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Outfit: Out of the comfort zone

Wann habt ihr eigentlich das letzte Mal etwas Überraschendes oder vielleicht auch  Unangenehmes gemacht?
Aufhänger für diese Frage war übrigens eine Unterhaltung auf Snapchat, die ich kürzlich führte und in der es um das Reisen ging - speziell diese, die man allein durchführt. Es ging darum, dass ich aktuell noch ein Zeitfenster offen habe, welches man eigentlich für eine längere Reise nutzen könnte. Kurz darauf kam schon mein Einwand, dass aber gerade keiner in meinem Umfeld Zeit für ein solches Abenteuer hätte, alle eingespannt sind mit ihren Verpflichtungen und ich somit auf mich allein gestellt wäre. Logische Konsequenz daraus? Ich würde so etwas nicht allein starten, weil ich einfach nicht der Typ dafür bin. So ganz allein und dann auch noch als Frau in die Welt ziehen? Hmm wohl eher kaum. Wobei ich es bewundere, wenn Frauen genau das machen. Einfach anpacken, losziehen, nicht zu viel überdenken und außerhalb der comfort zone leben.

Denn wenn wir ehrlich sind, bin ich doch ein recht bequemer Mensch - zumindest was meine comfort zone anbelangt. Selten überstrapaziere ich diese oder springe bewusst ins kalte Wasser, weil das einfach gegen mein Naturell geht. Und doch ist es etwas schade, oder?

Man könnte fast sagen: ich lebe relativ risikofrei und wenn ich den Schritt aus der berühmten comfort zone wage, dann auch nur in Safety Gebiete. Ihr wisst schon, Bereiche, in denen ein Fehltritt, Versagen oder eine Niederlage nicht allzu schmerzhaft und leicht zu verdauen sind. Womöglich sogar mit einem großen Lachen. Beispielsweise in Sachen Küche. Da probiere ich wirklich gern und scheue mich auch nicht vor zunächst sehr merkwürdig anmutenden Dingen. Oder meine Telefoniephobie. Ich hasse es wirklich zu telefonieren. Zwinge mich mittlerweile aber bewusst, mehr zu telefonieren. Statt eine Mail zu schreiben, schnell zum Hörer zu greifen, um aktiv gegen diese irrationale "Angst" anzukämpfen. Und dann gibt es noch die Mode. Wohl mein liebster Weg, um gefahrenlos aus der comfort zone zu gleiten. Im heutigen Look beispielsweise doch wieder in Culotte. Mein letzter Versuch sozusagen, nachdem ich die letzten Wochen gelangweilt war von meinen immer gleichen Alltagsoutfits. Genau das ist nämlich das Problem der comfort zone. Sie kann eben auch zu gemütlich werden und damit schrecklich langweilig.

Wenn man genau in solchen Momenten, in denen es einem nach Abwechslung dürstet, austritt, fühlt sich das überraschend erfrischend an. Zugegeben, der allover weite Look wird nie mein Liebling werden, in dem Moment fühlte ich mich aber frisch und frei - einfach nur, weil ich mal etwas anderes probiert habe. Solche kleinen Schritte öffnen den Blick und wer weiß,wenn man oft genug aus der Comfort Zone austritt, wagt man vielleicht auch mal größere Schritte wie die Reise allein.

Wann seid ihr das letzte Mal bewusst und etwas risikofreudiger aus eurer comfort zone ausgetreten? Habt ihr eine Reise allein gewagt, etwas gemacht, was ihr nie von euch gedacht hättet?










Noch ein paar kurze Gedanken zum Outfit. Ich weiß nicht einmal, warum ich die Culotte so schwierig finde, trage ich ja die längere Palazzohose oder den Midirock auch sehr gerne und ohne Probleme. Vermutlich liegt es daran, dass mir die Oberteilwahl schwer fällt. Ich bin kein Fan zu enger Kleidung, da es obenherum meine sehr schmale Statur zur Geltung bringt und ich mich dann unwohl fühle. Stattdessen muss es luftig, lässig, aber gerne auch elegant sein wie mit dieser Hemdbluse. Die mutigen Fashionistas würden vermutlich zum Croptop greifen, wie ich es selbst euch auch schon mit Palazzohosen gezeigt habe. Beim Culottebeispiel fühlte ich mich damit aber schrecklich verkleidet. Und wenn man schon aus der comfort zone tritt, sind so ein paar kleine Anker wie etwa die Bluse oder auch die obligatorischen hohen Schuhe, um die Beine zu strecken, von Nöten. Denn sonst wirkt sich so ein kleiner Ausflug zumindest bei mir statt ermutigend und erfrischend eher gegenteilig aus. Wenn man sich so verkleidet oder unwohl fühlt, dass man etwaige Experimente schnell wieder vergisst und womöglich erst gar nicht mehr ausprobiert.

Jetzt bin ich gespannt. Wie gefällt euch der (vielleicht auch bürotaugliche) Look mit Culotte? Und was war modisch bezogen euer letzter Austritt aus der Comfort Zone?


Culotte - Zara // Bluse (statt meiner üblichen XS habe ich eine L gewählt für einen lockeren Sitz) - Orsay* // Tasche - Mango (alt), eine ähnliche findet ihr hier // Sandalen - Made by Sarenza // Weste - H&M // Sonnenbrille - Le Specs




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13 Kommentare

  1. Das Outfit ist dir wieder sehr gut gelungen! Ich finde Culottes immer noch gewöhnungsbedürftig, aber hier ist es schon stimmig. Ich wage mich zur Zeit aus der modischen comfort zone mit crop tops, aber naja..Es gefällt mir im wahren Leben, aber dann eher wenig auf Fotos.
    Ich habe dieses Jahr wie du auch so ein Zeitfenster, in dem ich gerne reisen würde, aber wenige Freunde haben Zeit und Geld dafür. Da ich es auch so bewundere, wenn andere einfach in die Welt losziehen, überlege ich, ob ich das mal probieren möchte und lese inzwischen einfach ein paar mehr Blogs dieser Weltenbummler.
    Ich wünche dir einen schönen Sonntag!

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    1. Vielen Dank, Lea :)
      Die Idee, dir dann gezielt Reiseblogs anzusehen finde ich klasse. Oftmals packt einen dann ja erst recht die Abenteuerlust und man braucht vielleicht nur einen kleinen Stupser in die richtige Richtung :D
      Ganz liebe Grüße

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  2. Ein richtig schöner Look! Gefällt mir super gut. So eine Reise würde ich auch nicht alleine starten. Mir würde neben dem Risiko, dass einem alleine vielleicht etwas passieren könnte, auch die Unterhaltung fehlen.

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    1. Danke dir, Saskia :)
      Das stimmt, der Unterhaltungsfaktor würde definitiv fehlen und da ich mich auch meist nicht so toll anstelle, schnell neue Kontakte zu knüpfen, wäre das erst recht schwierig.

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  3. Wow, das Outfit sieht echt richtig schön aus und steht dir auch richtig gut! Besonders gefällt mir die Hose, die strahlt so eine Leichtigkeit aus und passt perfekt in diese Jahreszeit ☺️

    Liebe Grüße
    Caro

    http://perfectionofglam.blogspot.de

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    1. Dankeschön für dein liebes Feedback, Caro :)

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  4. Die Comfort Zone zu verlassen, ist wirklich eine große Überwindung und ein schwieriger Schritt! Ich hab es vor einem Jahr tatsächlich getan, als ich alleine nach Südafrika gereist bin, um dort freiwillige Arbeit zu machen. Und: In dem Moment, in dem man es dann tatsächlich tut, fühlt es sich gar nicht mehr so wild und erschreckend an! Vielleicht nimmt es ein wenig Angst, wenn man das weiß :)
    Liebe Grüße,
    Kathi

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    1. Wie Recht du hast, Kathi. Vielleicht denken wir auch wirklich einfach zu viel. Einfach machen scheint da eine geeignete Herangehensweise zu sein. Wobei das ja auch nicht bei allen Vorhaben klappt. Aber Hut ab, dass du die Reise durchgezogen hast :)

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  5. Ich hab im März mein Abi gemacht und wollte die Zeit bis September unbedingt zum Reisen nutzen. Allerdings haben meine Freundinnen alle andere Pläne. Deswegen habe ich kurzerhand entschlossen, einfach alleine für 10 Tage nach Barcelona und Valencia zu fahren. Ich denke, dass man in Hostels ziemlich einfach neue Leute kennenlernt und wenn nicht, dann werden es halt die langweiligsten 10 Tage in Spanien, aber aufs Reisen will ich einfach nicht verzichten.
    Das Outfit gefällt mir super gut, vor allem die Sandalen sind ein Traum.
    Culottes wären definitiv auch außerhalb meiner Comfort-Zone, aber deine Kombination finde ich klasse - nur die Weste ist vielleicht zu viel.
    Hab einen guten Start in die neue Woche!

    xx Julia

    http://www.talesofjules.com/

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  6. Das Outfit gefällt mir sehr gut. Ich persönlich finde Culottes immer etwas schwierig und trage sie nie. Modisch gesehen verlasse ich meine Komfortzone nur sehr selten. Ich bin da lieber immer auf der sicheren Seite.
    Viele Grüße Bianca

    http://ladyandmum.blogspot.de

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  7. Hallo Yasmin
    Ich denke, dass die Comfort Zone nicht direkt etwas Schlechtes sein muss. Genau so wie Alltag - der ja oft negativ dargestellt wird à la "grauer Alltag". Meine Erfahrung ist, dass Rituale und die Comfort Zone und der Alltag Stabilität und Sicherheit und Vertrauen schenken. Zwischendurch auszubrechen, ist allerdings sicherlich genauso wichtig und bringt tatsächlich etwas Farbe.
    Je nach Reise ist es für mich kein Problem, alleine zu gehen - eine Rucksacktour durch Südamerika wäre aber nichts für mich. Das mit dem Telefonieren kenne ich aber nur zu gut. Es ist eine Qual.

    Dein Outfit finde ich auf jeden Fall super gelungen und steht dir fabelhaft. So herrlich leicht.

    Ich versuche mich gerade vermehrt an hohen Schuhen - lustigerweise ausserhalb meiner Comfort Zone. Hier, auf dem Land, zieht man damit viel Aufmerksamkeit auf sich.

    LG Jasi
    www.marmormaedchen.blogspot.cpm

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  8. Hey, ich liebe deine Verknüpfung von Text und Bildern! Schöner Look, der dich irgendwie erwachsen aussehen lässt (positiv gemeint!). Mir persönlich gefällt aber die Palazzo in Kombination mit dem Crop Top noch besser :) Vielleicht traue ich mich daran dieses Jahr auch mal..
    Das alleine Reise ist für mich auch total außerhalb meiner comfort zone (obwohl ich reisen liebe!) aber ich würde es nach meinem Examen zumindest für ein paar Tage mal gerne machen. Freue mich, falls du dich in irgendeiner Weise doch noch dazu durchringst oder doch mit jemanden zusammen verreist und davon berichtest :)

    Liebe Grüße :)

    PS: Ich trage auch selten enge Oberteile, ist mir aber bei deinen Looks noch nie aufgefallen, vllt gefallen sie mir deswegen meistens noch besser ;D

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  9. Angefangen mit diesem Outfitpost konnte ich die Tage überraschend viele Culottes auf der Straße entdecken. Und obwohl mir der Trend anfangs gar nicht gefiel, finde ich ihn jetzt recht schick - v.a. in der Übergangszeit und zu Anlässen, wo der Minirock oder die Jeansshorts zuhause bleiben dürfen. Wird für mich also auch mal wieder Zeit, mich aus meiner comfort zone zu bewegen und mal was Neues auszuprobieren - mal im Laden anprobieren tut schließlich nicht weh! :) Ich tu mich da am schwersten in Sachen Essen, getreu nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht". Aber auch da habe ich dieses Jahr bereits mehr oder weniger leckerer Fortschritte gemacht ;) Zum Schluss nochmal zurück zum Outfit: Ich finde die Kombination mit der hellblauen Bluse und den schönen Schuhen wirklich top und auch sehr bürotauglich und ich habe nicht den Eindruck, dass das Outfit zu oversized ist oder dich erdrückt! ;) :) :) :) Liebe Grüße, Jasmin

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