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Die Sache mit dem Nachwuchs #beziehungskram

In der Kategorie #beziehungskram greife ich Themen der Partnerschaft auf. Unter anderem habt ihr mich auch öfter gefragt, wie meine Meinung zum Thema Nachwuchs aussieht, vor allem unter dem Gesichtspunkt des Alters. Und genau dem möchte ich heute nachgehen. Welche Themen würden euch sonst noch interessieren?

25 und der Gedanke an Nachwuchs? Manchmal glaube ich, dass das bei uns keine Option mehr inmitten der Selbstfindung, Jobperspektiven,Verwirklichung, Fernreisen und Suche nach Abenteuern ist. Zumindest ist die Babyquote in meinem Umfeld verschwindend gering.

Jetzt bin ich erst einmal dran und dann, irgendwann, kommt vielleicht eine Familie...

Dann beschleicht mich das Gefühl, dass der bloße Gedanke an Nachwuchs mit 25 einfach nicht erlaubt ist. Man liest von Selbstfindung, -zweifeln und -verwirklichung. Der Weg, der da eingeschlagen wird, ist ein viel egozentrischerer. Jetzt bin erst einmal ich dran und dann, irgendwann später, kommt vielleicht eine Familie. Das ist noch nicht einmal kritisch gemeint, ich kann es ja verstehen, habe die selben Gedanken und finde eine gesunde Portion Egoismus eigentlich ganz förderlich. Weil man erstmal selbst herausfinden muss, wer man ist und was für ein Leben man für sich selbst möchte, bevor man ein neues in die Welt setzt.

Nur die wenigsten Leute in meinem Alter scheinen das aber genau zu wissen. Die, die Familie gründen, stehen - aus meiner Sicht- mitten im Leben, haben womöglich eine Ausbildung abgeschlossen oder im Turbogang studiert, sind seit Jahren berufstätig, haben ihr Leben so richtig im Griff, sind womöglich schon verheiratet, aber in keinem Fall 25, sondern eher so um die 30, wie die Statistiken uns weismachen.

Dabei galt man früher in dem Alter - wenn man nicht schon Zweifachmami war - als verdammt alt. Man hörte quasi die biologische Uhr ticken. Im Jahr 2016? Hat sich das alles nach hinten verlagert - vor allem unter Akademikern. Erst das Studium, Zweifel, Praktika, die Suche nach dem perfekten Partner, der wahnsinnige Optimierungswahn, dass erst alles perfekt sein muss, bevor man ein neues Leben in die Welt setzt und ach ja, da war ja noch die Karriere. Bevor ich also an Nachwuchs denken darf, muss ich Geld scheffeln. So höre ich es zumindest von allen Seiten, wenn ich vorsichtig den Gedanken äußere, dass mir beim Gedanken an Nachwuchs klammheimlich etwas wärmer ums Herz wird.

Ist das also ein Thema, über das man in unserer Generation mit 25 noch nicht nachdenken sollte? 

Weil wir ja noch keine Ahnung vom Leben haben? Weil wir selbst quasi gerade erst aus den Windeln gestiegen sind und absolut überfordert mit allem und jedem sind? Meine Vernunft stimmt mir eifrig nickend zu. Geradlinige Wege, eine gesicherte Zukunft, zumindest ungefähr zu wissen, was die nächsten Jahre bringen. Mein Bauch sagt mir, dass das sowieso nicht möglich ist.

Im Zwiekampf dieser Stimmen wachsen also die Zweifel. Ob ich es überhaupt wagen darf in meiner jetzigen Position auch nur über Kinder und Familie nachzudenken oder das nicht vielmehr absolut verantwortungslos wäre.

Und doch kann ich das Gefühl nicht leugnen. Wäre ich vor einem Jahr am liebsten schreiend weggelaufen beim Gedanken an eigenen Nachwuchs, finde ich ihn jetzt sehr schön - vielleicht sind doch die tickende Uhr und ersten Minilachfalten Schuld daran? Oder aber es ist wieder eine weitere Stufe des Erwachsenwerdens. Dass man wichtige Lebensentscheidungen im Kopf ausprobiert - da wo sie sicher sind. Sich überlegt, welches Lebensmodell zu einem passt. Dass Stefan und ich Kinder wollen, stand von Anfang an fest, nur dachten wir darüber nicht bewusst nach, sondern es war ein "Irgendwann, wenn wir mal groß sind"-Ding. Was sich geändert hat? Einfach die Tatsache, dass es ein Ereignis wäre, was nicht mehr in 5-10Jahres-Schritten gedacht wird, sondern irgendwie greifbarer geworden ist mit den Jahren. 

Denn letztlich ist man doch nie bereit...

... egal wie viel Puffer auf dem Konto wartet, egal wie alt, egal wie perfekt organisiert man ist. Früher habe ich immer gesagt, dass ich gern mit 25-26 Mutter werden würde. Das schien damals so weit weg, so unerreichbar, so als wüsste ich bis dahin, was ich will und hätte es mir schon längst geholt. Bis ich mich plötzlich genau in dieser Altersspanne wiederfinde. Wann ist das nur passiert?

Ist es also nicht so, dass wir letztendlich in vielerlei Hinsicht - sei dies der Nachwuchs oder der Hausbau, die geplante Weltreise oder das Zweitstudium - aufschieben bis der vermeintlich perfekte Zeitpunkt gekommen ist? Was wenn wir plötzlich 28/30 sind und dann ebenfalls denken, dass Faktor XY noch nicht stimmt. Dann ist es doch besser, wenn so etwas einfach passiert. Ganz ohne Rationalität und Zweifel, ganz ohne Wunschdenken, ganz ohne Zwang.  Just in solchen Momenten beneide ich dann doch ein klitzekleines bisschen meine Freunde, bei denen es einfach passiert ist, die gar nicht erst abwägen mussten, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt wurden und es allesamt irgendwie schafften.

Ist es naiv, zu glauben, dass das wichtigste Gut die Liebe zueinander ist?

Dass sich mit einer einigermaßen stabilen finanziellen Absicherung, aber vor allem Liebe zum Partner und zu diesem Menschenkind schon alles fügen wird, mit 2-3 Luxusartikeln weniger, mit etwas Verzicht aber umso mehr Liebe? So wie meine Mama auf den Homevideos in eben meinem Alter mein 1,5 jähriges Ich nicht auf einem fancy Wickeltisch wickelte, sondern auf dem Bett. Weil es nichts anderes gab, weil das Geld knapp war, weil mein Papa eben erst aus Syrien einreisen durfte und trotz all der Sorgen und Zweifel sahen die beiden unglaublich glücklich aus.

Die perfekte Konstellation ist doch sowieso ein Witz des Universums

Einfach unmöglich und während wir uns abstrampeln und planen, Pläne verwerfen, lacht es sich eins ins Fäustchen, weil es - im Gegensatz zu uns - weiß, dass wir ewig suchen können. Dass es die Optimalsituation niemals geben wird. Dass Kompromisse stets erforderlich sind. Hast du den perfekten unperfekten Partner, mangelt es dir an Geld, du steckst mitten im Studium oder einer neu angetretenen Stelle. Hast du Sicherheit, keine Geldsorgen, einen fantastischen Abschluss, datest du vermutlich einen Schwachkopf nach dem anderen.

Irgendwann im Leben kommt man an Punkte, an denen man Entscheidungen fällt, auch wenn sie erst einmal nur theoretischer Natur sind - für oder gegen Nachwuchs, für oder gegen die Ehe, für oder gegen konventionelle Partnerschaften, für oder gegen die Superkarriere oder man nimmt einfach alles irgendwie mit.  Dann wählt man einen Weg und fühlt, dass dieser der richtige sein könnte. Das ist dieser Moment, in dem man sich gedanklich mit bestimmten Szenarien, die ein Leben so dermaßen auf den Kopf stellen können, auseinandersetzt und man plötzlich keine Angst mehr davor hat, sondern sie sich irgendwie doch ins Ganze einfügen und einfach so Sinn ergeben.

Ob wir jetzt also aktiv die Nachwuchsplanung angehen? Wohl eher (noch) nicht, aber es ist ein Punkt, der zu unserem Leben dazugehören soll und das nicht unbedingt in zu weiter Ferne. Ein Gedanke, der mittlerweile keine Panik mehr verursacht, sondern einfach sehr schön ist.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen - Nachwuchs mit Mitte Zwanzig ja, nein, vielleicht? Welche Faktoren spielen für euch eine Rolle oder habt ihr euch bewusst dagegen entschieden?

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39 Kommentare

  1. Hallo liebe Yasmin,

    ich habe mich über den Artikel gefreut! Ich bin jetzt Anfang 40 und habe mit 30 meine Tochter bekommen. Im Nachhinein würde ich sagen: zu spät. Meine Freundin hat bereits am Anfang des Studiums ihr erstes Kind bekommen und war da sehr glücklich mit! Klar ist vielleicht der finanzielle Hintergrund noch nicht da, aber das wird durch einen wesentlichen Faktor wettgemacht: Du machst dir nicht wegen allem so viele Gedanken! Ich bin absolut für frühes Kinderkriegen!
    Liebe Grüße von Sabine

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    1. Hallo Sabine :)
      Interessant, deine Sichtweise vor allem aus einem Rückblick zu hören. Später ist man ja immer schlauer und wünscht sich, Dinge anders gemacht zu haben. Wobei ich dnke, dass es bestimmt auch so, wie du es gemacht hast, wunderbar war :)

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  2. Hallo,

    Ein sehr gut verfasster Artikel.
    Ich denke auch das man das so pauschal nicht sagen kann wann der perfekte Zeitpunkt ist um Kinder zu bekommen.
    Ich kann nur aus meiner Perspektive schreibe - ich bin jetzt 27 (mein fast Ehemann 33) und wir probieren es jetzt seit 2 Jahren schwanger zu werden. Dies war unsere gemeinsame Entscheidung da uns bewusst war das es nicht gleich klappen muss. Was sich im Nachhinein leider als richtig erwiesen hat.
    Vielleicht liegt es auch an unserem Freundes- und Bekanntenkreis das wir uns ein wenig unter Druck gesetzt fühlen da bei vielen schon Kinder da sind und auch dieses Jahr wieder einige schwanger sind.
    Muss aber jeder für sich selber abwägen und manchmal ist es besser es kommt überraschend.
    Es findet sich dann immer eine Lösung ( Beruf, Studium, Geld...)

    Ich muss mir das oft anhören das wir ja noch jung wären und uns nicht unter Druck setzen sollen - ist aber einfacher gesagt wie getan. Obwohls vielleicht doch der richtige Weg ist....

    Lg Kathrin

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    1. Liebe Kathrin,
      du sprichst da auch einen Punkt an, der zeigt, wie wenig sich sowas planen lässt. Irgendwie ist ja immer der Gedanke verwachsen, dass man ohne Verhütung sofort plopp schwanger wird. Dabei gibt es so viele Paare, die jahrelang probieren und es einfach nicht klappen will. Schon ist die ganze Planung dahin.

      Ich kann nur sagen: lass dich nicht unter Druck setzen. Auch wenn das einfacher gesagt als getan ist. Du hast alle Zeit der Welt und es wird mit Sicherheit klappen - vielleicht auch gerade dann, wenn man gar nicht mehr damit rechnet :) alles Liebe

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  3. Ich bin definitiv pro frühes Kinder bekommen! Ich habe manchmal das Gefühl, neben aller Selbstverwirklichung und -findung vergessen wir, wofür wir aus ein natürlicher Sicht eigentlich auf diesem Planeten sind. Ich werde bald 24 und für mich steht auch das 2. Staatsexamen bis November erstmal im Vordergrund, aber wenn es vorher passieren sollte, dann lässt sich das Leben auch managen.

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    1. Interessante Einstellung :) Ich bin auch total für diese Selbstverwirklichung und dass man sich selbst erst einmal kennenlernt, bevor man Kinder in die Welt setzt. Aber du hast schon Recht, bei manchen wirkt der Nachwuchs dann eher wie ein Übel. Aber letztlich ist ds einfach auch so eine persönliche Entscheidung, dass jeder selbst einschätzen muss, wann und wie und ob überhaupt :)

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  4. Liebe Yasmin,

    wenn dein Gefühl und das deines Freundes jetzt sagt, es wäre schön, dann schiebt es nicht auf. Ich habe meinen Mann mit 24 kennengelernt und wir haben jeder für uns erst mit der Zeit dieses Gefühl bekommen. Jetzt bin ich 31 und wir probieren es, uns ja, meine innere Uhr tickt. Aber ich hätte es nicht anders machen können - wir sind heute auch deshalb so ein gutes Team, weil wir uns die Zeit genommen haben, die wir brauchten. Ich glaube, es hängt heute auch viel damit zusammen, dass man suggeriert bekommt, das eigene Leben sei mit Kind vorbei, man könne nicht mehr reisen etc. Früher gehörten
    Kinder einfach zu Heirat und Hausbau dazu, heute ist es gerade unter Akademikern eher eine bewusste Entscheidung. Ich möchte trotzdem reisen und trotzdem ich sein. Und selbst wenn das mal nicht klappen sollte, hätte ich dann nicht die beste "Ausrede" überhaupt, mein Kind?

    Viele Grüße,
    Désirée

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    1. Liebe Désirée,
      vielen Dank für deinen super Kommentar. Ich finde auch, dass du einen interessanten Punkt angesprochen hast mit der Tatsache, dass Kinder oftmals eher als Warnschild angesehen werden. Pass auf, dann kannst du dieses oder jenes nicht mehr machen. Für mich war der Gedanke auch lange Zeit verbunden mit Verzicht, dass ich mich selbst aufgebe und meiner selbst nicht mehr treu werden könnte, dann noch diese Angst nur noch Mutter zu sein, statt auch Frau. Ich glaube, dass genau das viele ins Grübeln geraten lässt und deswegen auch aufgeschoben wird.
      Liebe Grüße

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  5. Ach Liebes! Mit diesen Gedanken hab ich mich auch herumgeschlagen und ich kann dir nur sagen, das ich nie glücklicher oder erfüllter oder müder oder erschöpfter war als jetzt. Es ist ganz wunderbar, wie sich das Leben entwuselt und entschleunigt und auch wenn sich alles ändert, bleibt irgendwie auch alles gleich. Ich finde es fatal, dass wir in unserer Gesellschaft ausgerechnet bei diesem Thema so schwarz/weiß denken, wo wir doch sonst immer wahnsinnig tolerant und offen sind. Beim Kind muss alles perfekt sein, da muss man im Eigenheim sitzen, das Geld fließen und alles in Stein gemeißelt sein. Mir geht es da anders, ich freue mich darauf, all diese Prozesse als Familie zu erleben, flexibel zu sein, jung zu sein und meine Träume mit dem Kind zu teilen. Es gib ja nicht nur "entweder/ oder" und gerade hier in Deutschland hat man so viele Möglichkeiten, eine Familie zu gründen und trotzdem erfolgreich zu sein. Ich bin mir sowieso sicher, dass Alter nicht vor Unsicherheit schützt...ob jetzt 25 oder 35 Jahre alt: Mit dem ersten Kind erlebt man tausend "erste Male" und hangelt sich von Lektion zu Lektion. Die erste Windel, der erste Schreianfall, der erste Schnupfen, das erste Lächeln...das ist ein reiner Lernprozess für alle und am Ende geht es nicht darum, wer "besser" abgeschnitten hat (auch wenn man bei den ganzen Helikopter-Mommys den Eindruck bekommen könnte...).

    Babys sind super! <3

    Ich drück dich, Regina

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    1. Ha, ich wusste, dass sich meine liebe Regina zu Wort melden würde :)
      Das, was du ansprichst, sieht man dir auch so an. Wenn ich deine Snaps sehe, möchte ich zerfließen. Und klar erzählst du auch, wie anstrengend es ist, ein Baby zu haben, aber man sieht die Liebe förmlich und das macht mich neidisch :D
      Und der letzte Punkt ist auch der, der für mich enorm wichtig geworden ist. Als Mutter - egal ob geplant oder ungeplant - kann man noch so gut vorbereitet sein, letztlich hat man beim 1. Kind doch absolut keinen Plan, was man macht. Alles ist neu, man muss dieses Wesen erstmal kennenlernen und letztlich ist es immer ein Sprung ins kalte Wasser. Übrigens denke ich mir bei sowas auch immer, dass es schon ganz andere Frauen auf dieser Welt geschafft haben - warum also nicht auch ich?

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  6. Liebe Yasmin,
    ein spannendes Thema! Ich hab neulich auch darüber geschrieben, dass ich immer eine junge Mutter sein wollte und wie mein Leben im Augenblick verläuft, rückt der Gedanke "Kinder vor 30" in immer weitere Ferne. Und das stört mich. Da habe ich auch Kommentare und Emails bekommen, in denen stand, warum ich mich um Gottes Willen so reinstresse, jung wie ich bin...
    ... ich kann deine Gedanken also sehr gut verstehen, denn mir geht es auch so, dass ich langsam aber sicher den Wunsch nach einer Familie spüre. Vielleicht nicht sofort, aber bald. Ich persönlich würde sagen, neben einer finanziellen Basis, mit der man dem Kind etwas bieten kann, will ich mir auch hunderprozentig sicher sein, dass mein Partner auch dann Verantwortung für das Kind übernehmen würde, falls die Beziehung scheitern sollte (was sich natürlich keiner wünscht!).
    In diesem Sinne: Geht mit eurem Bauchgefühl, denn "richtig" ist es sowieso nie und es kommt immer anders, als man denkt - aber wenn man schon mal so ein Gefühl hat, sollte man ihm vielleicht vertrauen :)
    Alles Liebe,
    Kathi

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    1. Liebe Kathi,
      vielen Dank für deinen Kommentar :)
      Ich verstehe auch nicht, wie sich andere da das Recht rausnehmen können und dir Stress unterstellen. Es ist doch ein legitimer Gedanke. Weißt du, was ich auch immer so schade finde bei dem Gedanken an das Muttersein mit 30? Das wäre in 5 Jahren...wer weiß, ob meine Großeltern da noch leben. Ich habe eine enge Bindung zu ihnen und auch meinen Eltern und fand die Vorstellung immer wunderschln, dass auch meine Großeltern mein Kind noch kennenlernen können. Nun sind sie nicht super alt, aber der Gedanke ist trotzdem da, dass sie von uns gehen, bevor wir diesen Moment teilen können und das fänd ich so schade.

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  7. Ein klasse Thema und toll verfasster Artikel, liebe Yasmin.
    Nach 8 Jahren Beziehung ist es auch bei mir ein Gedanke, der immer mal wieder aufkommt und großes Grübeln verursacht. Mir geht es ähnlich, dass mein 14-jähriges Ich früher dachte mit 25/26 allerspätestens Mama zu sein. Da hat man dann alles beisammen - Haus, Job, Geld. In Realität mit 25 sieht das ganze komplett anders aus und man denkt, dem Kind überhaupt nichts bieten zu können.
    Aber auch mir kam der gleiche Gedanke wie dir: Meine Eltern hatten anfangs auch nicht viel und waren nicht an dem Punkt and dem sie heute sind, als sie mich bekommen haben und ich habe nie etwas davon mitbekommen und war ein glückliches Kind.

    Mittlerweile bin ich an dem Punkt, dass ich sage, vielleicht in 2 bis 3 Jahren - auch wenn das Herz manchmal jetzt schon nichts dagegen hätte :)

    Liebste Grüße!

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    1. Liebe Vivienne,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir stecken ja quasi in einer ähnlichen Ausgangssituation, was die Länge der Beziehung und das Alter angeht. Ich kann da einfach alles, was du sagst, unterstreichen.

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  8. Ich bin letztes Jahr von einem positiven Schwangerschaftstest überrascht worden. Ich war "erst" ein Jahr mit meinem Freund zusammen (und jetzt sind wir es nicht mehr) und jetzt sitze ich hier und tippe mit der linken Hand während mein süßes Baby auf meinem rechten Arm schläft. Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, was man für eine wahnsinnige Liebe für so einen kleinen Menschen empfinden kann. Es hat alles verändert, aber das Schwangersein, die Geburt waren für mich Erlebnisse, durch die ich mich so weiblich und kraftvoll und zerbrechlich wie nie zuvor gefühlt habe. Die Umstände sind nicht ideal, aber wann sind sie das je und ich bin trotz allem mega glücklich und zerschmelze auch nach dreieinhalb Monaten immer noch beim Anblick von Lina :) Liebe Grüße aus Naumburg an der Saale

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    1. Hallo meine Liebe :)
      Deine Geschichte macht Mut, dass es auch ohne "perfekte" Umstände klappt. Sicherlich ist es schwieriger, aber machbar. Und diese Liebe, die du beschreibst, überstrahlt sicher alles andere.
      Alles Gute euch weiterhin und einen lieben Gruß nach Naumburg ;)

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  9. Du sprichst mir aus der Seele! Damals mit 17-18, habe ich gesagt, mit 25-26 möchte ich das erste Kind haben. Jetzt bin ich 28 und höre die Uhr ganz laut ticken... aber irgendwie ist nochnicht der richtige Moment da. Aber den gibt es ja eigentlich garnicht, wie du schon sagst. Ich glaube es muss einfach passieren und man muss es dann so nehmen, wie es kommt. Und ich hoffe, das ist noch bevor ich 30 werde...

    Tick, Tack...

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    1. Das wird schon, Anni :) Ihr habt ja jetzt auch erstmal das Riesenprojekt Haus gemeistert. Ich habe da auch eigentlich immer Vertrauen, dass man den Zeitpunkt einfach merken wird - ob nun "perfekt" oder nicht.
      Liebe Grüße

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  10. Bevor man sich die Frage stellt, WANN man ein Kind bekommen soll, steht ja erstmal die Frage des OB ÜBERHAUPT im Raum, oder? Ich bin 30 und stehe dem Kinderthema seit meiner Pubertät skeptisch gegenüber. Meine Mutti hat meinen Bruder mit 25, mich mit 30 bekommen. In meiner Jugend kam sie mir immer etwas alt vor irgendwie...und nun wär ich selbst nicht jünger. Mein Freund (5 Jahre älter als ich) möchte um jeden Preis Kinder, am liebsten schon gestern. Als wir zusammenkamen, war ich noch immer skeptisch. Nun ist in mir der Gedanke gereift, dass ich denke, dass ich keine Kinder möchte. Das hat natürlich zu einem fürchterlichen Streit mit meinem Freund geführt und stößt auf allgemeines Unverständnis im Freundes- und Bekanntenkreis. Es ist nicht so, dass ich keine Kinder mag. Ich bastle mit Hingabe Windeltorten, wickle Babygeschenke ein und begleite schwangere Freundinnen zum Babyshopping...und das oft, denn die Babyproduktion läuft in meiner Umgebung auf Hochtouren. Alle müssten wissen, wie ich zum Thema stehe..dennoch kommt jedes Mal, wirklich JEDES Mal sowas wie "Kriegst du da nicht auch Lust?", "Ein Baby steht dir so gut.", "Das ist das Wunder das Lebens. Es bereichert so dein Leben.", "Ihr seid doch jetzt mal an der Reihe." bla. Ich kanns nicht mehr hören. Meine Eltern bringen Sprüche wie "Wir haben uns damit abgefunden, keine Großeltern zu werden.". Dieser ganze Druck macht meine Anti-Haltung nur noch stärker. Selbst meine Frauenärztin sagte beim letzten Mal: "Sie sind ja nun 30, haben Sie schon mal an Kinder gedacht." "(...)Warten Sie aber nicht mehr so lange!"

    Ich bin so enttäuscht, dass meine Entscheidung nicht akzeptiert wird...und man kann doch seine Meinung auch ändern(von skeptisch hin zu Nein), oder? Dass dann darauf rumgeritten wird, dann man vor 2,5 Jahren noch skeptisch, also ja 50:50 dafür war.

    Ich kann doch kein Kind bekommen, nur weils von mir erwartet wird oder weil "ich an der Reihe bin" im Freundeskreis. Wahrscheinlich wär ich dann eine Kandidatin für dieses "regretted Motherhood"-Phänomen. Bin ich denn ein schlechter Mensch, weil ich keine Kinder möchte?

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    1. Liebe Steffi,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich finde die Diskussion so spannend, gerade auch, wenn mal "Gegenstimmen" kommen. Den Punkt des "ob" habe ich im Text ja nur ganz leicht angeschnitten, da es für mich wie gesagt, gar keine Option ist. Dass ich bzw. wir Kinder wollen, stand von Anfang an fest. Ebenso kann ich es aber total verstehen, wenn dieses Modell eben nicht für jedermann ist. Und das ist auch absolut nicht verwerflich.
      Gerade dieses Verurteilen ist doch schlimm. Man muss ja nicht jedem Menschen das gleiche Lebensmodell aufpressen, weswegen du da einfach locker drüberstehen solltest.
      Aber ich gebe die Recht, das kann schwer sein. Irgendwie ist es ja doch eine Rolle, die die Gesellschaft von einem erwartet, aber diese ständig hohe Erwartungshaltung und Unverständnis, wenn man dem eben bewusst nicht entspricht, kann schon nervig sein.

      Ich kann auch total verstehen, dass deine "Antihaltung" durch nervige Kommentare verstärkt wird. Man fühlt sich halt irgendwie bedrängt und so, als ob die eigene Entscheidung nichtd wert wäre. Aber dein Leben, deine Entscheidung.

      Und wenn du doch noch einmal Lust auf Nachwuchs kriegen solltest, ist das genauso in Ordnung, wie wenn es nicht so ist.

      Liebe Grüße

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  11. ICh werde dieses Jahr 26 und man denkt natürlich auch immer wieder über das Thema nach. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wann der richtige Augenblick dafür gekommen ist. Man sollte sich eben nicht alles von den anderen einreden lassen.
    In meinem Umkreis war das Alter wirklich ganz unterschiedlich. Von 22 bis 30 war bisher fast alles dabei. Und hinbekommen haben es auch alle :)
    Ich persönlich finde es absolut nicht verwerflich, bereits mit 25 oder noch jünger Kinder zu bekommen, wenn man dafür bereit ist. Allerdings finde ich es auch verständlich, wenn man sie erst mit 30 will!

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    1. Eine sehr diplomatische Einstellung, die ich absolut teile, Susanne :)
      Das Thema ist einfach ein so persönliches, dass man auf sich selbst und nicht auf andere hören sollte :)

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  12. Ein sehr schöner Post. Ich selbst habe meinen Sohn in dieser Zeitspanne bekommen. Mitte Zwanzig war für mich einfach der perfekte Moment, sich für Nachwuchs zu entscheiden. Ich wollte immer eine junge Mami sein und nicht erst, wenn ich die Karriereleiter hochgeklettert bin. Ich finde, dass die Familiengründung heute vor allem aus materieller Sicht zu oft verschoben wird. Aber da sollte jede auf ihr eigenes Gefühl hören.
    Viele Grüße Bianca

    http://ladyandmum.blogspot.de

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    1. Lieben Dank, Bianca!
      Ich kann deine Einstellung nur unterstreichen. Ich gehe da total mit :)

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  13. Hmmh...was soll ich sagen - ich werde jetzt dann 30!!! und der 30ger- das scheint in der Gesellschaft ja eine magische Zahl zu sein und der Reihe nach kriegen meine Freundinnen die Krise, wenn sie noch kein Baby haben. Job - ja erst sei kurzem, weil davor Studium. Wohnung - superklein, weil größer können wir uns nicht leisten.
    Aber wir wollen unbedingt ein Kind.

    Ja es haben noch alle irgendwie hinbekommen. Irgendwie. Wenn man Hilfe hat - dann ja. Mit viel Gejammer - ja. Sorry, das ist etwas, das kotzt mich an und ich sage das auch direkt heraus.
    Ich finde, man ist es dem Kind sehr wohl schuldig, dass es im bestmöglichen Umfeld aufwachsen kann. Das man nicht jeden Cent umdrehen muss, dass man auch noch nach der Karenz einen Job hat, dass es Platz hat. Mich nervt es dermaßen, dass in der Verwandtschaft eine ist, die unbedingt ein Kind hat, die Krise hat, weil es nicht sofort klappt (was auch schlimm ist - kein Thema!! - da wünscht man keiner Frau), aber hat keinen fixen Job (nur stets 1-Jahres-Verträge), eine Mini-Wohnung (da passt nicht mal mehr ein Wickeltisch rein), weit entfernt von Familie. Hat derzeit riesige Ausgaben und jammert ständig, dass sie eh schon die finanzielle Hilfe ihrer Eltern braucht. Aber wir wollen ein Kind?? Hääääääääääh?

    Ich möchte auch ein Kind - es geht halt im Moment nicht. Weil ich innerhalb meiner Organisation Job gewechselt habe und dafür Ausbildungen machen muss, die halt nicht in nächster Nähe stattfinden - da kann ich nicht sagen, ja unbedingt brauch ich jetzt das Kind und irgendwer wird sich drum kümmern.

    Ich denke schon, dass man sich - gerade als Mutter!!!! - bewusst sein sollte:
    - habe ich Leute in meinem Umfeld, die mir im Notfall helfen (wenn halt gar keine Verwandtschaft oder Freunde da sind, die einem helfen können - du brauchst nur die Grippe haben und bist heilfroh, wenn dir jemand das Kind abnimmt!)
    - kann ich es mir auch leisten - damit meine ich nicht nur den Alltag, sondern oft ist mit dem Kind dann eine größere Wohnung oder die Anschaffung eines Autos/ eines größeren Autos verbunden; zumindest bei uns in der Gegend muss man sich auch schon überlegen, Geld für eine Privatschule auf die Seite zu tun, weil die öffentlichen Schulen im Umkreis so schlecht sind
    - wie sieht es hinsichtlich Job aus? Weil irgendwann wird man auch als Mutter wieder arbeiten gehen müssen; in den seltensten Fällen können es sich noch die Frauen leisten, daheim zu bleiben.

    Ein Baby ist eine Verantwortung - ich denke, die schönste Verantwortung, die man auferlegt bekommen kann - aber eben eine Verantwortung. Und das finde ich nicht ok, dann zu jammern, dass man keinen Job hat, dass man kein Geld hat - sorry, das muss ich mir vorher überlegen!

    Aber was das Alter betrifft - es gibt Frauen, die schaffen das in sehr jungen Jahren ganz prima und Frauen, die mit 40 überfordert sind. Ich denke, den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht und man kann zig Ratgeber lesen und wird gerade beim ersten Kind etliche Momente verbunden mit Überforderung und Angst erleben.

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  14. Ich finde deinen Post wirklich sehr schön geschrieben.
    Ich finde es total normal in dem Alter vermehrt über dieses Thema nachzudenken. Bei mir ist der Gedanke schon immer da, ich wollte schon immer Mama werden. Mittlerweile steht es bei uns nicht mehr nur im Raum sondern soll definitiv Realität werden. Noch konzentrieren wir uns auf unsere Hochzeit im Mai aber dann lassen wir uns überraschen wann es für uns soweit sein soll. Meiner persönlichen Meinung nach muss die Basis stimmen aber man kann sich auch immer noch mit einem Kind selbst verwirklichen. Vielleicht auf eine andere Art und Weise aber man kann es. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich denke mit dem Partner den man liebt und eventuell auch heiratet, kann es kein größeres Glücksgefühl geben als ein gemeinsames Kind. Liebe und Familie sind doch letztlich immer wieder wichtiger als eine steile Karriere und das große Geld.

    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Liebe Lisa,
      vielen Dank für deinen Kommentar und Alles Gute schon einmal für die Hochzeit :)

      Für mich persönlich sind Liebe und Familie auch das wichtigste Gut, aber ich glaube, das ist nicht selbstverständlich. Es gibt viele Menschen, die einfach schlechte Erfahrungen gemacht haben und dann eben einen anderen Weg gehen. Das lässt sich nur sicherlich aus der Perspektive, in der alles gut lief, schwer nachvollziehen, aber deswegen ist es nicht weniger in Ordnung, andere Schwerpunkte zu haben :)

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  15. Liebe Yasmin,
    ich kann dir nur sagen, dass es den richtigen Zeitpunkt wirklich nicht gibt! Es wird ihn nie geben. Früher dachte ich immer mit Anfang 20, ja da will ich Kinder. So schnell konnte ich gar nicht bis auf 3 zählen und schwups war ich 22. Ok, wir verschieben das ganze auf Mitte 20... mit 25 war es immer noch undenkbar, ok der Plan lautet Ende 20! Vor einem halben Jahr dachte ich mir "vor 30 auf gar keinen Fall"! Jetzt bin ich 27 & im 5. Monat schwanger! Ich gehöre zu denjenigen wo es einfach passiert ist, die das große Glück haben die Entscheidung irgendwie abgenommen zu bekommen. Zu einem Zeitpunkt der doch irgendwie perfekt passt.
    Ich kann nur für mich sprechen, wir sind wirklich überglück aber hätten wir die Wahl gehabt dann hätten wir wohl weiter einen Haken gefunden und noch 3 Jahre gewartet und in 3 Jahren wäre dann wohl das nächste "Problem" aufgetaucht.
    Ich fühle mich nicht 100%ig bereit aber denke auch das tut man wohl nie! Ich habe einen wunderbaren Freund den ich sehr liebe, wir haben etwas Geld gespart und haben unsere Familien hinter uns also was soll schief gehen :)
    Ich will damit nur sagen den perfekten Zeitpunkt wird es nie geben! Vertraut auf euer Gefühl... Viel Glück und alles Gute euch beiden!!

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar :)
      Ich glaube auch, dass man einfach früher so Vorstellungen mitbekommen hat, weil man es von der Elterngeneration so kannte. Damals waren die Umstände andere und dementsprechend wurden diese Entscheidungen gute 5 Jahre eher getroffen. Das merkt man dann aber erst, wenn man anfängt, auf eigenen Beinen zu stehen und sich außerhalb des Radius der Elterngeneration bewegt. Deswegen kann ich es total verstehen, dass es bei dir auch gedauert hat im Vergleich zu deiner eigentlichen Vorstellung. Umso schöner ist doch aber jetzt euer Glück.
      Ich wünsche euch alles Gute :)

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  16. Hallo Yasmin, wie du gestern auf meinem Instagramprofil lesen konntest habe ich meine Schwangerschaft geortet-mit 25! Dein Artikel kommt also wie gerufen. Zwei meiner Freundinnen haben erst ein Baby. Ich habe seit Jahren meine Ausbildung abgeschlossen und arbeite in meinem Beruf-Krippenerzieherin (mit dem Kinderthema bin ich also täglich umgeben gewesen). Auch mit meinem Freund bin ich schon seit 7 Jahren sehr glücklich zusammen. Ich finde es muss einfach passen. Mein Freund hat jetzt auch noch Stress, da er sich mitten im Lehramtsreferendariat befindet. Etwas was ja auf dich auch noch zukommen wird Yasmin. ;) In meinem Leben kam einfach der Punkt, indem ich, und auch mein Freund, uns dieses kleine Wesen so sehr gewünscht haben, das wir gesagt haben: Jetzt wollen wir nicht mehr warten. Wir haben beide Ersparnisse, mein Freund hat endlich sein erstes Gehalt und wir sind sehr glücklich mit unserer Entscheidung. Für jedem gibt es den einen Moment, indem man es dann spüren wird. Aber eben für jeden selbst und das kann mit 25 oder eben mit 35 erst soweit sein. Klar sollte das Umfeld stimmen aber ich finde das Liebe schon der Grundbaustein ist!
    Und wenn du noch ein wenig egoistisch sein willst ist das auch ok,:)
    Ganz liebe Grüße Sabrina

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  17. Ich bin mit 27 schwanger geworden und mit 28 habe ich mein Baby bekommen. Habe schon davor mein Studium an der Uni abgeschlossen, mein Trainee in der Agentur ebenfalls und mein Fernstudium habe ich kurz vor der Entbindung beendet. Es ist also alles möglich und die beste Entscheidung meines Lebens gewesen, "früh" Mama zu werden. Ich habe schon vor ein paar Wochen auf meinem Blog meine Gedanke zu diesem Thema geäußert und alle Frauen mit Mitte 20 und Kinderwunsch in ihrer Entscheidung ermutigt. Man muss nicht 2 Autos in der Garage stehen und ne Eigentumswohnung haben, um Kinder zu bekommen. Das sind total überzogene Vorstellungen. Die Hauptsache ist, dass man Liebe geben kann und als Persönlichkeit gereift ist.
    Liebe Grüße, Ari
    http://www.moderiamia.de

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    1. Liebe Ari,
      deine Geschichte klingt doch super. Für mich persönlich ist es wichtig, so ein paar Pfeiler zu haben. Einen Abschluss, eine Perspektive. Aber ich kenne auch Beispiele, wo es eben überraschend kam, mitten im Studium, völlig ungeplant und es hat trotzdem wunderbar geklappt. Es geht auch irgendwie immer, man muss nur wollen und den für sich richtigen Weg findet.

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  18. Toll, dass du dieses Thema ansprichst! Ich habe auch den Eindruck, dass es zum Teil ein Tabu geworden ist, mit Mitte 20 schon sesshaft werden zu wollen. Ich bin vor zwei Monaten mit meinem Freund zusammengezogen - etwas außerhalb, nicht direkt in der Stadt - und damit sind wir bereits auf völliges Unverständnis gestoßen. Gleich nach dem Umzug ist auch unser Welpe bei uns eingezogen, und auch da habe ich mehrfach Dinge gehört wie: "Aber dann könnt ihr doch gar nicht mehr verreisen!" und "Das ist doch eine riesen Einschränkung, das könnte ich nicht. Ich will doch noch was erleben, solange ich jung bin!". Das hat uns einen kleinen Vorgeschmack darauf gegeben, wie es wäre, wenn wir jetzt Nachwuchs bekommen würden. Dabei ist es völliger Unsinn. Letztendlich gibt es den perfekten Zeitpunkt nicht, da hast du völlig recht, ABER: Meine Eltern waren in den 20ern als Kinder bekommen haben. Zu diesem Zeitpunkt fehlte für die ganz großen Abenteuer ohnehin das Budget. Und als sie dieses hatten, waren wir bereits alt genug, um keine Einschränkung mehr zu sein.
    Ich glaube, daran denken viele gar nicht - dass man später immer noch viele Träume verwirklichen kann und es einem womöglich sogar leichter fällt, weil man eine bessere Basis hat, weil man nicht ständig denkt, dies zu Ungunsten des eigentlich ja doch schon vorhandenen Kinderwunsches zu tun.
    Ich selbst wollte immer mit spätestens 25 Mama werden. Dieses Jahr werde ich 24 und so langsam frage ich mich, ob dieser Plan noch realistisch ist. Vermutlich wird es dann doch alles irgendwie spontan - und passt dann zeitlich genauso gut. :)

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    1. Vielen Dank für deinen Input. Ich glaube tatsächlich, dass viele einfach Angst haben vor diesen "Einschränkungen" und wir heutzutage einfach so viele tolle, spaßige Optionen haben, dass man die erst einmal ausleben möchte, bevor man sich so "bindet". Das ist denke ich ganz normal. Aber wie du schon sagtest, ich habe auch manchmal das Gefühl, dass man es eh nicht richtig machen kann. Da gibt es diejenigen, die verurteilen Menschen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden oder aber diejenigen, die das frühe Kinderkriegen verteufeln. So richttig Recht machen, kann man es anscheinend nicht. Aber das muss man ja auch nicht, letztlich ist es einfach eine persönliche Entscheidung :)

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  19. Irgendwie fühle ich mich als Außenseiter, wenn ich die ganzen Kommentare lese... für mich war schon immer und auch bis zum heutigen Tag (ich bin 30) klar, dass ich keine Kinder haben möchte. Ich kann es mir weder vorstellen noch wäre es für mich ein wünschenswerter Zustand, obwohl ich ein Familienmensch bin (Eltern, Geschwister). Für mich wäre das allerdings eine zu große Einschränkung im Leben...
    Meine Mama hat mich mit 38 bekommen, was damals schon spät war. Ich fand es gut so und könnte mir eher nicht vorstellen, eine junge Mutti gehabt zu haben.

    Liebste Grüße
    Deine Romi
    von www.romistyle.de

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    1. Liebe Romi,
      fühle dich bitte nicht als Außenseiter. Deine Position ist absolut in Ordnung und es muss doch auch Menschen geben, die einen anderen Weg einschlagen. Das sollte und darf man nicht verurteilen. Warum auch? Für jeden gibt es eine andere Erfüllung und du kannst Familienmensch sein, ohne eigene Kinder zu wollen.
      Ganz liebe Grüße

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  20. Ich muss sagen, dass ich da auch eher "anders" gestrickt bin. Obwohl ich schon 27 bin, liegen Kinder und Hochzeit für mich noch in weiter Ferne. Ich möchte noch so viel sehen und erleben und fühle mich einfach noch nicht bereit, Verantwortung für ein kleinen Menschen zu übernehmen. In meinem Umkreis sind viele schon verheiratet, haben Kinder oder planen welche. Und wenn man dann sagt, dass man selber noch überhaupt nicht daran denkt, wird man schon einmal schräg angesehen. Neulich fing sogar meine Mutter damit an. Spätestens das hat mir noch mehr gezeigt, dass die Uhr tatsächlich tickt. Trotzdem, Anfang 30 ist für mich immer noch ein gutes Alter.

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  21. Ich wurde während des Studiums ungeplant schwanger. Ich bereue es kein bisschen. Klar floss bei mir das Geld nicht gerade, aber uns hat es an nichts gemangelt. Und ein Eigenheim haben wir uns erst dieses Jahr leisten können. Da ist der Zwerg schon 4 Jahre alt. Ich denke nicht, dass er eine schlechte Kindheit hatte/ hat nur weil wir das ein oder andere nicht hatten. Das einzige was ich bereut habe, war, dass der Kleine so früh in die Kita musste. Ich hatte oft schuldgefühle dass ich einen Teil seines Lebens verpasse. Aber das liegt ja an der Person selber. Es war eben nur meine persönliche Einstellung. Wir möchten jetzt ein zweites Kind, aber der Zeitpunkt ist nicht perfekt. Diesen Zeitpunkt gibt es aber nicht. Wenn ich danach gehen würde, würden wir das zweite Kind wahrscheinlich in 10 Jahren bekommen. Aber das wäre ja auch wiederrum zu spät. Ich denke sobald beruflich bei uns alles passt werden wir uns weiter Gedanken machen.
    Ein perfekter Zeitpunkt existiert meiner Meinung nach nicht. Aber wenn das Kind da ist ändert sich alles und man ist auch mit dem billigen wickeltisch zufrieden. Es herrscht sowieso ein starker Konkurrenzkampf zwischen den Eltern. Wer hat das beste... Wer zieht seinem Kind die und die Markesachen an...wessen Kind kann am frühestens gehen/sprechen usw...

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  22. Liebe yasmin,
    Kompliment für deinen tollen Blog! Ich lese mich hier wirklich gerne durch, vor allem, weil ich mich sooo gut mit dir identifizieren kann. Ich bin 22 und stehe unmittelbar vor meinem Examen. Hab auch Lehramt studiert 😉. Die Sache mit dem Nachwuchs beschäftigt mich auch sehr, dein Blogpost könnte also von mir sein. Ständig diese Frage, ob es vor, während oder nach dem Referendariat sein soll und auch der Aspekt mit dem Alter. Muss ich wirklich vorher noch so unfassbar viel erleben? Ich weiß ja nun, wie du dich entschieden hast - natürlich bist du jetzt im höchsten babyglück auch nicht "neutral urteilsfähig", aber vielleicht kannst du trotzdem deine Beweggründe oder die Zweifel, die du damals hattest, formulieren, um mir ein bisschen weiterzuhelfen. XO Vanessa

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