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#goals - gefangen im Social Media Dschungel


Den Entwurf für diesen Gedankentext habe ich seit August 2015 nunmehr mindestens zehnmal geändert. Überarbeitet, eifrig weitergeschrieben, dann doch wieder verworfen, mich aber nicht getraut zu löschen. Ich war unentschlossen bezüglich ein paar Gedanken, der Frage, welche Stellung ich denn nun beziehe in diesem Social Media Dschungel. Und auch wenn ich heute in dem Moment, in dem ich in meinem Bett sitze und diese Zeilen tippe und noch einen neuen Aspekt hinzufüge, immer noch nicht weiß, wo genau ich mich positionieren soll, welche Konsequenzen diese Gedanken über die Power der Social Media für mich und für andere hat, möchte ich meine Gedanken mit euch teilen, weil es wichtig ist. Finaler Auslöser, die Überlegungen doch zu teilen, war die junge Essena O'Neill, deren radikale Entscheidung, Social Media den Rücken zu kehren, mich gestern sehr zum Nachdenken angeregt hat.

Der Blogger als selbstgemachter Social Media Sklave

Ich scrolle nur mal schnell noch meinen Instafeed durch, sage ich zu ihm. Er verleihert genervt die Augen. Wieder einmal. Es ist Montagmorgen und statt noch ein wenig im Bett rumzuliegen und den Tag ruhig anzugehen, stürze ich mich in den Social Media Dschungel. Wieder einmal. Das was als gelegentlicher Check begann, ist mittlerweile zur Routine geworden. Einer fragwürdigen Routine, die mich viel zu oft selbst nervt, aus der ich aber nicht so einfach ausbrechen kann. Viel zu groß die Neugier, was andere so treiben, was es Neues gibt und da ist ja noch das eigene Mitteilungsbedürfnis...
Als Blogger ist man ein selbstgemachter Sklave der Social Media Kanäle. Lädt hier und da zwischen Tür und Angel ein paar Impressionen hoch. Das dauert keine fünf Minuten und zieht uns dennoch in den Bann. Eine (schlechte) Angewohnheit, bei der unsere Mitmenschen, die nicht ganz so eingebunden sind, nur genervt den Kopf schütteln können. Und ja, irgendwie verstehe ich sie ja auch. Groß geworden bin ich nicht mit Handy am Ohr. Mit 14 gab es das erste Gerät - ein Trium mit fettem Antennenknubbel. Damals nutzte ich es nur im Notfall, spielte vielleicht mal Snake und schickte meinem Schwarm eine teure SMS. Getroffen wurde sich draußen, der neuste Klatsch via Zettelchen im Unterricht umhergeschoben. Ich spielte heimlich noch mit Barbiepuppen, versuchte mich aber auch am ersten Lidstrich. Verabredet wurde sich via Haustelefon und Momente wurden im Geist gespeichert, nicht auf teuren Geräten oder via Whatsapp Message. Schlecht ging es uns damals wirklich nicht und irgendwie brauchte man all diese Dienste gar nicht.
Schaut man sich die Kommunikation bei heutigen Teenagern an, sind Snapchat, Insta und Co. nicht mehr wegzudenken. Jede Generation hat ihre App, heißt es. Momente werden geteilt, schnelle Snaps verschickt, in Whatsapp-Gruppen Geburtstagsgeschenke besprochen und via Facetime die Sehnsucht gestillt. Aber manchmal sind da die Momente, wo wir uns fragen: Wieviel Social Media ist genug? Wie viele Apps benötigen wir noch, bis wir platzen. An Inspirationen, Schaffensdruck und Up to Date sein wollen?

Manchmal fühle ich mich, als würde ich mit meinen Beinen in zwei unterschiedlichen Welten stecken...

Soziale Medien gehören für mich ganz automatisch zum Bloggerdasein dazu. Sind Teil dieser Profession und meine Motivation, mich bei den Diensten anzumelden, war vor allem als Bloggerin präsent zu sein. Meine Inhalte schneller mit euch zu teilen, auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, denn genau das war es auch, was mich an anderen Bloggermädels und ihren Instagram Accounts reizte. Kein Wunder also, dass ich kaum Privataccounts folge, sondern hauptsächlich Bloggergirls. Ich wüsste auch nicht, ob ich als "Nur-Yasmin" - ohne Inlovewith im Nacken -private Eindrücke teilen würde.
Im Privatleben trifft das allerdings auf merkwürdige Diskrepanzen. Ist in Amerika der eigene Hochzeitshashtags für schnelle Instagram-Updates längst selbstverständlich - auch wenn man keine Internetperson ist -  wird das Medium in meiner Altersgruppe hierzulande kaum privat genutzt. So passiert es mir ganz oft, dass ich bei Treffen mit Freunden beim gemütlichen Beisammensein den Abendhimmel bestaune und am liebsten auch einen Snapshot davon machen würde. Weil ich ihn in dem Moment so schön und teilenswert finde. Dann kommt da aber die Scham, das Handy zu zücken, weil wenigstens einer einen Kommentar a la "na, müssen wir wieder Instagrambilder machen" loslässt. Und schon habe ich ein schlechtes Gewissen und fühle mich ertappt, ständig von allen schönen Dingen Fotos machen zu wollen. Was eigentlich Quatsch ist, denn dieses Bewusstsein für die alltäglichen, schönen Dinge hat sich erst durch diese verrückte App bei mir verstärkt.

Wie reflektiert gehen wir tatsächlich mit Social Media um?

Mit meinen Mädels hatte ich erst im Sommer das Gespräch über Soziale Medien und die Notwendigkeit von Medienpädagogen, die auch in Schulen für Reflektion sorgen müssten. Wann sollte die Grenze gezogen werden zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit. Warum fällt es uns so leicht, uns ungeschminkt bei Snapchat zu offenbaren, fremde Leute an unserem Alltag teilhaben zu lassen, unüberlegt Inhalte für alle Welt zugänglich zu machen?
Während für die einen von uns Social Media ganz selbstverständlich ist, ist es an anderen mehr oder weniger vorbei gezogen. Hinter Instagram und Co. steckt für sie kein größerer Sinn. Warum sollte ich Bilder mit Fremden teilen, wenn ich sie mit echten Menschen erleben kann - lautet die Frage. Wozu brauche ich Soziale Netze also? Instagram, ein Medium der Suche nach Anerkennung?!
Für meinen Teil ging es immer darum, Inspiration zu erhalten und zu teilen. Wie oft bin ich schon durch Instagram auf leckere Rezepte, hilfreiche Tipps, Fitnessmotivation oder eine coole Klamotte gestoßen. Auch in Sachen Reisen ist es oft meine erste Anlaufstelle, klicke ich mich durch Hashtags, um coole Spots zu entdecken, die man mit Marco Polo sicher nicht gefunden hätte.

Dass dabei viel gestellt ist, nur die Sonnenseiten des Lebens ausgewählt dargestellt werden, ist mir als 24jährige junge Frau bewusst. Ich bin reflektiert genug, um Werbung als solche zu erkennen, um zu wissen, dass hinter dem Hochglanzshoot stundenlange Arbeit steckt, kenne beide Welten, des Content Erstellers und Konsumenten. Aber auch nur, weil ich aktiver Teil dieser Welt bin, wenn auch in einem ganz kleinen Maß. Aber genau hier liegt das Problem, das letztlich auch ein Instagirl wie Essena O'Neill dazu bewegt hat, Social Media den Rücken zu kehren. Denn für beide Seiten, Follower und Content Ersteller können diese kleinen Apps zum Dreh-und Angelpunkt des Lebens werden, einen so riesigen Teil des Alltags einnehmen, dass man selbst schlichtweg daran erstickt. Wenn junge Mädels Idole umschwärmen, die scheinbar alles haben: Geld, Erfolg, Schönheit - festgemacht an mehreren Hundertausend Instagramfollowern- vergessen sie sich und ihre eigene Realität schnell selbst. Dann kommen Selbstzweifel auf, Wünsche, all das auch zu erreichen, obwohl es fraglich ist, wieviel "all das" persönlich überhaupt bringt.
Ich lese immer von #goals, #couplegoals, #fitnessgoals, #hairgoals und ich kann dieses Wort nicht mehr sehen, weil es zeigt, dass wir durch die Social Media konditioniert wurden, zu erkennen, was wir nicht haben. Unerreichbare Ideale anstreben, die letztlich leer sind, in der echten Welt nichts bedeuten.

Je erfolgreicher man wird, umso größer wird der Druck. Bis man an dem Punkt angelangt, von der Social Media verschluckt zu werden.

Dann gibt es da noch die Seite der Content Erzeuger, zu denen ich mich auch zähle, (zum Glück?) mit meinen 9000+ Followern allerdings in einem minikleinem Ausmaß. Wenn ich auf Blogs so manches Mal Instagram Tipps Posts gelesen habe, musste ich bei einigen zusammenzucken. Da ist die Rede davon, dass gezielt überlegt wird, ob das tolle Motiv, was einem wirklich gut gefällt, überhaupt in den Feed passt oder ob man es nicht doch lieber nicht postet -obwohl es einem so gut gefällt- nur weil es nicht clean genug ist und " den Feed zerstört". Oder dass Fotos durch 5 verschiedene Apps gejagt werden bis man nach 30minütiger Bearbeitung ein brauchbares likeable Foto hat. Oder dass ein Zwang entsteht, an bestimmten Uhrzeiten zu posten, weil es mehr Likes bringt, die Follower aktiver sind, man mehr viertuelle Liebe erhascht. All das hat mich damals schockiert, weil ich es nicht so handhabe, Instagram nie so professionalisiert habe. Klar, auch ich bearbeite und konstruiere Fotos, zeige mich mit tollem Outfit, obwohl ich den ganzen Tag nur im Pyjama gelernt habe, drapiere mein Essen, weil es dann appetitlicher aussieht. Aber - und hier liegt der Unterschied - es gibt verschiedene Nuancen der Partizipiation dieses Wahnsinns.

Je erfolgreicher man mit dem Medium wird, umso größer wird der Druck. Besseren Content liefern, eine einheitliche Gallerie erschaffen. Die Follower erwarten strahlende Selfies, trainierte Abs und wenn du es ihnen einmal gibst, soll das schließlich auch in Zukunft so sein. Je erfolgreicher man mit den Social Media Accounts wird, umso mehr Firmen schreiben einen an - auch ein Phänomen was für mich persönlich auf dem Blog zur Routine, auf Instagram jedoch ganz neu ist. Da wird aus dem kleinen quadratischen Foto auf einmal eine Geldmaschine und wir reden hier nicht von 100$, sondern von 10000en, wenn es sich um einen ganz dicken Insta-Fisch handelt. Diese Mädels verdienen ihren Lebensunterhalt damit, Inhalte zu erzeugen, die sich rund um ihre Person drehen. Das Ganze sieht von außen unglaublich spaßig aus, aber man darf den Blick für das Dahinter nicht verlieren. Und wenn eine Essena O'Neill mit 500.000 Followern auf Insta erzählt, dass sie ihre komplette Jugend für diesen Fake-Traum aufgegeben hat, sich ihr ganzes Leben, jede Sekunde des Tages um das perfekte & gestellte Foto gedreht hat, daraus eine Sucht erwachsen ist, die ihr zwar Erfolg verschafft hat, sie am Ende jedoch ohne Selbstwertgefühl, mit einem Berg von Selbstzweifeln und Depression hat dastehen lassen, macht mir das Angst. Angst davor, was so kleine Apps mit uns anstellen können, wie sehr sie das Leben bestimmen können, aber auch und vor allem Angst um die aktuelle Teenie-Generation.

Social Media kann riesigen Spaß machen, aber auch zum Verursacher tiefer Selbstzweifel werden

Unsere Gesellschaft steckt mitten im Social Media Dschungel fest und doch ist sie unvorbereitet. Keiner klärt die jungen User auf, sie lassen sich blenden, weil sie nichts anderes kennen, pushen sich gegenseitig, bestaunen diese "perfekten" Mädels und werten sich selbst dabei ab, wenn sie nicht auch mit 18 Jahren eine Designertasche besitzen, wenn sie nicht auch tolle Reiseziele anfliegen, wenn sie nicht auch mit 15 den perfekten Body haben. Alles Dinge, um die ich mich vor 10 Jahren in meiner Jugend nicht gekümmert habe -ja irgendwie sorgenfreier gelebt habe. Erst kürzlich fiel mir ein Foto von mir im Alter von 17 Jahren in die Hand. Ich sah pausbackig aus, kindlich, trug kein Makeup, ein rosa Strickjäckchen, wirkte naiv und unwissend und ja, das war ich auch und das war ok so. Schaut man sich dann die Profile heutiger 17Jähriger an, erschreckt man regelrecht. Altersgrenzen werden verwischt, weggeschminkt mit einem perfekten Full Face Makeup mit dunklen Lippen und akzentuierten Brauen, Persönlichkeiten anhand von quadratischen Bildern erschaffen, ein erwachsenes Image aufgebaut. Dann sehen 17jährige plötzlich genauso aus wie ich mit Mitte 20. So viel reifer, so viel erfahrener. Äußerlich ist die Kindlichkeit und Naivität verschwunden, übermalt, hinter hippen Klamotten versteckt, aber sie steckt noch in ihnen und genau hier wird es gefährlich. Weil die Reflektionsfähigkeit noch nicht ausgebaut ist und wir in Schulen nicht darüber sprechen. Klar da werden im Deutschunterricht soziale Medien im Zuge der textgebundenen Erörterung diskutiert, aber wirklich Ahnung haben die meisten Lehrer nicht. Wie denn auch, wenn sie selbst nicht Teil dieser Welt sind, sie nicht verstehen? Und genau hier komme ich noch einmal auf den Medienpädagogen zurück und meinem Problem, mich selbst einzuordnen. Ich bin Yasmin, 24 Jahre jung, Bloggerin, Instagrammerin, Teil dieses verrückten Mediendschungels, lebe ihn Tag für Tag, ohne Druck, habe ihn durchschaut, reflektiere ihn und bin der Meinung, mich nicht verleiten zu lassen. Und dann ist da noch Yasmin, 24 Jahre alt, mitten im Staatsexamen, angehende Lehrerin, die vermutlich schon in ein paar Monaten vor Klassen steht, die Entwicklung der Social Media gleichermaßen fasziniert, voller Spaß, begeistert aber eben auch besorgt begleitet und eigentlich genau diese Reflektionsfähigkeit aufbauen möchte. Als angehende Pädagogin, die beide Seiten kennt, wirklich kennt und nicht nur in der Zeitung davon gelesen hat. Man kann die Social Media Welt nicht verteufeln, stecken wir alle - mehr oder weniger tief- in ihr drinnen und hat sie auch ihre positiven Seiten. Das Augenöffnen, reflektieren lernen, hinter die Kulissen schauen und hinterfragen sollte aber Aufgabe unserer Gesellschaft sein. Dann kann man Social Media auch benutzen wie es eigentlich gedacht war - just for fun. Ohne Druck aufzubauen, ohne inhaltsleerem Erfolg hinterherzurennen, sich stattdessen in positiver Weise inspirieren zu lassen, ohne dabei sich selbst abzuwerten oder kostbare Jahre mit der Jagd nach dem perfekten Selfie zu verbringen. Dann kann das Ganze funktionieren. Wir müssen aber darüber reden und Augen öffnen.

Nun die Frage an euch: wie benutzt ihr Social Media Apps? Seid ihr dort privat unterwegs oder auch eher "professionell"? Wie reagiert euer privates Umfeld und an die jüngeren Leser: wie nehmt ihr eure Jugend mit Social Media wahr?

Hier geht es übrigens zum Instagram Profil von Essena O'Neill, die nahezu 2000 Bilder aus ihrem Instagram Feed gelöscht und ihre Captions überarbeitet hat, so dass man nun erkennt, was wirklich hinter dem Foto steckt.
Gestern hat auch die liebe Maddie von Daria Daria einen interessanten Artikel dazu verfasst, der noch mehr darauf eingeht, wie groß die Schere zwischen Realität und Fake-Image auf Instagram wirklich ist.

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20 Kommentare

  1. Sehr schön geschrieben. Das ist so ein wichtiges Thema mit so vielen Facetten und Aspekten. Und vermutlich wird es immer immer wichtiger werden. Ich bin auch hin und her gerissen, gerade wenn ich von Menschen höre, die sich schon so jung von diesen Medien bestimmen lassen. Besonders als Mutter einer kleinen Tochter, die ich natürlich vor all dem "schützen" möchte... schwierig. Wichtig ist glaube ich, nie aufzuhören, zu hinterfragen.
    Alles Liebe,
    Farina

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  2. Es ist wirklich erschreckend wie man schlichtweg zusehen kann wie der Druck immer größer wird.
    Gerade bei Jugendlichen und Kindern sollte man sich fragen, ob deren kleine Schultern diesem Druck wirklich standhalten... Und vor allem auch, ob deren kritisches Auge schon unterscheiden kann zwischen Realität und Show.
    Zu schnell wird einem Idealbild hinterhergeeifert, das es gar nicht gibt. Durch die kurzlebigen Social Media Kanäle, die immer präsenter werden, wird dieses Thema immer konkreter und die Gefahr immer größer....
    Sehr gut geschrieben und Danke für den "Augenöffner".

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  3. Ich weiß genau, welchen Post du meinst. Mir ist die Kinnlade runtergeklappt bei: Wenn ein Foto doch nicht zum Feed passt, kann man es ja posten und nach 6 Stunden wieder löschen.

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    1. Das Schlimme ist ja, dass ich mich nicht einmal auf einen bestimmten Post beziehe, sondern fast alle dieser Instatipps Post diesen Gedanken aufgreifen. Vermutlich klappt ein 100k+ Profil auch nur durch diesen einheitlichen Look und die ausgeklügelte Taktik und ich gehe das Ganze zu unprofessionell an. Aber dafür habe ich Spaß dabei, auch wenn mein knallbuntes Herbstbild den Feed zerbombt :D

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  4. Wahnsinnig toller Text, den ich definitiv gleich teilen werde! Ich bin privat kaum auf diesen Kanälen unterwegs, lasse mich aber durch Instagram und Blogs natürlich auch in meinem "privaten" Bereich inspirieren. Angemeldet habe ich mich bei Insta weil ich Clean Eating Inspirationen gesucht habe (und dort auch gefunden habe!). Damals war das Thema völlig unbekannt in Deutschland und ich suchte Anhaltspunkte und Orientierungen. Social Media hat mir geholfen, aber ich war "damals" auch schon über 25. Heute mit fast 30 weiß ich, dass das Leben sich nicht in meinem Handy abspielt und ja, mir ist es auch peinlich in Restaurants Fotos von meinem Essen zu machen! Bei meinem Bruder, der jetzt gerade 20 geworden ist, ist das nochmal was ganz anderes. Sein Handy ist Dreh und Angelpunkt, zig Whats App Gruppen inklusive. Er spielt mit seinen Kumpels irgendwelche Online-Games und sie unterhalten sich per Headset. Für mich eine völlig irre Welt, aber scheinbar die Zukunft!
    Ich finde Eltern müssen da wirklich Gas geben! Sie müssen ihre Kinder aufklären, nicht den Umgang verbieten sondern die Art und Weise sowie den Umfang "schulen". Leider haben die meisten Eltern viel zu wenig Ahnung von den Dingen und auch nicht das Interesse sich damit zu beschäftigen!
    Liebe Grüße
    Jenny

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  5. Oh Wahnsinn - so ein fantastischer Artikel, der eben nicht schlecht macht, sondern nur anregen will weiter zu denken und zu hinterfragen.
    Ich selber nutze Insta um zu teilen, was mir gefällt, dass ich damit nie große Followerzahlen erreichen werde ist mir absolut bewusst. Und das ist okay, denn ich mag es einfach durch meinen Feed zu scrollen und zu sehen, was ich vor einem Jahr um die Zeit tolles erlebt habe. Mir shcnell kleine Erinnerungen wachzurufen, die mir den Tag retten können, wenn er mies lief. Und ja, trotzdem poste ich auch mein healthybreakfast und meine Sportsachen. Denn das gehört für mich dazu - das bin ich, aber die Sachen sind nicht ausschlielich, was mich ausmacht. Ich bin natürlich mehr als ich auf Insta zeige, mehr als das Schöne, was ich da teile.
    Das mit dem Alter sehe ich auch wirklich kritisch, bloggt man selbst weiß man wie viel Arbeit das ist, wie viele Stunden des Tages man doof aussieht, andere Dinge tut wie dem Job nachzugehen. Dnn ist einem klar, dass Insta nicht das wirkliche Leben in voller Breite zeigt, aber ich zweifle auch oft daran, wie klar das den ganz jungen Leuten ist. Wie die das mit ihren 14, 15 manchmal schon instrumentalisieren um zu zeigen, wie sie gerne wären, aber eigentlich noch nicht sind.
    Und ich sehe es auch absolut wie du, dass da durchaus in der Schule gewisse Aufklärung von Nöten wäre, vielleicht sogar Experimente, was auch immer, aber wie glaubwürdig ist so etwas, wenn die Lehrerschaft nicht gut genug Bescheid weiß? Wenn ich meine Mama anschaue, mitte 40, Grundschullehrerin. Ohne böse klingen zu wollen, die Gute kann nicht ein mal alleine eine Mail schreiben, geschweige denn online selbst was bestellen ("Da gibts doch diesen Teamviewer nicht?!") - wie sollte sie Schülern vermitteln, was es bedeutet sich in sozialen Medien zu bewegen, wie sollte sie erklären, was es braucht um zu durchschauen, was nur Fassade und was Realität ist, wenn sie selber nie Insta, Snapchat oder Twitter genutzt hat. Ich glaube an der Stelle sind vor allem die jungen Lehrer gefragt, die die wissen wie das funktioniert, die, die damit wirklich "arbeiten". Und es ist gut zu wissen, dass es ja bald mindestens eine Lehrerin geben wird, die das kann ;)

    Danke für das tolle Posting und für die neutralen Worte - ohen jemanden anzugreifen =)

    Liebe Grüße
    Julia

    Dreaming in Berlin

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  6. Ich finde es irgendwie kritisch wie sie Social Media den "Rücken kehrt" aber am Ende erst wieder dasselbe macht wie zuvor. Nur jetzt bekommt sie viel mehr Aufmerksamkeit, da im Moment einfach JEDER über sie spricht. Am Ende verdient sie weiterhin mit Social Media ihr Geld - irgendwie ziemlich Hypocrite? Sie sagt wir sollten "raus gehen, volunteering...." aber wieso macht sie es denn nicht? Das ganze muss man auch mal kritisch sehen finde ich...

    Love, kerstin
    http://www.missgetaway.com/

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    1. Genau das ist ja auch der Punkt, weshalb es mir so schwer fällt, mich zu positionieren. Die radikalste Konsequenz wäre ein kompletter Rückzug, aber irgendwie wollen/können wir das ja auch nicht. Ich kann jetzt natürlich nicht für Essena und ihre Motive sprechen, für mich persönlich habe ich eben nur herausgezogen, dass ich Social Media nicht verteufeln möchte, weil es einfach Spaß macht, man aber den Umgang damit bewusster pflegen muss. Hinzu kommt, dass ja die meisten von uns gar nicht in diesen Sphären schweben wie die erfolgreichsten Insta-Girls, weswegen wir diesen Druck gar nicht spüren und unsere Fotos eben noch echter sind, weil wir aus Spaß und nicht aus wirtschaftlichen Gründen posten. Und doch dreht sich ein Großteil des Lebens - ob nun als Konsument oder Ersteller- um das Medium und genau hier muss man eben für eine Reflektionsinstanz sorgen, damit man nicht davon aufgefressen wird.
      Aber vielen Dank für deinen Einwand, der durchaus berechtigt ist. Wie ehrlich sie das meint, kann nur sie selbst wissen, aber das hindert ja nicht daran, über den Umgang mit Social Media allgemein zu sprechen.

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    2. Genau das ist der Punkt, über den die Nike spricht: http://www.thisisjanewayne.com/news/2015/11/03/bloggerinnen-verlassen-instagram-social-media-is-not-real-life/
      lg
      Esra

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  7. Dein Artikel hat mir gut gefallen und ich teile deine Sicht der Dinge!
    Gestern Abend habe ich auch mit Essenas Ausstieg beschäftigt, habe ein paar Artikel gelesen und ihre letzten Videos angeschaut.
    Das hat mich ebenfalls zum Nachdenken gebracht, in wie weit ich diesen Social Media Hype "in Ordnung" finde, in wie weit ich Teil davon sein möchte.
    Ich bin jetzt 18 Jahre alt, habe 360 Follower auf Instagram und folge über 400. Ich würde sagen ich bin also eher der "Durchschnitts-Instagramnutzer". Mein Instagram Feed ist voll von perfekten Mädchen mit perfekten Körpern, in perfekten Outfits an perfekten Orten. Das finde ich soweit nicht schlimm, und man schaut sich ja auch gerne schöne Dinge an
    Ich versuche mich aber immer wieder daran zu erinnern, dass das nicht #reallife ist. Das Einzige was mich ab und zu beschäftigt, ist tatsächlich das mit den verwischenden Altersgrenzen die du auch in dem Artikel angesprochen hast. Dieses Streben schon mit 16 sexy und "perfekt" auszusehen. Das nagt tatsächlich am Selbstbewusstsein, wenn man sieht wie andere 18 jährige aussehen und dann selbst in den Spiegel schaut, am besten noch ungeschminkt... Da macht Social Media keinen Spaß mehr und bietet auch keine Inspiration.
    Ich selbst poste keine besonders bearbeiteten Fotos, habe meist nur ein bisschen die Lichtverhältnisse geändert oder einen Filter bebutzt, und so finde ich ist der Konsum von Social Media in Ordnung und auch "gesund", wenn man sich auch noch authentisch präsentieren kann, und nicht den Druck verspürt sich für mehr Likes 30 Minuten lang bearbeiten zu müssen. Da macht Social Media Spaß und da bin ich auch gerne ein Teil davon :)
    LG, Bernadette

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  8. Ich bin 20 Jahre alt und nutze Instagram und Facebook - gerne, aber privat und mit nicht öffentlichen Profilen. Ich klicke mich schon gerne durch Neuigkeiten meiner Freunde (die ich auch wirklich kenne) und lasse mich von "perfekten" Bildern auf Insta inspirieren. Aber ich lege das Handy dann auch wieder zur Seite und wende mich meinen (realen) Mitmenschen zu. Oftmals habe ich das Gefühl, dass sich die Jugendlichen von heute nur noch auf ihr Smartphone konzentrieren und das macht mir das Angst. Können sie überhaupt noch ohne? Wissen sie, dass man auch einfach vor der Tür stehen und klingeln kann, um sich zu unterhalten?
    Die Social Media haben so großen Einfluss auf uns ... Da wird ein Fitness-Trend losgetreten und plötzlich glauben normalgewichtige Mädchen, dass sie zu dick seien! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Eine Intervention sollte hier unumgänglich sein!
    Und ein erster Schritt hierzu ist Aufklärung: Ich finde es toll, dass du als - wie du so schön sagst - Content Ersteller und vielleicht selbst auch "Idol" warnende Worte findest und auf die Risiken der Social Media Nutzung verweist! Und dass du uns damit wieder einmal die "echte" Yasmin zeigst, die kritische und reale. Danke dafür!

    Dieser Post muss geteilt werden, damit so viele Menschen wie möglich angeregt werden, über ihr Social Media Verhalten nachzudenken!

    Liebe Grüße,
    Jasmin

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  9. Hey Yasmin

    Ich finde es toll von dir, dass du das hier thematisierst. Es ist so eine Sache mit diesen Accounts.

    Ich glaube, dass unsere Welt per se immer mehr zum Perfektionismus tendiert - in allen Bereichen. Es reicht heute nicht mehr, etwas einfach nur zu tun. Einfach nur sich selbst zu sein. Man muss alles können, alles schaffen, in allem gut sein. Bei der ganzen Geschichte werden wir zu Menschen, die immer mehr verkopft sind und manchmal, glaube ich, vergessen wir dabei das Wichtigste.

    Ich arbeite aktuell gerade im Spital auf einer Station für Neugeborene und ihre Mütter. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie viele Frauen ganz falsche Vorstellungen von allem haben. Sie wollen schneller wieder schlank sein nach der Geburt, das Stillen muss sofort funktionieren und ganz nebenbei, das Kind soll nach ein paar Tagen einen Vierstunden-Ess-Rhythmus haben, nebenbei wird gearbeitet, Besuch empfangen und der Haushalt ist piccobello. Tatsache ist, dass nichts von all dem funktioniert und fast alle Frauen weinen, wenn sie das merken.

    Und damit bin ich mir nicht ganz sicher, ob wir wirklich reflektiert sind. Wir wissen - im Gegensatz zu vierzehnjährigen vielleicht - dass die Fotos auf Instragram und co. gestellt sind. Aber sind wir nicht nur in einem anderen Maß unreflektiert, naiv und vor allem realitätsfern?

    Schlussendlich ist eine Entwicklung, die mir Sorgen bereitet. Auch, weil ich lange genug in einer Psychiatrischen Klinik gearbeitet habe, um zu wissen, welche Folgen, der Druck, den wir uns selbst machen, haben kann.

    Ich glaube, dass Instragram und co. nur ein anderer Ausdruck dafür sind, dass wir zu streng mit uns selbst sind.
    Ich stimme dir aber zu - thematisiert muss es werden.

    LG Jasi
    www.marmormaedchen.blogspot.com

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  10. Liebe Yasmin,
    ich finde es toll, dass du dieses wichtige Thema hier aufgreifst. Obwohl ich zu den wenigen Leuten gehöre, die KEINEN EINZIGEN Social Media Account haben (nicht mal WhatsApp :-D ), merke ich doch, dass ich mich oft genug über mein Aussehen definiere à la wenn ich gut aussehe, werde ich respektiert und leider trifft das ja im Alltag auch sehr oft zu :-/

    Ich finde Essenas Schritt mutig und toll! Vor allem finde ich die veränderten Bildbeschreibungen klasse. Es ist schön zu wissen, dass sie z.B. mit dem Outfit nicht das Haus verlassen würde etc. Allerdings finde ich es sehr fragwürdig, dass sie jetzt praktisch genau gleich weitermacht mit ihrer Homepage und wieder auf die ganzen Mike einkassiert.. So richtig ernst nehmen kann ich sie da also nicht. So hart der Schritt auch sein mag.

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    1. Vielen Dank für dein Feedback, Anne! Den letzten Einwand von dir kann ich auch nachvollziehen. Das Problem liegt aber vermutlich darin, dass Essena (jetzt mal als Extrembeispiel) überhaupt nicht weiß, wer sie ohne Social Media ist. Dass sie überhaupt keine Identität besitzt und vor allem auch Angst vor der Zukunft hat. Ich meine mit ihren 500k+ Followern hat sie mit Sicherheit gutes Geld verdient und das in jungen Jahren. Jetzt plötzlich auch ihre finanzielle Grundlage aufzugeben, wird schwierig für sie und vielleicht macht sie eben genau das, was sie kann und kennt, nur eben auf eine andere Art und Weise. Reflektierter, echter, eben so wie es viele andere (ältere) Internetpersonen auch machen. Vielleicht weiß sie ja gar nicht, welcher Job der für sie richtige wäre, was sie anstellen kann und nachdem sie jahrelang nur diese Profession kannte, die ja mit einem sehr hohen Selbständigkeitsfaktor herkommt, auch gar nicht weiß, ob sie auf dem "richtigen" Arbeitsmarkt Fuß fassen könnte und deshalb eben die neue Homepage als ihren neuen Weg erstellt hat. Aber das sind nur Vermutungen. Letztlich stecke ich nicht in ihr drin und eigentlich muss man das Ganze ja auch nicht so extrem auf ihre persönliche Entscheidung beziehen. Sie ist ja quasi in dem Moment nur ein Extrembeispiel, was passieren kann, wenn man sich von dieser Welt blenden lässt.
      Liebe Grüße

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  11. Ein genialer Text der wirklich sehr zum Nachdenken anregt!!! Ich versuche mein Privatleben strengstens vom Blogger-Instagram-Hype fernzuhalten, obwohl ich ja selbst dauernd poste. Aber mittlerweile mache ich das nur noch in Allein-Momenten zB in der Bahn. Ich finde die Zeit, die man mit seinen Liebsten verbringt sollte man nicht dauernd am Handy verbringen und ich bin sehr froh, dass ich das so konsequent durchziehen kann.
    Der Blog ist mein Hobby und Leidenschaft, aber ich versuche meine Liebsten zwar in die schönen Seiten mit einbeziehen (zB als Begleitung auf Events, Reisen, ...) und bin jedes Mal froh, wenn sich meine Mädels zum Fotografieren bereit erklären und sich dann freuen, weil im Gegenzug auch immer ein paar Fotos von ihnen entstehen. Aber halte sie von dem ganzen Hochladen-Stress im Hintergrund fern und versuche das alles nicht in der Gegenwart anderer zu machen und die "Quality-Time" mit Freunden abseits von Social Media und Blog zu schätzen.
    Ich bin ziemlich froh, dass ich im Gegensatz zu den Kindern, die ich heute einander ignorierend mit Blick aufs Handy gegenüber in der Ubahn sitzen sehe, eine tolle handylose (!) Kindheit hatte. So etwas ist heute ja gar nicht mehr vorstellbar.

    Andererseits macht mir bestimmtes Social Media auch Spaß (FB gehört eher nicht dazu :D) aber z.B. von Instagram und vor allem Pinterest bin ich ein riesiger Fan und nutze es zur Urlaubsrecherche, tollen Outfit Inspirationen, Wohnungseinrichtungsideen uvm. Aber das "ich-schaue-jeden-morgen-und-abend-erstmal-auf-mein-feed" habe ich mir abgewöhnt - lieber nutze ich da mein Handy um in Ruhe ein Ebook zu lesen :)

    Liebste Grüße ♥ Joana
    TheBlondeLion

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  12. Ich finde beide Seiten des Themas wichtig. Einerseits sind social media kein Abbild der Wirklichkeit, wessen sich bewusst sein muss. Andererseits kann man sie benutzen, solange es um den Spaß geht. Ich finde, dass du absolut Recht hast, was verschiedene Kulturen angeht. Wenn ich mit Deutschen zusammen bin, ist social media immer schon vorher etwas ganz Furchtbares, selbst wenn ich nur schnell ein Foto machen will. Meine andere Freunde hier in den USA benutzen Instagram und Snapchat immer mal wieder zur Unterhaltung, aber nicht täglich fünf Stunden lang - und niemand hat ein Problem damit.

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  13. Ich liebe deine "Gedanken-Artikel" und deswegen lese ich auch so gerne deinen Blog. Du bist eben nicht nur eine der "Instablogger", die nur Followerzahlen im Kopf haben und ausschließlich auf Bilder aus sind. Deine Texte sprechen für sich.

    Das Poblem bei Apps wie Instagram ist, dass sie irgendwann ihren Reiz verlieren. Spätestens dann, wenn man merkt, dass man nicht selbst Herr der Lage ist. Z.B. wenn Herr Zuckerberg beschließt, aus Instagram ein Facebook-Abbild zu machen, bei dem man nicht mehr selbst entscheiden kann, wessen Beiträge im eigenen Feed zu sehen sind. Stattdessen wird man zugebombt mit Werbung und soll dafür am besten noch zahlen, dass die eigenen Posts von den Followern und Fans gelesen werden. Umso wichtiger sind Blogs wie deine. Du wirst immer deine Leser haben, ganz unabhängig von Social Media.
    Liebe Grüße Ari

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  14. Gut geschriebener Artikel, auch wenn er mich verwundert. Gerade bei dir habe ich gedacht, dass du deine Instagram und Blogbilder sehr genau auswählst. Auch wenn du keinen weißen, cleanen Feed verfolgst, sind deine Bilder alle aufeinander abgestimmt, weshalb auch die vermeintlich bunten Herbstbilder deinen Account nur bereichern, statt zerbomben.
    Durch deine Videos, deine super bearbeiteten Fotos, deinen Instagram Account und nicht zuletzt durch deinen Blog, vermittelst du Perfektionismus, ein annähernd "perfektes" Leben (womit ich nicht meine, dass es keine Höhen und Tiefen gibt!!!)
    Ich hoffe, du fasst meinen Kommentar nicht als negativ und abwertend auf, denn so ist er keinesfalls gemeint.
    Liebe Grüße

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    1. Hallo liebe Juliane!
      Vielen Dank für deinen Kommentar, den ich keinesfalls negativ auffasse. Im Gegenteil - ich finde es unglaublich spannend, deine Wahrnehmung zu lesen. Das hätte ich nämlich nie gedacht. Mein Feed kommt mir wirklich immer total chaotisch und bunt vor und auch ich stand schon davor, doch endlich einen cleanen, einheitlichen Feed herzustellen, weil das halt ankommt. Das scheitert nur spätestens daran, dass ich eben einfach gerne Farben trage und da auch gar keinen Bock habe, mich nur wegen so ein paar Fotos zu verstellen.
      Was die Qualität der Blogfotos und Videos angeht, muss ich dir recht geben. Da bin ich, aber vor allem auch Stefan als mein Fotograf sehr perfektionistisch. Wir fotografieren jetzt seit ca. 6 Jahren, haben uns stetig versucht, zu verbessern, haben in teures Equipment investiert, weil es uns super viel Spaß macht. Irgendwann mag man dann den "Standard" an seine Fotos nicht mehr runterschrauben und auch was Shootings angeht, fotografieren wir gezielter, schneller, ohne große Unterbrechungen und sowas wie Outtakes gibt es nahezu gar nicht mehr. Alles eine Sache der Übung und Routine - was dann mitunter sehr "zwanghaft" perfektionistisch wirken kann, obwohl es bei uns einfach schon so ins Blut übergegangen ist. Umso mehr hoffe ich, dass die Höhen & Tiefen, die ja dazugehören, trotzdem transportiert werden können - ob nun hier in kleinen Nebenstories im Text oder auch auf Instagram oder Snapchat.
      Vielen Dank jedenfalls für deine spannende Sichtweise.
      Liebe Grüße

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  15. Ein wirklich sehr guter Artikel! Viele Aspekte, gerade zwecks Werbung und Schein dieser Welt, sollte man Jugendlichen früh genug beibringen. Man hat doch so viele Möglichkeiten heutzutage, zum Beispiel mal einen Projekttag oder eine Themenwoche machen. Jugendliche sind schon so kreativ, dass sie einen Instagramfeed aufbauen können? dann sollen sie das doch mal im Unterricht beweisen. :D
    Ich selbst betreibe Instagram privat, aber zeige hauptsächlich meine Nailart-designs. Wenn mir besonders junge Mädels folgen, verunsichert mich das aber immer wieder, da nicht nur oft unqualifizierte Kommentare kommen, sondern mich die Tatsache, dass man mit 12 Jahren schon so im Netz präsent sein muss, erschüttert. Man merkt auch bei relativ anonymen Accounts teilweise deutlich, dass sie sich im Netz noch nicht so auskennen, Nettiquette nicht verbreitet ist und man sich gern mal hinter der Anonymität versteckt. Sehr schade, wie ich finde.

    Liebe Grüße, Virginie

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