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Let's Talk #3 - budgetfreundliche Urlaube, schräge Reiseanekdoten, maximale Entspannung

Einen schönen Samstag, ihr Lieben!

Fremde Kulturen, endloslange Travel Bucket Lists, unvergessliche Reisemomente geteilt mit den liebsten Travel Buddies, so viele Kontinente, so viele Möglichkeiten. Im dritten Teil der Let's Talk Serie widme ich mich dem Thema Abenteuer und Reisen und verrate nicht nur, wie mein perfekter Urlaub aussieht, welche Tipps ich für maximale Entspannung habe, sondern auch die ein oder andere kleine Anekdote aus dem Repertoire an Urlaubskuriositäten. Wie immer würde ich mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir in den Kommenaren teilt.




1. Wie sieht für dich die perfekte Reise aus - Strandurlaub, Faulenzen, Action, Abenteuer?

Ganz ehrlich? Ich kann mich nicht festlegen. Dafür gibt es viel zu viele unterschiedliche Orte, die völlig unterschiedliche Ausgangsbedingungen bieten und andere Interessen ansprechen. So eine kleine Tendenz gibt es aber dennoch. Ich bevorzuge das warme Klima, kann ich mich dort so richtig fallen lassen und bin einfach ein Sommerkind, liebe es, am Strand die Sonnenstrahlen aufzusaugen und auch gern mal mehrere Schmöker zu verschlingen, brauche aber auch etwas Abwechslung und Action, die ich gern in Form von Ausflügen oder lokalen Kochkursen integriere. Eben etwas zum Selbermachen, zum Entdecken, zum Ausbrechen, um später die vielen Eindrücke am Strand mit einem leckeren Cocktail verarbeiten zu können. 

Reiseziele, die so etwas vereinen könnten? Wie wäre es mit Porto, Barcelona, Dubai oder Abu Dhabi oder wenn es etwas Exotischer sein soll: eine Kombireise in Asien?

2. Welchen Tipp hast du, um den Urlaub vollkommen auskosten zu können?

Punkt Nummer eins fängt bei mir bereits bei der richtigen Begleitung an. Entspannter Strandurlaub mit jemanden machen, der morgens vor dem Frühstück schon eine schweißtreibende Trekkingtour braucht und Hummeln im Hintern hat? Schwierig. Klar, Kommunikation ist das A und O und auch verschiedenste Interessen lassen sich mit etwas Kompromissbereitschaft vereinbaren, aber so eine ungefähre Linie für den gemeinsamen Urlaub bedeutet für alle Parteien einfach das Maximum an Entspannung - so zumindest meine Erfahrung.

Mein zweiter Tipp, der einen erfolgreichen Urlaub verspricht, ist das Lösen von zu eng gestrickten Plänen, die letztlich nur Stress bedeuten. Statt 10 Stops an einem Tag unterbringen zu wollen und dann mit Schweißperlen auf der Stirn alle in einem Sprint abzuarbeiten und dabei genervt die Mitreisenden vergraulen, weil man hektisch mit dem Stadtplan wedelt und "etwas mehr Beeilung" einfordert, denn schließlich müsse man doch noch uuunbedingt heute Sehenswürdigkeit XY abklappern, um im Urlaubsplan zu bleiben, bin ich ein Fan des Mottos "alles kann, nichts muss". So picke ich mir im Vorfeld gemeinsam mit meinen Mitreisenden mögliche Ziele und Stops heraus, plane eine ungefähre Route (gerade bei Städtetrips macht es Sinn, sich nach Stadtteilen etc. zu richten), stresse mich aber nicht, wenn ich einen Stop so interessant finde, dass ich spontan mehr Zeit dort verbringen und das Erlebnis im Hier und Jetzt genießen möchte, statt nur halbherzig dabei zu sein und keine der geplanten Tagespunkte vollkommen aufzusaugen und zu genießen. So beraubt man sich meiner Meinung nach der eigenen intensiven Reiseerfahrung.



3. Hast du Tipps, wie man budgetfreundlich verreisen kann?


Ein schmales Portemonnaie und häufiges Reisen schließt sich meines Erachtens nicht unbedingt aus. Es gilt nur, einige Dinge zu beachten. Statt einem zweiwöchigen Luxusurlaub bin ich eben auf Kurztrips ausgewichen. Außerdem muss es ja nicht immer eine Fernreise sein, es gibt sooo viele tolle regionale Reiseziele, die direkt vor unserer Nase liegen und genauso gut für eine Auszeit herhalten können. Man muss nur ein wenig recherchieren. 
Ansonsten bin ich ein Fan davon, langfristig zu planen, Preise zu vergleichen, individuell übers Netz zu buchen, günstige Flüge auf Flugsuchmaschinen, aber auch den Airlines direkt zu suchen und vergleichen sowie bereit sein, ein paar Abstriche zu machen. Verreist doch mit mehreren Leuten, teilt euch einen Mietwagen oder Airbnbs, so gibt es schon für wenig Geld unvergessliche Erinnerungen. Außerdem solltet ihr recherchieren, zu welchen Jahreszeiten eure gewünschten Reiseziele am günstigsten sind und dementsprechend buchen. 



4. Deine ungewöhnlichsten, einprägsamsten, schrägsten Reiseerlebnisse?


Silvester 2008/2009. -26 Grad, das erste Mal im Leben gefrorene Nasenhaare (ehrlich jetzt! :D) und die News von vom Schneemobil überfahrenen Rentieren durch betrunkene Reisende. Die Rede ist von Finnland. 2008 haben Stefan und ich im Zuge der Euroweek - einem europaweiten Austauschprogramm zwischen Gymnasien - die bei uns an der Schule stattfand unsere finnische Freundin Heidi kennen gelernt und direkt zum Jahreswechsel den Gegenbesuch gestartet. Der Norden Finnlands war etwas, das ich so noch nie gesehen habe. Wintersport, meterhoher Schnee, eisige Kälte, so viele wunderschöne blonde Frauen und dieses ganz besondere Wintergefühl. Und das, obwohl ich eigentlich so gaaar kein Freund von Winterurlauben bin.

Sommer 2010. 9 Mann, die mit dem Transporter nach Südfrankreich aufbrechen. Verrückte Tage voller unfassbar viel Bier für die Männer, geselligen Abenden, pinken aufblasbaren Elefanten, nächtlichen Poolparties, verpennten Strandtagen, unterschiedlichsten Temperamenten und Persönlichkeiten, die aufeinandertreffen und dieser eine Tagesausflug nach Grasse, der Parfumstadt schlechthin. Dass dort auf einmal nach einem Restaurantbesuch eine regelrechte Magen Darm Epidemie unter der Truppe von zu viel Käse auf der Pizza ausbrach in Kombination mit fehlenden öffentlichen Toiletten und verzweifelten Reisenden, die driiingend ein Klo suchten, ist eine andere Geschichte,  die ich hier besser nicht weiter ausführe... unter uns sorgt sie noch heute für Lacher.

Marrakesch 2015. Stefan wird 25 und dafür habe ich mir eine besondere Überraschung ausgedacht. 5 Tage in der marokkanischen Traumstadt voller vibrierender Atmosphäre, Gerüchen, Farben, Eindrücken und das in einem echten Luxusresort. Es war unser erstes Mal, dass wir in einem derart eindrucksvollen Hotel nächtigen durften und ich bin heute noch dankbar für diese wahnsinnige Erfahrung, die dank des Blogs ermöglicht werden konnte. Wir haben uns gefühlt wie in 1001 Nacht und konnten die "Kneif mich mal"- Momente irgendwann nicht mehr zählen. Besonderes Highlight war aber auf jeden Fall der traditionelle Kochkurs - eine Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen kann, da man so viel eindrucksvoller über Kultur und Traditionen eines Landes erfährt und gleichzeitig ein paar leckere Rezeptideen für Zuhause mitnimmt.

5. Reisen und Baby - schließt sich das aus?


Keinesfalls! Reisen ist die schönste und intensivste Form der Bildung, wenn ihr mich fragt. Dieses Geschenk würde ich natürlich auch gern unserer Tochter mitgeben, ihr die Welt zeigen, meine Lieblingsorte auch durch ihre Augen neu entdecken und gemeiname Erinnerungen schaffen. Jetzt im ersten Jahr wird es wohl noch nichts mit dem ersten Urlaub außerhalb Deutschlands, einfach weil ein geplanter Umzug im Raum steht, aber später wäre es schon schön, der kleinen Maus die Welt zu zeigen. Natürlich sind ein paar Änderungen unausweichlich, die Planung muss vermutlich genauer erfolgen, Kompromisse eingegangen werden, um auch Routinen und Rituale unterzubringen. Aber dies sind alles Punkte, die uns nicht davon abhalten sollten, ein wenig Abenteuer ins Leben zu bringen und den ein oder anderen längeren wie kürzeren Austritt aus dem Alltag zu integrieren. 

Und wie sieht das bei euch aus - irgendwelche kuriosen Reiseerlebnisse, Insidertipps, bevorzugte Urlaubsarten?





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1 Kommentare

  1. Meine beste Freundin und ich hatten mal über Wimdu eine Unterkunft in London gebucht. Unsere "Gastgeberin" Michelle stellte sich bei der Ankunft als Mann heraus (Michelle ist nun mal eben auch ein Männername und auf dem Profilfoto war neben der Frau, die wir für Michelle hielten auch unser eigentlicher Gastgeber zu sehen). :D soweit so gut! Die gemietete Wohnung war aber in Wirklichkeit nur ein Zimmer welches sich nicht mal abschließen lies mit einem 1,40m Bett und einer normal großen Bettdecke unter die wir uns beide quetschen mussten 😅 Außerdem wurde das Nachbarzimmer von 7 Italienern bewohnt mit denen wir uns sowohl Küche als auch das winzige Bad teilen mussten. Wir hatten erst etwas Schiss, es war aber dennoch ein schöner Kurztripp, da wir selten in der Wohnung waren.
    LG Mia

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