Baby featured Gedanken

Eine Woche Mama...

Hallo, ihr Lieben!

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich diesen Post beginnen soll, lassen sich diese Gefühle so schwer in Worte fassen. Waren die letzten Postings allesamt vorgeplant, soll es heute mal ein Life-Update geben, denn wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, ist unsere Tochter Aliya seit nunmehr 8 Tagen auf dieser Welt. 51cm klein, 3180g leicht, mit kleinen Mopsbacken, die sie definitiv von mir hat und Papas langen, dürren Beinchen.



Eine Woche Mama. Wie sich das anfühlt, fragt ihr? Ich kann es kaum in Worte fassen. Überwältigend, komplett anders und doch irgendwie völlig natürlich, all umfassend, anstrengend, manchmal verzweifelt, ja, auch müde und erschöpft und vor allem überglücklich. Früher habe ich immer von der Babyblase gelesen...diese erste so magische Zeit, in der man sein Menschlein kennen lernt... und es stimmt. Diese Zeit ist wirklich etwas Besonderes und nie Dagewesenes. Am treffendsten finde ich die Beschreibung einer Parallelwelt mit eigenem Zeitsystem. Die Tage gehen fließend ineinander über und hatte ich vor einer Woche noch Weihnachtsstimmung hoch 10, ist diese wie weggeblasen. Es ist unwichtig. Denn zur Zeit zählt nur unsere kleine Familie.

Die ersten zwei Tage im Krankenhaus waren überwältigend. Mich überströmten so viele Gefühle, durch die Hormone zusätzlich verstärkt, ich fühlte mich überfordert, fand mich eines Nachts mit meiner schreienden Tochter auf dem Arm barfuß und im Nachthemd auf dem Gang wieder, tränenüberströmt, weil nur das stundenlange Tragen sie beruhigen konnte und so sehr ich in diesem Moment dachte, diese Mammutsaufgabe nicht meistern zu können, fühlt es sich dann doch wieder so an, als sei ich bestens gewappnet für diese neue Rolle. Konnte es kaum fassen, dass dieses kleine Mädchen dort meins sein sollte. Dass ich dieses kleine Wesen, das so schutzbedürftig und abhängig von uns ist, so viele Monate in meinem Bauch trug und dann unter größten Anstrengungen auf die Welt brachte. Einfach so, als sei es das natürlichste der Welt. Was ja auch irgendwie stimmt und doch ist es das Verrückteste, was ich je erlebt habe.


Stefan, Aliya und Yasmin - das ist jetzt eine eigene Familie. Wir beschnuppern uns, lernen uns kennen, entdecken ganz neue Seiten an uns. Wenn ich sehe, wie Stefan die Kleine stundenlang wie hypnotisiert anstarrt, jede kleinste Bewegung beobachtet, verliebe ich mich jedes Mal aufs Neue in ihn - so kitschig das jetzt klingt. Zu sehen, wie der Mann, den man liebt, zum beschützenden Vater wird und dieses gemeinsam geschaffene Baby mindestens genauso stark ins Herz geschlossen hat, wie man selbst, ist schlichtweg unbeschreiblich. 

Und dann ist da noch Aliya selbst. So ein kleines, zartes Mädchen. So hilfsbedürftig, von uns abhängig und in unserer Verantwortung stehend. Meine Lieblingsbeschäftigung besteht darin, sie fasziniert anzusehen, jede kleinste Veränderung aufzusaugen. Da gibt es diese eine Schnute und sie wird ganz rot, wenn sie in die Hose macht. Dann nenne ich sie Ms. Knautschi oder Prinzessin Knautschgesicht. Und dann wäre da noch dieser lustige Blick, bei dem sie die Augen zusammenkneift und die Stirn in Falten zieht. Sie sieht dabei so herrlich skeptisch aus. Die Kleine stellt unsere Welt auf den Kopf und von einem Rhythmus können wir lange nicht sprechen. Und doch finden sich unsere Rollen auf ganz natürliche Weise. Als wäre es schon immer so gewesen, gehen unsere Handlungen ineinander über. Stefan verschafft mir Freiraum, um auch Yasmin zu sein, ebenso wie er ihn von mir bekommt und doch liegen wir am liebsten gemeinsam auf der Couch, schauen ei paar Folgen unserer Lieblingsserie, unsere Tochter zwischen uns gekuschelt lachen über die anstrengende Nacht und hoffen, dass der jeweils andere die explosive Windel abbekommt. Elternwerden ist komisch. Ein bisschen so, als hätte man zwei linke Hände. Eigentlich haben wir keine Ahnung, was wir da machen und es funktioniert dennoch. Nicht jeden Tag gleich gut und wir sind bei Weitem keine Meister, aber wir lernen und dieser Lernprozess ist unheimlich schön.



Eine Woche Mama. Wie es also war? Eine Ansammlung an kleinen Glücksmomenten, aber auch Tränen der Überforderung. Stehen gebliebene Zeit, ganz neue Handlungsabläufe, merkwürdig fremde Aufgaben, die dann doch irgendwie machbar sind, auch wenn wir uns manchmal über unsere Unbeholfenheit kugeln könnten vor Lachen. Aber vor allem: ganz viel Liebe. Eine Liebe, die sich wirklich kaum beschreiben lässt, die mich völlig von den Socken gehauen hat und mir ständig die Tränen in die Augen treibt. Ein Band, das mit jedem Kuss, mit jeder Berührung, mit jedem Schrei und jeder Grimasse enger wird zwischen uns. Und es fühlt sich wahnsinnig gut an!

So viel zu einem ersten kleinen Lebenszeichen aus der Baby Bubble. Falls euch irgendein Thema besonders interessiert, ihr Fragen habt oder Anregungen für spätere Postings dieser Art, lasst es mich gern wissen. Auch die Frage nach einem Geburtsbericht steht im Raum. Ich weiß, dass viele Frauen diese einzigartige Erfahrung teilen und auch ich selbst habe vor der Geburt massenweise Berichte verschlungen. Um ungefähr zu wissen, was mich erwartet. Wenn euch so etwas interessieren würde, schreibt es mir ruhig :)

 

You Might Also Like

19 Kommentare

  1. Wieder ein gelungener Post!
    Mich würde dein Geburtsbericht interessieren.
    Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie weiterhin alles Gute!

    AntwortenLöschen
  2. Das hast du so schön geschrieben! Vor allem die ersten Tage sind wirklich so besonders und krass... ein auf und ab aus allen möglichen Emotionen.

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Yasmin
    Wahrscheinlich dein schönster Beitrag bisher. Vielen Dank dafür.
    LG Jasi
    www.marmormaedchen.ch

    AntwortenLöschen
  4. So ein schönes Update! Eine zauberhafte kleine Familie.
    Mich würde wie oben schon genannt auch ein kleiner Geburtsbericht interessieren :)

    AntwortenLöschen
  5. Du hättest keine passenderen Worte finden können, genießt die Zeit mit eurem zauberhaften Wesen Aliya♥

    Liebe Grüße
    Luisa | http://sparklyinspiration.com

    AntwortenLöschen
  6. Ich liebe Deine Post - sie sind einfach so treffend geschrieben. Ich wünsche Eurer kleinen Familie Alles Liebe und Gute.
    Schöne Grüße Sandra

    AntwortenLöschen
  7. Mich würde interessieren, wie sich die Paarbeziehung durch so ein klitzekleines (oder auch riesengroßes) Wunder verändert.

    AntwortenLöschen
  8. ach das hört sich wirklich so schön an! :)

    AntwortenLöschen
  9. Das klingt total schön, ich freue mich für euch :). Genießt eine wundervolle Weihnachtszeit zusammen.

    AntwortenLöschen
  10. Das hört sich richtig schön an.
    Ich wünsche euch ein schönes erstes Weihnachtsfest als kleine Familie 😃

    AntwortenLöschen
  11. Ich freue mich sehr für euch, genießt weiterhin euer Glück und die gemeinsame Zeit :))

    AntwortenLöschen
  12. So schöne Worte, die du da gefunden hast!

    Liebe Grüße,
    Alisa von zeitvergessen.net

    AntwortenLöschen
  13. Wie schön! Es klingt, als geht ihr das sehr gut und entspannt an. Ich wünsch euch alles Gute und ganz viel Zeit zu Dritt. <3
    LG Silvia

    AntwortenLöschen
  14. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Yasmin,

    dein Post "Eine Woche Mama..." hat mich emotional total mitgerissen!
    Es war überweltigend zu lesen wie du bzw. ihr mit eure neue Familiensituation umgegangen seit! Ich als baldige Mama hab durch deine autentische Erzählung noch mehr Vorfreude auf unser kleine Maus und auf die neuen Herausforderungen bekommen!
    Ich wünsche euch nicht nur viele schöne gemeinsame Stunden als Familie sondern auch viel Kraft die tolle und sogleich ansträngende Herausfordetung zu meistern!

    Liebe Grüße

    Aisha

    AntwortenLöschen
  16. Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Eures kleinen Wunders!
    Ich wünsche Euch eine tolle Zeit und frohe Weihnachten
    Liebe Grüße
    Anke

    AntwortenLöschen
  17. Yasmin, das klingt alles sehr aufregend und wunderschön! Seit letztem Montag hab ich eine kleine Nichte und kann gut nachvollziehen, was du fühlst. Am Liebsten würd ich sie ununterbrochen anschauen, auf dem Arm halten und bei jedem Geräusch aufspringen, um ihr zu helfen. Diese kleinen Wesen sind auf uns angewiesen und du machst deine Aufgabe als Mama ganz sicher wunderbar! Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie alles Glück der Welt!

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich riesig über dein Feedback, Postwünsche oder sonstige Anmerkungen.Beleidigungen oder Anstößiges gegenüber meiner Person oder anderen Lesern sind allerdings unerwünscht und werden direkt gelöscht. Vielen lieben Dank ♥