Gedanken

Monday Thoughts


Hallo meine Hübschen! 
Die zusätzliche Stunde habe ich heute Morgen besonders gemerkt und statt wie sonst nur schwer aus dem Bett zu kommen, war ich direkt putzmunter um 7 Uhr. Da ich in Grübelstimmung war, wie so oft in letzter Zeit und sich diese persönlichen Gedanken auch um mein Blogbaby drehen, dachte ich, teile ich sie einfach mit euch. Ich sollte wirklich mal wieder anfangen, Tagebuch zu schreiben...Und damit das Ganze nicht zu textlastig wird und die üblichen Fashion-Gedöns-Fotos nicht passen, habe ich noch ein paar Insta Schnappschüsse dazu gepackt.

Ich bin müde. Nacht für Nacht liege ich im Bett, meine Augen schmerzen vor Müdigkeit, alles, was ich will, ist schlafen. Und kann es doch nicht. Zu viele Gedanken, die Purzelbäume schlagen. Ich habe immer schon zu viel nachgedacht, über alles und jeden. Vermutlich eine typische "Mädchen-Erkrankung". Wie kleine Blitze zucken sie umher. Deadlines und To Do's wechseln sich ab mit freudiger Erwartung von geplanten Happy Moments. Zu viele Vorhaben, Träume, Was wenn nicht doch's, die nur darauf warten, verwirklicht zu werden. Wisst ihr, manchmal weiß ich vor Euphorie nicht, wo ich starten soll. Brenne für neue Projekte, möchte am liebsten alles zeitgleich perfekt umsetzen und bleibe dabei doch auf der Strecke. Zu unstrukturiert, zu chaotisch und fordern, so dass mein Vormarsch eher einem Stolpern gleicht. Aber das ist gut so, wir müssen manchmal stolpern, um unsere vorschnellen Entscheidungen zu überdenken. Wo wäre ich nur, wenn ich jede Schnapsidee der Vergangenheit -und glaubt mir, davon gibt es viele- direkt umgesetzt hätte? Ich will es lieber nicht wissen. 
Ein bisschen Schreibtisch-Deko - die tollen Sammelständer gibt es bei Xenos // Herbstliebe // nochmal Herbstliebe am Abend - was gibt es Schöneres? // Lachkrämpfe, die einfach so passieren - wir sollten viel öfter lachen :)
Zur Zeit gipfelt diese Dauermüdigkeit jedoch in Unsicherheit. Statt zu machen, hinterfrage ich und auch wenn ich sonst nicht der Zukunftsangst-Typ bin, schmeckt die Luft nach Umbruch, denke ich an meine Unifristen und Staatsexamensarbeit. Dabei komme ich mir mitunter vor, als würden zwei Persönlichkeiten in mir schlummern, die bisher zwar gut nebeneinander existiert haben, gerade jetzt aber um Aufmerksamkeit buhlen. Es ist wie Tauziehen im Kindergarten, nur dass auf der einen Seite die vernünftige Zukunftsplanung steht, in der bereits alles ausgemalt ist in zarten Pastelltönen und auf der anderen Seite leuchten die schillernden Verlockungen wie etwa dieses Blogbaby, in das ich gern so viel mehr investieren würde, aber derzeit nicht in der Lage bin. Ein "Ich muss heute noch so und so viele Seiten schreiben" gibt sich die Hand mit meinem Content-Plan für den Blog und dabei muss ich einsehen, dass ich das hier nicht mehr in der üblichen Form machen kann. Es hat an Bedeutung verloren, da andere Dinge eben wichtiger sind und immer wichtiger werden. Und dabei will ich doch nichts anderes, als mich kreativ auszuleben.
Bibliotheks-Face am Morgen // Apfelkuchen, am liebsten jeden Tag! // meine kleine Herbstobsession- Pumpkin Spice Chai Latte // Messy Hair I don't care ;)
Worin sich dieses Gefühl letztlich äußert? In Schreibblockaden, Kreativitäts-Tiefs, dem Gefühl, alles schon einmal gemacht, geschrieben, gelesen, konsumiert zu haben. Es ist, als würde mein Kopf meine Kreativität und Leidenschaft für solche Hobbys wie das Bloggen regelrecht auffressen und abstumpfen. Klar finde ich viele Dinge schön, aber  auf die richtige Inspiration, eine Idee, die in Flammen steht, warte ich seit Wochen vergeblich und finde sie auch nur schwer auf anderen Blogs. Vielleicht kommt jeder Blogger einmal an diesen Punkt, an dem DAS nicht mehr reicht? Man Zeile für Zeile tippt und sie uns im nächsten Moment so sinnlos vorkommen, dass wir sie schnell wieder löschen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich hier zeige, was mir Spaß macht, es sich in letzter Zeit aber jedesmal anfühlt, als hätte ich einen Teil von mir vergessen, ihn einfach so in eine kleine Kiste versteckt, weil er zu verletzlich ist, um offen gezeigt zu werden. Es ist wie ein Hochseilakt im Zirkus. Jedoch mehr Pflicht als Kür. Was ist echt, erwähnenswert und wie viel kann ich hier noch Neues zeigen, ohne die Balance zu verlieren und bitterböse zu stürzen? Reicht mir das oberflächliche Tippeln? Und seien wir ehrlich, was wir hier treiben, ist oberflächlich. Nicht, dass da noch mehr dahinter stecken würde, aber die Frage ist doch eher, ob wir gewillt sind, diesen anderen Part auszubreiten. Dass man mehr zeigen möchte, aber es derzeit einfach nicht kann. Es ist komisch zu sehen, dass etwas an Bedeutung verliert, je länger wir uns damit beschäftigen, je vertrauter es uns wird. Wie der alte Teddy, der uns jahrelang begleitet hat und jetzt als Erinnerungsstück auf dem Dachboden verstaubt. Vielleicht verlieren die Dinge ihren Glanz, wenn man alltäglich mit ihnen arbeitet. Vielleicht ist es aber auch wie in einer Beziehung, dass sich Hoch- und Tiefphasen miteinander abwechseln und man einfach daran arbeiten muss. Statt sich den Rücken zu kehren und aus den Augen zu verlieren, bewusst darauf zu geht, Konfrontation erzwingt, um Zweifel aus dem Weg zu räumen und gemeinsam in eine neue Phase startet. 

Ich sagte ja, ein paar wirre Gedanken zum Montag. Aber eigentlich ist es draußen viel zu schön zum Grübeln. Bevor ich also wieder in die staubige Bibliothek gehe, werde ich noch 1-2 Stündchen etwas Schönes machen. Vielleicht kommt der Rest dann ganz allein. 
Auch wenn es mal wieder viel zu viel Text ist, würde ich mich über eure Meinung freuen. Kennt ihr das Gefühl auch und gibt es Blogmädchen unter euch, die ähnliche Phasen durchgemacht haben? Was sind eure Tipps dagegen?
Ich drück euch <3
BLOGLOVIN // FACEBOOK // TWITTER  

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11 Kommentare

  1. Ich weiß so genau was du meinst. Mit der Masterarbeit stecke ich einfach alles bereits darein, obwohl ich weiterhin jeden zweiten Tag auf dem Blog posten möchte. Das heißt Sonntag, mein einziger freier Tag zur Zeit, wird in den Blog investiert und wehe die Sonne spielt nicht mit.
    Ich bin wirklich froh, wenn der ganze Uni-Spuk vorbei ist.
    Liebste Grüße und ganz viel Power y3

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  2. Liebe Yasmin,

    fühl dich gedrückt! Ich kenne das Gefühl und in der Regel kann ich leider nichts dagegen tun, als abzuwarten und zu versuchen, mich zu motivieren. Ich denke, dass auch du recht schnell aus deinem Tief rauskommen wirst, denn du bist toll und super ehrgeizig!

    Ganz liebe Grüße,

    Cagla

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  3. Super schön geschrieben, liebe Yasmin! Ich verstehe dich so gut, weil es mir momentan recht ähnlich geht. Ich habe mit der Uni auch so viel zu tun und würde gerne mehr Zeit in den Blog stecken, aber man muss eben Prioritäten im Leben setzen und Hobbies haben es da leider schwer. Auch das mit den Zukunftsängsten kenne ich, man macht sich Sorgen...man sollte manchmal aber einfach weniger denken und alles auf sich zukommen lassen, meistens wendet sich ja doch alles zum Guten. Das wäre so mein Tipp, alle schlechten Gedanken verbannen, dann lebt es sich wirklich einfacher und unbeschwerter :)

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  4. Ich glaube so fühle ich mich auch im Moment, will immer bloggen. Aber wenn ich dann tippe denke ich mir, wieso das haben andere schon zigfach gepostet.

    LG

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  5. Ja die Schreibblockaden kenne ich. Schrecklich. Und würde gern so viel mehr Zeit in den Blog stecken, aber mir machen oft meine 2 Jobs und ein nicht vorhandener Laptop das Hobby streitig. Sehr schwierig....

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  6. Liebe Jasmin! Ich finde deinen Blog echt interessant und schön gestaltet. Freue mich immer, wenn du was neues postest. :) LG Jacqueline aus Wien

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  7. Ich kenne das auch sehr gut...oft ist mir mein Vollzeitjob schon genug, da bin ich abends zu kaputt um kreativ zu sein, wenn dann noch die Klausurenzeit meines Teilzeitstudiums dazu kommt, bin ich völlig k.o. und schaffe es nicht mehr zu posten, obwohl ich sehr gern möchte.

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  8. Tolle Bilder ♥

    www.redlipsandblueberries.blogspot.de

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  9. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich befinde mich momentan im dritten Ausbildungsjahr und investiere da sehr viel Zeit ins Lernen. Mir macht das riesigen Spaß, aber ich würde gerne auch mehr Zeit in meinen Blog investieren. Manchmal erwischt man sich wirklich dabei, dass man denkt: "Was soll ich das jetzt schreiben? Hat doch schon jeder x-beliebige gemacht."
    Wenn es soweit ist macht es meistens keinen Spaß mehr, zu schreiben.
    In diesem Fall mache ich einfach mal eine Pause und nehme mir Zeit für mich. Danach geht meistens alles viel besser ;)
    Hoffe, du kannst bald wieder ordentlich durchschlafen, :)

    Liebe Grüße,
    Anna

    www.variedlifeofanna.blogspot.de

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  10. Liebe Yasmin,
    diese Phasen kenn ich auch. Ich denke, das Wichtigste ist, dass du dir keinen Druck machst. Wie du schon geschrieben hast, ist der Blog deine Mäöglichkeit, die kreative Seite auszuleben. Und wenn es da mal hakt, dann lässt sich das auch nicht erzwingen. Entspann dich einfach und ich glaube, ich spreche auch für jede Menge Mitleser, wenn ich sage, dass ich mich immer über einen Post von dir freue, aber durchaus verstehen kann, wenn du jetzt erst einmal eine kurze Pause einlegst oder wir nicht mehr so viel von dir lesen. Und dann kommt die Lust darauf wieder von ganz alleine, denk ich :)
    Liebe Grüße,
    Kathi

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  11. Ein unheimlich toller und ehrlicher Post von Dir.
    Ich denke auch, dass du Dir einfach keinen Druck machen solltest. Manchmal muss man einfach die Reißleine ziehen und sich eine Auszeit gönnen. Deadlines und To Do Listen einfach mal beiseite lege und abschalten, wieder neu zu kräften kommen. Man darf den Spaß an einer Sache (einem Hobby wie dem Bloggen zum Beispiel) einfach nicht verlieren und wenn doch, dann muss man sich einfach mal zurück lehnen. Das Problem ist oft, dass nicht andere zu viel von uns erwarten, sondern wir selbst von uns!

    Ich wünsche Dir nur das Beste Liebes! Du bist toll!

    Liebe Grüße,
    Jassy

    http://jassys-blog.blogspot.de

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