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Weißt du, wer DU bist?

"Weißt du, ich glaube, dass viele Menschen in unserem Alter, vor allem diejenigen, in langen Beziehungen, sich gar nicht wirklich kennen." "Wie meinst du das?", hake ich nach. "Naja, sicherlich lässt sich das nicht einfach so verallgemeinern, aber ich habe bisher nur wenige getroffen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie wirklich genau wissen, wer sie sind, was sie wollen oder eben nicht - nur für sich, ganz losgelöst von anderen.
Da gibt es die, die irgendwie nur an der Oberfläche schwimmen und sich selbst gar nicht tief genug ergründen. Die sich gar nicht trauen oder vielleicht nicht einmal auf die Idee kommen, über den Tellerrand zu schauen, was es da draußen noch so für sie gibt. Und dann gibt es noch die anderen, die -absichtlich oder auch unabsichtlich- auf einen Fixpunkt ausgerichtet sind. Die einen Menschen im Leben so sehr gewöhnt sind, dass sie sich selbst schlichtweg  allein nicht genug sind."
"Meinst du nicht, dass das etwas hart, ja fast schon zynisch ist?", frage ich zweifelnd. "Überspitzt dargestellt, vielleicht. Aber du kennst doch auch diese Wir-Menschen, die jede Entscheidung nur gemeinsam fällen können, die so eine Fusion eingegangen sind, dass man zuweilen das Gefühl hat, dass sie zwar genau wissen, wer sie als Einheit sind,  allein hingegen gar nicht so richtig funktionieren."

Macht ein zu dominantes Wir blind für das Ich?

Ich verstehe, worauf sie hinaus will. Es macht ja irgendwo auch Sinn. Und im gleichen Atemzug gerate ich ins Grübeln, stecke ich doch selbst in einer beinahe 8jährigen Beziehung und hatte eigentlich immer das Gefühl, mich selbst sehr gut zu kennen. Stimmt das denn? Kann ich wirklich von mir behaupten, den Kern, der mich ausmacht, zu kennen oder mache ich mir hier die ganze Zeit etwas vor? Schließlich musste ich die frühe Erwachsenenphase, in der sich die Persönlichkeit noch einmal so fundamental verändert und formt, nie auf mich allein gestellt erleben.
Klar, es gibt da gewisse Routinen, wirkliches Alleinsein kenne ich schon lange nicht mehr. Ich brauche und nehme mir Freiheiten, wann immer ich sie benötige, denn so bin ich nun einmal. Kann dieses 24/7 Aufeinandergehocke nicht. Bin vermutlich zu egoistisch und dominant, um zu diesem allseits bekannten und gefürchteten "Wir" zu verschmelzen. Und doch muss ich mir eingestehen, dass ich meist nur eine Armlänge, eine Tür oder höchstens ein Telefonat von ihm entfernt bin und der Gedanke ploppt auf, ob es irgendwann selbstverständlich wird, jemanden beiseite zu haben - einen echten partner in crime. Schließlich besitze ich in ihm ein sicheres Auffangnetz, wenn ich drohe, zu stürzen, erlebe nahezu alle Glücksmomente mit diesem einen Menschen, der unweigerlich einen Großteil meines Lebens ausmacht, mich in vielen Facetten komplettiert, teile letztlich alle großen und kleinen Momente, erfahre alle charakterlichen und persönlichen Veränderungen gemeinsam.
Was bleibt also übrig, wenn wir all diese äußeren Schalen ablegen? Wenn wir uns weder durch Geld, noch durch eine Partnerschaft, noch durch unsere Freunde definieren. Wenn wir nur unser pures Ich betrachten - ganz losgelöst von Fremdeinwirkung?

Von all den starken, toughen Singlegirls lese ich zwischen den Zeilen immer wieder von Selbstbestimmung, dass sie erst allein gelernt haben, was sie wirklich wollen, dass sie alles erreichen können, auch losgelöst von einem Partner. Dass sie niemanden außer sich selbst brauchen, um glücklich zu sein. Etwas, das ich bewundernswert und bis auf einige Punkte absolut nachvollziehbar finde. Wenn man eine längere Zeit nur auf sich selbst gestellt ist, Entscheidungen wirklich kompromisslos nur mit sich selbst ausmachen kann, keine Rücksicht nehmen muss, sein persönliches Glück nicht von einer anderen Person abhängig macht, kann man als Person nur wachsen.

Fragen an dein Ich

Andererseits stößt mir der Umkehrschluss bitter auf. Denn hieße das, dass Personen in Langzeitbeziehungen oder die sich allzu gern auf andere Menschen fixieren, mehr oder weniger stark in der Fusion verlieren, sich selbst gar nie wirklich kannten, weil sie stets ein Plus One sind? Kann ein Wir dem Ich zu gefährlich werden?

Da stellen sich mir unweigerlich noch mehr Fragen: Gibt es einen Backup Plan, wenn du auf dich allein gestellt bist?  Funktionierst du auch ohne die Sicherheit des anderen? Kannst du behaupten, alles für dich gemacht zu haben? Genau zu wissen, was du willst und gegebenenfalls so egoistisch wie nötig zu sein, um für dich selbst voran zu kommen, ohne wichtige Lebensentscheidungen oder Träume zugunsten deiner Beziehung aufzugeben?

Musst du , um dich selbst und deine persönlichsten Wünsche, ganz eigenen Glücksmomente, erreichten Ziele, absoluten No Go's und Dealbreaker zu ergründen, wirklich eine Zeit nur mit dir allein sein, um eben dieses Maximum an "Ich" wirklich zu erleben? Quasi eine Reise in dich selbst - ganz losgelöst von äußeren "Störfaktoren".

Übernehmen wir automatisch in Beziehungen jeglicher Art Facetten und Nuancen von Wünschen und Verhaltenszügen unseres Gegenübers, weil wir ihm so nah sind und nicht, weil wir sie für uns auch möchten? Können demnach nie ein vollkommen selbstbestimmtes Leben führen, weil da eben immer noch eine Bezugsperson ist, mit der wir unser Leben teilen?

Für mich persönlich bin ich zu folgendem Schluss gekommen.

"Ich schätze, das ist kein allgemeines Beziehungsding, sondern kommt eher darauf an, ob du zwar bereit bist, ein Wir einzugehen, dabei dein Ich aber nicht an der Haustür vergisst. Du kannst dich auch mit oder besser gesagt trotz Partner an deiner Seite selbst erleben und ergründen. Vorausgesetzt du bist in der Lage, dein Glück aus dir selbst heraus zu schöpfen, statt es durch andere zu definieren. Denn da liegt doch schließlich der Unterschied. Es kommt doch letztlich darauf an, wie sehr wir uns fremdbestimmen lassen oder ob wir uns selbst genug abgrenzen können, um mitten im Wir noch ein Ich zu sein. Ob eigenen Lebensvorstellungen, Ziele und Wünsche auch losgelöst vom anderen funktionieren.

Die Kunst liegt meines Erachtens darin, dir selbst treu zu bleiben, aber eben auch mutig sowie offen genug  zu sein, um neue Facetten des anderen in dir aufzunehmen - unter der Prämisse, dass du reflektierst und entscheidest, ob du dies möchtest. Denn das kann durchaus gewinnbringend sein.

 Eine Beziehung ist so stark, wie jeder einzelne Part von ihr

Nenn mich kitschig oder romantisch, aber ich glaube daran, dass es diese Beziehungen gibt, in denen man sich all das für sich selbst abstecken kann und es zufälligerweise hinhaut, dass die Vorstellungen - mit der ein oder anderen kleinen Justierung - einfach passen. Dass man sich nicht verbiegen muss und sich auf dieser langen Reise jeder einzeln, aber auch als Team entwickelt. Das benötigt natürlich von beiden Seiten Vertrauen und Freiheit. Die Möglichkeit, sich entfalten und ausprobieren zu können, auch mal einen unerwarteten Weg - allein - zu gehen, sich mit eigenen Lebensabschnitten und schwierigen Situationen auseinanderzusetzen und trotzdem zu wissen, dass da jemand ist, der beistehen kann, mit dem man sein Leben bewusst teilen möchte, dabei aber um Gottes Willen nicht immer einer Meinung sein zu müssen und am Ende doch irgendwie gemeinsam gestärkt hervorgeht.

Ich glaube zu wissen, wer ich bin - zumindest in diesem Moment. Was ich mir jetzt von meinem Leben erwarte, welche Abenteuer ich noch erleben möchte, welche Ereignisse ich allein oder gemeinsam durchstehen muss.
Vermutlich ist es auch so, dass all die starken Singlegirls da draußen diese Erfahrungen noch viel intensiver machen, noch näher an sich selbst heran treten, weil sie sich eben auch mal durch dunkle Momente komplett allein beißen müssen und ich diese tiefe Ebene der Auseinandersetzung womöglich niemals so erleben werde. Und doch bin ich froh darum, ein Ich zu sein, mit der Zusatzoption des Wir. Denn es ist etwas Wunderbares, Glück aus sich selbst heraus zu schöpfen. Noch schöner wird es aber, wenn man es mit der Person teilen kann, die bedingungslos versteht, wer DU bist und das so akzeptiert, wie es ist." 

Wie steht ihr zur Thematik des Ich und Wir? Welche Antwort hättet ihr auf die oben gestellten Fragen oder hattet ihr schon einmal das Gefühl, dass ihr euch anders - vielleicht besser? - kennen würdet, wenn ihr längere Zeit nur auf euch gestellt wärt? 


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14 Kommentare

  1. wish you happy forever
    http://www.artweddings.de/wedding-gowns-de/

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  2. Oh Mann, Yasmin, du sprichst mir aus der Seele! :) Auch ich bin schon seit 7 Jahren mit meinem Freund zusammen, selber gerade erst 21 Jahre alt, und kann diese Pärchen, mit denen man nur zu zweit sprechen kann nicht ertragen! Ich brauche meine Freiheit in der Beziehung, meine Hobbies, meinen Rückzugsort. Aber immer mit dem Wissen: Da ist noch jemand der mich auffängt, der mir Rückhalt gibt!
    Als ich zum Studium gegangen bin, da habe ich mich auch nicht für die nächstliegende Uni entschieden, was meinem Partner besser gefallen hätte, sondern habe die Entscheidung allein für mich getroffen. Doch bei all dem Ich in der Beziehung sollte man auch umgekehrt aufpassen, um das Wir nicht zu verlieren! Eine Partnerschaft besteht trotzdem noch aus Kompromissen! Dies sollte man sich unbedingt bewusst machen, dann kann man auch gemeinsam an Einzelentscheidungen auf beiden Seiten wachsen und gestärkt als Team durchs Leben gehen.

    Liebe Grüße und danke für den tollen Text, Jasmin

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    1. Vielen Dank für das liebe Feedback, Jasmin :)
      Ich denke auch, dass das Alter eigentlich unwichtig ist. Bei manchen klappt es eben schon in jungen Jahren mit der Beziehung, andere scheitern nach langjährigen und wieder andere finden den passenden Partner wieder viel später.
      Aber der Punkt mit dem Wir ist auch enorm wichtig. Wenn man zu sehr sein eigenes Ding macht und das Team aus den Augen verliert, kann es auch nach hinten losgehen. Es ist eben wie immer: das Mittelmaß ist wohl der beste Weg.

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  3. Liebe Yasmin,
    ich bin selbst Single und ich bin natürlich am Alleinsein gerade in den 20ern sehr gewachsen. Auf der anderen Seite glaube ich auch, wenn man lange alleine ist und sich zu einem Menschen entwickelt, der alle Entscheidungen nur von sich abhängig macht, dann kann es manchmal schwierig sein, vom Ich zum Wir zu werden. Also genau umgekehrt. Das hat alles seine guten und schlechten Seiten und wie so oft, muss jeder seinen eigenen Mittelweg finden, der für ihn funktioniert. Denn du hast Recht: Eine Summe ist immer nur so stark wie ihre einzelnen Teile...
    Liebe Grüße,
    Kathi

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    1. Da stimmt ich Kathi zu..sehe es genauso! :)

      https://andreaandcoco.wordpress.com/

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    2. Super interessanter Einwand, Kathi.
      Darüber habe ich so noch gar nicht nachgedacht. Aber klar, wenn man sich jahrelang auf sich selbst verlassen konnte und niemand anderen in seine Entscheidungen einbeziehen musste, muss man sich da sicher auch erst dran gewöhnen. Auch dieses bewusste Fallenlassen, dass es ok ist, auch mal was nicht alleine durchzuziehen und das kein Zeichen von Schwäche ist.
      Vielen Dank also für den Input!

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  4. ein unfassbar gelungener Post, ich kann mich dir nur anschließen!
    liebst kati <3

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    1. Herzlichen Dank, Kati :)
      Das freut mich sehr

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  5. Jasmin, was für ein wunderbares Thema! Sich selber wirklich gar nicht kennen, kann ich leider etwas unterschreiben. Zumindest ging es mir vor genau zwei Jahren so! Nach 2 langen Beziehungen habe ich mich verdrängt, oder zumindest all das, was ich mag und was mich ausmacht um den anderen jah vorzugaukeln ich sei gut genug und finde alles wahnsinnig toll, was er macht.

    Bei mir war dieser Punkt mit dem WIR in der ersten langen Beziehung leider wirklich ausschlaggebend dafür gewesen, sich zu trennen. Wir waren nämlich keine Individuen mehr sondern nur noch ein Klumpen, den nichts wirklich trennen konnte. Die Wünsche und Facetten des Gegenübers habe ich auch schleichend übernommen und dabei ganz vergessen, wer ich wirklich bin. Was im nachhinein ziemlich traurig ist, finde ich. Aber wie soll man das mit 14 bzw 15 und nach 5 WIR Jahren auch wirklich wissen? Im nachhinein haben mich diese WIR Erfahrung jetzt allein etwas stärker gemacht. Ich habe Dinge allein bewältigt, von denen ich nie Gedacht hätte dass diese möglich seien, dass ich sie allein schaffen würde. Ich habe neue Träume geträumt und große Ziele erreicht, mich von Menschen verabschiedet, kuriose Lucinda Riley Familiengeheimnisse aufgedeckt - was im realen Leben mehr schockierend als spannend ist - mir neue Abenteuer und Ziele ausgemalt, die ich jetzt versuche zu erreichen.

    Heute würde ich genau diesen krampfhaften Weg des WIRs umgehen, man kann auch ohne andere Person glücklich sein. Nein, man muss als eigenständige Person ohne anderen Mitspieler zufrieden und glücklich sein. Dieses Glück zu teilen, ist dann wohl die schönste Freude. Doch möchte ich möchte niemanden mehr an meiner Seite haben, der mich wieder in diesen "ich kann nicht alleine handeln WIR Klumpen" drängt bzw möchte ich nicht mehr so schwach sein und darin abrutschen. Ich möchte mein Leben mit meinen Vorstellungen Leben und jemand an der Seite haben, dem es genauso geht. Einen Mensch, der mir neue Facetten aufzeigt aber nicht vergisst, dass ich auch ein individuelles Wesen bin und darauf Rücksicht nimmt und mich ganz tief im inneren genau versteht.

    Und ich glaube ganz fest daran, dass es so jemanden gibt. Manchmal sind es sogar Menschen die dich schon begleiten und an deiner Seite sind.

    Bisous aus Berlin, deine Patricia

    THEVOGUEVOYAGE by Patricia Sophie

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    1. Vielen Dank für das Teilen deiner Geschichte, Patricia!
      Das klingt wirklich nicht sehr gut. Es gibt ja immer verschiedene Nuancen des Ich und Wir, aber wenn man dann zu sehr in eine Art Abhängigkeit rutscht und das dann nicht mal (oder zu spät) merkt, kann es schon zu spät sein. Aber gut, dass du einen gesunden Weg für dich gefunden hast und deine Konsequenzen für spätere Beziehungen daraus gezogen hast.

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  6. Liebe Yasmin,
    danke für diesen tollen und hochinteressanten Beitrag! Ich selbst mache mir diese Zeit auch ähnliche Gedanken.
    Ich war sehr lange Single. Mit 27 habe ich meinen ersten Freund und jetzigen Verlobten kennengelernt. Wir sind knapp zwei Jahre jetzt zusammen und ich erlebe das erste Mal was ein „wir“ ist. Stets habe ich mich durch alle Hürden selbst gemeistert. Als gebürtige Afghanin lebe ich zwischen zwei Welten, war durch langes Mobbing sehr oft alleine. Und irgendwann war ich mir selbst meine engste Freundin. Schizophren wie das auch klingen mag, all die Zeit alleine hat mir geholfen mich zu erkennen, mich zu lieben und herauszufinden was ich ungefähr will. Doch je älter ich wurde, desto eher habe ich mir einen Partner, ein „wir“ gewünscht. Ich gebe zu, vielleicht auch mit einem idealistischen Wunschdenken, dass das „wir“ alles schafft.
    Für jemanden der viel Zeit alleine war und es auch in vielen Facetten mochte, ist es manchmal nicht leicht sich dem „wir“ zu öffnen. Genug Raum zu schaffen, ohne zu große Kompromisse für sich selbst zu machen. Ich merke jedoch auch, so schön es auch ist seinen Partner als Rückendeckung zu haben, gibt es nach wie vor Dinge die ich für mich klären möchte. Die ich für mich machen möchte. Die ich mit mir selber bereden muss. Der Dialog und vor allem die andere Sichtweise des Partners ist bereichernd. Aber es ist dennoch wichtig sich selbst stets zu reflektieren und auch sich selbst treu zu bleiben.
    Ich habe oft Angst, das ich mich im „wir“ verliere. Das ich vergesse was ich mir immer für mein Leben und vor allem für mich gewünscht habe. Aber langsam glaube ich, dass sich verlieren auch ein neufinden bedeuten kann. Entwicklung ist was Wunderbares und notweniges. Wenn man sich aber selbst zugesteht, dass man sich selbst so treu ist, das man keine Angst mehr haben muss sich jemals in einer Rolle, sei es als Partner, als Mutter, als Tochter zu verlieren, dann wird man es auch nicht. Denn alleine das Nachdenken darüber ist ein Beweis für einen bewussten und wachen Geist.


    Grüße, Micha <3

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    1. Liebe Micha,
      vielen Dank für deinen Kommentar und die vielen richtig guten Statements. Ich finde es nicht komisch, sich selbst eine gute Freundin zu sein. Solange man sich nicht komplett einigelt.

      Und ich kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen, aber so wie du klingst, bist du sehr selbst reflektiert. Gerade den Satz: "sich verlieren kann auch ein neu finden bedeuten" finde ich klasse. Es heißt ja nicht, dass man sich komplett verliert oder komplett neu findet. Das wäre auch äußerst ungesund. Aber man kann sich überraschen lassen, neue Facetten an einem entdecken, die man vielleicht erst durch den Partner erkennen konnte und wiederum eigene Eigenschaften noch stärker hervorholen.

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  7. Ich kann für mich sagen, dass jeder einmal für eine gewisse Zeit alleine sein sollte. Auf sich gestellt! Ich habe eine ebenso lange Beziehung genau in deinem Alter geführt und bin soooo froh, denn das allein sein hat mich erst so richtig zu mich selbst geführt. Ich kann sagen, dass ich ein komplett anderer Mensch dadurch geworden bin - im positiven Sinne. Positiv für mich!

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    1. Lieben Dank für deine Meinung :)
      Wie im Text schon gesagt, kann ich deine Aussage nur unterschreiben und denke auch, dass es gefährlich werden kann, wenn man quasi nahtlos in Beziehungen übergeht und nie ganz auf sich gestellt war. Und so eine nahe Auseinandersetzung nur mit sich selbst kann ja nur bereichernd sein.

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