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Warum es gut ist,anders zu sein

Kennt ihr das Gefühl, nicht so richtig reinzupassen in eine Gruppe oder Situation? Was früher in der Pubertät irgendwie normal war, hat sich auch jetzt, Jahre später, nicht wirklich geändert. Es gibt da die Menschen, die sich nahtlos einfügen in Gemeinschaften. Da macht es sofort Klick und das Puzzle passt. Egal wohin sie kommen, sie passen sich nahtlos an, verblenden in Gedanken wie Handlungen mit dem Rest.
Und dann gibt es da noch die anderen, die viel zu oft Urteile über sich ergehen lassen müssen und ja, irgendwie auffallen zwischen all den ähnlichen Denkmustern. 
Wie, jetzt? Du bist Anfang 30 und studierst immer noch? Du hast mit 19 schon 2 Kinder und bist super happy darüber? Du verdienst dein Geld mit Bloggen? Aber das ist doch gar kein richtiger Job. Entscheid dich mal, was du studieren willst. Kann doch nicht sein, dass du nach 3 Jahren Weltenbummlerei immer noch nicht weißt, was du mit deinem Leben anstellen willst!
Viel zu oft bekommen wir das Gefühl, dass irgendetwas mit uns nicht stimmt. Dass unser Verhalten merkwürdige Reaktionen bei Mitmenschen auslöst, die uns dann verdutzt anschauen, unsere persönlichen Entscheidungen hinterfragen und uns auf Teufel komm raus in exra vorgesehene Schubladen quetschen wollen. Was nun aber, wenn die Schublade viel zu klein ist oder gar in der falschen Kommode steckt?
Nach einer Vielzahl schräger Blicke, belehrender Worte von Menschen, die permanent das Bedürfnis haben, sich einzumischen, kann es vorkommen, dass man schlapp macht, einfach aufgibt. Bei der Entscheidung zwischen wirrer Buschlandschaft und ebener Straße doch die sichere Variante wählt. Aus Bequemlichkeit oder aber weil man es leid ist, sich zu rechtfertigen, es einfacher ist, den bereits gegangenen Weg einzuschlagen, statt sich mühsam durch das unbekannte Buschland zu kämpfen. Ob das auf Dauer glücklich macht? Ich glaube es kaum.

Stattdessen kommt es auf die richtige Perspektive an. An einem anderen Ort, unter anderen Umständen trefft ihr womöglich auf gleichgesinnte Leute, wo es sich auf einmal nicht mehr komisch anfühlt, man selbst zu sein. Wo keine bösen Blicke fallen, besserwisserische Pseudofragen aka. Belehrungen abgeschossen werden, sondern man für eine ungewöhnliche Idee ein Lächeln, anregende Diskussionen, womöglich konstruktive Kritik oder aber auch Ermutigung erntet. Dort wird man akzeptiert, so wie man ist. Muss sich für seine Gedanken und Handlungen nicht verstecken oder gar verbiegen. Warum es also gut ist, anders zu sein, habe ich euch heute in 5 Punkten zusammengefasst.

#1 Neue Perspektiven
Anderssein bedeutet frischen Wind für sämtliche Lebensbereiche. Neue Blickrichtungen, andere Perspektiven auf altbekannte Aspekte, innovative Ideen, auf die gerade kein anderer Mensch gekommen wäre, unerwartete Möglichkeiten für dich und dein Umfeld. Sei mutig und nutze sie!

#2 Sich selbst näher kommen
Anderssein bedeutet, sich selbst ein Stück weit näher zukommen. Herauszufinden, was man selbst will, statt darauf zu hören, wie andere einen gerne hätten. Lass dich nicht verbiegen, finde auf deine Art  heraus, wer du bist und was du willst. Indem du eigene Entscheidungen triffst und dich fernab bereits zertrampelter Pfade bewegst.

#3 Selbstbewusstseins-Boost
Anderssein stärkt unser Selbstbewusstsein. Auch wenn du das anfangs vielleicht nicht glauben magst und dich verunsichert fühlst, weil du manche Dinge im Leben unterschiedlich betrachtest, eine divergente Meinung hast oder Projekte auf ungewöhnliche Weise angehst, dich mitunter sogar ausgegrenzt fühlst, wird es dein Selbstbewusstsein stärken. Weil es Mut bedarf, von der Norm abzuweichen, aufzufallen und mit erhobenen Hauptes durch die Menge des Einheitsbreis zu laufen. Weil du eines Tages erkennen wirst, dass es wunderschön ist, anders zu sein und  dann wirst du diese Viefalt mit Stolz tragen.

#4 Vorbildfunktion
Geh mit gutem Vorbild voran und hilf dabei, andere erkennen zu lassen, wie wundervoll es ist, eigene Ideen zu entwickeln und persönliche Träume zu verfolgen, die vielleicht außerhalb der Imagination anderer Menschen liegen. Danach zu streben, die innersten Wünsche zu verwirklichen, einen eigenen Weg zu finden, dabei man selbst zu sein und sich Stück für Stück immer mehr zu entdecken.

#5 Fortschrittsgedanken
Weil Anderssein auch Fortschritt bedeutet. Wo wären wir nur, wenn unsere Vorfahren immer die gleichen Entscheidungen getroffen hätten? Wenn keiner außer der Reihe getanzt hätte und etwas Ungewöhnliches probierte. Der Großteil heutiger Entwicklung stammt aus Zufalls' Hand. Weil irgendwann, irgendein Mensch einen anderen Gedanken hatte, eine Lebensweise, für die er vielleicht schräg angeguckt wurde, etwas vermutlich Aussichtloses einfach ausprobiert hat und dies letztlich gewinnbringend war. Menschen sind Gewohnheitstiere und scheuen sich vor Veränderungen und dem großen Unbekannten. Kein Wunder also, dass sie Menschen mit außergewöhnlichen Gedanken oftmals skeptisch gegenüber treten. Ohne diese Ideen laufen wir aber Gefahr, stillzustehen. Und das wäre wiederum sehr schade oder nicht?

Was ich mit dem Post sagen will? Traut euch, ihr selbst zu sein. Auch wenn euch eure Andersartigkeit -wie auch immer ihr diese definiert- wie eine schräge Macke vorkommt oder ihr euch "unnormal" fühlt (was ist schon normal?!). So viele unterschiedliche Menschen es gibt, so viele Charaktere und Facetten haben wir und das ist schön, denn es macht uns besonders. 
Hattet ihr schon einmal das Gefühl, irgendwie anders zu sein? Ungewöhnlich zu denken oder zu handeln und spürbar komische Blicke dafür zu ernten? Wie geht ihr damit um und was ist überhaupt Normal- oder Anderssein für euch?

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14 Kommentare

  1. Ohja das kenne ich! Allein schon das Thema Bloggen können ganz viele nicht nachvollziehen...ziehen es teilweise auch ins Lächerliche. Oder die Tatsache das ich Vollzeit arbeite, studiere und blogge...auch immer wieder ein Augenrollen wert!
    Liebe Grüße
    jenny

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  2. Was ein schöner Post :)
    Ich bin ein Mensch, der vielleicht nicht unbedingt außergewöhnlich ist, aber ich bin immer offen für anderes, ich mag es neue Dinge auszuprobieren und dafür vielleicht auch den ein oder anderen merkwürdigen Blick zu ernten. Man sollte sich nicht in seinen Denkschubladen einordnen sondern zusehen, dass man möglichst viele davon abharkt :D
    Liebe Grüße :)

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  3. schöner artikel!
    finde nur schade dass dein neues design 1:1 so aussieht wie von Valeri von Simple and Chic!

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    1. Dankeschön :)
      Bezüglich des Designs musste ich jetzt erstmal gucken, weil ich Blogs nur noch über Bloglovin lese und schon ewig nicht mehr bei Valerie direkt auf der Seite war via Laptop. Die Ähnlichkeit ist natürlich nicht abzustreiten, liegt aber einfach daran, dass ich dieses Wordpress Thema (http://solopine.com/hemlock/) als grobe Vorgabe wollte und die Wordpress Designs sich eben sehr stark ähneln, vor allem was den Menü- und Footerbereich angeht. Da fielen mir auch noch mindestens 10 weitere Designs ein, die so aufgebaut sind, weil es eben praktisch ist, das lässt sich nicht vermeiden.
      Ich denke aber, dass auf den ersten Blick unsere beiden Designs sich schon stark voneinander unterscheiden, was Farbe, Logo usw angeht und jeder seinen persönlichen Stil einbringt und auch die Details komplett anders sind.
      Aber ja, deine Kritik ist natürlich berechtigt, wobei wie gesagt eine Ähnlichkeit nicht beabsichtigt war, sondern eher am allgemeinen Trend der Designs liegt ;)
      Liebe Grüße

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  4. Mir geht es oft so, wo ich denke verhalte ich mich jetzt passend bzw. "normal". Gerade in der Schule hat mich dieses Gefühl ständig begleitet, da ich nicht verspottet werden wollte für das, was ich tat bzw. wie ich mich verhalten habe. Es ist allgemein so, dass Menschen nur in der Gruppe stark sind bzw. sich wohl fühlen. Wenn eine Person besonders auffällig ist, wird diese direkt als "komisch" bezeichnet und man hält sich von dieser Person fern. Es gab eine Zeit in der ich nur "mit dem Strom" geschwommen bin. Nach meinem Schulwechsel wurde ich Selbstbewusster, fühlte mich wohler und dieser Neubeginn hat mir dann zu einem "neuen Ich" verholfen (bzw. ich stand zu meiner Persönlichkeit). Es ist eigentlich Schwachsinn so viele Gedanken an die Wahrnehmung von anderen zu verschwenden, jedoch ist dies in der Praxis leichter gesagt als getan.

    Ein Toller Post!
    (Ich finde übrigens auch toll, dass du auf jedes einzelne Kommentar antwortest) :)


    Liebe Grüße,
    Anna
    http://measurelessoceansofspace.blogspot.de/

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    1. Liebe Anna,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Gerade was diese Gruppendynamik angeht, hast du total recht. Wir müssen uns nur gedanklich davon entfernen, einem fertigen Bild zu entsprechen, denn dann kann es ganz schnell gehen, dass wir uns selbst verlieren. Schön, dass es bei dir alles geklappt hat und du dich jetzt mehr wie du selbst fühlst. Das ist unheimlich wichtig.
      Liebe Grüße

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  5. Kann man über Bloglovin dann auch Kommentare schreiben oder nur lesen?

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    1. Am Laptop kann man auch direkt über Bloglovin Kommentare schreiben. Am Handy glaube ich nicht, da müsste man erst zur mobilen Ansicht der Seite wechseln :)

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  6. Schöner Post ! Ich kenne das Gefühl auch. Es gibt immer wieder Dinge, die der ein oder andere nicht nachtvollziehen will oder kann, aber ganz ehrlich ist mir egeal. Auch wenn ich für gewisse <dinge, die ich tue schräge Blicke ernte. Ich mach es gerne :)

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  7. Hee du!
    Ich kenne diese Momente auch. Momente, in denen ich einen Raum betrete - offen gestanden sehr oft bei Festlichkeiten oder Partys - und nirgends dazugehöre, mich nirgends einordnen kann, es vielleicht noch nicht einmal will - es aber dennoch will, weil es sich auch nicht schön anfühlt, anders zu sein und nicht dazuzugehören.
    Dennoch habe ich in all den Jahren nun gelernt, dass es in Ordnung ist, dass ich nicht überall dazu gehöre. Es ist in Ordnung, dass ich einen eigenen Kopf habe, eigene Ideen, eigene Macken. Es ist in Ordnung, weil ich ich bin. Und Mensche, die mich nur dann lieben, wenn ich dazupasse, lieben nicht mich, sondern jemand anderen und diese Vorstellung gefällt mir noch weniger, als an einen Ort zu kommen, zu dem ich nicht passe.
    Ein sehr schöner Post. Danke.
    LG Marmormaedchen
    www.marmormaedchen.blogspot.com

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe Jasmin :)
      Das "Party-Gefühl" kenne ich auch zu gut. Ich verkrieche mich dann innerlich auch erstmal und beobachte die Leute, bevor ich mich ins Getümmel stürze. Gerade deine letzten Sätze kann ich total unterschreiben. Es ist immer besser, man selbst zu sein und sich nicht für andere zu verbiegen.
      Liebe Grüße

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  8. Ein ganz toller Text, du schreibst genau das, was ich mir oft denke.
    Das Gefühl anders zu sein, kenne ich zu gut. Meist dann, wenn es darum geht den Menschen auseinander zunehmen. Ich studiere seine Blicke, die Taten und zerlege jedes Wort was aus ihm heraus kommt. Am Ende kann ich mir dann ein schon fast perfektes Urteil machen. Viele nennen das Vorurteile und sagen "du kannst doch nicht nach 1 Woche wissen, wie ein Mensch tickt!" aber ich bin der Meinung, dass ich das sehr gut kann :) Und wenn ich diese Person dann nach und nach besser kennenlerne, bestätigt sich mein positives oder negatives Denken auch meist.

    Liebste Grüße Dilara von
    www.dilarafeenstaub.wordpress.com

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  9. ich habe deinen post schon vor 2 tagen gelesen, aber muss auch noch schnell meinen senf dazu geben, vor allem ein kompliment :)
    wie immer einfach toll geschrieben und ich bin mir sicher, jeder findet sich zumindest ein wenig darin wieder :) dein text regt wirklich zum nachdenken an, vor allem zum positiven denken :)

    liebst kati♥
    http://www.katiys.com

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  10. Liebe Yasmin,
    das Gefühl kenne ich total gut. Es ist in Gruppen von mehreren Menschen meistens so, dass man das Gefühl hat, nur dabei zu sein. Nicht wirklich ein Teil des Ganzen, sondern ein Beobachter, selbst wenn man mittendrin ist. Nur auf Reisen konnte ich das Gefühl bisher fast immer vollständig ablegen, wenn ich neue Leute getroffen habe. Da hab ich mich dann wirklcih als Teil des großen Ganzen gefühlt, weil jeder auf seine Art und Weise irgendwie "anders" ist.
    Hast du auch so Momente, wo du merkst, dass du mit manchen Menschen einfach total auf einer Wellenlänge bist, wenn du unterwegs bist? :)
    Alles Liebe,
    Kathi

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