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Gelesen #2 Meine Buchempfehlungen

In den letzten Wochen habe ich wieder vermehrt zu meinem Kindle gegriffen und so einige Bücher verschlungen. Die Genres waren dabei wie immer bunt durchmischt und nicht jedes Buch konnte mich komplett überzeugen. Was genau ich gelesen habe und meine Meinung zum jeweiligen Werk - ohne natürlich zu viel zu verraten - gibt es im heutigen Artikel zu entdecken.

1. Das Happiness Projekt - Gretchen Rubin

Jedes zweite Buch verspricht Glück – aber dieses hält Wort!
Gretchen Rubin hat eigentlich allen Grund glücklich zu sein: Sie hat eine liebevolle Familie, ein schönes Zuhause und ein erfolgreiches Berufsleben. Trotzdem ist sie immer wieder unzufrieden mit sich und ihrer Umwelt, weshalb sie sich fragt, was ihr zum großen Glück fehlt. Und so startet sie ihren Selbstversuch: Das Happiness Projekt! Sie studiert systematisch die Glücksforschung, macht sich einen Plan für die nächsten zwölf Monate und fängt an, mit kleinen Dingen ihren Alltag zu verändern. Für jeden Monat nimmt sich Rubin einen anderen Lebensbereich vor: vom eigenen Körper bis zur ganzen Familie, von Freundschaft und Liebe bis hin zu Geld und Beruf. So geht sie früher schlafen, packt eine ungeliebte Tätigkeit an, hört mit dem Nörgeln auf, versucht, an die Geburtstage ihrer Freunde zu denken und sogar Misserfolge zu genießen. 


Meine Meinung: ein sehr motivierendes Buch, von dem man aber nicht erwarten sollte, von heute auf morgen zum Glück zu finden.
Am einprägensten war die Erkenntnis, dass Glück nicht etwas ist, das man einfach aufsammeln kann, sondern ein Prozess ist. Dass wir selbst dafür verantwortlich sind, viele kleine Momente unseres Lebens bewusst wahrzunehmen und als Ursache unseres Glücks zu verstehen.

Das Buch liefert auf die Autorin (es ist autobiografisch geschrieben) zugeschnittene Punkte ihres eigenen Happiness-Projekts, von denen ich viele nachvollziehen kann und effektiv finde, andere wiederum so gar nicht zu meinem Leben passen. Sprich: man darf kein Allheilmittel erwarten, aber sich gerne inspirieren lassen, um für sich wichtige Punkte für ein zufriedeneres Leben herauszuarbeiten.

2. Morgen kommt ein neuer Himmel - Lori Nelson Spielman

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten. 


Meine Meinung: leichte Lektüre, die zuweilen recht vorhersehbar und für meinen Geschmack zu kitschig ist, dafür aber sehr gute Denkimpulse liefert. Die Message des Buches, sich auf seine eigenen Träume zu beziehen und diese auch umzusetzen, ist einfach sehr motivierend und pur, was mir sehr gut gefallen hat. Weitere Gedanken hatte ich ja bereits in diesem Post dazu geschrieben.

3. Cry Baby - Gillian Flynn

Ein Ort in der tiefsten Provinz: Zwei Mädchen an der Schwelle zum Teenager, auffallend hübsch, werden brutal ermordet. Verstümmelt. Alle Zähne gezogen. Das ist der Fall, über den die Journalistin Camille Preaker schreiben soll: Sie stammt aus Wind Gap, der trostlosen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Doch statt auf die große Story trifft sie auf ihre eigene dunkle Vergangenheit, die sie nie losgelassen hat. Sie wird zurückgeschleudert in die beklemmende Enge des Ortes, zu seinen feindseligen Bewohnern. Zurück in den eiskalten Schoß der Familie. In das Haus, das niemals ein Zuhause war. In dem noch immer dieselben Gespenster wohnen wie damals. Doch heute verbreiten sie nicht nur Angst und Schrecken. Sie töten. 

Meine Meinung: ein Pageturner? Ja, aber mit Einschränkungen. Wie so oft habe ich ein Problem mit Flynns Figuren. Sie sind nicht die typischen Everybodys Darlings, was ich gut finde, aber für meinen Geschmack dann doch zu unsympathisch abgefucked. Ich mag vielschichtige Charaktere, die gerne auch dunkel und twisted sind, aber mit Flynns Figuren kann ich mich nahezu nie identifizieren, sondern will sie eher schütteln und fragen, was zur Hölle nicht stimmt. Das Buch ist ansonsten recht spannend, aber der Mitte jedoch für mich als Thrillerfan zu vorhersehbar und das Ende ist meiner Meinung nach sehr enttäuschend, da viel zu abrupt. Fast so als hätte sie es eilig gehabt, den Roman, auf 2-3 Seiten zu vollenden. Schade, da gibt es definitiv bessere Thriller.

4. Das Seehaus - Kate Morton

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …


Meine Meinung: mein guilty pleasure Genre - die Gesellschaftsromane. Dieses Buch stammt deswegen für mich auch eher aus der Kategorie Sommerschmöker. Ein bisschen kitschig, ganz viel Geschichte, miteinander verwebte Storylines aus Vergangenheit und Gegenwart, Gesellschaftskritik, Familienschicksal und eine nötige Portion Krimi. Ich liebe die Romane von Kate Morton, weil sie es schafft, in fremde Welten zu locken und trotz der für meinen Geschmack manchmal zu romantischen Szenerie auf dem englischen Land, schafft sie es immer wieder, mich mit ihren Schauplätzen in den Bann zu ziehen und unbedingt in Erfahrung bringen zu wollen, wie es mit den einzelnen Figuren und ihren Schicksalen weitergeht. Außerdem finde ich es immer faszinierend, wie gekonnt sie die Erzählstränge unterschiedlicher Figuren und Zeiten miteinander verwebt. Nicht ihr bester Roman, aber sie hat mich wie immer nicht enttäuscht.

 

Kennt ihr eines der Bücher und was habt ihr zuletzt gelesen?

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6 Kommentare

  1. Das Happiness Projekt von Gretchen Rubin habe ich auch gelesen und es hat mir sehr gefallen!

    Liebe Grüße
    July

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  2. Ooooh super Post. Ich hab gerade "Die Ungehörigkeit des Glücks" gelesen und ich mochte es SO gerne. The Happiness Project steht auch noch auf meiner Liste :)

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

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  3. Ich liebe Gretchen Rubin! Schön, dass du hier über Bücher sprichst. Es ist doch immer schön, neue Inspiration zu finden!
    Das Happiness Projekt habe ich letztes Jahr das erste Mal gelesen und bin gerade das zweite Mal dabei und ich bin davon überzeugt, dass dadurch mein Leben besser geworden ist. Es ist sicherlich nicht was für jeden, aber wenn man irgendwie doch nicht so ganz glücklich ist wie man sein sollte, passt es einfach. Aber noch noch viel besser hat mir ihr neues Buch "Better than Before" über Gewohnheiten gefallen. Das kann ich dir (und jedem) auf jeden Fall empfehlen :) Seit ich das gelesen habe sieht mein tägliches Leben sehr viel zufriedener aus :)
    Liebe Grüße,
    Lea

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  4. Sehr schöne Lesetipps, so einen Post habe ich auch gerade verfasst :) Habe davon noch nichts gelesen aber es hört sich einiges interessant an. <3

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  5. Ich lese momentan die Krimi Reihe von Jussi Adler Olssen und bin total begeistert!! Kann ich dir empfehlen :-)

    Danke für deine Tipps!

    Liebste Grüße,
    Julia

    http://stilblume.blogspot.de

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  6. Ich habe vor Kurzem erst "On the go" von Kristina Bazan gelesen - meine erstes (freiwilliges) französisches Buch. Aktuell lese ich "Generation beziehungsunfähig" von Michael Nast. Sein Schreibstil ist einfach wunderbar und jede seiner Kurzgeschichten ist mit einer ordentlichen Prise Humor und Gesellschaftskritik geschmückt. :)

    Liebe Grüße
    Anna

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