Baby featured Gedanken

10 Dinge, die ich als New Mom gelernt habe

Hallo, ihr Lieben!

Nach den gemütlichen Festtagen melde ich mich heute aus dem Weihnachtsurlaub zurück und dachte mir, dass ich nach den etlichen Inlovewith Christmas Beiträgen einen aus der Kategorie #newmom veröffentliche, bevor ich die nächsten Tage den Blick auf das vergangene Jahr werfen werde und es nicht nur den traditionellen persönlichen Jahresrückblick geben wird, sondern auch ein paar meiner Fashion- Beauty- und Lifestyle Highlights 2016 vorstelle.

Um was es im heutigen Beitrag gehen soll? 10 Dinge, die ich als New Mom gelernt habe und ja, das auch schon nach kurzen 2,5 Wochen. Denn es gibt da so einige Dinge, die einem sofort auffallen und sich schlagartig ändern, aber lest selbst...

  1. Ich brauche mindestens einen Arm mehr, am besten gleich 8, so im Tentakel-Style. Egal, wie gut ich Dinge in meiner Reichweite positioniere, es fehlen doch immer einige Zentimeter zur Wasserflasche, während sich mein Rachen anfühlt wie die Sahara und das Ladegerät vom Handy erscheint mit schwerem Baby auf dem Arm auch Lichtjahre entfernt - da hilft nur Improvisieren und Verrenken.
  2. In Sachen Erziehung hat wirklich jeder das Bedürfnis seinen Senf dazuzugeben. Beste Vorgehensweise? Zuhören, nicken, abspeichern, hrausfiltern, was einem zusagt, ausprobieren und letztlich einfach aufs eigene Gefühl vertrauen und ja, auch insgeheim bei merkwürdigen Ratschlägen die Augen verdrehen.
  3. Intuition ist das Zauberwort und leitet mich schon. Klar, ich habe keine Ahnung, was ich da mache und ob das gut so ist. Aber schon nach wenigen Tagen habe ich gemerkt, dass ein Baby eben nicht nach Gebrauchsanweisung funktioniert und schon gar nicht, wie die Ratgeber es einem weiß machen wollen. Denn Überraschung, nicht jedes Baby schläft gern allein von Anfang an im Beistellbett oder liebt Schlafsäcke, wovon ich anfangs ganz selbstverständlich ausgegangen bin. Deswegen wird ab sofort auf die Intuition gehört, denn die ist für gewöhnlich ziemlich gut und verrät mir, ob ich richtig liege.
  4. Bin ich entspannt, ist Baby entspannt. Ok, das trifft natürlich nicht in allen Situationen zu und wenn Monsterbauchschmerzen kommen, kann ich noch so entspannt sein, mein Baby wird trotzdem das Gesicht verziehen. Aber prinzipiell funktioniert das Prinzip bei uns schon. Sobald ich mich stressen lasse und nervös werde, überträgt sich das auf die Kleine, weswegen ich einfach versuche, so relaxt wie möglich an alles heranzugehen und keinen Perfektionismus an den Tag zu legen.
  5. Man wird verdammt effizient. Die ersten Tage mit Baby sind ja doch von einem großen Kuschelbedürfnis geprägt. Kein Wunder, wenn man 10 Monate in einem warmen Bauch lag, möchte man ungern auf die kalte, einsame Matratze geschoben werden. Deswegen haben wir ziemlich viel Zeit zusammen verbracht und auch wenn Aliya schlief, lag ich meist daneben. Mittlerweile ist das etwas besser geworden, ich kann mich öfter mal loslösen und vermisse sie nicht direkt so stark und sie schläft immer besser auch mal alleine. In der Zeit werden dann Tagesaufgaben erledigt und ich wusste gar nicht, wie effizient man sein kann. Das, was ich früher in 4h erledigte, schaffe ich heute in 1,5. Wähle bewusster aus, was wirklich wichtig ist, lasse das Geschirr auch mal liegen, um Me-Time zu haben und mich um mein Wohlbefinden zu kümmern und versuche kleine Zeitfenster so effektiv wie möglich auszufüllen.
  6. Man trägt jetzt Verantwortung und hat das Gefühl, gebraucht zu werden und das ist ein verdammt schönes.
  7. Nichts, und wirklich gar nichts, ist süßer als Vater-Kind-Interaktion. Als die Kleine neulich Bauchweh hatte und sich nicht beruhigen ließ, kam ich ins Wohnzimmer und Stefan hatte sie kurzerhand bis auf die Windel ausgezogen, sich auf die nackte Brust gelegt und mit seiner Körperwärme und Decke gewärmt - sooooo süß #cheesy
  8. Vorher gemachte Prinzipien werden schnell über den Haufen geworfen. "Wir werden nicht in Babysprache zu reden!" Oh doch, werdet ihr. Vielleicht nicht miteinander, aber bei den süßen Fratzen rutscht dann doch der ein oder andere komische Gluckerlaut heraus. Trifft übrigens auch auf Stefan zu. Vor der Geburt war er der festen Überzeugung, dass er Windeln wechseln eklig finden wird, mittlerweile bittet er mich darum, nach der Arbeit die Kackwindel wechseln zu dürfen, weil er die Kleine doch tagsüber nicht gesehen hat. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich geguckt habe beim ersten Mal - das muss wahre Liebe sein :D
  9.  Man begeistert sich plötzlich für die merkwürdigsten (abartigsten) Dinge. Babys erster Popel zum Beispiel. Ja, ich weiß, das ist echt eklig und too much information. Und auch als sie einen Tag lang heftige Bauchschmerzen hatte, haben wir jeden kleinen Pups gefeiert, als hätten wir im Lotto gewonnen. Ich schätze, das fällt unter komisches Elternverhalten.
  10. Irgendwie hatte ich mir das alles komplizierter und anstrengender vorgestellt. Ja, unsere Kleine ist lieb und ja, auch ich hatte schon schlaflose Nächte und sah am nächsten Tag aus wie ein Zombie, war verzweifelt, habe geweint und wusste nicht weiter. Und doch hatte ich mich insgeheim auf Dauerschreien und komplett schlaflose Nächte eingestellt. Wenn sie jetzt aber mal einen schlechten Tag hat, ist das ok, denn wir haben ja auch nicht jeden Tag Sonnenscheinlaune. Mit dem Gedanken im Kopf, dass diese kleinen Wesen eben komplett abhängig von uns sind, wird einfach  alles wieder in Relation gerückt. 

Könnt ihr die Liste womöglich ergänzen oder seht etwas komplett anders?



 

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7 Kommentare

  1. Hallo Yasmin,
    schon lange lese ich hier mit und nun , als Mutter von drei Kindern (23,21,15) kann ich dir
    nur Knaller Recht geben. Ich möchte dich nur darin bestärken, weiter nach deinem Gefühl
    zu gehen, dein " Drumherum" wird immer alles besser wissen, was bei deren Kindern geklappt
    hat, muss es bei anderen nicht. Denn ihr drei seid eine Einheit! Verlasse dich weiterhin auf deine
    Gefühle, das ist das wichtigste, stelle die Ohren einfach auf Durchzug, wenn es zu viel wird.
    Erfahrungsgemäß macht nichts verkehrt, sondern anders und das ist wichtig.
    Ich wünsche euch alles gute und viel Freude , aber auch Geduld miteinander.
    Herzliche Grüße
    Manuela

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  2. Hi Yasmin,
    weder noch, aber ich lese trotzdem gerne auch solche Beiträge und fiebere innerlich mit. Ich freue mich schon, wenn für mich endlich der karrieremäßig richtige Zeitpunkt gekommen ist, um das Nachwuchsthema anzugehen, und verschlinge seit einigen Monaten alles hierzu. Vielleicht ist das ja doch hormonmäßig irgendwo angelegt so ab Mitte, Ende 20... :D
    Nachdem ich im Bekannten- und Familienkreis auch schon einige Neu-Mamas miterleben durfte, kann ich sagen, dass das, was du schreibst, sehr ausgeglichen wirkt - wirklich schön zu lesen. Euer neues Glück zu dritt freut mich sehr! Habt einen gemütlichen Jahreswechsel!
    Liebe Grüße
    Mona

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  3. So ein witziger und gleichzeitig interessanter Artikel! Gerne mehr davon :)
    Ganz liebe Grüße
    Anna

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  4. Ein schöner Post.
    Ich möchte euch noch einmal ganz herzlich gratulieren.
    LG Jasi
    www.marmormaedchen.ch

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  5. Punkt 1 kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich sah es letztens bei einer Freundin, die gerade ihr Kind stillte. Da kam mir die Erinnerung, dass die Wasserflasche IMMER außer Reichweite stand. Mal schauen, ob ich es bei Baby Nr. 2 dann bald besser mache, bzw. vorsorge. :D

    Was ich damals verrückt fande war, dass ich mir ab Tag 1 nicht mehr vorstellen konnte, wie es vorher ohne Kind war. :D

    Liebe Grüße,
    Bell

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  6. Hach du schreibst das so süß und auch ganz wunderhaft bodenständig! Ich wünsche Euch noch weiterhin eine fabelnhafte Zeit mit ganz vielen tollen neuen Momenten!

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  7. Super interessant, was sich so ändert, wenn ein Baby in das Leben einer Frau tritt :) Ganz toll. Ich wünsche euch alles alles Gute für die Zukunft. Liebe Grüße aus Schenna bei Meran und frohes neues Jahr

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