Baby featured Gedanken

4 Monate Mama & Babyupdate

Vier Monate ist unsere kleine Maus mittlerweile genau auf den Tag alt und das ruft nach einem neuen Baby Update. Ich hätte ja nie gedacht, dass ausgerechnet solche Themen bei euch am besten ankommen, aber schon wie die Schwangerschaftsupdates klickt ihr die Baby Updates wie verrückt. Aber ich schätze, so verwunderlich ist es ja doch kaum. Ich selbst verbringe viel Zeit damit, im Netz zu lesen, bin neugierig, wie Babys sich entwickeln, was in Zukunft auf uns zukommt und informiere mich da gerne mal vorab, um ein ungefähres Bild zu bekommen, auch wenn dann doch alles anders kommt - so viel habe ich in den vergangenen Monaten schon gelernt. Das letzte Update ist schon ein Weilchen her und es hat sich viel getan.


Aliya

Die kleine Maus ist mittlerweile ordentlich gewachsen und bringt bei einer Größe von 62cm gute 6,2kg auf die Waage, die ich deutlich an den Armen spüre. Ich würde ja fast sogar behaupten, dass ich das erste Mal in meinem Leben sowas wie sichtbare Armmuskeln aufgebaut habe.

Man sagt ja immer, dass Babys die ersten drei Monate erst einmal ankommen müssten und sich danach einiges ändert. Das kann ich mittlerweile unterschreiben. Beispielsweise stellten wir eines Tages ganz erstaunt fest, dass Aliya nachts keine Bauchschmerzen mehr hat und lautstark stöhnt, grunzt und sonstige tierischen Geräusche macht. Einfach so von einem auf den anderen Tag.

Generell wirkt sie viel aufgeweckter und ich weiß nicht, ob das verfrüht ist, aber ich meine, so ein paar Nuancen ihres Charakters zu erahnen. Ich denke, dass sie eine sehr einfühlsame kleine Dame wird. Auch wenn sie mittlerweile sehr häufig breit und strahlend lacht, gehört sie nicht zu den Babys, die alle und jeden bedingungslos anstrahlen. Sie ist eher eine kleine Beobachterin mit einer anfänglichen Skepsis, eine Eigenschaft, die ich eigentlich sehr gut finde, und braucht erst immer einen Moment, um mit ihr fremden Personen warm zu werden, muss erst alles ganz genau inspizieren, um sich fallen zu lassen und dann aufzutauen.

Wenn sie denn dann aber aufgetaut ist, wirkt sie wie eine kleine Entertainerin. Da wird gezappelt, ohne Punkt und Komma erzählt und aktuell ist auch das auf dem Bauch Rollen ganz groß im Trend. Genauso wie die Zunge - sie steckt mitten in der oralen Phase - und schiebt sich alles in den Mund, um es genussvoll mit der Zunge zu erkunden. 

Was den Schlaf angeht, hat sie so einiges auf den Kopf gestellt und wir mussten erstmals durch ein paar Wochen stressige Nächte mit sehr viel Zappelei und Unruhe, ihr glaubt gar nicht, wie sich dieses Kind durchs Bett wühlen kann und mir ständig in Bauch und Brust boxt. Aber hey, sie ist dennoch super pflegeleicht und da wir bisher noch nie nachts ein schreiendes Kind mit dem Kinderwagen um die Häuser kutschen mussten, damit es schläft, bin ich zufrieden. Auch wenn es Wochen gab, an denen stündliches Aufwachen und Riesenhunger an der Tagesordnung standen. Aber auch das ging vorbei und mittlerweile sind wir bei unserem alten Rhythmus angekommen, wobei wir dennoch noch weit entfernt vom Durchschlafen sind. Alles zu seiner Zeit - ich setze da weder sie noch mich unter Druck und bin der festen Überzeugung, dass das alles kommt, wenn sie soweit ist und selbst ich als Erwachsene habe nie durchgeschlafen, von daher kann ich es wohl kaum von einem so kleinen Würmchen verlangen.

Ihre liebsten Spielzeuge und Helfer der letzten Wochen hatte ich euch bereits in diesem Artikel aufgelistet und diese sind immer noch aktuell. Vor allem der knallbunte Dschungel-Spielbogen ist aktuell ein großer Hit.

Ihre ersten Meilensteine wie das Lachen, bewusstes Greifen, das beginnende Rollen und auch so etwas wie erste Impfungen hat sie super gemeistert und manchmal geht mir das alles doch viel zu schnell. Ich liebe es, ihr beim Wachsen zuzusehen und gleichzeitig möchte ich so gerne manchmal einen Pause-Knopf drücken und das Baby-Dasein noch ein wenig länger auskosten.


Ich

Von mir gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Körperlich fühle ich mich wie früher, bin bis auf einen geplagten Rücken fit, habe die Rückbildung abgeschlossen und überlege, demnächst mal wieder ein paar Sporteinheiten in den Alltag zu integrieren. Nicht aus Figurgründen, sondern eher um  Rücken und die Arme zu stärken.

Und auch sonst habe ich mich immer besser in die Mama-Rolle eingefunden. Ich weiß mittlerweile ganz gut, wie meine Kleine tickt, welche Eigenheiten sie hat und dass sich nichts erzwingen lässt und erwische mich doch manchmal dabei, ziemlich schräge Dinge zu machen... Beim Stillen z.B schnell Nudeln in mich reinschaufeln und mich später wundern, warum Aliya eine Makkaroni am Ohr hat...Uppsi, ich gelobe Besserung. 

Der wichtigste Punkt? Ich setze uns alle weniger unter Druck. Ein Stück weit bin ich selbstbewusster geworden, weiß ich als engste Bezugsperson eben am besten, was bei Aliya funktioniert und was nicht. Und doch muss ich mir noch ein dickeres Fell zulegen. Es gibt so viele Wege, mit einem Baby umzugehen und ich höre als Intuitionsmensch immer auf mein Herz und meinen Bauch und sehe eigentlich auch, dass das so funktioniert. Auch wenn unser Weg nicht immer auf Verständnis stößt. Das muss er auch nicht, denn jedes Kind ist unterschiedlich, hat unterschiedlich starke Bedürfnisse und statt mich verunsichern zu lassen, höre ich immer stärker darauf, was Stefan und ich für richtig halten und im Alltag beobachtet und erprobt haben. Kleine, den Bedürfnissen meines Babys angepasste Schritte statt erzwungenes Verhalten, was von der Gesellschaft erwartet wird.

Dennoch kann ich nicht leugnen, dass manche beiläufigen, nicht böse gemeinten Kommentare, Scherze oder Weisheiten eben nicht einfach knallhart an mir abprallen, sondern eben doch an mir nagen, ich dünnhäutiger bin und verletzt oder verunsichert reagiere, obwohl das Herz und der Bauch, als auch die Reaktionen des Kindes eine andere Sprache sprechen. Eine Sache, an der ich noch arbeiten muss.


Unser Alltag


Es ist einfacher geworden und dann doch wieder nicht. Ich schätze an dem Spruch "es ist nur eine Phase" ist wirklich was dran. Immer wenn man denkt, jetzt den Dreh rausbekommen zu haben und dass es wirklich richtig gut läuft, kommt wieder alles anders. Aber hey, so bleibt es aufregend ;)

Ich habe immer mehr das Gefühl, dass wir Aliya immer besser mit unserem Alltag vereinbaren können. Da sie nicht mehr gefühlt den Tag verschläft, kann ich sie viel leichter in Alltagssituationen integrieren und das macht riesig viel Spaß. Hätte mir jemand vor 5 Wochen erzählt, dass ich wieder regelmäßig backen würde oder abends warme Gerichte zaubere, ich hätte ihm einen Vogel gezeigt. Mittlerweile nehme ich die Kleine einfach mit, sie kann mir dann beim Kochen zusehen oder ihr Spielzeug entdecken. Wenn sie mich groß anstrahlt, wenn sie sich eine Weile allein beschäftigt hat und mich erkennt, wenn ich nach ihr sehe, ist das mein größtes Highlight und ich werde nicht müde, mich regelmäßig zum Affen zu machen für maximalen Spaß. 

Meine Mama fragte mich neulich, was ich jetzt eigentlich den ganzen Tag so mache. Gute Frage. Es gibt Tage, da hat man gefühlt nichts gemacht. Das stimmt so aber nicht. Denn auch wenn man den Großteil mit Wickeln, Stillen, Spielen und vor allem zum Schlafen bringen beschäftigt ist, wirkt das nicht gerade so, als sei der Tag aufregend oder vollbepackt, aber dem ist nicht so. Irgendwie ist jeder Tag anders und vergeht vor allem enorm schnell. Die Zeit rinnt mir nur so durch die Finger. Dafür habe ich aber auch einem Minimenschen geholfen, sich wieder ein Stück mehr aufs Leben vorzubereiten, helfe ihm beim Start dafür und so betrachtet, ist das doch eine ziemlich starke Tagesleistung.

Generell versuche ich viel an die frische Luft zu gehen, was durch die tollen Frühlingstemperaturen immens erleichtert wird und es gibt immer einen aufregenden Tagespunkt. Sei dies eine Verabredung, ein Babykurs, ein besonders langer Spaziergang, ein Shoppingausflug - die Abwechslung ist einfach schön und so kann Aliya auch viel Neues entdecken. 

Und doch ist mir Routine enorm wichtig geworden. Wer hätte gedacht, dass ich Chaos Kid ausgerechnet mal auf Struktur setzen würde?! Diese hilft aber ungemein, entspannt über den Tag zu kommen und die Kleine braucht diese Minirituale und Zeiten, um nicht übermüdet oder knatschig zu werden. Zu viel Entertainment mag sie einfach nicht und Aliya ist auch kein Baby, das immer und überall einfach so schlafen kann - eine etwas naive Vorstellung von mir im Vorfeld. Ja, es soll solche Babys geben, aber Aliya kommt da eher nach uns, Stefan und ich sind nämlich auch extrem empfindliche Schläfer und einfach mal so irgendwo einschlafen, ist nicht. Sind unsere Vormittage und Mittage also eher sehr flexibel, achte ich schon darauf, dass sie zum Nachmittagsschlaf in gewohnter Umgebung ist, da sie sonst abends schwer zur Ruhe kommt und zu viele Reize verarbeiten muss.

Ihr seht, so langsam kehrt Normalität ein. Kochen, Frühjahrsputz, abendliche Zeit zu Zweit, wieder Serien schauen, mal lesen oder eine Horde Freunde zum Grillen einladen  - alles Dinge, die in den ersten Wochen undenkbar erschienen, mittlerweile aber auch wieder zu unserem ganz normalen Alltag gehören.


Wie immer freue ich mich über euer Feedback und den Austausch. Lesen Neu-Mamas oder Schwangere mit und wie klingt so ein Babyalltag für die kinderlosen Leser?




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9 Kommentare

  1. Hallo Yassi freut mich zu lesen dass ein normaler Alltag einkehren wird :D sind davon gerade noch meilenweit entfernt. Unser Kleiner ist gerade 4 Wochen alt und kämpft Tag und Nachts mit Bauchschmerzen. Sind froh wenn er das hinter sich lassen kann und trotzdem traurig weil die Zeit viel zu schnell vergeht !

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    1. Oh das kenne ich zu gut, Lisa. Aber die verschwinden wieder, keine Sorge. Hast du schon mal Windsalbe oder diese pflanzlichen Kümmelzäpfchen probiert, das hat bei uns manchmal geholfen :)

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  2. Ich lese deinen Blog schon sehr lange und es ist einfach wahnsinnig spannend, wie sich der Blog und wie auch du dich entwickelt hast - und dazu gehört auch die kleine Aliya! Ich finde es auch sehr interessant, dass du dich da nicht scheust und auch vermeintliche Tabu-Themen ansprichst. Bei mir selber wird es wohl erst in ein paar Jahren soweit sein, aber ich fühle mich durch deine Posts schon etwas mehr auf die neue Rolle vorbereitet und das schönste an allem ist doch, dass du uns an deinem Glück teilhaben lässt! Aber auch Fashion-Posts oder die Friday 5 lese ich nach wie vor sehr gerne - die Mischung macht es eben! :)

    Liebe Grüße,
    Jasmin

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  3. Hallo Yasmin
    Ein schöner Rückblick. Auch wenn bei mir das Thema "Baby" noch weit weg ist, lese ich deine Posts sehr gerne, weil sie sehr persönlich sind und weil du so ubelehrerisch schreibst, deine Erfahrungen erzählst.
    Klappt es eigentlich gut, deine Blogarbeit in den Alltag zu integrieren?
    LG Jasi
    www.marmormaedchen.ch

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    1. Liebe Jasmin, vielen Dank für das liebe Feedback, darüber habe ich mich riesig gefreut. Die Blogarbeit zu schaffen, klappt mal mehr und mal weniger gut. Je nachdem, wie stark Aliya mich fordert. Es will auf jeden Fall gut organisiert sein und ich muss Shootings etc. im Voraus planen, oftmals zwischendurch auch abbrechen, weil es dazwischen kommt und generell arbeite ich eben viel in Etappen. Aber es wird leichter :)

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  4. Hallo Yasmin,
    ich lese deine Babyupdates super gerne. Ich bin zwar noch recht jung und werde in den nächsten Jahren auf jeden Fall noch kein Kind bekommen, finde es trotzdem super interessant!
    Hättest du vielleicht Lust mal wieder einen Vlog zu drehen? Die letzten vom "Warten auf's Baby" mochte ich sehr. :)
    Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie noch eine schönen Tag!
    Liebe Grüße, Livia

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    1. Das freut mich, Livia!
      Die Idee mit denn Vlog ist gut, könnte ich eigentlich echt mal wieder machen :)

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  5. Liebe Yasmin,

    dein Text hat mir Mut gemacht.
    Unser 11 Wochen alter Johann stellt uns derzeit auf eine harte Probe. Vor 14 tagen fing er an, jeden Abend zu weinen. Es ist unheimlich anstrengend ihn zu beruhigen und dabei die Ruhe zu bewahren. Auch für uns als Paar ist es schwierig, weil es ja genau die Zeit ist, zu der wir uns über den Tag austauschen können. Aber leider sind wir abwechselnd damit beschäftigt, unseren Sohn durch die Wohnung zu tragen.
    Ich hoffe, dass diese Phase bald vorbei ist.

    Er kann mittlerweile schon breit von einem Ohr zum anderen grinsen, wenn man ihn anlächelt. Das ist so schön, dass man wenigstens etwas die anstrengenden Abendstunden vergisst.

    Es ist spannend zu lesen, wie es bei euch so läuft. Das gibt mir einen kleinen Einblick, wie es bei uns mal werden könnte. Ich bin gespannt wie sich mein Kleiner entwickeln wird.

    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Liebe Lisa,
      Kopf hoch, wir hatten etwa genau zu der Zeit genau so eine Phase für einige Wochen. Eigentlich genau dann, als sie anfing, mehr zu gucken und wahrzunehmen. Da gibt es soooo viele Eindrücke zu verarbeiten, kein Wunder, dass sie abends brüllen. Wir fanden es auch so schade, dass pünktlich um 18Uhr, wenn stefan gerade von der Arbeit kam, das Schreien losging. Es hat nicht viel geholfen, außer stundenlanges Tragen, Stillen und Verständnis haben. Die Phase geht genauso plötzlich vorbei wie sie begonnen hat - definitiv! Und dann habt ihr wieder schönere Abende. Nur nicht den Mut verlieren!

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