernte. Wir können nur spekulieren und selber mit gutem Beispiel vorangehen. Übermäßige Negativität aus unserem Leben streichen, uns nicht sinnlos damit aufhalten, sondern stattdessen diese ganz besondere Leichtigkeit und Lebensfreude zelebrieren - und ja, das geht auch, ohne dass man 24/7 gut gelaunt und strahlend sein muss.

Vielmehr ist es eine Entscheidung, wie man sein Leben leben möchte. 

Ob positiv gestimmt oder dauermeckernd an Kleinigkeiten festhaltend, die einen nur herunterziehen. 

Und weil das nicht immer so einfach ist, sich von dieser schlechten Angewohnheit des Schwarzmalens, des Meckerns, des Frust Loslassens zu lösen, gibt es hier meine drei Tipps, an denen ich selbst gerade noch aktiv arbeite.


(Schonungslose) Ehrlichkeit

Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, entsteht doch der Großteil negativer Gefühle im Alltag dadurch, dass wir uns viel zu häufig nicht trauen, die Wahrheit zu sagen und den Mund einfach nicht aufkriegen. Zu sagen, wenn uns etwas gegen den Strich geht, wenn eine Aussage uns tief getroffen hat und noch tagelang grübeln lässt. Zu sagen, wenn man eine Handlung des Gegenübers mehr als fragwürdig oder einfach mies fand. Stattdessen wird in sich hineingefressen, Die Angst vor Konfrontation trifft auf die Rücksichtsnahme auf die Gefühle der anderen, wobei die eigenen gerne mal vergessen, ja hinten angestellt werden. Mal wieder. 

Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht auf Krawall gebürstet und muss nicht jede Meinungsverschiedenheit lautstark austragen. Fresse selbst viel zu häufig in mich hinein und wünschte genau dann, eben doch mal laut zu sagen, was mich stört, was ich so richtig scheiße fand. 
Das muss ja nicht mit lautem Paukenschlag erfolgen. Eine ehrliche, offene Zusammenkunft, bei der mit Respekt über Unstimmigkeiten, Fehlverhalten oder Meinungsverschiedenheiten gesprochen wird, um diese aus dem Weg zu räumen, reicht doch völlig aus. 

Leichter gesagt, als getan. Aber ich bleibe am Ball und plädiere: sprecht mehr miteinander, packt die Ursache eures Frusts an, indem ihr mit der jeweiligen Person darüber redet und ihn aktiv aus dem Weg räumt, statt so zu tun, als wäre alles okay, den Ballast aber unterschwellig ewig mit euch herumschleppt.

Loslassen. Befreit euch von Angewohnheiten und Personen, die euch runterziehen

Die Gleichung ist einfach: mehr Zufriedenheit und positive Vibes durch das bloße Zurücklassen herunterziehender Gedanken/Menschen/Angewohnheiten. Trennt euch von den Dingen, die euch nicht gut tun und dauerhaft schlechte Laune bereiten.

Sei dies - im Profanen gedacht - das Mädel im Instagramfeed, das euch Kopfschmerzen bereitet, deren unrealisitischen Lebensstil euch nicht inspiriert, sondern vielmehr frustriert und tauscht es aus mit gute Laune machenden, insprierenden, für euch wirklich interessanten Accounts, die euch mehr geben als morgendliches Augen Verleiern. 

Tiefgründiger gedacht, funktioniert das Prinzip ähnlich, nur deutlich schwieriger umzusetzen. Loslassen ist niemals einfach, weil wir nicht wissen, was uns danach erwartet, weil es sich zuweilen leer und ungewohnt anfühlt. Tut euch aber selbst den Gefallen und lasst los. Trennt euch von unliebsamen Angewohnheiten und Menschen, die euch nicht gut tun. Es ist schmerzhaft, aber danach fühlt man sich deutlich befreiter.

Sucht euch Gegenpole


Manche Frust-Pole kann man einfach nicht umgehen. Klar, Vieles lässt sich mit einer gehörigen Portion Mut ändern. Wenn dir ein Job nicht gefällt und dich runterzieht, bewirb dich für einen neuen. Wenn dich Leute krank machen, trenn dich von ihnen. Aber nicht immer ist das möglich. Manchmal liegt es außerhalb unserer Reichweite, selbst etwas gegen die negativen Strömungen zu unternehmen. Was man aber dennoch tun kann?

Sich Happy Places suchen. Orte, Menschen, Angewohnheiten, die gute Laune garantieren.

Routinen bewusst dann durchführen, wenn ihr merkt, wieder ins Schwarzmalen zu verfallen. Statt einen Tag oder eine ganze Woche als "Scheiße" abzustempeln, aktiv dagegen vorzugehen und das Beste herauszuholen. Entscheidet euch FÜR die guten Aspekte und lasst euch nicht vom Frust auffressen. Manchmal hilft es auch, sich diese positiven Dinge am Ende des Tages bewusst vor Augen zu führen, indem ihr sie aufschreibt. Denn viel zu oft klammern wir uns doch an negative Zwischenfälle und verlieren somit das aus dem Auge, was WIRKLICH wichtig und schön war.


Seid ihr dabei, den Grummelgesichtern und Frustmachern, der Negativität den Kampf anzusagen?







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2 Kommentare

  1. Schöner Post! :) Mich nervt diese ganze Negativität auch. Ich versuche wirklich darauf zu achten mit einem Lächeln auf der Straße herumzulaufen, in der Bahn nicht auf mein Handy zu starren und grimmig herum zu schauen, sondern freundlich lächelnd. Kleine Gesten können so viel ausmachen. Jemanden helfen, der sich suchend umblickt, der alten Dame die schweren Einkaufsbeutel tragen oder die Tür aufhalten. Da gibt es so vieles mehr, was mir auf Anhieb jetzt gar nicht einfällt. :-D

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  2. Da bin ich wirklich sofort dabei!! Von Grund auf bin ich ein absolut positiver Mensch, stehe zu 95% der Zeit auch mit guter Laune auf, selbst wenn ich in der Nacht kaum geschlafen habe. Aber auch bei mir gibt es natürlich Menschen, Handlungen oder auch Äußerungen die mir so richtig den Tag verderben können. Ich weiß von einigen Personen in meinem Leben, dass sie mir richtig schlechte Laune machen können, aber ich kann mich nicht von ihnen lösen, da sie zur Familie gehören. Doch ich lerne von Tag zu Tag besser damit umzugehen und mich somit nicht so arg davon runterziehen zu lassen!

    Dem Thema "zufriedenes Leben" widme ich auch ganz viel Platz auf meinem Blog, denn es ist einfach so wichtig glücklich zu sein, auch für die eigene Gesundheit!! Ein ganz toller Post den ich in der nächsten Zeit mit meinen Lesern teilen werde, vielen lieben Dank!! <3

    Off-Topic: Ich "beneide" dich ein wenig um die vielen tollen Fotos von dir und deiner Tochter die Stefan schießt - einfach traumhaft! Von Laura und mir existieren fast gar keine bisher, weil es einfach nie jemanden gibt, der uns gescheit fotografiert ;-) Daran sollte ich auch dringend arbeiten!!
    Liebe Grüße
    Jenny

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