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5 Tipps für mehr Ruhe und Gelassenheit vor stressigen Situationen

Jeder kennt sie, diese Deadlines, die schon wochenlang rot im Kalender eingetragen sind und uns bereits im Vorfeld so sehr stressen, dass sich beim bloßen Gedanken daran die Nackenhaare aufstellen. Meist ist es nicht einmal die Aufgabe an sich, sondern eher das Gefühl der Ungewissheit. Was kommt auf mich zu? Werde ich scheitern oder die Aufgabe meistern? Kommt es plötzlich alles ganz anders als gedacht und wie kann ich mich bestenfalls vorbereiten? 

Beispiele für solche fordernden Situationen gibt es etliche und nachdem ich kürzlich das Thema in Bezug auf die bevorstehende Geburt auf Snapchat ansprach, baten mich einige von euch  um einen Artikel mit meinen Tipps für mehr Ruhe und Gelassenheit. Eine der meist gestellten Fragen kurz vor Aliyas Geburt war nämlich die, wie ich so gelassen und ruhig an die Sache herangehen konnte, statt vor Nervosität irre zu werden. Jetzt mal die Extremsituation einer Geburt beiseite geschoben, findet sich dieses Phänomen recht häufig in unserem Alltag. 

Denkt doch nur an die etlichen Prüfungssituationen, ob das in der Schule, dem Studium, für den Führerschein oder aber auch in Jobinterviews war. Wir finden uns ständig in Szenarien wieder, in denen uns etwas abverlangt wird und die vor allem durch Unvorhersehbarkeit geprägt sind. Kein Wunder, dass einige Menschen dabei panisch werden, sich Horrorszenarien ausmalen und damit meist selbst im Weg stehen.




Auf die Frage, wie ich so ruhig sein kann, hatte ich eine eher semibefriedigende Antwort parat. Ich schätze, es ist einfach mein Gemüt. Mir nahestehende Menschen beschreiben mich gern als grenzenlosen Optimisten mit einer guten Portion Realismus. Statt Schwarzzumalen versuche ich also an einem gesunden "mind set" zu arbeiten und so positiv und offen wie möglich in solche Extremsituationen zu gehen. Was nützt mir sinnlose Panikmache und das Ausmalen diverser Szenarien, die dann eh nicht eintreten? Schon in der Schule und dem Studium habe ich es gehasst, wenn vor der Prüfung manch eine Truppe wie aufgeregte Hühner die ganze Masse nervös machte, indem kurzerhand noch einmal Fragen aufgeworfen wurden oder ganz andere Ansätze als das Nonplusultra dargestellt wurden. Ihr wisst schon, diese Typen, die einen last minute noch extrem verunsichern und einen ganz kirre machen, weil ihnen einfällt, dass sie Kapitel XY nicht auswendig gelernt hatten oder ganz entsetzt reagierten, wenn man nicht auch schon seit 5 Wochen lernt.

Wie ich bei der Diskussion auf Snapchat mitbekommen habe, fällt es eben nicht jedem leicht, Ruhe zu bewahren. Nicht zu vergessen, sind da auch die ausgereiften Angststörungen und Panikattacken, die nicht so leicht ohne Hilfe zu therapieren sind. In der Regel lassen sich aber Nervosität und Unruhe sowie der Hang zur eigenen Panikmache mit einigen Tipps umgehen, die ich heute mit euch teilen mag.

1. Vorbereitung ist alles


Wie oben erwähnt, ist es meist gar nicht die Situation an sich, sondern die Ungewissheit, die uns verrückt macht. Worauf muss ich mich einstellen, was wird mich erwarten? Alles Fragen, die sich eben erst danach eindeutig beantworten lassen. Um jedoch mit einem Gefühl von Sicherheit in das Szenario zu gehen, ist gute Vorbereitung Gold wert.

Dabei meine ich nicht einmal stundenlanges Auswendiglernen (konnte ich nie und war kein Fan davon), sondern Verständnis aufzubauen. Setz dich mit der Situation auseinander, überlege, welche Strategien dir helfen könnten, informiere dich über Abläufe und mögliche Problemsituationen, damit du gegebenenfalls darauf reagieren kann. Setze dich aber auch damit auseinander, dass nicht immer alles nach Plan läuft und du häufiger als dir lieb ist, improvisieren musst. Statt also einem strengen Muster zu folgen, von dem man schwer abkommt, sei offen für andere Wege, die vielleicht anstrengender sind, aber letztlich auch zum Ziel führen werden. Wenn du dich vorher nämlich schon für Alternativen verschließt und dich zu sehr an DER Lösung festbeißt, blockierst du nur und läufst Gefahr, in der eigentlichen Situation zu erstarren, wenn dann wirklich alles anders kommen sollte.

2. Ablenkung


Wenn ich den 1. Punkt umgesetzt habe und mich ausreichend vorbereitet fühle, höre ich auf, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Irgendwann ist einfach gut und kurz vor der Prüfung etc. suche ich Ablenkung in Form einer Serie oder anderen Unternehmungen. Ich weiß, dass ich mich bestmöglich vorbereitet habe und kurz vor der entsprechenden Situation noch Infos aufzusaugen oder in Eile lernen zu wollen, bringt einfach nichts.

Deswegen: Schlusstrich ziehen! Du hast dich vorbereitet, aber egal, wieviel du machst, du kannst nicht alles vorhersehen. Akzeptiere das, lenk dich ab und entspanne dabei etwas. Natürlich schweifen auch meine Gedanken dann immer wieder zum Thema ab, aber ich versuche sie mit aller Kraft zu bündeln und einfach wegzuschieben. Eine Leserin hatte mir vor einiger Zeit mal den "Wolken-Tipp" gegeben. Packt mental eure Ängste und bohrenden Gedanken in eine Wolke und schiebt sie von euch weg. Mir hilft es dann, mich bewusst an schöne und entspannende Momente zu erinnern, um den Prozess zu vereinfachen.

3. Halte dich von Menschen fern, die nervös machen


Wie oben beschrieben waren das zu Studiumszeiten die Mädels, die kurz vor der Prüfung noch wild im Hefter blätterten und umher fragten, ob man denn auch xy gelernt hätte, ob wohl auch Kapitel 4 dran kommt oder wieso du nicht auch Fallbeispiel 3 durchgegangen bist, denn das ist gaaaanz wichtig, ehrlich jetzt. Statt Ruhe auszustrahlen, machten mich solche Mitmenschen ganz kirre, weswegen ich sie einfach mied oder im Flur vor dem Prüfungsraum Kopfhörer aufsetzte. Versuch einfach, in deine eigene "Blase" zu kommen und ganz bei dir anzukommen.

Gleiches galt bei der Geburt. Wenn andere Frauen verzweifelt jede Methode der Geburtseinleitung ausprobierten, pickte ich mir einige heraus, versuchte mich aber nicht zu sehr darauf zu versteifen. Statt also ständig zu lesen, was man noch alles tun könnte, um den Vorgang zu erleichtern und zu beschleunigen, versuchte ich mich nicht zu stressen und mied zu viel Programm.

4. Vertraue deinem Gefühl und denke (realistisch) positiv

Mir hilft es häufig in Extremsituationen, ganz bewusst zu atmen und einen Punkt konzentriert zu fokussieren. Probier das mal aus! Bevor deine Gedanken panisch zu Szenarien abdriften, was alles passieren könnte und wie schrecklich doch die Prüfung/Geburt/etc. wird, atme tief in den Bauchraum ein und konzentriere dich nur auf diese tiefen, gleichmäßigen Atemzüge. 

Ein weiterer Trick, den ich mittlerweile fest verinnerlicht habe, ist das positive Denken. Falls ihr jetzt die Augen verleiert und denkt: "na, man kann sich auch alles schönreden". Nein, denn es gibt eben Unterschied zwischen positiv Denken im Hier und Jetzt und verstrahltem, falschen Optimismus. Solange man die Fähigkeit besitzt, Situationen realistisch einschätzen zu können, kann man sich dennoch aufs Positive konzentrieren, statt im Vorfeld bereits alles pessimistisch kleinzureden und nur vom Schlimmsten auszugehen.

Auf mein Beispiel der Geburt bezogen, hieß das, dass ich nie davon ausgegangen bin, dass die Geschichte schmerzfrei ablaufen oder ich eine der glücklichen Frauen sein werde, die den Prozess wunderbar finden wird. Mir war klar, dass es kein Spaziergang wird, ich habe mich auf starken Schmerz eingestellt und mich doch nicht von dem Gedanken übermannen lassen und Szenarien wie Dammrisse, mögliche PDAs etc. als meinen Feind anzusehen. Statt also in Angst und Panik zu verfallen, hatte ich Respekt vor dem Unbekannten, sagte mir aber stets auch, dass ich das - egal, was mich erwartet - packen werde. Woher dieses Vertrauen? Weil es so viele andere auch schon geschafft haben!

Wenn man sich den ganzen Tag einredet, wie schlecht alles läuft, wie unwohl man sich fühlt und dass sowieso alles kacke ist, dann fühlt man sich auch so. Ganz einfach. Statt sich also mental gehen zu lassen und durchzuhängen (ernsthafte psychische Probleme wieder ausgeschlossen, denn dann funktioniert dieses eben mal positiv Denken nicht so einfach), probier mal den Trick mit dem Spiegel und dem Lächeln. Klar fühlt es sich an einem schlechten Tag an wie Selbstverarsche, aber es hilft wirklich. Mach dich zurecht, zieh dir was Bequemes an, in dem du dich wohl fühlst, schau in den Spiegel und rufe dir in Erinnerung, was du alles schon gemeistert hast und lächle dich an. Statt sich also auf die Niederlagen und Fehltritte zu konzentrieren, versuch diese mal bewusst auszublenden und die Lichtpunkte ins Gedächtnis zu rufen. Denn die vergessen wir leider viel zu häufig.

5. Was ist das Schlimmste, das passieren kann? 

Und zu guter Letzt der Klassiker. Was ist wohl das Schlimmste, das passieren kann und wird es dein Leben auch in 5 Jahren noch prägen? In den meisten Fällen wohl kaum, weswegen Panikmache vor der eigentlichen Situation nur unnötig stresst. Und wenn das Ereignis doch völlig in die Hose gegangen ist, gibt es IMMER einen Ausweg, auch wenn der womöglich ganz anders aussieht, als gedacht. Wobei man ja nie vorher weiß, welch positive Überraschung er am Ende bereit hält. 




Jetzt seid ihr dran! Wie geht ihr mit solchen Situationen um und habt ihr hilfreiche Handlungsstrategien?


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11 Kommentare

  1. Liebe Yasmin woher ist der schöne ring oder Armband auf dem Bild? lg

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    1. Hallo Anna Maria :) das Armband ist von H&M 😊

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  2. Mal wieder ein toller Post, denn ich kann nichts mehr ausstehen als Menschen die von Grund auf negativ sind! Egal vor welcher Prüfung ich habe mich IMMER fern gehalten von dem Hühnerhaufen, bis irgendwann meine beste Freundin auch eine unglaublich nervöse Person wurde. Plötzlich stand ich mittendrin und sie hatte mich so verunsichert, dass ich während der Prüfung gar nicht mehr wusste, was ich gelernt hatte und was sie mir vor 10 Minuten vor der Tür erzählt hat. Glücklicherweise haben wir in der Oberstufe völlig unterschiedliche Leistungskurse gewählt, so dass ich dieses Problem nicht mehr hatte.
    Bei der bevorstehenden Geburt versuche ich auch so entspannt wie möglich zu denken. Ich habe mir ein Krankenhaus ausgesucht in dem ich mich wohl fühle und der Rest wird sich zeigen. Wie heißt es immer so schön: "Raus kommen die Kinder immer irgendwie" und darauf vertraue ich einfach mal :)

    Liebe Grüße
    Jenny
    PS: Die Päckchen sind gestern angekommen - ganz ganz lieben Dank <3

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    1. Mit der Einstellung kann das doch nur gutgehen ❤und es freut mich riesig, dass die Pakete angekommen sind. Ganz viel Freude damit 😊

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  3. Oh Yasmin!!!
    Danke für deine Tipps! Ich bin in der 30 Ssw und in den letzten Tagen hat sich bei mir leichte Panik breit gemacht!
    Ich werde auf jedenfall deine Tipps aus probieren. Gleich morgen fang ich an meine Babyliste ab zu arbeiten!
    Lg Aisha

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    1. Liebe Aisha :) herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und ich hoffe, dass dir die Tipps helfen, gelassen an die Sache heranzugehen. Glaub mir, es stimmt, was alle sagen: eine Geburt ist sicher nicht angenehm, aber es lohnt sich so sehr. Danach hast du alles vergessen und wenn du nicht voller Angst reingehst, blockierst du nicht so. Angst ist da echt der größte Feind und lässt den Körper nur verkrampfen. Alles Gute dir ❤

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  4. Ein sehr schöner Beitrag. Ich finde auch, dass gute Vorbereitung wichtig ist, um gelassen zu sein. Panik machen oder Nervosität verbreiten bringt ja wirklich nichts und was "schlimmes" passiert, dass merkt man dann (wenn überhaupt).

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  5. Hallo liebe Yasmin,

    also die Bilder sind wieder eine Augenfreunde, die Tasse, der Armreif, die Tasche usw.., freue mich immer wenn was online von dir kommt.
    Deine Frage, was ist wohl das Schlimmste, was passieren kann, ist so gut. Mache mir oft Gedanken, habe es aber merkwürdiger Weise so noch nicht betrachtet. Auch die Alten können von den Jungen lernen😉

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  6. Ein wirklich schöner Post. Ich bin auch eher entspannt und neige kaum dazu, etwas schwarzzumalen. Und oftmals funktioniert diese Methode auch sehr gut und hat vor der Geburt meines Sohnes super geholfen.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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  7. Danke Yasmin für deine Glückwünsche! Ich werde aufjedenfall versuchen gelassen in die Geburt zu gehen und hoffe das gelingt mir auch!
    Yasmin ich würde mich sehr freuen wenn du vll mit uns dein Geburtsbericht auf dem Blog oder auf Youtube teilen würdest! Natürlich wenn du das möchtest!
    Lg Aisha

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