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Meine Tipps für helle und schöne Indoor-Fotos im Winter

Hallo, ihr Lieben!

Nachdem ich euch neulich in diesem Artikel meine Tipps rund um Outfitfotografie im Winter geteilt habe, soll es heute mit den Indoorfotos weitergehen. Manche Fotostrecken, wie beispielsweise Rezepte oder Beautyprodukte, möchte man gern in den eigenen Vier Wänden aufnehmen. Da spielt aber manchmal - gerade in den kalten Monaten - das Licht nicht mit. Welche Tricks ich anwende, um trotzdem helle oder der Stimmung entsprechende Fotos zu schießen, möchte ich euch jetzt verraten.

Übrigens fotografiere ich aus Platzgründen auch eher Produkte oder Rezepte, höchstens mal noch Portraits, in der Wohnung. Für Outfits ist da meist einfach kein Platz und da bevorzuge ich ohnehin eher Tageslicht.


1. Nicht mit Lampenlicht arbeiten


Egal, wie dunkel es ist: die Deckenleuchten bleiben aus. Normale Zimmerbeleuchtung schafft nämlich einen gruseligen Gelbstich auf den Fotos und wirft zusätzlich unschöne Schatten. Deswegen arbeite ich auch an dunklen Tagen mit Tageslicht und versuche mein Setting vor einer Fensterfront aufzubauen, durch die besonders viel Licht kommt. So fotografiere ich gerne mal ein Rezept eben nicht in der Küche, sondern am Schlafzimmerfenster und baue mir dort mit einem kleinen Tischchen oder Stuhl und anderen Utensilien ein Set auf.

2. Reflektierende Elemente einbauen


Angenommen ihr wollt eine Beautystrecke fotografieren und drapiert auf einer Zeitschrift eure Produkte so vor einem Fenster, dass das Tageslicht direkt auf die Produkte scheint. Was ihr jetzt noch machen könnt, um Schatten zu vermeiden und mehr Licht zu sammeln, ist entweder ein weißes Brett oder aber ein größeres Stück Styropor zu nutzen und es direkt hinter eurem Set aufzubauen, so dass Licht reflektiert wird. Außerdem habt ihr so gleich einen schönen, hellen Hintergrund. Ähnlich wie bei den Outfitbildern können auch hier helle Untergründe oder Produkte Wunder bewirken und Licht reflektieren. Statt also eine dunkle Zeitschrift als Unterlage zu wählen, probiert mal eine helle Tapete. Generell habe ich hier 1-2 Bretter rumstehen, die entweder weiß sind oder aber mit einem Stück Folie wie etwa in Marmor- oder Holzoptik beklebt sind, die wunderbar als Backdrops dienen und dazu sehr günstig in der Anschaffung sind.



3. Nutzt ein Stativ


An dunklen Tagen gehe ich im manuellen Modus mit meinem ISO-Wert gerne mal recht hoch, was zum Glück mit unserer Canon 5D Mark III kein Problem ist. Wenn ihr aber in schwierigen Lichtverhältnissen fotogafiert und viel mit Belichtungszeit und Iso rumhantieren und experimentieren müsst, ist es ratsam, ein Stativ zu nutzen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Probiert es mal aus!


4. Studioleuchten


Zu 99% entstehen meine Bilder bei Tageslicht. Und doch gibt es manchmal Situationen, wenn man unbedingt noch eine Fotostrecke aufnehmen möchte, das natürliche Licht aber nicht wirklich viel hergibt. Dann greife ich zu meinen Studioleuchten. Ich habe sie im Zweierpack für relativ wenig Geld auf Amazon erstanden, aber darauf geachtet, eine hochwertige Tageslichtleuchte einzubauen. Natürlich würde auch eine Leuchte reichen, aber mit beiden kann man viel besser unschöne Schatten vermeiden und das gewünschte Objekt besser ausleuchten. Alternativ könntet ihr auch in ein etwas teureres Ringlicht investieren, was sich vor allem für Beautyaufnahmen super eignet.



5. Bewusstes Spiel mit Kontrasten und Schatten


Wenn alles nichts hilft und einfach keine hellen Fotos entstehen wollen, breche ich mit dem Vorhaben und gehe einfach mit der gegebenen Lichtstimmung mit. So integriere ich gerne im Herbst/Winter dunkle, schwere Materialien und Töne, um Gemütlichkeit und diesen Kuschelfaktor der Jahreszeit auch auf den Bildern einzufangen. Wenn ich Beautyprodukte eines Herbstlooks shoote, kann das Setting also gerne auch dunkler und schattiger ausfallen.
nachbearbeitung


6. Bildbearbeitung


Natürlich spielt auch hierbei wieder die Bildbearbeitung eine Rolle. Nehmen wir beispielsweise den Weißabgleich. Bei Indoorfotos erhalten die Bilder gerne mal einen eher gelbstichigen Touch, den ihr mit einem Bearbeitungsprogramm ganz leicht bei der selektiven Farbkorrektur anpassen könnt, um einen eher crisperen weißen Look zu erzielen. Gleiches gilt bei Studiobeleuchtung. Dort fällt das Weiß gerne mal blaustichig aus und ich passe dann mit dem Weißabgleich die Wärme etwas an, damit es nicht so kalt und künstlich wirkt. 
Außerdem spiele ich gerne mit der Helligkeit, den Tiefen, den Highlights und nutze bei Photoshop das Dodge & Burn Werkzeug, um selektiv Schatten im Hintergrund auszublenden und aufzuhellen.


So, das waren also schon meine Tricks in Sachen Indoorfotos bei schlechten Lichtverhältnissen. Vielleicht war ja für euch der ein oder andere hilfreiche Tipp dabei. In diesem älteren Artikel verrate ich euch übrigens noch einige Dinge mehr rund um Bildstimmung und Vorgehensweise, wenn ich Produktstrecken fotografiere.

Gerne könnt ihr mir auch eure Vorgehensweise in den Kommentaren verraten. Und gibt es ein "Behind the scenes" Thema aus dem Bereich Bloggen, das euch noch interessieren würde?


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5 Kommentare

  1. Das sind wirklich tolle Tipps – und soo süße Babyfotos!
    Ich mache während des Winter kaum Outfitbilder, weil es entweder immer zu kalt oder zu dunkel ist. Indoorfotos mag ich eigentlich so gar nicht, weil ich es einfach noch nie hinbekommen habe, dass das Licht und die Farben gut aussehen. Für Rezepte usw. habe ich auch schon mal solche Studioleuchten verwendet, das hat wirklich viel ausgemacht :)

    Jetzt ist es ja gott sei Dank wieder wärmer und heller aber für den nächsten Winter werde ich auf jeden Fall deine Tipps beherzigen :) Liebe Grüße, Laura // Blonde bunana

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  2. Hallo Yasmin
    Ich mag deine Fotos so sehr - und freue mich, dass du deine Tipps mit uns teilst. Danke dafür.
    LG Jasi
    www.marmormaedchen.ch

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  3. Sehr gute Tips! Vor allem die Beispielbilder sind immer sehr hilfreich :)

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  4. Liebe Yasmin, ich liebe liebe liebe deine Foto-Posts und habe dadurch meine Kamera definitiv näher kennen gelernt. EIn Stativ ist jetzt noch auf meiner Liste um das finale Glück zu schaffen, denn irgendwie sehen meine Bilder im manuellen Modus oft verwackelt aus...aber durch deine tollen Posts habe ich so viel über Iso-Werte, Blendenzeiten usw. erfahren - das hätte ich im Handbuch wahrscheinlich nie so umgesetzt bekommen ;-) Ganz lieben Dank für die viele Arbeit!!
    Liebe Grüße
    Jenny

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