Baby featured Gedanken

#mommytobe - Ich habe Angst, zu versagen

In dem Moment, in dem ich das Wörtchen "schwanger" auf diesem kleinen digitalen Test las - so ganz allein in der morgendlichen Stille - sollte sich meine Welt vollkommen auf den Kopf stellen. Versteht mich nicht falsch, wir haben uns diese Entscheidung sehr ausführlich überlegt und nicht Hals über Kopf getroffen und so sehr die Vorfreude überwiegt, schleichen sich ab und an auch ein paar angsteinflößende Gedanken in mein Hirn. 

Es ist faszinierend, wie man sofort in den Muttermodus umschaltet - jetzt nicht im Sinne einer Helikopter-Mum, aber man macht sich Gedanken über so viele zukünftige Dinge. Sei es bei der Entscheidung, was ich tagsüber esse, denn ich trage ja jetzt schon die Verantwortung für dieses kleine Wesen oder aber auch diese irrationalen Ängste am Anfang, das kleine Menschlein zu verlieren, der Auseinandersetzung mit dem Thema Fehlgeburten, dem Bangen bis zum nächsten Termin, um zu erfahren, dass alles in Ordnung ist. Eine Schwangerschaft verändert einen, das habe ich die letzten 20 Wochen bereits am eigenen Leib erfahren. Nicht nur körperlich, sondern vor allem geistig. Man setzt sich mit dem Gedanken auseinander, eine komplett neue Rolle zu übernehmen und die meisten meiner Fragen und Sorgen drehten sich ehrlich gesagt rund um das Scheitern. Grundsätzlich würde ich mich als sehr lockeren und entspannten Menschen einschätzen und doch gibt es diese Situationen, in denen mich urplötzlich Angst überkommt.

 photo credit: Pinterest // Mandi Nelson

Ich habe Angst davor, unserem kleinen Wesen, das ich jetzt schon abgöttisch liebe, nicht gerecht zu werden. Habe Angst davor, etwas falsch zu machen - eine schlechte Mutter zu sein. Kann mir beim Anblick der winzigen Klamotten gar nicht vorstellen, wie man ein Neugeborenes hält, ohne dass es zerbricht. Gleichzeitig sprudele ich über vor Freude, weil ich so gespannt bin auf dieses Abenteuer und meine ganz eigenen Erfahrungen machen möchte. Schon jetzt prasseln von allen Richtungen Ratschläge ein. Du musst stillen, mach ja keinen Kaiserschnitt, aber nicht, dass du so eine Hausgeburt in Erwägung ziehst, hab dich nicht so mit den Schmerzen, dein Bauch ist aber klein, isst du genug, bei mir war das damals aber ganz anders, und die Liste geht endlos weiter. Statt mich zu beruhigen, stacheln diese Sätze erst recht die Unsicherheiten an. Denn eigentlich habe ich ganz entspannt meine Vorstellungen zurechtgelegt, hört man nun aber teilweise so unterschiedliche Meinungen zu einem Thema von gestandenen Müttern, schüchtert das ein. Dann bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich selbst überhaupt einschätzen kann, welcher der richtige Weg für UNS ist.

Dabei bin ich immer davon ausgegangen, dass man lediglich auf sein Bauchgefühl und seine Intuition hören muss, die einem ganz natürlich sagt, was richtig und falsch für sein individuelles Baby ist. Sollte das Muttersein nicht eigentlich das Natürlichste der Welt sein? Etwas, das ganz intuitiv trotz anfänglicher und wiederholter Fehler funktioniert? Einfach so, weil man aus dem Bauch heraus spürt, was dem eigenen Kind gut tut?

Als ich neulich den Warteraum meiner Hebamme betrat, kam eine Gruppe von 10 Frauen aus dem Rückbildungskurs hinein. Mit einem Schlag veränderte sich die Atmosphäre im Raum, in dem ich zuvor allein und etwas nervös saß. Überall waren auf einmal 3 Monate alte Babys. Fröhlich lächelnd, seelig schlafend, heulend, vor Wut purpurrot. Die Mamas - komplett unterschiedlichen Alters - beobachtete ich dabei fasziniert, denn sie gingen mit einem selbstbewussten Selbstverständnis mit ihren Babys um. Kleine Routinen, die ich noch nicht kannte. Brust (oder alternativ die Flasche) raus, Baby ran und auf einmal war es still im Raum. Sie wussten, wie man die kleinen Beine in die Leggins bekommt, ohne sie zu quetschen, sie wussten, wie man eine Windel anlegt, sie wussten, dass alles, was Baby braucht, Liebe und vielleicht ein bisschen Milch ist. Diese Selbstverständlichkeit, dieses fundamental Natürliche des Lebens, dieses Verständnis des Mutterseins, für das Kind da zu sein und genau zu wissen, was es braucht, überwältigte mich in dem Moment so sehr, dass ich am liebsten angefangen hätte zu weinen. Denn was ich vor allem sah, waren Powerfrauen, die alle ganz unterschiedlich vorgingen, es einfach drauf hatten und mich mittendrin. Ahnungslos, naiv, unwissend - überhaupt fähig genug, auch so zu handeln? Plötzlich bekam ich Angst, ob ich all das auch schaffen könnte, man mich später mit einer genauso großen Faszination beobachten können und das gleiche über mich voller Bewunderung denken würde. In dem Moment erinnerte ich mich daran, was Stefan in solchen Momenten der Angst und Unsicherheit immer zu mir sagt: Yasmin, das haben schon ganz andere unter viel härteren Bedingungen geschafft. Dann schaffen wir das auch locker. Du musst nur auf dein Herz und deinen Bauch hören, dann wirst du das alles schon schaukeln. Und klar werden wir Fehler machen, aber denkst du wirklich, dass diese Frauen nicht auch welche machen mussten?

Damit geht es mir in solchen Momenten deutlich besser. Und doch erwische ich mich immer wieder bei diesen emotionalen Achterbahnfahrten zwischen purer Euphorie unbändiger Liebe und irrationalen Ängsten, etwas falsch zu machen, alles zu zerdenken, bevor ich überhaupt in der Situation stecke, schon jetzt falsche Entscheidungen für dieses kleine Menschlein zu treffen, für das ich ein Leben lang Verantwortung tragen werde. 

Vielleicht sind es die Hormone. Ganz sicher sind das aber die Ängste, die zum Muttersein dazugehören und uns trotz des Wissens, dass wir das schaffen werden, klammheimlich aufsuchen. Ich habe mir nämlich sagen lassen, dass diese zwar irgendwann abschwächen, aber nie wieder aufhören werden und kann mittlerweile so manch eine Entscheidung meiner Mama viel besser nachvollziehen. Denn letztlich entstehen diese Unsicherheiten aus unbändiger Liebe und dem innigsten Wunsch, das allerbeste für sein Kind zu wollen.

Habt ihr denn ähnliche Gedanken und Ängste in eurer Schwangerschaft erlebt und was hat euch geholfen, Sicherheit und Selbstbewusstsein aufzubauen?



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17 Kommentare

  1. Hallo Yasmin
    Ein sehr ehrlicher und berührender Text. Ich kann dir aus meiner Arbeit auf dem Wochenbett versichern, dass es allen werdenden Mamis so geht. Und auch wenn der kleine Wurm dann da ist, besteht erstmal viel Unsicherheit und viele Mamis sagen mir dann - meistens unter Tränen - dass sie Angst haben, etwas falsch zu machen.

    Ich sage dann immer dasselbe: "Das werden Sie irgendwann. Und weil Sie das Kind so sehr lieben, wird das nicht weiter schlimm sein."

    Es gehört dazu. Fehler, Unsicherheit und Angst.

    Es ist aber nicht alles.

    Tipps und Ratschläge habe ich übrigens - trotz viel Erfahrung - keine für dich. Ich weiss nur, was ich mir für mich wünschen werde. Und so sollte es sein. Denn du hast recht: auf den eigenen Bauch hören. Instinkte sprechen lassen. Das reicht völlig.
    LG Jasi
    www.marmormaedchen.blogspot.com

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    1. Liebe Jasmin,
      vielen Dank für deinen aufmunternden Kommentar. Ich finde deine Erfahrungswerte aus dem Wochenbett immer äußerst spannend und schätze es sehr, dass du diese als Input hier mit mir und den Lesern teilst.
      Und auch, wenn mir das im Vorfeld eigentlich schon bewusst war, dass es vermutlich allen werdenden Müttern und Müttern irgendwann mal so ging, ist es beruhigend, deine Erfahrungen zu hören :)
      Alles Liebe

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  2. Ein wunderbarer Beitrag - ich glaube Du wirst eine sehr gute Mutter. Und Fehler gehören zu jeder Entwicklung und Veränderung dazu. Gerade das macht uns menschlich.

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    1. Vielen Dank :) Genau so betrachte ich das auch. Wäre ja auch langweilig, wenn wir alle die gleiche Strategie hätte, oder nicht? ;)

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  3. Liebe Yasmin,

    ich kann deine Gefühle so gut nachempfinden. Bei mir ist es noch gar nicht lange her, dass ich zum ersten Mal schwanger war und trotz aller Freude manchmal Angst vor diesem neuen Lebensabschnitt hatte. Und das ist auch ganz normal :-) Als mein kleiner Floh dann da war, war ich in der Anfangszeit oft komplett überfordert... in vielerlei Hinsicht! Die einfachsten Dinge, wie das Kind einfach aus dem Beistellbettchen im Krankenhaus zu nehmen, ohne es irgendwie falsch anzufassen, waren riesige Hürden für mich. Das war mir dann oft ganz peinlich, weil ich dachte: Hey, ich bin seine Mutter, ich werde doch wohl wissen, wie man das alles macht. Und irgendwo ist das auch so, aber vieles muss man einfach Stück für Stück zusammen mit seinem kleinen Wurm lernen. Und das ist auch vollkommen okay :-)

    Du wirst sehen: Wenn dein Baby ein paar Wochen oder Monate alt ist, wirst du auch eine von diesen souveränen Super-Mamis sein, die du gesehen hast. Ich hab's auch geschafft und bin ganz stolz, wie ich das inzwischen alles mache!!!

    Sich um ein Kind zu kümmern ist tatsächlich komplett intuitiv und meiner Meinung nach gibt es keine Mutter, die das "nicht kann". Nur braucht man ein kleines bisschen Geduld, bis man etwas selbstbewusster wird und all die neuen Dinge beherrscht.

    Du wirst eine ganz tolle, sensible Mami - da bin ich mir ganz sicher. Wenn ich dir nur einen einzigen Ratschlag geben darf: Lass dich niemals von anderen verrückt machen. Mach alles so, wie du es dir vorstellst. Hör auf dein Bauchgefühlt. Dann wird nichts schief laufen :-)

    Liebste Grüße,
    Julia

    http://stilblume.blogspot.de

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    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, Julia :) Auch wenn ich intutiv wusste, dass meine Gedanken wohl ganz normal sind und ab und an dazugehören, muntert sowas auf. Man fühlt sich ja doch komisch und fragt sich, ob man als einzige solche Gedanken hat. Zu lesen, dass es aber anscheinend normal ist und man einfach in die Rolle reinwachsen muss, tut gut :)

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  4. Ich kann mir gut vorstellen, dass du bzw. deine Gefühle gerade Achterbahn fahren. Unsere Jessy hat jetzt 3 Wochen ihr Baby und wenn ich sie so beobachte, dann funktioniert es bei ihr automatisch super. Hör einfach auf dein Bauchgefühl. Und wie bei Jessy auch wird dir sicher eine Hebamme zur Seite stehen und du kannst sicher auf die Erfahrung deiner Mama zurück greifen. Mach dir keine Sorgen :) Du wirst sicher eine ganz tolle Mama.

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  5. Ja, ich habe auch immer wieder Angst gehabt. Als ich in der 38. Woche war, sie offiziell kommen durfte, da war es am schlimmsten. Es war plötzlich so real...

    Aber ich kann bestätigen: es wird alles, ganz automatisch. Ganz intuitiv. Wichtig fand ich, dass ich mr die Zeit dazu gegeben habe und mich nicht unter Druck setzte. Man darf in Ruhe in die Rolle reinwachsen. Man darf Fehler machen (nur so lernt man sein Baby kennen ;) )
    Und was uns beiden noch wichtig ist: unsere Intuition. Wir brauchen kaum mehr Ratschläge. Wir brauchen keine Ratgeber. Und wir hören auch nicht darauf. Denn zuviel Input vernebelt die Intuition. Und ich kann sagen, dass wir dadurch einiges wirlich intuitiv richtig machen. Jedes Baby ist anders. Jeder Umstand ist anders. Das Gefühl sagt mir wirklich IMMER wenn sich was richtig oder komisch anfühlt...

    Wir hatten zum Glück aber auch Hebammen an unserer Seite die eben die Intuition fördern und unser Selbstbewusstein gefördert haben, schon zu wissen, was richtig ist

    Ich wünsch dir eine schöne weitere Schwangerschaft. So ehrlich wie du zu dir bist, wirst du das super hinbekommen

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    1. Danke für deine Erfahrungen, Shelly.
      Ich finde die Sache mit der Intuition so faszinierend. Ganz oft sagt man ja so lapidar, dass man etwas intuitiv macht und ich bin generell ein sehr intuitiver Mensch. Aber anscheinend leitet sie uns wirklich und wir können auf diesen Urtrieb irgendwie vertrauen. Komisch, wie ich selbst jetzt, wo ich das Baby noch in mir trage, genau weiß, dass alles gut ist oder so eine verrückte Ahnung habe, genau zu wissen, welches Geschlecht da in mir wohnt. Äußerst spannend auf jeden Fall, wie stark diese Kraft zu sein scheint.

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  6. Liebe Yassi,
    zuerst einmal möchte ich dir sagen wie unglaublich toll ich deinen Blogpost finde. Es ist sehr mutig und stark von dir deine Gedanken und Gefühle mit uns zu teilen und das finde ich ganz ganz toll. Diese Gefühle hat wohl fast jede werdende Mama. Ich habe während der Schwangerschaft teilweise total Angst bekommen, ob ich wirklich alles richtig machen werde. Vor allem hatte ich aber viele Unsicherheiten weil ich meinen Sohn im Ausland auf die Welt gebracht habe und natürlich gar nicht wusste wie das alles wird so ohne Familie in der Nähe.
    Ich weiß leider keinen Geheimtipp wie man diese Unsicherheit komplett überwindet, denn auch wenn die Babies größer werden fragt man sich immer wieder ob man alles richtig macht. Ich habe mir nur irgendwann für mich selbst vorgenommen, dass ich keine perfekte Mutter sein möchte die immer alles richtig macht, sondern ich möchte echt sein. Zum Leben gehört es dazu, dass man Fehler macht, dazu steht und daraus lernt und das möchte ich auch meinen Kindern vermitteln. Das Wichtigste ist doch, dass man sein Kind liebt und ihm Geborgenheit schenkt gerade am Anfang. Und das wirst du auf jeden Fall schaffen! Alles andere kommt wirklich von selbst. Ich habe zum Beispiel erst verschiedene Haltungen probieren müssen bis ich die richtige zum Tragen für Noah gefunden habe. Und auch das Stillen klappt bei den meisten Frauen nicht sofort sondern braucht für Baby und Mama Übung. Deshalb hab keine Angst, sobald euer Baby da ist wirst du automatisch merken was für euch richtig ist.
    Übrigens kenne ich die gut gemeinten Ratschläge von Familie und Freunden nur zu gut! Das kann manchmal ganz schön anstrengend sein und wird leider nicht besser. Aber so haben wir auch gelernt für das Einzustehen was wir für richtig halten und mittlerweile wird uns nicht mehr ganz so viel hereingeredet ;) Deshalb lass dich davon nicht beirren und geh nach deiner Intuition. Schließlich bist du die Mama und die anderen hatten ja ihre Chance bei ihren eigenen Kindern ;)
    Jetzt wünsche ich dir, dass dein Vertrauen in deine eigenen Mamafähigkeiten von Tag zu Tag wächst und weiterhin alles so gut verläuft :-*
    Alles Liebe,
    Miriam

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    1. Lieben Dank, Miriam.
      Der Anspruch an Perfektion ist ja meist schon der größte Feind. Dann kann es nur schief gehen. Vielleicht sollte man wirklich von Anfang an diesen Druck nehmen, die Erwartungen an sich selbst nicht so hoch schrauben und nicht gleich eine Supermami sein wollen. So wie du es beschreibst, klingt es sehr realistisch und gut umsetzbar.

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  7. Solche Gedanken kenne ich auch und sie tauchen wahrscheinlich bei jeder neuen Mutter auf. Am meisten haben mich damals die klugen Ratschläge von außen genervt. Vor allem aus der Familie. Egal ob es darum ging, das Baby ruhig mal schreien zu lassen und auf keinen Fall ins Elternbett zu holen...da hab ich dann gar nicht mehr hingehört. Wir haben alles aus dem Bauch heraus gemacht und sind damit sehr gut gefahren. Erst dadurch stellt sich dann die Gelassenheit ein. Denn man muss sich als Mutter vor niemandem rechtfertigen.
    LG Bianca Lange

    http://ladyandmum.blogspot.de

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    1. Liebe Bianca,
      ich glaube auch, dass dieser Punkt mit den Ratschlägen echt fies werden kann. Sie sind ja gut gemeint und ich höre sie mir super gern erstmal an, da ich ja gar keine Erfahrungswerte habe, aber man hat ja trotzdem so seine Vorstellung, was für einen selbst das Richtige ist. Da aber standhaft zu bleiben aus der Position des "Nichterfahrenen" ist anfangs sicherlich erstmal schwer. Aber das wird schon klappen. Außerdem gibt es ja immernoch die Möglichkeit, verschiedene Wege auszuprobieren und dann daraus zu wählen, was für einen selbst funktioniert.

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  8. Liebe Yasmin

    Ich verfolge deinen Blog schon eine ganze Weile und freue mich immer wieder über deine schönen Bilder. Ich möchte dir zu deiner Schwangerschaft ganz herzlich gratulieren. Ich bin selber vor kurzem das erste Mal Mami geworden und hatte die selben Sorgen und Ängste. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen das diese Selbstverständlichkeit mit dem Baby umzugehen einfach ein wenig Zeit braucht. Das Baby muss dich ja auch erst einmal kennenlernen. Dieses Gegenseitige Beschnuppern ist aber das schönste was ich bis jetzt erlebt habe.
    Lass dir und deinem kleinen Schatz einfach Zeit und tu was du für richtig hälst. Am Anfang kann es auch hilfreich sein sich ein wenig abzuschotten, Hilfe für Haushalt und Kochen in Anspruch zu nehmen und mit sich selber nicht zu streng zu sein. Du wirst sicher eine phantasie- und liebevolle Mutter.
    Ich wünsche Dir und Stefan viel Vorfreude, eine gute Geburt und alles Gute für den Start als Familie.

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  9. Liebe Yasmin,

    danke für diesen ehrlichen und authentischen Post. Meiner Meinung nach werden nicht diejenigen die schlechten Mütter, die sich Gedanken machen und sich sorgen um das Wohlergehen ihrer Kinder, sondern die, denen es egal ist. Dass du so viel darüber nachdenkst zeigt doch, du bist auf dem besten Weg :-)
    Und es sei dir versichert: Auch diese Power-Mums haben Momente der Unsicherheit oder Kraftlosigleit ;-)
    Ich bin mir sicher, du wirst eine tolle Mama!

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  10. Liebe Yasmin,
    die Angst, etwas falsch zu machen – bei dem großen Abenteuer „Elternsein“ – ist vollkommen natürlich und ein Zeichen dafür, dass Du das Beste für euer Kleines willst. Und das Beste, was ihr geben könnt, werdet ihr geben. Für den kleinen Menschen ist das Allerwichtigste, zu spüren und zu wissen, dass er geliebt wird. Auch wenn Mama oder Papa mal etwas „falsch“ machen (wer definiert eigentlich, was falsch ist?), ist am Ende doch die Liebe das Entscheidende.
    Wir haben zwei Kinder, und gerade bei unserer Erstgeborenen habe ich mir - wie Du - während der Schwangerschaft viele Gedanken gemacht (manchmal viel zu viele). Familie und Bekannte gaben gut gemeinte Ratschläge. Im Warteraum der Arztpraxis lagen viele Ratgeberzeitschriften herum, die man kostenlos mitnehmen konnte. Nachdem unsere Tochter da war, habe ich teilweise versucht, diese Ratschläge umzusetzen. Obwohl ich auch lieber komplett auf mein Bauchgefühl hören wollte, dachte ich verunsichert, dass ja nicht alles falsch sein kann, was ich gehört und gelesen habe. Hätte ich das `mal bleiben lassen. So habe ich unsere Kleine in den ersten Wochen zum Einschlafen in meinem Bett gestillt und dann zum Schlafen in den Stubenwagen direkt danebengelegt - obwohl mir dabei fast das Herz brach. Ich lag weinend in meinem Bett, sehnte mich danach, die Kleine neben mir schlafen zu lassen, traute mich aber nicht wegen der Ratgeber-Ansagen: „Die Babys sollen in der Nähe der Eltern schlafen, aber im EIGENEN Bett.“ Mein Bauch und mein Herz sagten etwas anderes. Dann las ich das Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit“ von Jean Liedloff und es öffnete mir die Augen, stärkte mich darin, auf meinen Instinkt zu hören. Und das tat ich ab dann – und es fühlte sich wunderbar, richtig an!
    Bei unserem zweiten Kind gingen wir viel entspannter an die Sache heran, lernten und lernen aber dennoch stets Neues hinzu. Denn – klar! – jedes Kind ist anders.
    Was ich damit sagen will: Genau, wie Du es Dir bereits vorgenommen hast, höre auf Deine Intuition. Die trügt Dich nicht und „weiß“, was für euch das Richtige ist. Denn den EINEN Weg gibt es natürlich nicht. Alle frisch gebackenen Eltern müssen ihn erst einmal gemeinsam mit ihrem Kind für sich finden und dabei das tun, was sich gut für sie anfühlt. Und dabei lernt man miteinander jeden Tag etwas dazu. Die Unsicherheit der ersten Zeit, die alle neuen Eltern erleben ;), verliert sich schon bald und ihr werdet ganz selbstverständlich miteinander umgehen und euer Tagwerk bestreiten :) :).
    Nur Mut! Hört weiterhin auf euren Bauch!
    Liebe Grüße von Astrid

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