Baby featured Gedanken

10 Dinge, die ich am Schwangersein geliebt/gehasst habe

Hallo, meine Lieben!

Beim Durchstöbern meiner Entwürfe für den Blog ist mir ein Artikel ins Auge gesprungen, den ich völlig vergessen hatte, aber am Ende meiner Schwangerschaft niederschrieb - sozusagen als Zusammenfassung. Was waren die Dinge, die ich an der Schwangerschaft geliebt und gehasst habe? Denn so viele schöne Momente es auch gibt in dieser aufregenden und viel zu schnell vergehenden Zeit, gibt es eben auch die Schattenseiten. Mal mehr oder weniger kleine Momente, die einem den letzten Nerv rauben und wirklich nicht sein müssten. Wobei das natürlich nicht heißen soll, dass man die Zeit prinzipiell negativ wahrnimmt. Und doch muss auch einfach mal Raum sein, um Frust abzulassen und darüber nachdenken zu dürfen, was an einer Schwangerschaft wirklich wirklich doof ist. Los gehts!


5 Dinge, die ich an der Schwangerschaft geliebt habe


Ein völlig neues Körpergefühl

Ich hatte es schon öfter geschrieben, aber die Schwangerschaft hat mich um ein positiveres Körperbild bereichert. Nicht, dass ich zuvor mega unzufrieden gewesen wäre, aber auch ich habe überkritisch in den Spiegel geschaut. Mittlerweile ist das alles harmonischer. Ich fühle mich im Reinen mit mir, fühle keinen selbstgemachten Druck mehr und habe Hochachtung vor dem weiblichen Körper und seiner Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit, ein Lebewesen heranreifen zu lassen. Ich meine: wie verrückt ist das eigentlich - da wächst ein Baby in mir?!!! Jedenfalls bin ich deutlich gnädiger geworden und entspannter. Das eigene Selbstbild wurde irgendwie in Perspektive gerückt und ich stehe mit Stolz vor dem Spiegel. Stolz deshalb, weil ich es feiere, was ein weiblicher Körper so alles kann.

Das Entdecken neuer Rollen


Diese Momente, wenn Stefan morgens neben mir aufwacht, den Bauch liebevoll streichelt und küsst und unsere Kleine begrüßt. Generell, wie sehr er sich auf das Vatersein freut und mich jedesmal, wenn er das Haus verlässt, bittet, auf uns aufzupassen. Wenn ich auch jetzt schon Entscheidungen nicht mehr nur für mich alleine treffe, sondern immer auch schon meine Tochter im Blick habe. Denn wir tragen schon jetzt Verantwortung für dieses kleine Geschöpf und auch wenn sie noch nicht da ist, bin ich ihre Mama und passe auf sie auf. Dieses Gefühl ist sicher nur ein Bruchteil von dem, was noch kommen wird, aber es fühlt sich gut an.

Viele allererste Male


Der erste Ultraschalltermin z.B., als wir das kleine Herzchen in diesem winzigen Zellhaufen puckern sehen konnten. Der erste gekaufte Strampler, bzw. war das in meinem Fall ein Badeanzug :D Fragt nicht, aber ich wusste ja von Anfang an, dass es ein Mädchen wird und kaufte schon in Woche 7 einen pinken Badeanzug im Sale - Prioritäten und so haha.
Das erste zaghafte Flattern im Bauch, das sich anfühlte wie ein Pups, aber die kleine Aliya war. Und dann die immer stärker werdenden Bewegungen und Tritte, mit denen sie mir zeigte, dass sie da ist. Das erste 3D Bild, bei dem sie ihre lustigen Grinsebäckchen zeigte und wir das erste Mal rätseln konnten, wem sie wohl ähnlich sieht und woher bitte kommt diese Nase?! Es gab einfach so viele erste Male, die vor allem durch Vorfreude geprägt waren und die aufregende Zeit bis zur Geburt noch spannender und bunter machten. 

So viel unbändige Liebe

Wow, ein Baby bedeutet in den meisten Fällen auch unbändige Liebe. Nicht nur, dass die Kleine eben ein Zeichen der Liebe zwischen Stefan und mir ist und uns deutlich enger zusammen geschweißt hat, sondern auch für alle anderen in meinem Umfeld war es eine freudige Botschaft. Ich weiß noch, wie ich vor Glück und Liebe fast geplatzt wäre, als wir es an einem Wochenende im April unseren Eltern ganz nervös erzählten. So viele Freudentränen, so viel kribbelnde Aufregung. Oder meine Mädels, die mitten im Café heulend aufgesprungen sind, mich direkt nach einem Telefonat an der Tür überraschten, als es mir so übel ging oder stets mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Und dann natürlich auch der Sonntag, an dem ich die Schwangerschaft hier verkündete und ihr, ja eigentlich fremde Menschen, euch sooo intensiv mitgefreut habt. Bei so viel Herzchen und Freude konnte ich einfach nicht anders, als bis über beide Ohren zu strahlen. Denn Glück teilt man eben doch am besten mit Herzensmenschen.

Das Entdecken eines neuen Hobbys


Das Nähen ist auch etwas, das ich erst in dieser Schwangerschaft für mich entdeckt habe. Ich liebe es, kleine süße Sachen für unsere Maus zu nähen und sie dann angezogen zu begutachten. Dieses Gefühl, mir ganz geduldig etwas eigenständig beigebracht zu haben, obwohl ich solche Fitzelarbeiten sonst nicht leiden kann und viel zu schnell aufgebe. Aber hier war die Motivation riesig. Ich wollte liebevoll eigene Kleider gestalten und Unikate für unsere Aliya schaffen, die ich dann mit Freude anziehen kann und ihr später einmal zeigen werde. Die Schwangerschaft hat mich also in Geduld geübt, mir neue Hobbys beschert und gezeigt, dass man sich in alles reinfuchsen kann, wenn man nur genug Willensstärke besitzt.

5 Dinge, die mich in der Schwangerschaft genervt haben

Dieses Gefühl, "nutzlos" zu sein und nicht mehr alles selber machen zu können

Ok, nutzlos ist vielleicht ein wenig hart ausgedrückt und der falsche Begriff dafür. Fakt ist aber, dass man früher oder später aber kürzer treten muss und auf Hilfe angewiesen ist. Man kann nicht mehr alleine den Einkauf schleppen, sollte auch so nicht allzu wilde körperliche Aktionen in Angriff nehmen, irgendwann kommt man dann auch an den Punkt, an dem selbst das alleinige Aufstehen aus dem Bett schwierig wird oder viele Frauen lassen sich Schuhe zubinden und das nervt einfach. Vor allem, wenn man gerne selbst Dinge anpackt, sich eigentlich körperlich fit fühlt und dann gern mal vergisst, schwanger zu sein. Ich habe mich also allzu häufig in Situationen wiedergefunden, in denen ich mir helfen lasse musste, obwohl ich gern selbst mit angepackt hätte.

Kontrollverlust


Dieser Punkt ist Fluch und Segen zugleich. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass dieser "Kontrollverlust" in jedem Fall eine Lektion war. Was ich mit dem Begriff genau meine? Eine Schwangerschaft funktioniert verrückterweise von ganz alleine. Unser Körper weiß genau, was er tut und wir können bis auf einige Kleinigkeiten wie einer guten Ernährung und Vorsicht nicht allzu viel Einfluss nehmen. Wenn das Baby erst einmal im Bauch heranwächst, macht es das ganz von allein. Wir können dabei nichts kontrollieren und das ist vor allem für Menschen mit einem Hang zur Kontrolle und Planung erst einmal eine große Umstellung. Wir haben nicht in der Hand, wie groß oder klein der Bauch wird, wie viel oder wenig wir zunehmen, wie gut oder schlecht es uns geht und müssen uns mit diesem Hormonchaos trotz diverser Helferlein abfinden. Diese Lektion fand ich vor allem zu Beginn mit meiner extremen Übelkeit frustrierend. Ich wollte aktiv sein, hatte so viele Ideen und wurde doch erst einmal niedergestreckt und so sehr ich mich auf das Würmchen und über die Veränderungen freute, fand ich es furchtbar, keine Kontrolle darüber zu haben, ob es mir gut oder schlecht geht.  Im Umkehrschluss hat mich diese Erfahrung aber auch wesentlich lockerer gemacht, ich lasse mittlerweile einfach mal die Zügel lockerer, vertraue intensiver auf meinen Körper und habe mehr Vertrauen in ihn, denn jetzt weiß ich ja: der weiß schon, was er macht.

Identitätsprobleme

Man hatte mich vorgewarnt. Sobald ich in die Welt der Schwangeren eintrete, würde ich unweigerlich den Mutti-Stempel aufgedrückt bekommen. So wie man im Kindergartenalter nicht mehr Person xy ist, sondern die Mutti von. Diese Labels gingen mir mächtig auf den Zeiger, denn es wurde quasi regelrecht erwartet, dass man sich nun so verhält, wie man es von Schwangeren anscheinend erwartet. Wie das allerdings genau aussehen soll, weiß ich bis heute nicht. Doch Sätze, die mit "Für eine Schwangere bist du..." hörte ich nicht selten. So fand ich mich irgendwie immer gefangen zwischen meinem alten Yasmin-Ich und der Mamarolle und dadurch, dass dieses Label so präsent wurde, bekam ich Angst (mittlerweile unbegründet, das weiß ich jetzt), nur noch eine Mama-Identität zu haben. Schubladendenken ist hier ein großes Stichwort und ich verstand nie so recht, warum ich denn jetzt primär als Schwangere oder Mutti betrachtet wurde, war ich doch eine Frau, die einfach zufällig schwanger war. Wisst ihr, was ich meine? Auch auf Insta lese ich das häufig bei anderen, dass man quasi auf die Mutterrolle oder den Schwangerenstatus reduziert wird, was ich etwas irritierend finde. Aber wie ich schon mehrfach sagte: die Angst war letztlich völlig unbegründet, denn man selbst muss sich diese Labels ja nicht aufdrücken lassen.

Distanzlose Kommentare


Wie bereits in diesem Artikel zum Body Image in der Schwangerschaft beschrieben, gingen mir einige Kommentare gegen den Strich. Nicht mal unbedingt bei mir selbst, denn ich habe zum Glück wunderbare Familien und Freunde, die stets liebevoll und voller Verständnis entgegen kamen, aber vor allem auch bei anderen Schwangeren oder im Netz bin ich Zeuge von bösen Kommentaren, unüberlegten und distanzlosen Äußerungen und unangebrachten Körperkritiken geworden, die einem sauer aufstoßen und wütend machen. Es ist unser Körper und unsere Entscheidung und nein, als Schwangere sollte man nicht zum Freiwild werden, um körperlich beurteilt zu werden und in Schubladen a la "zu dick" "zu dünn", "zu kleiner/großer Bauch" gesteckt zu werden. Denn das NERVT und ist einfach absolut verletzend in einer Zeit, die sowieso durch hormonelle Achterbahnfahrten und so viele körperliche wie geistige Veränderungen geprägt ist.

Körperliche Beeinträchtigungen


Kommen wir mal zu den eher simpleren und körperlichen Aspekte, die irgendwann nur noch geert haben. Wer braucht z.B. eine gefühlt erbsengroße Blase, die in der Nacht bis zu 7x geleert werden möchte? Oder am Ende wurstähnliche Finger, die ganz steif sind dank Wassereinlagerungen. Am schlimmsten fand ich aber das Völlegefühl, das mich 4 Monate begleitete. Kaum hatte ich 2 Bissen genommen, war ich pappsatt, als hätte ich eine Weihnachtsgans höchstpersönlich alleine verdrückt. Frustrierend! Denn Essen, Kochen und Genießen fiel damit ins Wasser.


Wie habt ihr denn eure Schwangerschaft wahrgenommen und fällt euch noch etwas ein?  Und falls ihr noch nie eine Schwangerschaft erlebt habt: gibt es etwas, worauf ihr euch besonders freut oder wovor ihr Angst habt?



You Might Also Like

12 Kommentare

  1. Hallo Yasmin,
    sehr treffend, wie du die Zeit der Schwangerschaft beschreibst. Vieles kommt mir sehr bekannt vor. Ich finde es gut, dass du offen und ehrlich darüber sprichst, was einem vor der Schwangerschaft keiner erzählt.
    Während meiner Schwangerschaft habe ich vor allem die Kindsbewegungen genossen, auch wenn mein Kleiner mir immer schön auf der Blase herum getreten hat. Infolgedessen bin ich wie du laufend zur Toilette gerannt (vor allem nachts).
    Genervt hat mich am Ende das Sodbrennen, ich habe jeden Tag mindestens einen Liter Milch verdrückt, damit es halbwegs ging. Auch die Wassereinlagerungen (am Ende waren es 15 Kilo) habe ich gehasst, ich hatte am Ende keine Füße mehr sondern nur noch zwei unförmige Gebilde, die in keinen Schuh mehr reingepasst haben.
    Trotzdem würde ich die Strapazen jederzeit wieder auf mich nehmen, wenn ich mein kleines Wunder so neben mir schlummern sehe. In den ersten Tagen nach der Geburt habe ich den Bauch doch etwas vermisst.

    Liebe Grüße
    Mia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Mia,
      ich kann deine Gedanken total gut verstehen. Vor allem, dass der Bauch plötzlich weg war, ist nach wie vor richtig verrückt. Ich denke mir immer wieder: "Wo hat das nur alles hingepasst?" Was mir auch ständig passiert, ist dass ich den Hosenstall vergesse zuzumachen, weil die Schwangerschaftsjeans ja keinen hatten :D Da sieht man mal, wie stark man in den 9 Monaten beeinflusst wird.
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Ich lese deine Berichte einfach soooo gern. Du hast einen wunderbaren Stil und man kann sich so gut in dich und die Situation hineinversetzen, selbst wenn man noch nicht schwanger war. Ich mag deine persönlichen Posts wirklich am allerliebsten und man freut sich als Leserin einfach über dein Glück <3
    Ganz liebe Grüße
    Alexandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was für ein lieber Kommentar, Alexandra :) Vielen Dank dafür!

      Löschen
  3. Hallo Yasmin,
    meine Kleine ist jetzt 6 Wochen alt und ich muss sagen, dass mir das Gefühl, sie im Bauch zu haben noch immer etwas fehlt.
    Was mich in meiner Schwangerschaft total genervt hat,war der Spruch "Hoffentlich wird es doch noch ein Junge". Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, was so schlimm an einem Mädchen ist. Aber noch mehr nervte mich, dass dieser Spruch hauptsächlich von meiner Schwiegermutter, die auch irgendwo ein Mädchen ist, kam.
    Auch nervte mich, dass jeder versuchte mir vorzuschreiben, was ich essen soll, was ich trinken soll, was ich machen darf usw.. Man hat das Gefühl, jeder will einen in Watte packen, als sei man sterbenskrank.
    Dass jeder meinte, meinen Bauch tätscheln zu müssen, fand ich ziemlich unangenehm. Zumal, wenn man die Leute darauf hinwies, dass man das nicht möchte. Häufig bekam ich dann den Spruch "Stell dich nicht so an. Oder genießt du deine Schwangerschaft nicht?" zu hören.
    Am schönsten fand ich die Momente, wenn wir unsere Maus beim Ultraschall sehen konnten und ich ihre Bewegungen gespürt hab. Das Gefühl dabei ist einfach unbeschreiblich.
    Alles in allem fand ich meine Schwangerschaft echt toll und vermisse es manchmal, schwanger zu sein.

    Viele Grüße

    Natalie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Natalie,
      das Fehlen des Bauchs kann ich auch total nachvollziehen. Verrückt eigentlich, bedenkt man, wie oft er dann doch am Ende im Weg war.
      Der Spruch mit dem Jungen ist ja mal total daneben. Ich kann so eine Fixierung auf ein Geschlecht auch nicht verstehen, als sei das eine mehr Wert als das andere. Auch so Sachen wie "Das nächste muss dann aber ein Junge/Mädchen werden" sind doch total doof.
      Was ich auch irritierend finde, ist der Satz mit dem angeblichen Nicht-Genießen. Man muss ja nicht 24/7 happy und strahlend durch die Gegend laufen. Manchmal ist eben nicht alles toll und es gibt doofe Tage und darauf hat man doch ein gutes Recht. Das heißt ja nicht gleich, dass man die Schwangerschaft nicht wertschätzt.

      Löschen
  4. Hallo Yasmin,
    ich habe zwar noch keine eigenen Kinder, aber du schreibst immer so anschaulich, dass es wirklich sehr viel Freude macht deine Posts zu lesen und auch die Bilder anzuschauen. Toll, wie du das alles unter einen Hut bekommst. Ich glaube, du bist eine ganz wunderbare Mami für deine Kleine.
    Viele Grüße
    Jenny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh wie lieb von dir, vielen lieben Dank, Jenny :) Das ermutigt wirklich, einfach so weiterzumachen wie bisher mit den Artikeln.

      Löschen
  5. Ich habe die Schwangerschaft einfach geliebt. Dieses kleine Wesen im Bauch, dieses erste Flattern, die Tritte und dieses Gefühl, dass da ein neuer Mensch in mir wächst. Ich denke, dass der vielbeschriebene Schwangeren-Glow vor allem am neuen Körpegefühl liegt. Es ist einfach toll. Das abrupte Ende meiner Schwangerschaft mit Notkaiserschnitt wegen Präeklampsie würde ich dagegen am liebsten vergessen. Ich würde zu gerne wissen, wie sich Wehen wirklich anfühlen. Vielleicht klappt das beim nächsten Baby.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das kann ich alles so unterschreiben! Dass deine Schwangerschaft so abrupt enden musste, ist total schade und das tut mir leid. Ich weiß noch, wie ich in der 34. Woche im Krankenhaus lag und der Gedanke, es könne schon losgehen, hat mich erstmal aus der Bahn geworfen. Man fühlt sich ja dann doch nicht bereit und wenn dann alles plötzlich anders kommt als gedacht, stelle ich mir das schwierig vor. Ich bin mir aber sicher, dass du irgendwann erfahren wirst, wie sich diese andere Geburtserfahrung anfühlt und kann deine Neugierde total verstehen. Schließlich bereitet man sich ja irgendwie 9 Monate lang auf diese Erfahrung vor.
      Alles Liebe

      Löschen
  6. Hallo Yasmin,
    bin jetzt in der 34 Woche und habe sechs Kilo zugenommen. Für mich ist das schon viel, aber für andere ist mein Bauch zu klein und ich wurde als Schwangere tatsächlich gefragt, ob mit meinem Baby alles in Ordnung sei.
    Auch Kommentare von anderen Müttern nerven mich manchmal total: wieso kaufst du so kleine Kleider, Babys brauchen nur Strampler.
    Das Völlegefühl kenne ich auch zu gut und noch etwas was mich richtig nervt, ich kann nicht schlafen.
    Aber es gab bis jetzt so viele schöne Momente, die das alles wirklich wieder gut machen. Das erste Ultraschall zusammen und die Herztöne. Wenn die kleine tritt und mein Mann sich darüber wie ein kleines Kind freut. Kinderwagen aussuchen und wie du schon geschrieben hast, es gibt so oft das erste Mal!
    Eine Frage habe ich an dich, was hast du für eine Größe von Overall genommen für Neugeborene?

    Alles Liebe
    Alesia

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Yasmin,
    ich fand es toll, schwanger zu sein.
    Nicht mochte ich die Angst, die einen ab dem zweiten rosa Strich begleitet hat, erst: bleibt es? dann: ist alles in Ordnung? Aber ich mochte es, beim Doc zu sehen, dass alles in Ordnung war, den Herzschlag zu hören.
    Nicht mochte ich, dass man plötzlich 'Allgemeingut' ist. Ich teile meinen Körper mit meinem Baby, aber nicht mit 'fremden Leuten', die meinen Bauch tätscheln oder mir erzählen, wie riesig mein Bauch schon ist und wo es noch enden soll. Aber ich mochte es, wenn mein (jetzt) Mann stolz meinen Bauch gestreichelt hat und wir einfach die Zeit zu zweit genossen.
    Nicht mochte ich viele Umstandsklamotten, weil sie mir nicht gefallen haben oder viel zu teuer für die kurze Zeit waren. Aber ich mochte es, dass ich schöne figurnahe Oberteile anziehen konnte, weil wider aller Befürchtung (bin schon im 'normalen' Leben nicht wirklich schlank) mein Bauch wirklich schön war.
    Nicht mochte ich, dass ich mehrere Wochen im Krankenhaus und danach zu Hause liegen musste und nichts machen durfte. Aber ich mochte, dass sich dadurch die Lage stabilisiert hat und ich ein paar weitere Schwangerschaftswochen rausholen konnte.
    Nicht mochte ich, dass durch Krankenhaus und Liegerei unsere geplante zweisame Hochzeit an der Nordsee abgesagt werden musste. Aber ich mochte, dass wir dann mit der Familie zu Hause noch mit Kugel heiraten konnten.
    Nicht mochte ich, dass ich fünf Wochen zu früh und am Ende mit Kaiserschnitt unseren Sohn zur Welt bringen musste. Aber ich liebe jede Sekunde, die ich mit ihm (schon fünf Wochen länger als geplant), verbringen darf.
    Liebe Grüße, Katha

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich riesig über dein Feedback, Postwünsche oder sonstige Anmerkungen.Beleidigungen oder Anstößiges gegenüber meiner Person oder anderen Lesern sind allerdings unerwünscht und werden direkt gelöscht. Vielen lieben Dank ♥