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Tipps für Outfitfotos im Winter

16.00Uhr. Die Tür fällt ins Haus, nachdem ihr den ganzen Tag unterwegs gewesen seid. Ihr werft schnell die Jacke ab, macht euch wie immer ein leckeres Heißgetränk, während ihr rasch noch den Laptop aufklappt und bei einem Blick auf eure Posting-Entwürfe feststellt, dass ihr ganz vergessen habt, die Fotostrecke für den neuen Artikel zu shooten. Mist, jetzt ist es schon so düster und ihr erwischt euch dabei, wie ihr den Winter in genau solchen Momenten hasst. Neben Arbeitsalltag und miesen Lichtverhältnissen ist es nahezu unmöglich schöne, helle Fotos zu schießen, so dass Shootings meist gut geplant sein wollen. Wie man also auch zur dunklen Jahreszeit freundliche Innen- sowie Außenaufnahmen shooten kann, verrate ich euch in den kommenden zwei Beiträgen. Heute starten wir mal mit der Outdoor-Outfit-Version und demnächst geht es weiter mit Tricks für Indoor-Shootings. Los gehts!



1. Planung ist das A und O


Während sich im Sommer Shootings meist zu jeder beliebigen Tageszeit umsetzen lassen und das auch noch weit nach Feierabend auf dem Weg zur Tapas-Bar oder zur Grillfete bei Freunden, ist das im Winter meist nicht so einfach. Vor allem, wenn ihr morgens das Haus im Dunkeln verlasst und nachmittags im Dunkeln heim kommt. Da hilft bloß: abwarten, bis die Tage wieder länger werden oder aber: gute Planung! Studiert die Wetterberichte der kommenden Tage und plant an einigermaßen sonnigen Tagen eure Shootings ein. Eine Möglichkeit wäre auch, sich bewusst einen Tag am Wochenende herauszupicken, die Gelegenheit zu nutzen und gleich mehrere Looks zu fotografieren.
Bezüglich der Tageszeit eignet sich da am besten der späte Vormittag, wenn es hell genug ist. Solltet ihr einen sonnigen Tag erwischen, können aber auch schöne Gegenlichtaufnahmen in der "golden hour" kurz vor Sonnenuntergang entstehen, wobei das im Sommer deutlich einfacher ist. 


2. Helle Farben tragen


Ein Trick, den ich so gut wie immer anwende, wenn ich Winteroutfits shoote, ist der Griff zu hellen Farbtönen und großen Flächen. Mein weißer Teddymantel z.B. reflektiert Licht und macht das Foto insgesamt viel freundlicher und heller. Natürlich sollt ihr nicht eure Garderobe danach anpassen, aber vielleicht probiert ihr es mal aus.  


3. Kleine Hilfsmittel nutzen


Wenn ihr das Ganze richtig professionell angehen wollt, könnt ihr natürlich auch zu Hilfsmitteln wie Reflektoren greifen und eine weitere Person als Fotoassistenten einspannen. Ich habe zwar auch so einen Reflektor mit silberner und goldener Seite Zuhause, aber für ganz gewöhnliche Outfitbilder ist mir das dann doch etwas too much. 
Prinzipiell solltet ihr aber auch mit den manuellen Einstellungen eurer Kamera vertraut sein, da ihr so mit lichtstarken Objektiven und entsprechenden Blende- bzw. Isoeinstellungen deutlich mehr aus den Fotos herausholen könnt.


4. Die Wahl der richtigen Location ist entscheidend


Noch ein Trick, den ich gerne anwende, beginnt schon bei der Wahl der Location. Statt mich in dunklen Gassen herumzutreiben, versuche ich weite, helle Flächen zu nutzen. Das kann mal eine weiße Winterlandschaft sein, die unglaublich viel Licht reflektiert. Oder aber ihr sucht euch einen Hintergrund mit großen, hellen Fassaden. Was auch gut funktioniert, sind verspiegelte moderne Gebäudekomplexe, die enorm viel Licht reflektieren und die Fotos direkt heller wirken lassen.



5. Bildbearbeitung


Noch ein Tipp, den ich immer wieder anbringe: fotografiert im RAW-Format. Dabei sind zwar die Bilddateien deutlich größer, aber ihr habt so viel mehr Spielraum, was die Bildinformationen und spätere Bearbeitung angeht. Im RAW-Modus werden mehr Bildinfos gespeichert, das heißt, ihr könnt später deutlich stärkere Veränderungen der Lichtverhältnisse, Helligkeit, Farbstufen etc. erzielen. Das RAW-Format könnt ihr übrigens ganz easy in euren Kameraeinstellungen direkt einstellen.

Außerdem achte ich darauf, die Fotos tendenziell einen Ticken zu dunkel als zu hell zu fotografieren. Aufhellen geht nämlich deutlich einfacher als ein überbelichtetes Bild nachzubearbeiten. 
Am liebsten bearbeite ich meine Fotos im Camera Raw Tool von Photoshop, da man dort wunderbar Helligkeit, Kontraste, Tiefen, Lichter sowie an den Kurven rumbasteln kann, bis der gewünschte Bildeffekt erzielt ist. 


Das Ganze funktioniert übrigens auch auf Handyfotos übertragen. Oder hättet ihr gedacht, dass ich aus diesem dunklen Foto so viele Änderungen vornehmen könnte? Da es lediglich mit dem Iphone fotografiert wurde, war das Foto Dank Gegenlicht viel zu dunkel, obwohl die Realität eher der bearbeiteten Version entsprach. Kennt ihr das, wenn ihr im Winter Fotos vor einer Schneelandschaft macht und irgendwie wirken die Farben eher blass oder das Foto ist maßlos überbelichtet. Gerade im Winter mit starken Kontrasten zwischen extrem hellen Tönen dank Schnee oder extremer Dunkelheit ist es ohne manuelle Einstellungen meist nicht möglich, die Bildrealität 1:1 darzustellen. Es wirkt einfach nicht so schön wie in echt. Deswegen sind Korrekturen oftmals von Nöten, um das Bild so anzupassen, wie es eigentlich in der Realität ausgesehen hat.  


Fallen euch noch Tricks ein, die man im Winter für Outfitfotos anwenden könnte? Und gibt es noch Bereiche, aus denen ihr vielleicht meine persönlichen Erfahrungswerte lesen wollt?



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12 Kommentare

  1. Danke für die tollen Tipps. Und die BIlder sind wie immer phantastisch. Ebenso wie Dein Look!

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  2. Oh ja, im Winter ist es immer besonders schwer Fotos zu machen... Ich picke mir deshalb auch am liebsten Tage raus, an denen es halbwegs gutes Wetter werden soll und shoote dann gleich mehrere Outfits. Das mit den hellen und weiten Flächen ist ein super Tipp, das werde ich auf jeden Fall mal weiter ausprobieren, danke!
    Liebe Grüße,
    Leni :)
    http://www.sinnessuche.de

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    1. Liebe Leni, vielen Dank für deinen Kommentar. Und freut mich, dass du was mitnehmen konntest :)

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  3. Liebe Yasmin,
    bitte verrate mir, woher du den rosa Mantel auf Bild Nummer 1 hast lg

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    1. Hallo Anna :) Der Mantel ist von aber schon 4 Jahre alt

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  4. Sehr schöne Tipps. Ich bin schon auf den Indoor-Beitrag gespannt :)

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  5. die fotos sehen toll aus. vielen dank für die tips.
    lg Nad

    www.nadliebt.blogspot.de

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  6. Echt tolle Tipps und wunderschöne Fotos hast du hier :)
    Alles Liebe xx

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  7. Schöner Post, Yasmin. Und deine Outfits gefallen mir auch ;)).
    Ich finde es unheimlich schwierig, im Winter zu shooten. Zum einen, weil ich ne echte Frostbeule bin und zum anderen, weil es hier im Norden meist trist und grau ist und ich sofort keine Lust mehr habe. Aber was muss, das muss.
    Ein Tipp den ich noch hätte, wäre gegebenenfalls Indoor shooten. Wir haben zB. ein recht schönes Rathaus, welches gerne als Fotolocation genutzt wird.

    Liebste Grüße
    Jane von Shades of Ivory

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  8. Ich hab zwar leider keine eigenen Tipps, aber deine sind wirklich super! Der Winter ist ja jetzt gott sei Dank schon ziemlich vorüber, aber ich muss sie mir auf jeden Fall merken und bei den nächsten Gelegenheit anwenden, wirklich sehr wissenswert :) Liebe Grüße, Laura // Blonde bunana

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