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Bye Bye, April. Hallo, Mai!

Auf anderen Blogs sind wöchentliche Recaps üblich, in denen kurz auf die vergangenen 7 Tage geblickt wird. Was ist passiert, wohin ging die Reise, was zog Neues ein und was konnte begeistern. Ein solches Update wöchentlich zu liefern, würde für mich aktuell nur Druck bedeuten und auf der anderen Seite passiert mit Baby hier nun einmal nicht ansatzweise so viel wie bei meinen Kollegen. Mit Reisen um die Welt und zig Events kann ich nicht mithalten, aber muss ich ja auch nicht. Die Idee, den Monat Revue passieren zu lassen, fand ich dennoch nicht schlecht. Ein Mix aus Persönlichem und den Monatsfavoriten, wie ihr sie von Youtube bereits von mir kennt. Klingt gut? Wir werden es ausprobieren!



Bye Bye April. Hallo, Mai!


Getrennt...

...habe ich mich von zu viel Ballast, von zu viel Klimbin. Radikal. Stück für Stück habe ich mir unsere Wohnung vorgeknöpft, erst mit dem Kleiderschrank begonnen, in der Beautyschublade weitergemacht bis hin zum Schränkchen mit Putzmitteln, dem Kühlschrank oder das Bücherregal. Kurzum: ich habe gewütend wie ein kleiner Tornado und fühle mich jetzt, wo der ganze "Mist" aussortiert ist um einiges befreiter. Tut gut, sollte man öfter machen oder es erst gar nicht soweit kommen lassen, dass sich zu viel Kleinkram ansammelt.


Wiederentdeckt...

...habe ich bei meinem Ausmistwahn ein paar vergessene Beautyschätze aus meiner Schminkschublade. Da wäre z.B. das Nars Blush "Deep Throat", ein frischer Apricotton mit subtilen Schimmer, den ich 2012 kaufte, in Dauerbenutzung hatte und dann irgendwann schlichtweg vergessen habe. Selbiges gilt für eine Foundation, welche letztes Jahr ein großer Renner in meinem Beautycase war, die Giorgio Armani Luminous Silk Foundation. Mit dem Sommer, der stärkeren Bräune und dem nicht mehr passenden Farbton geriet auch sie in Vergessenheit. Da nicht mehr allzu viel enthalten war, schaffte ich es sogar, sie diesen Monat aufzubrauchen. Ob sie nachgekauft wird? Mit Sicherheit, wenn eine meiner anderen Foundations ebenfalls aufgebraucht sind.



Gelernt...

habe ich auch einiges. Da wäre beispielsweise die Erkenntnis, dass ich mich viel zu sehr dafür rechtfertige, wie ich bestimmte Dinge im Mama-Alltag angehe. Stefan und ich sind uns einig. Das, was wir tun, die Art und Weise, wie wir dieses Elternsein meistern, fühlt sich richtig an, auch wenn nicht jeder nachvollziehen kann, wieso wir es so und nicht anders händeln. Und das ist eigentlich auch völlig irrelevant, oder nicht? Solange wir uns dabei gut fühlen und merken, dass die Kleine genau das bekommt, was sie braucht: nämlich Liebe und Nähe, ist doch alles prima. Warum also immer diese Vergleiche, warum immer dieser Drang, erklären zu müssen, warum dieses oder jenes noch nicht klappt, warum wir das Kind zwischen uns schlafen lassen oder sie tagsüber nicht alleine in den Schlaf findet, um mal ein Beispiel zu nennen. Letztlich müssen wir doch selbst damit klarkommen und es als richtig empfinden. Ganz egal, was andere denken, sagen oder urteilen.

Getragen...


ziemlich viel Pink. Dass ich Nude-, Rosa- und Pudertöne mag, ist längst kein Geheimnis. In letzter Zeit wird das Ganze allerdings etwas obsessiv. Das ist allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass Pink derzeit einfach in der Mode recht groß ist und das Angebot immens aus den Schaufenstern entgegen blickt. Kein Wunder also, dass diese Slipper und dieser Wollpullover zu meinen Lieblingen gehörten. Ebenso wie meine geliebte Mom-Jeans, die ich mittlerweile in zweifacher Ausführung besitze, aber auch einfach zu allem passt. Ganz egal, ob zu lässigen Converse oder femininen Pumps.



Gesehen...

13 reasons why, die derzeit extrem gehypte Netflix Serie, basierend auf dem gleichnamigen Jugendroman Jay Ashers. Hype hin oder her...die Serie ist eine der besten, die ich je gesehen habe. Tiefgründig, markerschütternd, schonungslos ehrlich, aufrüttelnd, Augen öffnend. Sie hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und macht in brutalster Form - allerdings auf subtile und weniger blutrünstige Art und Weise - auf Missstände wie Slut Shaming, (Cyber)mobbing sowie daraus resultierende Suizide und psychische wie physische Misshandlungen aufmerksam. Selten hat mich eine Serie so sehr gefesselt, so sehr mitleiden lassen, so sehr unsere kranke Gesellschaft hinterfragen lassen und auf den Punkt aufmerksam gemacht, dass wir schlichtweg nicht wissen, was im Kopf unseres Gegenübers vor sich geht. Dass wir uns immer wieder selbst hinterfragen müssen, wie leicht dahingesagte Sätze, Verletzungen im Streit oder vermeintliche Scherze beim anderen ankommen, was sie anrichten können und dass die Nichtigkeiten des einen für den anderen die ganze Welt bedeuten,  diese regelrecht zerstören können .
Ja, die Serie spielt auf dem Pausenhof. Die Thematik ist aber so viel weitergreifend. Im Job, im Privaten, im Freundeskreis, der Familie oder dem Sportklub. Überall findet man ähnliche Situationen vor. Wir alle müssen uns an die eigene Nase fassen. Haben verletzt, im Streit üble Worte gewählt oder können uns miese Taten aufs Konto verbuchen. Aber haben wir jemals über die Konsequenzen  nachgedacht? In all ihrem Ausmaße? Was der eine locker wegsteckt, kann den anderen kaputt machen und Stück für Stück der Seele berauben. Klingt hart? Ist es auch und leider viel zu häufig bittere Realität. Wer von euch wurde denn auch gemobbt, wer von euch hat sich schon einmal als Opfer gefühlt oder war im Umkehrschluss Täter, wer von euch wurde als Schlampe, als Streber, als Mauerblümchen oder in eine x-beliebige andere Schublade gesteckt, die nur so vor Vorurteilen und Verurteilungen überläuft? Das ist kein fiktives Problem, sondern eines im Hier und Jetzt, nicht nur die Teeniegeneration betreffend, sondern auch gestandene Frauen und Männer. Und genau deswegen empfand ich die Serie so wichtig, so richtig. Sie regt zum Nachdenken an, bietet Diskussionsstoff und hoffentlich auch einer einmal mehr gestellten ernsten Frage an das Gegenüber, wie es ihm geht.


 

Gehört...

ehrlich gesagt nicht allzu viel. Einige Songs aus meiner Geburts-Playlist von Agnes Obel liefen mal wieder rauf und runter. Ebenso wie dieser Song, der auch in der oben genannten Serie auftauchte. Da er für mich unweigerlich mit einer Szene verbunden ist, vereint er sowohl das Gefühl von Hoffnung und Leichtigkeit als auch absoluter Tragik und geht damit jedes Mal unter die Haut. Hört mal rein!


 

Gekauft...


etliche Interior-Schätze. Ich war im Renovierungswahn und habe euch erst gestern hier unseren neuen Essbereich gezeigt. Meine liebste Anschaffung neben den Stühlen und dem flauschigen Teppich sind dabei aber die stimmungsvollen Prints von Desenio. Ich habe jetzt bereits zum zweiten Mal dort bestellt und bin wieder absolut begeistert. Die Qualität ist top und die Motive außergewöhnlich. Auch Stefan gefallen die Kunststücke sehr gut, weswegen wir jetzt schon weiter stöbern. 


 Was bringt der Mai?


Ebenso wie der April steht auch der Mai im Sinne von etlichen Familienfeiern. Zwar immer ganz schön stressig, mit Sack und Pack in die Heimat zu düsen (gefühlt schleppen wir den halben Hausstand mit, seitdem wir mit Baby verreisen), aber gleichzeitig ist es immer auch sehr schön. Familie ist einfach das Beste und die gemeinsam verbrachte Zeit so kostbar. Ansonsten begeben wir uns weiter auf Wohnungsbesichtigungen, das Thema Balkon auf Vordermann bringen, steht noch an und Aliya wird sicher auch die ein oder andere Veränderung und Überraschung für uns bereithalten. Dann gibt es da noch diverse spannende Projekte in Bezug auf dem Blog, von denen ich euch nach und nach erzählen kann und auf die ich mich bereits jetzt wahnsinnig freue. Der Frühsommer verspricht jedenfalls schon jetzt nur Gutes.




Das war er, mein April. Was war denn bei euch letzten Monat so los und verspricht der Mai für euch persönlich Gutes? Ich hoffe doch und freue mich auf den Austausch mit euch!


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5 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Monatsrückblick, liebe Yasmin! Lese solche Post sehr gerne und würde mich freuen, wenn du sie weiterhin ab und zu in deinen Blog integrieren würdest. Deiner Meinung zu "13 reasons why" kann ich nur zustimmen, wir sollten öfter darüber nachdenken, was unsere Worte bei anderen bewirken können. Liebe Grüße aus Düsseldorf <3
    gertrudepaulina.blogspot.com

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  2. Ein toller Rückblick. Ausmisten könnte ich auch mal wieder. Vielleicht mache ich es die nächsten Tage mal :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / www.goldzeitblog.de

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  3. Ohgott, 13 reasons why. Dazu habe ich gerade auch einen Blogpost veröffentlicht. Die Serie ist nix für schwache Nerven, aber vielleicht ist gerade das der Punkt, der uns so richtig zum Nachdenken anregen sollte.
    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

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  4. Tolles Format, gefällt mir richtig richtig gut!
    "13 Reasons why" möchte ich mir auch unbedingt ansehen! Gerade aus der Sicht einer angehenden Psychologin wird es interessant sein. Aber sicher auch aus der Sicht einer angehenden Lehrerin und alle deine zukünftigen Schüler können sich glücklich schätzen, wenn ihre Lehrerin so verantwortungsbewusst mit solch wichtigen Themen umgeht und sie im Unterricht nicht totschweigt, sondern aufgreift!

    Liebe Grüße <3

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  5. Ich habe mir 13 Reasons Why ebenfalls angesehen, und auch wenn ich gefesselt von der Story war und die Message dahinter sehr wichtig finde, sehe ich die Serie ziemlich kritisch. Vor allem aus dem Grund, weil Hannah allen anderen Schuld für ihren Suizid gibt (was auch absolut gerechtfertigt ist), sie selber aber als unschuldiges Mädchen dargestellt wird, die keinerlei Fehler gemacht hat. Ich will nicht sagen, dass Hannah selber schuld an ihrem Suizid ist, auf keinen Fall, aber das eigene Reflektieren der Geschehnisse im Zusammenhang mit sich selber fehlt mir. Außerdem ist die Serie für alle Altersklasse zugänglich, das bedeutet, dass Jugendliche, die wahrscheinlich selber mit Depressionen zu kämpfen haben, sehr stark auf negative Art und Weise beeinflusst könnten.

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