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Und was bedeutet Erfolg für dich?

"Möchtest du nicht auch im Job immer weiter, besser, erfolgreicher werden? Nach Größererem streben, dich selbst herausfordern, um ganz oben zu landen?". "Hmm...", unschlüssig neige ich meinen Kopf. "Ich weiß nicht so genau. Klar, Herausforderungen sind gut und wichtig für das persönliche Vorankommen und natürlich möchte ich auch Lorbeeren für meine Arbeit, für meine Leidenschaft einheimsen, aber dieser Gipfel-Gedanke jagt mir eher einen Schauer über den Rücken als Freudensprünge hervorzurufen. Muss es denn so weit oben sein? Würde mir die Luft da oben überhaupt gefallen?  Bin ich denn nur erfolgreich, wenn ich bis ans Ende einer Kette gelange? Immer höher, immer mehr, immer größeren Hunger nach Anerkennung, Macht und Einfluss?" So richtig fühle ich mich nicht wohl bei dem Gedanken. Im weiteren Gespräch wird deutlich, wie unterschiedlich die Definition von persönlichem Erfolg ausfallen kann und wie selbstverständlich man mit einem Wörtchen umgeht, das doch für jeden eine ganz andere Bedeutung haben kann.

E-R-F-O-L-G - 6  Buchstaben, unendlich viele Interpretationsweisen. Aber immer ein positives Ergebnis, etwas das man sich verdient hat, um das man sich bemüht.
Erfolg als die Antwort auf Arbeit - ganz egal in welchem Lebensbereich. Heißt das im Umkehrschluss, wer keinen Erfolg hat, hat sich nicht kräftig genug angestrengt? Ein gruseliger Gedanke! Denn ist es nicht vielmehr so, dass es unterschiedlichste Nuancen des Erfolges gibt und jeder für sich abstecken muss, wo entlang Erfolg und Misserfolg verlaufen? Wie sehr man nach Mehr, nach Anerkennung, nach äußerer Bestätigung strebt.




Woran misst man Erfolg und mit welchem Recht wird über anderer Leute (Miss)Erfolg geurteilt?

An Zahlen? An Followern? An Likes? An Lob? An Missgunst? An Neidern? An positivem Feedback? Ab wann ist man erfolgreich - für sich, aber auch für Außenstehende?

Auf Instagram werden hohe Followerzahlen mit Erfolg gleichgesetzt, auf die Schulter geklopft, man hat richtig was geschafft. Im Offline Job spricht der Gehaltszettel und die Nullen dahinter für entsprechenden Erfolg. Statussymbole. Haus, Hof, dickes Auto und teure Taschen - ist das wirklich Erfolg? Hat man es im Leben geschafft, wenn man all dies sein Eigen nennen kann? Oder ist es nicht viel mehr eine Spielart des Erfolgs - eine von vielen?!

Für den einen ja, für den anderen nein. Denn wenn man sich über Erfolg unterhält, wird schnell deutlich, wie weit die Definitionsversuche voneinander abweichen und plötzlich in völlig anderen Lebensbereichen zu finden sind.

Woran misst du deinen persönlichen Erfolg?

Wir dürfen nicht vergessen: was für den einen der blanke Horror ist, ist für den anderen das Ein und Alles.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es in unserer Gesellschaft nur noch ein Streben nach dem Maximum gibt. Das ist ja per se nicht falsch. Warum sollte man sich auch unter Wert verkaufen oder nach weniger streben, als einem zusteht, als man erreichen könnte? Ist es aber so verwerflich, einfach in kleineren Dimensionen zu denken? Das hat nicht einmal was mit Bequemlichkeit zu tun oder Angst vor dem großen Schritt, vor möglichem Scheitern, sondern einfach mit anders abgesteckten Erfolgsdefinitionen.

Ist es wirklich so verwunderlich, bewusst weniger zu wollen, dass man nicht in die Chefetage aufsteigen möchte, dass es einem reicht, mit einem geringeren Lohn auszukommen, solange der Job einfach super viel Spaß bereitet, man darin aufgeht und seiner Leidenschaft nachgeht? Und wieso wird Erfolg sowieso immer irgendwie in Zusammenhang mit dem Beruf und Zahlen diskutiert? Was, wenn mein persönlicher Erfolg außerhalb dessen liegt, sich vielmehr auf den Privatbereich beschränkt und mit keiner Zahl dieser Welt aufzuwiegen ist?

Bei der persönlichen Messung von Erfolg sollte es doch vielmehr um die Anzahl zufriedenen Lächelns und positiven Gefühlen, etwas richtig gemacht zu haben, gehen.
Ob diese Gleichung aufgeht, wie groß die Summe am Ende ist und welchen Stellenwert sie im Leben ausmacht, kann jeder nur für sich selbst entscheiden.

E-R-F-O-L-G  - der Lohn unserer Bemühungen, die Antwort auf all unsere Wünsche?




Jeans - Asos // Bluse - Pimkie // Mantel - Zara // Pumps - Zara // Tasche - Aldo // Sonnenbrille - Ray Ban




Wenn ihr mich fragt, sieht meine persönliche Definition von Erfolg so aus, dass ich es in meinem Job schaffe, meine Schüler mit Leidenschaft zu motivieren, sich selbst zu finden, über den Tellerrand hinweg zu schauen, mutig und wissbegierig zu sein  und etwas mitgeben zu können. Dass es später, wie auch ich das von einigen meiner Mentoren behaupten kann, Menschen gibt, die sagen können: diesen Denkanstoß hat Frau ... gegeben und mich auf diesen Weg geschubst. Persönlicher Erfolg liegt für mich jedoch auch abseits der wackelig hohen Karriereleiter. Ich möchte nicht in eine Chefetage klettern, muss kein Wahnsinnsgehaltszettel haben, sondern suche ihn eher im Privatbereich. Wenn es mir gelingt, unsere Tochter auf ihrem Weg zu einer starken, unabhängigen, selbständigen Frau zu begleiten, ihr nicht meine Vorstellungen, wie das Leben zu laufen hat, aufzuzwängen, sondern sie stets zu motivieren, diese Frage für sich selbst beantworten zu können. Erfolg bedeutet für mich, jeden Tag aufs Neue Herausforderungen anzunehmen, mich selbst zu pushen und am Ende des Tages mit einem zufriedenen Lächeln zurückzublicken und zu wissen, dass man nicht alles, aber doch Einiges richtig gemacht hat.

Und was ist für dich Erfolg?



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8 Kommentare

  1. Ein schöner Artikel zu einem wichtigen Thema! Ich persönlich würde (meinen) Erfolg immer daran messen, ob ich liebe, was ich tue - sowohl im Privaten, als auch im Job. Die Antwort auf die Frage "Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, würde ich dann meinen Job weiter machen wollen?" finde ich in dem Zusammenhang ganz hilfreich.
    Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich oberflächlich betrachtet wahrscheinlich in deine oben skeptisch betrachtete "höher, schneller, weiter" Kategorie falle, weil ich durchaus ein Interesse daran habe, mich nicht nur fachlich, innerhalb meiner Position weiterzuentwickeln, sondern durchaus auch weiter in Richtung der sogenannten "Chefetage" will. Das hat allerdings keinen Selbstzweck, sondern hängt für mich vor allem daran, dass mit anderen Positionen andere Aufgabengebiete und Entscheidungsspielräume einhergehen, die mich sehr reizen.
    Ich würde allerdings auch immer dem interessanteren Job den Vorzug vor einem besser bezahlten geben. (Immer vorausgesetzt, dass die Vergütung ein vernünftiges Mindestmaß nicht unterschreitet.)
    Deinen Anspruch an dich als Lehrerin empfinde ich jedenfalls als einen sehr schönen!

    Liebe Grüße
    Kathrin

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    1. Liebe Kathrin,
      vielen Dank für dein Feedback und deine persönliche Sichtweise zum Thema. Deinen Beweggrund kann ich völlig nachvollziehen. Oftmals warten in den höheren Ebenen ja anspruchsvolle, neue Aufgaben, die einen fördern und etwas abverlangen und die Person wachsen lassen. Das ist großartig, das ist richtig und gut! Zu sowas sollte sich jeder ermutigen! Meine Kritik oder besser Skepsis ging auch eher Richtung: ich muss nach oben, um oben zu sein, um Statussymbole zu häufen, der Macht und Anerkennung wegen. In meinen Augen gibt es unterschiedliche Motive, die einen nach Mehr streben lassen und in etlichen Gesprächen habe ich immer wieder festgestellt, dass dem Erfolg im Privatbereich weniger Stellenwert zugeschrieben wird, er geradezu belächelt und nicht gleichwertig beschrieben wird, was ich etwas schade finde. Wie immer macht es vermutlich das richtige Mittelmaß :)
      Liebe Grüße

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  2. Wunderschönes Outfit! Fand erst der Artikel passt gar nicht zu den Bildern. Aber irgendwie gefällt´s mir nun doch:)

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    1. Dankeschön :) und ja, Story und Bilder haben schon einmal besser zusammen gepasst. Mir schwirrten nur genau diese Gedanken im Kopf herum und ließen sich mit dem Lachen auf den Fotos vereinbaren. Ich weiß nicht, ob wir alle nicht mittlerweile aus den bloßen Beschreibungen des Outfits herausgewachsen sind?
      Liebe Grüße

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  3. Wow ein super schöner Look und perfekt für den Frühling. Ich würde ihn genauso tragen!

    Ich denke, dass wir Erfolg alle unterschiedlich definieren! Für mich ist jemand erfolgreich, wenn er nicht aufgibt und immer weiter an seinen Zielen und Wünschen arbeitet :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / www.goldzeitblog.de

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  4. Wunderbarer Artikel!
    Erfolg ist wirklich so persönlich von jedem Einzelnen abhängig.
    Ich hatte “Erfolg“, und habe mich aus dem gesellschaftlichen “Erfolg“ rausbewegt und bin meiner inneren Stimme gefolgt - Job gekündigt und auf Reisen gegangen. Mittlerweile habe ich verstanden, was für mich Erfolg ist, aufzuwachen und stolz sein, was man erreicht hat, welche Höhen, aber auch welche Tiefen man überwunden hat. Wie man sich selbst kennenlernt, wenn man noch einmal bei 0 anfängt, wie man Dinge schafft, von denen man glaubte, dass sie unüberwindbar sind. Am Ende ist für mich Erfolg, wenn man sich selbst (ein bisschen) gefunden hat, weiß was man möchte und was nicht, und auch weiß, dass man alle nicht so tollen Momente irgendwie meistern kann. Nicht jeder kann den Erfolg anderer Personen sehen (und das ist auch gut so,denn so sind es keiner Statussymbole).

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  5. Passt nicht zum Thema aber ich bin absolut verliebt in deine Sonnenbrille :D Die ist echt ein Träumchen!

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

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  6. You look so pretty in this coat!
    http://www.liebekleider.de/

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