Baby featured Gedanken

31 Wochen schwanger

Wow, nun bin ich also in der 32. Woche und habe nur noch gut 8 Wochen vor mir bis ich unsere Kleine in den Armen halten kann. Diese Floskel mit der rasenden Zeit kennen wir ja alle, aber wenn ich mich in einem ruhigen Moment hinsetze und diese Art der Postings verfasse, kommt es mir manchmal vor, als hätte ich in einer Zeitkapsel gesteckt. So viel zu erledigen, das Leben dreht sich weiter, Termine und Hobbys gehen ihren Gang und nebenbei kommt immer mal wieder etwas Neues in der Schwangerschaft hinzu. Da ihr die Updates so gerne habt - was mich übrigens wirklich sehr sehr freut, weil ich damit nicht gerechnet hatte - und zur Zeit so viel passiert, splitte ich das dritte Trimester auf und gebe euch heute einen weiteren tagebuchartigen Einblick in die letzten Wochen, bevor es ganz zum Schluss noch einmal ein Update geben wird. Ich sag nur so viel: in einigen Wochen kann sich ganz schön viel ändern, auch die Wahrnehmung einer Schwangerschaft oder anders gesagt: Yasmin wird zum Pottwal...

Woche 25 - Endlich Urlaub!

Ok, der letzte Kurztrip ist eigentlich erst 1,5 Wochen her, aber auf die Woche Kroatien mit Stefan hatte ich mich riesig gefreut. Eigentlich wollten wir Kosten sparen und dieses Jahr nicht mehr wegfliegen, aber es ist nunmal unser letzter Sommer zu Zweit und den wollten wir dann doch im Warmen verbringen. Heißt: Babymoon in Dubrovnik.

Also ich wusste ja, dass Dubrovnik steil ist, aber dass die Stadt quasi nur aus Treppen besteht, war mir nicht ganz so klar. Blöd auch, dass der Bauch ausgerechnet bei 36 Grad seinen ersten riesigen Wachstumsschub machen muss. So schiebe ich mich also von Treppenstufe zu Stufe und bin letztlich doch recht stolz über meine Form. Denn der Herr schnaubt auch bloß ganz schön beim 3 Stunden Walk auf der Stadtmauer.

Noch so eine Entwicklung der Schwangerschaft, die mir mittlerweile mächtig auf den Zeiger geht, sind die ständigen Toilettenbesuche, weil Baby auf die Blase drückt. Statt Sights in unserer App einzutragen, haben wir einen Toilettenguide für Dubrovnik gepinnt. Einmal stündlich muss ich irgendwo einkehren und auch in der Nacht sind 5x keine Seltenheit - NERVIG!

Woche 26 - Pregnancy Brain, das gibt es wirklich

Meine Freundin wies mich bereits in ihrer Schwangerschaft auf das sogenannte Pregnancy Brain hin. Irgendwas muss da mit den Hormonen mächtig schief laufen, denn plötzlich leidet man unter Demenz, steht auf dem Schlauch und stellt sich mächtig blöd an. Ich hielt das ja immer für Humbug, bis ich mich selbst immer öfter in solchen Situationen wiederfinde.  Mir passieren ständig schludrige Fehler, ich vertippe, verschreibe mich, stehe auf dem Schlauch, brauche länger als gewöhnlich, um komplexere Prozesse zu durchdringen und das frustet mich wirklich, bin ich sonst nämlich eher einer der Schnelldenker. Einzige Lösung? Alles, wirklich alles notieren.

Woche 27 - Kauf-Stopp! 

Babys Garderobe ist eigentlich fertig. Blöd nur, dass Babykleidung erstens so winzig und zweitens so günstig ist, so dass die kleinen hier und da Käufe einzeln gar nicht auffallen, in der Masse dann aber doch erschreckend groß sind. Uppsi....war aber auch irgendwie nicht anders zu erwarten oder? Wenn die werdende Modemama schon nicht mehr für sich einkauft, dann eben für den Knirps.


Woche 28 - ein weiterer Schub, komischer Bauchnabel und IKEA

Nachdem jetzt einige Wochen Ruhe war, merke ich deutlich dass der Bauch wieder wächst. Mein Bauchnabel sieht mittlerweile auch echt lustig aus und ploppt halb hervor. Hinzu kommt, dass die Haut mächtig spannt, weswegen eine Extraportion Pflege entscheidend ist.

IKEA! Stefan und ich wollen endlich die Babyecke in Angriff nehmen und haben uns nun doch gegen die schweineteuren Wickelkommoden und für ein eigenes System aus Hemnes Kommode und Wickelaufsatz entschieden. Ach ja und streichen wollten wir auch...

Blöd nur, wenn Yasmin eine Farbe auswählt, die an der Wand dann plötzlich ganz anders aussieht. Da musste der Herr im Haus eben nochmal ran mit neuer Farbe. Ich habe ihm ja angeboten mitzustreichen, aber nein, ich könnte ja von der Leiter fallen... da soll nochmal wer sagen, dass ich übertreibe und die Ängstliche bin...

Woche 29 - sie hat einen Luftballon verschluckt

Puh, die Abende sind mittlerweile wirklich nicht mehr meine Freunde. Dieses verdammte Völlegefühl gepaart mit Sodbrennen will einfach nicht aufhören. Ein Toastbrot und ich fühle mich, als hätte ich einen Gänsebraten ganz allein gegessen. So liege ich mit dem Gefühl, einen Luftballon verschluckt zu haben, im Bett und kann nicht einschlafen. Das frustet auf Dauer ganz schön, vor allem wenn man eigentlich gerade abends sehr sehr gern gekocht hat. Die Zeiten scheinen aber leider vorbei zu sein...

Noch eine Sache, die wir endlich von unserer To Do Liste streichen können? Ämterwege! Die Bürokratie in Deutschland kann zuweilen echt zermürbend sein, so wichtige Dinge wie die Vaterschaftsanerkennung oder das gemeinsame Sorgerecht wollten wir dann aber doch ordentlich im Vorfeld regeln. So trat ich also meine alleinigen Rechte an der kleinen Maus ab, kann nun nicht mehr frei Schnauze den Namen allein bestimmen, sondern stets im Team mit Stefan. Und das fühlt sich verdammt gut an. Außerdem war es super süß zu sehen, wie stolz der offizielle Papa die Urkunde unterschrieb. Da sind wir jetzt also eine richtige echte Familie und das, obwohl die Maus noch nichtmal da ist.

Woche 30 und plötzlich fühle ich mich doch ganz schön schwanger.

Es ist Montagmittag. Im Kühlschrank herrscht noch Ebbe und da ich ohnehin in der Stadt unterwegs bin, gönne ich mir ein Subway-Lunch. So sitze ich am Fenster, beobachte die Menschenmassen und schweife mit den Gedanken ab. Kopfkino an und plötzlich spüre ich, wie Tränen in mir aufsteigen. Vor Schreck über diesen ungewohnt emotionalen Ausbruch verschlucke ich mich gleich mal an meinem Eistee. Ich bin nicht gerade nah am Wasser gebaut, woran auch die Schwangerschaftshormone bisher nichts geändert haben, obwohl man so oft davon liest. Umso überraschter war ich über diesen kleinen Ausbruch, der von einer Tagträumerei herorgerufen wurde. Da saß ich also und musste unweigerlich an Weihnachten denken. Wir wir zum ersten Mal der Familie außerhalb unserer Wohnung unsere kleine Maus zeigen könnten und bei dem Gedanken bekam ich schlichtweg einen Kloß im Hals, vor lauter Vorfreude und Glückseligkeit. Und plötzlich fühle ich mich doch ganz schön schwanger...

Noch eine Entdeckung, die ich diese Woche machen durfte? Ein kleiner, aber feiner Streifen. Da, ich habe es niedergeschrieben und es ist nicht mehr zu leugnen. Als ich mich neulich morgens meiner Cremeroutine widmete, fiel mir auf einmal ein dunklerer rötlicher Schatten an meiner Brust auf, der sich nach genauerer Betrachtung als Schwangerschaftsstreifen herausstellen sollte. Witzigerweise aber eben an der Brust statt am Bauch, was mich aber bei dem Wachstum ehrlich gesagt nicht wundert. Ich sagte ja immer: dieses Baby wächst in die Brust und nicht in den Bauch :D Ob ich direkt panisch geworden bin? Ehrlich gesagt, nein! Das passiert eben, wenn sich der Körper verändert und da der Streifen a) miniklein und b) sowieso unter der Brust liegt, so dass ich ihn ohne "Anheben" (oh Gott, das klingt jetzt echt bissl crazy) eh nicht bemerken würde, mache ich mir nicht allzu viele Gedanken. Mal gucken, ob ich zum Ende hin doch noch meine Tigerstreifen abbekomme oder es bei diesen kleinen Anzeichen bleibt. So oder so: ich werde damit leben können, denn ich weiß ja, wofür ich sie bekommen habe.

Woche 31 - was sind das für merkwürdige nasse Flecken?

An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich dank Regina zum Glück nicht völlig unvorbereitet war. Ich kann mich nämlich noch sehr gut an ihren Tweet während ihrer Schwangerschaft erinnern, als sie voller Schrecken festgestellt hat, dass da plötzlich Milch aus ihrer Brust kommt und das schon deutlich vor der Geburt. Deswegen rechnete ich schon fest damit, irgendwann auch die Bekanntschaft mit der sogenannten Vormilch zu machen - ein paar Tröpfchen pro Tag, die eben schon einmal austreten. Als das dann diese Woche wirklich passiert ist, war ich doch erstaunt über die Farbgebung (ok, sorry, zu viele Infos!) Erstaunt berichtete ich also Stefan von meiner Entdeckung. Sein kaltschnäuziger Kommentar dazu? "Natürlich, ist doch wie bei Schafen, da sieht das auch so aus!" Na schönen Dank auch für den Vergleich...

Übrigens muss ich noch auf den Pottwal zu sprechen kommen. Es ist mir ja ein Rätsel, wie man innerhalb weniger Wochen vom jugendlichen Hüpfer zu eben jenem Wal oder alternativ auch Seekuh mutieren kann. Tagsüber muss ich mich oft bremsen, eile ich immer noch im gleichen Scharfschritt durch die Gegend und auch beim Sport bin ich nach wie vor sehr gelenkig. Abends kann man mich dafür völlig vergessen. Da ziept der Rücken, ich finde keinen Schlaf, ändere 100x die Sitzposition und gehe damit nicht nur meinem Umfeld, sondern vor allem auch mir selbst mächtig auf den Zeiger. Aber auch diese Zeiten gehen vorbei, nachdem sie vermutlich erst einmal noch viieel schlimmer werden. Na ich freu mich drauf...

An all meine Mitschwangeren bzw. Mamas: wie geht/erging es euch in dieser Phase der Schwangerschaft? Habt ihr noch ein paar Tipps gegen das ein oder andere Wehwehchen?



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2 Kommentare

  1. ein sehr schönes update, habe es sehr gerne gelesen!:) es ist schon verblüffend, wie schnell sich ein Körper während einer Schwangerschaft verändert. Ich wünsche dir weiterhin alles alles gute für deine Schwangerschaft und eure kleine Familie <3
    liebst kati

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  2. Vielen Dank für das tolle Update. Schwanger zu sein ist einfach ein tolles Gefühl. Mit der Vormilch habe ich nie Kontakt gehabt, das kam alles erst nach der Geburt.
    Abends hat mir immer ein Fußbad mit Meersalz geholfen, dann in dicke Socken und die Füße hoch. Einfach himmlisch in den letzten Wochen.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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