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Let's talk #1 - Job Edition

Kürzlich hatte ich angekündigt, mal eine neue Kategorie ausprobieren zu wollen: regelmäßige Q&As, die hier auf dem Blog beantwortet werden, da diese auf Snapchat immer so gut ankamen. Meine Intention ist dabei aber nicht nur etwas mehr Persönliches preiszugeben, sondern eher in Diskussion zu treten. Vielleicht seht ihr manche Punkte ganz anders? Jedenfalls fänd ich es ganz schön, wenn wir uns in den Kommentaren austauschen könnten und ihr auch etwas von euch berichtet, sodass ich auch die andere Seite besser kennen lerne.

Für den Anfang hatte ich euch gestern auf Snapchat und Insta Stories um eure Fragen gebeten. Dabei kam ein bunter Mix zusammen, mit dem sich die nächsten Wochen arbeiten lässt. Den Anfang sollen 5 Fragen rund um das Thema "Job" machen.

Let's talk!

1. Karriere- oder Familienmensch?

Beides! Ich verstehe nie so ganz, warum man sich entscheiden muss. Schließt das eine das andere wirklich aus? Kann man nicht Karriere machen trotz Kind und Familie? Generell bin ich der Meinung, dass unser Leben so lang ist, dass wir locker beides unterkriegen. Ob nun parallel oder eben erst Karriere machen und später Familie gründen oder umgekehrt, spielt dabei keine Rolle.

Was ich allerdings für mich klar beantworten kann, ist die Tatsache, dass ich mich eher über die Familie definieren würde als über den Job. Ich brauche einen beruflichen Ausgleich, etwas Gedankenfutter und geistige Herausforderungen, um persönlich vorwärts zu kommen und ein Leben nur im Zeichen der Familie ödet mich auch an. Und doch bedeuten mir eine zufriedene Familie und ganz viel Qualitytime mehr als jede Aussicht auf einen hohen Posten oder enorme Aufstiegschancen. Ich sage immer: berufliche Herausforderungen sind wunderbar und ich liebe die Abwechslung, muss aber nicht immer höher, weiter, größer über mich hinaus wachsen, solange ich in einer Position ausreichend gefordert werde.

2. Welches Berufsfeld wäre noch etwas für dich?


Oh da gibt es so vieles, was ich mir vorstellen könnte. Kreativ sollte es sein und ich habe einen Hang zum Organisationstalent. Ich liebe es, Dinge in die Hand zu nehmen und eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wo solche Fähigkeiten gefragt sind? Tja, theoretisch überall, wo es darum geht, Veranstaltungen auszurichten. Weddingplaner, Veranstaltungsmanager, PR-Frau? Warum eigentlich nicht?!

Ich könnte mir aber auch etwas ganz Eigenes vorstellen. Irgendeine zündende Idee umzusetzen und ein cooles Café mit einem ganz neuen Konzept eröffnen z.B.Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig. Lediglich ein kreatives Outlet sollte vorhanden sein.

 

3. Was ist für dich jobtechnisch ein No-Go?


Ein übersteigertes Selbstbewusstsein und damit einhergehende Arroganz - ich hasse es, wenn Menschen sich zu wichtig nehmen und denken, sie wären der Nabel der Welt. Letztlich ist jeder Mensch ersetzbar. Wenn man mir aber mit einer Attitüde ankommt, als hätte die ganze Welt nur auf einen gewartet, finde ich das um ehrlich zu sein, ziemlich ätzend.

Extreme Lustlosigkeit. Ich finde es immer traurig, wenn Menschen in einem Job landen, der ihnen so gar nicht zusagt. Ok, manchmal ist das nicht anders möglich, aber prinzipiell finde ich es schon erstrebenswert, eine gewisse Grundmotivation und Freude mitzubringen, statt lustlos und halbherzig - ja leidenschaftslos an einen Job heranzugehen. 

4. Welche Tipps hast du für ein Bewerbungsgespräch?


Das klingt jetzt wie eine 0815-Antwort, aber sie ist einfach so wahr: sei du selbst! Versuche nicht, deinem Gegenüber durch eine gepimpte, falsche Persönlichkeit zu imponieren, denn früher oder später kommt es raus, dass du nicht du selbst warst. Hinzu kommt, dass man wesentlich lockerer und entspannter wirkt, wenn man nicht das Gefühl hat, eine Rolle spielen zu müssen, sondern einfach man selbst sein kann. 

Außerdem finde ich es immer gut, sich aktiv einzubringen. Vielleicht selbst auch mal tiefergehende Fragen zu stellen, bei denen dein Gesprächspartner merkt, dass du dich mit dem Unternehmen und seiner Message tiefer beschäftigt hast. Das zeugt immer von Interesse und kommt eigentlich stets positiv an.

5. Als was hast du bereits gearbeitet?


Haha als allererstes fiel mir Herausgeberin einer Zeitschrift ein. Im Grundschulalter bastelte ich gemeinsam mit meiner Schwester auf unserem Balkon "Magazine", indem ich Texte selbst schrieb, zeichnete und aus Zeitungen Artikel und Bilder zu eigenen Stories zusammen bastelte. Die wollten wir dann in der Straße an die Nachbarsfamilien und Laufkundschaft verkaufen. Blöd nur, dass in unserer Straße so gut wie nie jemand vorbei kam :D Aber hey, das Bloggen ist ja heute eigentlich ein ganz ähnlicher Job. Früh übt sich und so.

Aber jetzt mal ernsthaft. Als Teenie habe ich häufiger bei Inventuren eines großen Baumarktes ausgeholfen, habe Zeitungen ausgetragen, arbeitete dann ein Jahr für H&M zu Beginn des Studiums, half bei Minusgraden auf dem Weihnachtsmarkt aus, arbeitete für meinen Germanistikprofessor als gelegentliche Hilfskraft und landete dann irgendwann beim Bloggen. Ein ziemlich bunter Mix also. Etwas Eigenes zu verdienen und neben Schule und Studium arbeiten zu gehen, fand ich aber immer schon wichtig, um mir selbst den ein oder anderen Wunsch zu erfüllen, als auch einfach zu lernen, dass das Leben nicht geschenkt ist.

Jetzt seid ihr dran - Feedback erwünscht! Verratet mir doch eure Antworten auf die Fragen und habt ihr einen Wunsch für das nächste Themengebiet? Es kamen ziemlich viele Fragen aus den Bereichen Reisen, Baby, Mamaalltag, Alltagsstories.

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12 Kommentare

  1. Vielen Dank für deine hilfreichen Antworten, eine schöne neue Kategorie, die du auf deinem Blog einführst! :)
    Ganz liebe Grüße,
    Frederika von www.lace-and-lilies.blogspot.de

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    1. Vielen Dank für das Feedback, Frederica! Freut mich, dass dir der erste Teil gut gefallen hat :)

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  2. Auf die Frage, welcher Beruf noch etwas für mich wäre: ich wollte ein leben lang immer in die Medien gehen und bloß nichts "Normales" machen. Dank einer Spontanidee vor ein paar Jahren habe ich mich für den Beruf des Lehrers für Deutsch/Französisch entschieden. Genau das, was ich nie machen wollte (Lehrer gehörte auf meine Schreckensliste) ist das Schönste geworden, was ich mir vorstellen könnte :)

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    1. Oh was für ein schönes Ende einer spontanen Entscheidung. So kommt es eben manchmal im Leben und gerade dieses Unerwartete macht doch den Zauber aus :)

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  3. Tolle neue Kategorie!! Ich bin auch der Meinung das man Kind und Karriere vereinbaren kann, wenn man das denn möchte. Allerdings ist das selbst heutzutage in den meisten großen Unternehmen noch schwierig. Ich arbeite in einem großen Medienunternehmen und dort sind 75% der Führungspositionen ganz klar in Männerhand. Die Möglichkeit Home Office, um Kind und Job besser vereinen zu können, wird nur im Ausnahmefall genehmigt and so on...
    Trotzdem glaube ich: wenn man will, schafft man alles irgendwie!
    Liebe Grüße
    Jenny
    www.fitandsparklinglife.com

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  4. Den letzten Punkt finde ich extrem wichtig. Ich arbeite seit Jahren nebenbei. Während dem Abi bei Bench, s.Oliver und ebenfalls H&M. An der Kasse zu Beginn meines Studiums und das für ganze drei Jahre. Mittlerweile bin ich Vertretungslehrerin. Ich möchte meinen Eltern zeigen, dass ich weiß, dass das Geld nicht auf den Bäumen wächst und ich versuche weitgehenst für meinen Unterhalt selbst aufzukommen. Jetzt, da sich mein Studium dem Ende neigt und ich im Sommer ins Ref starte, kann ich sagen, dass mir diese Erfahrungen in den Jobs viel gebracht hat. Ich würde keine davon missen wollen!

    Liebe Grüße,
    Irina

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  5. Eine interessante neue Kategorie :-)

    Zu deinem Text: Ich glaube, dass es für sehr viele immer noch extrem schwierig ist, Karriere und Familie zu stämmen. Das klingt vielleicht in der Theorie irgendwie machbar, aber in der Praxis funktioniert es nur allzu oft gar nicht, haben meine Beobachtungen ergeben. Richtig Karriere machen ist, glaube ich, absolut utopisch, wenn man kleine Kinder hat. Und danach? Ist der Zug oft schon abgefahren, oder es haben sich andere "dazwischengedrängelt", die dem Unternehmen nicht so viel "Stress" produzieren (vorzüglich Männer, haha). Die Kinder erst nach dem beruflichen Erfolg zu bekommen, ist natürlich eine Option. Aber die Biologie hat das nicht so vorgesehen... Oftmals ist das dann entweder gar nicht mehr möglich, oder nur noch mit großen Schwierigkeiten. Allgemein hinkt Deutschland da wirklich hinterher und könnte sich ein Beispiel an den skandinavischen Ländern nehmen, die Frauen in dieser Hinsicht viel mehr unterstützen. Ich für meinen Teil habe mich für die Familie und gegen die Karriere entschieden, da mich dieser Job mehr erfüllt. Ich werde irgendwann schon mal wieder irgendetwas arbeiten, aber meine Familie wird an erster Stelle stehen :-)

    Liebe Grüße!
    Julia

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    1. Liebe Juli,
      vielen Dank für deinen Input und schön, dass du den für dich richtigen Weg gefunden hast :) ich denke auch, dass es Definitionssache ist. Was bedeutet Karriere machen? Ist das gleichzusetzen mit einer bestimmten Menge Geld, die man verdient? Heißt Karriere machen gleichzeitig auch immer in der Chefetage zu sitzen? Vielleicht kann man die Definition etwas lockerer für sich bestimmen und darunter verstehen, eine Position zu finden, die einen ausfüllt, fordert, aber nicht zwangsweise nach immer weiter oben strebt? Das ist wie mit dem Wörtchen Erfolg. Wer definiert Erfolg? Aber ja, du hast schon recht. Wirklich einfach ist es nach wie vor nicht, nach einer Schwangerschaft Fuß zu fassen oder nach ganz oben zu kommen. Wirklich schade!

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  6. Wie immer ein toller Post!
    Interessante neue Kategorie, ich hoffe für dich, dass auch viele Antworten kommen ;-)

    Hier meine:
    Ich denke ebenfalls, dass man sich nicht zwingend entscheiden muss ob man ein Karriere- oder Familienmensch sein möchte.
    Ich persönlich hatte für mich entschieden, dass ich eine bestimmte Position in meiner Firma erreichen möchte, bevor ich Familie gründe.
    Habe nun 7 Jahre in meinem Beruf gearbeitet und genau das erreicht, was ich wollte. Nun ist für mich die Familie dran ;-) Bin seit Januar Mutter und genieße aktuell meine Elternzeit mit meiner kleinen Maus.
    Also für mich geht definitiv beides.

    Ich hatte öfter schon darüber nachgedacht, welcher Job noch etwas für mich wäre und ich muss ehrlich sagen ich bin immer zum Ergebnis gekommen, das der aktuelle der beste Job für mich ist und ich gar keinen anderen haben möchte. Gehöre wirklich zu den Menschen die Glück hatten in ihrem Traumjob arbeiten zu dürfen. :)

    Und das wäre mir auch mit am wichtigsten- ein Job in dem man glücklich und zufrieden ist. Klar hat jeder mal einen doofen Tag, aber überwiegend sollte der Job einen schon erfüllen. Ist zumindest meine Meinung. Und wenn das nicht gegeben ist, dann doch bitte so mutig sein und nach einem neuen Job suchen. Klar ist das nicht jedem vergönnt, aus den unterschiedlichsten Dingen, aber versuchen sollte man es zumindest.


    Liebe Grüße
    Sandra

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  7. Hey :)

    ich finde die Lets Talk Idee toll. Beim zweiten Punkt, was die Berufsfelder angeht, habe ich mich grade gefühlt, als hätte ich das selbst geschrieben! :) Weil es bei mir selbst hoffentlich auch nicht mehr so lange dauert, fände ich alles zum Thema Baby und Mamaalltag super interessant :)

    Viele liebe Grüße, Laura
    Blonde bunana

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  8. Oh diese Kategorie ist so wunderbar :) Ich lese so gerne einfach über persönliche Erfahrungen anderer Blogger! Sehr tolle und ehrliche Antworten von dir. Besonders schmunzeln musste ich bei der Stelle mti dem selbstgebastelten Magazinen. Genau das habe ich auch mal gemacht! Ein Pferdemagazin sollte es damals sein :D Aber auch wie bei dir, leider kam außer unserem Nachbar, der uns immer einfach so etwas gab, nie jemand vorbei. Schöne Erinnerung!

    Hab einen tollen Donnerstag!
    Liebste Grüße an Dich ❤ Saskia | www.demwindentgegen.de

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  9. Finde die Kategorie auch toll! Du hast doch mal Lehramt studierst (hoffe ich täusche mich nicht) was ist den daraus geworden? Liebe Grüße

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