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Beeren Likör (Geschenkidee)

Hallo meine Süßen!
Achtung, Achtung, heute wird es süffig auf dem Blog ;) Ich hatte euch Weihnachten herum verschiedenen Geschenkideen vorgestellt, unter anderem den Gebrannte Mandeln Likör. Dort hatte sich mein Brombeerlikör mit aufs Bild geschlichen, nach dem mich ganz viele von euch ausgefragt haben. Da es damals jedoch jahreszeitenbedingt logischerweise keine Beeren gab, machte es wenig Sinn, euch das Rezept zu zeigen. Das möchte ich heute aber nachholen und somit mitten im Hochsommer Weihnachten aufgreifen. Verrückt! Und das, obwohl ich es hasse, wenn mittlerweile die ersten Newsletter zur Adventszeit eintrudeln. 

Der Grund, warum ich das Rezept jetzt zeige, ist zum Einen offensichtlicher Natur: es ist Beerenzeit. Andererseits muss der Likör jedoch einige Wochen ziehen, so dass er meist eh erst im Herbst fertig ist und ich ihn dann gern einlagere und aufbewahre, um ihn später an Omis, Tanten und meine Mädels zu verschenken. Natürlich kann man ihn auch ganz egoistisch nur für sich selbst machen, denn eins ist sicher: das Zeug ist süffig und schneller weg, als ihr nachschenken könnt. Höchste Zeit also für das Rezept.


Zutaten

Beeren eurer Wahl - am besten schmecken schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren (in der Reihenfolge, von roten Johannisbeeren würde ich die Finger lassen)
etwas Zucker
klaren Alkohol, ich habe den Nordhäuser Doppelkorn aus der Region gewählt
Trichter
vielleicht noch ein paar Flaschen mehr zum Umfüllen

Zubereitung

1. Zu allererst müsst ihr erst einmal Beeren pflücken oder aber ihr geht in den nächsten Supermarkt und kauft euch welche. Selbst gepflückt schmecken sie aber 1000x besser :)

2. Friemelt das Grünzeug an den Beeren ab, vor allem bei den Johannisbeeren. Das kann mühselig sein, muss aber sein.

3. Stopft die Beeren ungefähr zu 2/3 in eine leere Kornflasche (meine fässt 700ml) und füllt den Rest mit Korn auf. Benutzt dafür am besten einen Trichter.

4. Gebt nun etwas Zucker hinein. Ich mache das Pi mal Daumen und auf jeden Fall so viel, dass der Boden bedeckt ist. Schließt die Flasche und schüttelt gut durch, bevor ihr sie an einen kühlen, dunklen Ort einlagert.

5. Nun heißt es abwarten und schütteln. Ungefähr 1x die Woche schaue ich nach meinen Flaschen, schüttle sie, damit der Zucker sich nicht am Boden festsetzt und warte ab. 

6. Mindestens 8 Wochen sollten die Flaschen schon stehen. Das kann mal länger oder kürzer dauern. Ich probiere dann zwischendurch meist, wie der Geschmack ist und lasse sie je nachdem länger stehen. Meine Flaschen im Herbst standen sogar 10,5 Wochen. Falls ihr merkt, dass der Fruchtgeschmack noch zu gering ist, gebt einfach noch mehr Zucker hinzu. 

7. Wenn die Flüssigkeit dann eine schöne dunkle Farbe bekommen hat und ihr zufrieden seid mit eurem Likör, heißt es filtern. Ich gebe die Flüssigkeit dafür durch ein ganz feinmaschiges Sieb und trichtere sie in leere, kleinere Likörflaschen. Wer mag, kann sie dann noch hübsch beschriften oder verpacken, um sie später zu verschenken.



Übrigens macht es mir immer größeren Spaß, nicht nur tolle Outfitfotos zu schießen, sondern auch ein stimmiges Ambiente zu meinen Rezepten zu schaffen. Als ich also an Beerenlikör dachte, schwirrte mir gleich ein ländliches Thema im Kopf umher. Nun müsst ihr wissen, dass meine Schwiegereltern nebenher noch etwas Landwirtschaft betreiben und sich dort im Haus von alten Emaillewaren bis hin zu echten Strohbündeln vom Heuboden alles findet, was das Requisitenherz begehrt. Im Nu war also der freie Bauernnachmittag kreiert, wie ich die Fotokulisse liebevoll getauft habe. Als meine Schwiegermama das hörte und sah, musste sie erstmal herzlich lachen, denn nichts liegt weiter entfernt von der Realität als ein solch inszinierter Nachmittag. Da wären wir übrigens wieder beim Thema mehr Schein als Sein ;) Und doch ist es doch genau so ein idealisiertes Bild, was landwirtschaft-fremden Leuten in den Sinn kommt, denkt man an Beeren- und Sommerzeit im hauseigenen Hofgarten. Fehlt nur noch die Katze auf dem Foto und ihr könnt euch sicher sein, die gab es wirklich und davon gleich drei sowie Hund und Hühner, die neugierig um mich herum stromerten.
Meine Schwiegereltern fanden die Fotokulisse zwar äußerst hübsch und unterstützten mich tatkräftig beim Zusammensuchen der Utensilien (die Idee mit dem Strohbündel kam von meinem Schwiegerpapa, ein Auge fürs Schöne hatte er nämlich schon immer) und doch meinten sie, dass es solch einen malerischen freien Likörnachmittag um diese Jahreszeit (Hallo Ernte!) eh nie geben würde, da viel zu viel Arbeit wartet. Den Schnaps könne man aber trotzdem schnell trinken. So zwischen Tür und Angel... ähm Hühner- und Schafstall meine ich. Noch ein Fake waren übrigens die riesigen Gläser, die ungefähr die 4fache Menge eines normalen Likörglases entsprachen und trotzdem leergetrunken werden wollten. Wir schmeißen hier ja nichts weg und Minigläser hätte man ja erstmal suchbildartig finden müssen auf den Fotos. Für alle, die es interessiert: den Schnaps hat man gut gemerkt und beim nächsten Mal mache ich die Fotos lieber nach dem Essen. Aber lecker war er trotzdem und ich möchte euch an dieser Stelle natürlich darauf hinweisen, dass ihr vorsichtig beim Genuss des Getränks sein solltet und an all meine minderjährigen Leser: Finger weg vom Alkohol, den könnt ihr Mutti schenken, denn die freut sich garantiert.

Ich hoffe, euch hat das kleine Rezept gefallen und vielleicht nutzt ihr ja die Beerenzeit noch aus und bereitet hübsche kleine Geschenke vor. Bei mir kamen die bisher nämlich besser an als jedes gekaufte Präsent.

Habt ihr schon einmal Likör selbst gemacht? Und was macht ihr am liebsten aus Beeren?

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6 Kommentare

  1. Uh, sehr coole Idee! Ich finds toll, wie du ein paar (für mich) außergewöhnliche Rezepte postest. Die Bilder sind übrigens super arrangiert. ;)

    Liebe Grüße
    Jülide
    www.lifeandstyleblog.de

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  2. J wunderschöne Bilder. Augenschmeichlerr. du schreibst wirklich wunderbar, macht richtig Spaß deine Artikel zu lesen. Gut finde ich auch, dass du auf den Alkohol aufmerksam machst, für deine jungen Leser. Ich darf aber mit meinen 54 Jahren dein Rezept geniessen😄.

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  3. Likör habe ich schon ganz oft selbst gemacht... Darunter war auch ein Cranberry-Likör, ansonsten, Limettenlikör, Orangen-Sahne-Likör und Baileys... Finde das ist immer ein prima Geschenk. Meine Beeren tue ich am liebsten ins Müsli^^
    Ganz simpel, aber natürlich geht auch ein Shake, Obstsalat, so zum naschen, im Kuchen oder im Auflauf...
    da muss ich wohl morgen mal wieder zum Wochenmarkt gehen und Nachschub holen ;)

    Liebe Grüße
    Mary :-* // www-April28.de

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  4. Yum Lecker!
    Ich mache auch total gerne selbst Likör! :)
    Du musst mal Amaretto selbst machen, aus Zwetschgenkernen! Der schmeckt super :)

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  5. Ein wirklich tolles sommerliches Mitbringsel! Das Rezept werde ich auf jeden Fall auch ausprobieren, bevor die Beerensaison vorbei ist.

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