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6 Tipps für ein sanftes Smartphone-Detox

Erst kürzlich erzählte ich euch davon, wie wohltuend ich gerade an Feiertagen die Zeit mit der Familie oder Freunden empfinde und dabei die Social Media Welt sehr gern ausblende. Gerade in unserem Job und dieser bunten Bloggerwelt betrachte ich eine gewisse Portion Abstand als gesund. Nicht nur, um Perspektiven gerade zu rücken, sondern einfach auch mal außerhalb dieser Blase zu leben. 

Überall wird von der Generation Smartphone gesprochen, Teenies, aber auch Erwachsene, die regelrecht abhängig von der Technik geworden sind und am Bildschirm kleben. Und das stimmt ja auch - zumindest bei einem Großteil der Menschen und bei Bloggern und Mitarbeiter der Social Media Welt sowieso. In 9 von 10 Fällen würdet ihr mich mit Iphone in der Hand antreffen. Ich schaue öfter als mir lieb ist aus Langeweile und Routine darauf und hinzu kommt, dass es als Blogger eben unser "Job" ist, allzeit erreichbar zu sein. Mails beantworte ich schnell zwischen Tür und Angel am Handy, wenn sie besonders dringend sie - auch am Wochenede oder um 23Uhr noch schell aus dem Bett. Hinzu kommen etliche Kommentare und Lesermails, die ich natürlich auch berücksichtigen möchte. Dann noch hier ein schnelles Instaupdate und seit Snapchat ist ja sowieso irgendwie jeder 24/7 erreichbar. Einerseits faszinierend, andererseits ganz schön verstörend. Und ein echter Teufelskreis. Vor allem, wenn man mit den Sozialen Medien aktiv arbeitet und die Follower ja irgendwie auch Updates erwarten.

Was man dennoch machen kann? Einfach etwas runterfahren. Sich anzugewöhnen, nicht immer erreichbar zu sein. Teil der Onlinewelt zu bleiben, ohne zu sehr darin zu verschwimmen. Denn dieser "Zwang", ständig aufs Handy nach Updates zu starren und alles sofort beantworten zu wollen, geht mir an mir persönlich tierisch auf den Sack und all meine Mitmenschen vermutlich auch, nur waren sie meist so höflich und sagten nichts. 

Was ich also schon vor einer ganzen Weile dagegen unternommen habe? Bewusst dagegen ansteuern! Das klappt mal mehr oder weniger gut, aber einige der folgenden "Smartphone Detox" Punkte habe ich bereits erfolgreich integriert, andere möchte ich zukünftig noch besser umsetzen.

1. Push Benachrichtigungen ausschalten

Ich weiß gar nicht mehr warum, aber vor etwa einem Jahr entschied ich mich dafür, sämtliche Push-Benachrichtigungen, vor allem aber die von Insta auszustellen. Sie machten mich regelrecht wahnsinnig. Wenn den ganzen Tag über der Bildschirm ununterbrochen aufploppt und man somit rund um die Uhr unter Druck gesetzt wird, zu antworten, kann man ja nie abschalten. Denn selbst, wenn das Handy beim abendlichen Fernsehen 2m entfernt liegt, ignoriert man das ständige Blicken nicht völlig. Dann ist man irgendwann doch dazu gereizt, "nur mal schnell nachzusehen, was los ist" und schwupp sind wieder 30 Minuten herum. Deswegen: Pushbenachrichtigungen ausstellen. Bedeutet weniger Stress für euch und die wirklich wichtigen Dinge erfahrt ihr so oder so.

2. Bewusste Pausen nehmen

Ob bei der Arbeit, beim Treffen oder auch beim Fernsehen: Smartphones lenken ab. Deswegen halte ich es für sinnvoll, bewusst Pausen einzulegen. Wenn der Akku vielleicht gerade leer, nicht gleich wie ein Ertrinkender zum Ladegerät rennen, sondern einfach mal auslassen. Denn auch hier gilt: in wirklich wichtigen Notfällen erreichen euch die Leute auch anderweitig. Übrigens gibt es mittlerweile auch hilfreiche Apps (z.B. Offtime), die eure Zeit am Handy tracken, euch regelmäßig daran erinnern, es wegzulegen und Pausen einzuhalten. Wenn man da erst einmal vor Augen geführt bekommt, wie lange man tatsächlich am Handy sitzt, ist das schon erschreckend.

3. Beim Essen oder beim Treffen mit Freunden bleibt das Iphone in der Tasche

Bei diesem Punkt muss ich mich auch schuldig bekennen. Ihr trefft euch mit Freunden und schon wieder liegen alle Handys auf dem Tisch. Zwischendurch, wenn ein Gespräch mal abdriftet oder man den Anschluss in der großen Runde verloren hat, wird dann gedankenverloren zum Smartphone gegriffen, was einfach nur unhöflich ist. Mittlerweile lasse ich es in der Tasche, hole es nur kurz mal für einen Instashot heraus, wenn mir was wirklich gut gefällt, lege es dann aber bewusst zurück. Um kurz nachzuschauen, ob ich eine wichtige Nachricht erhalten habe, reicht dann auch eben mal die kurze Raucherpause der Mädels, währenddessen ich am Tisch verweile. Sind wir aber alle wieder vollzählig, heißt es Timeout. Und das ist gut so. An Geburtstagen oder Feiertagen bleibt es mittlerweile sogar komplett im Zimmer, so dass ich erst Stunden später wieder danach sehe. Diese Szenarien zeugen von ganz schön enormer Abhängigkeit, aber so ist das eben, wenn man a) nicht nur mit den Sozialen Netzwerken großgeworden ist, sondern sie b) zum Job dazugehören.

4. Versuch das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen und überlege dir neue Routinen

Bitte einmal alle die Hände heben, die vor dem Einschlafen oder nach dem Aufstehen "noch mal fix" sämtliche Apps checken. Ja, meine größte Sünde. Oft liest man dann davon, dass es hilfreich sei, das Handy ganz aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Ein Punkt, der mir enorm schwer fällt, da ich 1. hier meinen Arbeitsplatz stehen habe und 2. nur allzu gerne aus dem Bett arbeite und mir dort meine Arbeitsstation aufbaue. Also definitiv ein Punkt, den ich selbst noch viel besser umsetzen müsste. Wie wäre es also mit neuen Routinen? Statt zum Handy zu greifen, ein Buch zu wählen. Noch einmal ausgiebig mit dem Partner zu schmusen oder sich vorzulesen?

5. Bleib bewusst den Social Media Kanälen fern und poste einfach mal gar nichts

"Wenn du auf Instagram erfolgreich sein möchtest, musst du regelmäßige Updates liefern - am besten 2-3x am Tag". Nein, musst du nicht, bzw. nur bedingt. Natürlich ist es schön, wenn dich deine Follower mehrmals die Woche statt nur alle paar Monate mal zu Gesicht bekommen, aber zu viel posten, kann einfach nervig sein und unter Druck setzen. Bei mir ist es so, dass es Phasen gibt, in denen ich einfach viel zu zeigen habe und andere, in denen ich einfach nichts interessantes fotografieren konnte. Früher habe ich dann einfach irgendwas gepostet, was sich noch auf meinem Handy befand, einfach um zu posten und das ist der größte Quatsch überhaupt. Deswegen poste ich, wenn ich nichts zum Zeigen habe oder mir die Momente für mich bewahren möchte, einfach nichts. Und das ist völlig ok so. Dafür gibt es dann nach 2-3 Tagen Ruhe (was ja für einen Blogger echt schon eine lange Pause ist) vielleicht ein Bild mehr zu sehen - oder auch nicht. Nehmt euch also bewusst solche Auszeiten.

6. Es ist ok, nicht immer erreichbar zu sein

Noch so ein Punkt, der einer der Hauptgründe unserer gestressten Gesellschaft ist, ist die ständige Erreichbarkeit. Wenn man ständig erreichbar ist, erwarten die Leute irgendwann automatisch, dass man erreicht werden kann. Das führt dazu, dass der Bogen gerne überspannt wird und diese Erreichbarkeit ausgenutzt wird. Statt euch also unter Druck zu setzen, dass ihr auch am Wochenende, nach Feierabend und sowieso ständig und immer erreichbar sein sollt, zieht den Stecker oder drückt eben den Off-Knopf und entspannt einfach mal. Jeder Mensch hat Ruhezeiten verdient und die wirklich wichtigen Dinge bekommt man auch so mit. Natürlich muss man auch hier das richtige Maß finden. Mails wollen früher oder später beantwortet werden. Falls ihr also eine längere Auszeit plant, denkt an Abwesenheitsbenachrichtigungen oder aber legt euch ein Zeitfenster, in denen wichtige und weniger wichtige Mails beantwortet müsst.



Das waren so meine Strategien, die ich wie gesagt mal mehr oder weniger gut umsetze. Schon die kleinsten Änderungen im Verhalten sorgen dabei für ein wenig mehr Luft und Freiraum, für weniger Druck und letztlich auch mehr Spaß an der Sache. Achtet natürlich darauf, dass ich hier wirklich von Menschen ausgehe, die das Smartphone nicht nur als Freizeitgerät nutzen, sondern auch beruflich einfach 24/7 online sind und sich dementsprechend andere Verhaltensmuster ergeben.

Habt ihr ein paar hilfreiche Tipps auf Lager oder Regeln aufgestellt, um den Social Media Konsum und das Smartphone-Nutzungsverhalten etwas einzudämmen?

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11 Kommentare

  1. Hallo liebe Yasmin :-) Toller Post und echt geniale Tipps! Ich habe mir auch vorgenommen in nächster Zeit mal nen Gang zurück zu schalten. Man verliert durch diese ganzen Apps einfach den Überblick und vergisst auch oft auf sich selbst, die Familie, den Freund etc.

    Danke für die Tipps :)
    Liebste Grüße, Julia
    www.chicchoolee.com

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  2. Sehr schöner Beitrag! Solche Texte regen mich immer an, mein Konsum etwas herunter zu fahren und mich mehr auf das Leben selbst zu konzentrieren. Einige deiner Strategien befolge ich selbst auch, besonders in Gesellschaft anderer. :)

    Grüße,
    Johanna von http://dream-factory-of-my-world.blogspot.de

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  3. Ich bin tagsüber durch meinen Job im Office komplett eingeschränkt was Social Media angeht - nur wenn ich Pause habe kann ich auf Handy etc. zugreifen. Ansonsten ist das absolut tabu - und das finde ich auch richtig so, denn so wird Social Media Detox unterstützt. Natürlich haben wir vom PC vollständigen Zugriff auf das Internet - und ich kann so wie jetzt in meiner Pause auf das WWW zugreifen - und tue es auch.

    Mein herzmann und ich verwenden abends ab 21 Uhr keine digitialen Devices mehr... d.h. kein Handy etc. Und an Feiertagen etc. ist es bei uns bereits seit langem in der Familie ungeschriebenes Gesetzt, dass digital detox herrscht.

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  4. Vielleicht hast du meinen gestrigen Sonntagspost gelesen? Ich werde mir wohl auch ein bisschen freie Zeit gönnen und einen digitalen Detox machen. Ob ich mir es komplett verkneifen kann aufs Handy zu gucken bezweifle ich. Aber so ein sanfter Detox wird es auf jeden Fall werden!

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  5. Was für ein wundervoller Post. Ich bin auch schon länger am Überlegen ob ich mir mal ein Digital Detox gönne aber ich glaube dafür bin ich zu süchtig. Deshalb werde ich wohl eher einfach ein paar deiner Tipps befolgen. Push Benachrichtigungen hab ich zum Beispiel alle aus, außer SMS und Whatsapp :D

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

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  6. Wenn man unterwegs ist oder verabredet, einfach mal das Handy daheim lassen. Ich hab meins schon ein paar Mal vergessen und dann kommt man gar nicht erst in Versuchung.

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  7. Richtig gutes Thema hast du da angesprochen. Ich habe vor Kurzem meine Push Benachrichtigungen ausgeschalten und muss sagen - es hilft wirklich! Irgendwie bringt das bei mir eine allgemeine Ruhe ins Leben - sehr angenehm :)
    Vor allem im Restaurant finde ich, dass es zum Anstand gehört, das Smartphone zur Seite zu legen - am besten lautlos, verringert die Neugierde und klappt erstaunlich super!

    Love, Isa Red | www.lookatisared.blogspot.de

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  8. Hi Yasmin, ich find solche bewusste Handypausen auch total wichtig. Mir fällt es immer in den ÖV's auf, wieviel Zeit Menschen an ihrem Handy verbringen, deswegen habe ich mir ein "Handyverbot" im Zug zur Arbeit auferlegt und geniesse diese Zeit dann ganz bewusst und schaue aus dem Fenster raus ;)

    Liebe Grüsse
    Sonja
    www.littlewhitepages.wordpress.com

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  9. Da ich wegen der Arbeit 24/7 erreichbar sein muss, bin ich um jede Minute froh in der mein Handy nicht in meiner Hand ist. Die Idee die Push-Benachrichtigungen abzustellen ist absolut gut und zumindest für Insta, Facebook und so weiter auch bei mir gerne und schon eine Weile im Einsatz :) Oder eben nicht :D Ich wünschte mir wirklich mein Handy abends einfach Mal in den Flugmodus zu stellen, aber leider bin ich auch für die kleinsten Sorgen in der Arbeit zuständig und somit bleibt das Handy leider auf 'laut'. Ich beneide jeden der sein Handy ausmachen kann, wenn einfach alles andere nervt :D

    Liebste Grüße, Edith

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  10. Ich dachte eigentlich, dass ich oft ins Handy schaue, aber anscheinend ist dem nicht so, wenn ich die Tipps so lese :).
    Eigentlich habe ich mein Handy nur in der ubahn in der Hand (wenn ich einen Sitzplatz habe), weil ich da einfach sonst nur sinnlos rumsitze. Früher habe ich immer ein Buch gelesen, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr. Zu voll, zu laut, es stresst mich einfach.
    Mein Handy ist sonst immer auf lautlos und oft kriege ich es auch einfach nicht mit, wenn mich jemand angerufen hat.
    Beim Essen oder beim Fernsehen habe ich es zwar oft in der Hand, aber nur wenn ich alleine bin und das finde ich auch ok so.
    Wenn ich unterwegs mit einer Freundin bin, dann schaue ich ab und zu (vllt Max 3 mal in 3-4 Std) wegen der Uhrzeit aufs Handy. Wenn ich aber sehe, dass ich eine sms bekommen habe, dann antworte ich trotzdem nicht (außer es ist irgendwas wichtiges) sondern warte bis ich auf dem Heimweg bin.
    Man kann es natürlich übertreiben mit der heutigen Technik, ich finde es aber hauptsächlich praktisch, dass ich auf meinem Handy alles immer dabei habe: Kalender, Fotos, Fitnessapp, Unisachen etc.

    Liebe Grüße
    Sarina :)

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  11. Schöner Beitrag :) Wenn ich mit Freunden einen Kaffee trinken gehe, habe ich mein Handy immer weggepackt und abends lasse ich mein Handy zum Laden in der Küche :) Die zwei Punkte klappen bei mir also schon mal gut :)
    Liebe Grüße, Anni

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