How to style Outfit

[How to style] Maxitrend


Als ich das Outfit des heutigen Posts am Pfingstwochenende abends bei super sonnigem Wetter trug und meine Mama mich damit sah, fiel ihr spontan auf, dass ich heute wieder besonders arabisch aussehe. Ich musste dabei schmunzeln, weil ich genau den gleichen Gedanken hatte. Manchmal bei besonders schönem Wetter, wenn ich meine Kontaktlinsen trage und meine Augen dadurch nicht hinter zentimeterdicken und verkleindernden Gläsern versteckt werden und die Sonne mich geküsst hat, ist es so offensichtlich, dass dieses Orientalische in mir steckt. Das Gefühl ist komisch...irgendwie gefangen zwischen 2 Welten. Zu wissen, dass man ein Mix aus verschiedenen Kulturen ist, in Deutschland geboren, absolut heimisch und doch irgendwie nicht. Als würde man zwischen zwei Stühlen stehen. Und dann gibt es da noch dieses merkwürdige Gefühl, sich entscheiden zu müssen. Ja, wer bin ich denn nun? Arabisch, Deutsch, Beides? Ist es denn miteiander vereinbar? Ich sage ja! In Deutschland geboren, fühlte ich mich immer zu allererst deutsch. Ja, mein Papa kommt aus Syrien und wenn ich dort bin, gelte ich automatisch als Syrerin. Gefühlt habe ich mich aber nie so, so schlimm das auch klingen mag. Man steckt zwischen verschiedenen Identitäten fest, von absolut gegensätzlichen Kulturen geprägt, ist von beidem ein bisschen und doch irgendwie nicht. Da kann es schon mal zu Verwirrungen kommen.

Ich habe mich nie wirklich heimisch gefühlt in diesem so fremden Land. Andere sprechen von Kulturschock - europäischer, verwöhnter Westen trifft auf bitterste Armut im Osten. Als Kind denkt man nicht darüber nach, dass nicht jedes Mädchen eine Kiste voller Barbies zu Hause hat, dass Spielzeug eine Rarität ist, die man sich erkämpfen muss, dass man erst über den Hof laufen muss, um in ein kleines Loch zu machen, statt die bequeme Toilette zu Hause zu benutzen. Wir waren früher oft zu Besuch, passte mich an und fügte mich dennoch nicht ganz ins Puzzle ein. Als Kind mit 12 Jahren kann man dieses Phänomen nicht greifen. Wieso sagen alle, ich sei Syrerin, wenn ich doch deutsch bin? Warum zerren alle an meinen Sachen? Warum bin ich der Mittelpunkt, obwohl ich es doch gar nicht sein möchte? Ein kleines Mädchen mit schwarzem Haar umringt von einer Vielzahl glücklicher Cousinen und Cousins, die alle gleichzeitig meine Nähe suchen. Familie, Zusammenhalt bedeutet dort viel mehr, eine Eigenschaft, die auch in mir steckt. Deutschland ist kühler, distanzierter, Anmeldung statt spontaner Besuch. Kein Wunder, dass ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht.
Stattdessen identifiziere ich mich immer mehr mit meinem deutschen Ich. Weiß, dass es noch einen anderen Teil gibt, der jedoch so viele Kilometer entfernt beinahe in Vergessenheit gerät. Ein schlechtes Gewissen nagt an mir, muss mich daran erinnern, wie es ihnen geht, wie ich in ihrer Situation leben würde, dass in Papas Land, in meinem Land Krieg ist und ich nichts machen kann. Früher hieß es, dass wir beinahe dort ein Leben angefangen hätten. Unvorstellbar aus meiner heutigen Sicht. Gerade in der jetzigen politischen Situation bin ich dankbarer denn je, im ruhigen Deutschland aufgewachsen zu sein. Dennoch sind meine Verwandten nicht unglücklicher als ich. Alles eine Frage der Einstellung, der Adaption. Gehaust habe ich überall, ob zwischen weichem Federkern oder auf hartem Boden. Das störte mich nicht. Kulturen, die aufeinanderprallen, unterschiedlicher nicht sein könnten und doch beide mit ihren liebenswürdigen Eigenarten Platz in meinem Herzen finden.
Menschen reagieren oft erstaunt, wenn ich sage, dass ich halb arabisch bin, ist der europäische Einfluss doch wesentlich offensichtlicher. Und dann sind da wieder diese äußeren Merkmale, die mich erinnern lassen, in denen ich es deutlicher sehe als sonst. Die schwarzen Haare, die viele für gefärbt halten, dieser ununterdrückbare Drang zu wippen, wenn orientalische Musik erklingt, ganz natürlich, als sei es im Blut, das feurige Temperament, wenn ich wütend bin und laut werde, wie es nur Südländer können, diese Geschmacksexplosion von exotischen Gewürzen. Wer will schon ein Essen mit fadem, typisch deutschem Salz und Pfeffer? Ich könnte nie ohne die Kochkünste meines Papas leben - ein Leben ohne Curry, Chili, Kibbeh, Weinblätter - ohne mich! Oder eben wie auf diesen Bildern die Bräune, welche sofort nach nur einem Sonnenbad sichtbar wird. Kulturen, die Spuren hinterlassen. Man kann es nicht abschütteln, man ist, wer man ist, kann sich für einen Weg entscheiden und dennoch ist man stets Teil beider. Das ist gut so, denn sie machen mich zu dem, was ich bin. Eine bunte Farbpalette aus allem, westlicher Genauigkeit und fernöstlicher Leidenschaft.
Ich bewundere Menschen, die ebenso wie ich aus verschiedenen Kulturkreisen stammen und beide in einem Gleichgewicht halten können, ohne eine zu bevorzugen. Ich bewundere Menschen wie meinen Papa, der so viele Jahre in Deutschland lebt und dem trotzdem das Herz blutet, weil ihm ein Teil seiner Familie, seiner Identität verwehrt bleibt aufgrund politischer Diskrepanzen, Wurzeln schlägt und doch irgendwie keinen Halt findet. Gefangen ist zwischen 2 Welten, zu denen er gleichzeitig gehören will, aber nie zu 100% kann. Ich bewundere Menschen, die herkommen und den Mut haben, sich beiden Kulturen zu stellen, bereit sind, sich darauf einzulassen und fremde Eigenschaften anzunehmen, sich integrieren und dennoch ihre eigene, exotische Nuance beibehalten.







Das war jetzt ein ziemlich langer Exkurs in das Parallelleben zweier Kulturen. Vielleicht war es für euch ja doch mal interessant, wie ich diesbezüglich fühle und eventuell gibt es ja auch unter euch jemanden, der innerhalb mehrerer Kulturkreise aufgewachsen ist und das Gefühl nachvollziehen kann?
Mein orientialisch angehauchtes Outfit ist jedenfalls Teil unserer Bloggeraktion "How to style", von der ich euch hier bereits berichtete. Diesen Monat entschieden wir uns für die Maxilänge, die ihr in unterschiedlichster Weise bei den anderen Mädels bereits von cool, edgy bis hin zu elegant und süß bewundern konntet. Meine Version ist recht sommerlich, orientalisch ausgefallen. Mit mutigem Croptop, das mir immer besser zur Maxilänge gefällt und einer Menge Goldschmuck, der den grünen Rock noch mehr zur Geltung bringt. Ein neues Lieblings-Sommeroutfit in meinem Schrank! Wie hättet ihr den Rock kombiniert?
Maxirock - 3Suisses (alt) // Croptop - Boohoo // Ohrringe - H&M // Armreif - New Look (alt) // Sandalen - Forever21 (alt) // Namensring - Dubai 
Hier könnt ihr übrigens nochmal die Beiträge der anderen Mädels sehen. Ich liebe die Vielfalt der Looks total. 
Who is Mocca // The Blonde Lion // My Style Room // Euglis fabelhafte Welt // Bucovinaa // Lavender Star
Habt noch einen schönen, entspannten Sonntag!
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22 Kommentare

  1. ich kann dir ein Bisschen nachfühlen... meine Eltern sind beide Italiener (ich ja auch), bin aber in der Schweiz geboren und immer hier gelebt... ich liebe Italien, aber richtig wohl fühle ich mich nur hier, in der Schweiz. Italien ist schön zum Urlaub machen, aber trotzdem freue ich mich immer wieder zurück zu kommen... Der südländische Touch habe ich auch im Blut, ich glaub das geht nicht einfach weg ;) Übrigens dein Outfit ist soooooooo schön! Ich liebe diesen Rock! wooow!

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  2. Ich freue mich über deinen Post. Ich lese schon länger deinen Blog und kann mich an zwei posts erinnern in denen du schonmal kurz erwähnt hat, dass dein Vater Syrer ist.
    Es ist nicht nur für Deutsche mit "migrationshintergrund"(komisches wort, von dem ich mich, obwohl ich auch einen habe, überhaupt nicht angesprochen fühle), sondern für alle wichtig Vorbilder zu sehen. Deshalb begrüße ich auch deine Berufswahl.
    Lg Ella

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  3. Toller Look, besonders das Top!
    Ein toller, interessanter Text außerdem, auch wenn ich da nicht mitreden kann.

    www.kamerakind.blogspot.de

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  4. Toller Beitrag und toller Look! Steht dir wirklich ausgezeichnet! :)

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  5. Ich freue mich so sehr darüber, dass du über deine kulturelle Herkunft sprichst! Super interessant!!! Das habe ich mir insgeheim schon länger gewüsncht :)
    Ich bin auch ein "Mischling" - meine Ma ist Deutsche und mein Vater Ungar, mein Stiefvater bosnischer Serbe! Mir geht es ähnlich wie dir, auf der einen Seite bin ich durch und durch Deutsche, aber merke auch Osteuropäische Züge (wohl auch das Temperament, die Musik, bevorzugte Geschmacksrichtungen beim Essen) an mir. Oft wurde ich auch schon angesprochen woher ich denn kommen würde, da ich wohl andere Gesichtszüge habe als der "typische Deutsche" o.O Mein biologischer Vater ist auch recht dunkel gewesen mit schwarzen Haaren, dunklen Teint - ich bin dagegen weiß und werde nur sehr schwer braun, habe mittelbraune Haare aber sehr dunkelbraune Augen und osteuropäischen dunkle Augenschatten bzw. "müde osteuropäische Augen" (wie ein Freund letztens bemerkte) :D Andere sind wiederum auch eher überrascht, wenn sie erfahren, dass ich gemixt bin und wie ich kulturell aufgewachsen bin. Ich bin aber durchaus sehr stolz über meine Herkunft, auch wenn ich mich eher mit der bosnisch-serbischen Kultur identifiziere als mit meiner tatsächlichen ungarischen Herkunft. Beide Sprachen kann ich auch nicht! Schade, denn so kann ich mich auch nicht mit meiner Familie unterhalten. Ich fühle mich größtenteils aber sehr wohl in Bosnien, auch irgendwie heimisch, obwohl Deutschland meine Heimat ist und ich auch froh bin hier leben zu können. Zu Ungarn habe ich dagegen keinen Bezug und war nur als Kind dort und erinnere mich leider nicht daran. Wenn ich mal irgendwann noch nach Budapest kommen, bin ich auf jeden Fall gespannt wie sich das dann anfühlen wird!

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  6. Was für ein toller Text. Ich bin auch in Russland geboren und seit 23 Jahren in Deutschland, also praktisch hier aufgewachsen und fühle mich trotzdem nicht ganz heimisch. Obwohl ich definitiv eine Deutsche bin und man es mir auch überhaupt nicht ansieht.
    Dein Outfit gefällt mir unfassbar gut, der grüne Rock und das Top stehen dir so gut.

    Liebe Grüße Kristina von KD Secret

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  7. Super toller Post! Nicht nur das Maxi-Outfit, sondern auch der Text. Ich stelle es mir auch nicht einfach vor.

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  8. Ein sehr tolles Outfit! Das Oberteil ist der Hammer!

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  9. Den Rock hast du super kombiniert, gefällt mir sehr gut.

    Liebst Minnja
    www.minnja.de

    PS. Die gesamte Blogger "Gruppe" hat so geniale Maxi Styles gezeigt. Super!

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  10. Zunächst finde ich es großartig, dass du dieses Thema ansprichst. Man kann dir gut folgen und hat eine genaue Vorstellung wie es ist, zwischen zwei Kulturen zu stehen. Da mich dieses Thema auch betrifft, möchte ich gerne hier kurz meine Geschichte erzählen.
    Ich bin Russlanddeutsche und in Deutschland geboren und aufgewachsen. Auf meinem Pass steht auch "Deutsch" drauf. Aber trotzdem fühle ich mich nicht deutsch, gehöre nicht wirklich dazu. Ich bin mit vielen russischen Werten und russischer Kultur aufgewachsen, das Ganze zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch mein Leben. Die Geburtstage, Hochzeiten, Traditionen usw. sind russisch geprägt. Schon damals als kleines Kind habe ich mich wie eine Außenseiterin gefühlt. Oft durfte ich mir doofe Sprüche anhören wie "du hast so einen lustigen Akzent haha, du und deine Familie seid komisch". Als junges Mädchen war das jedesmal ein Stich ins Herz ständig zu hören zu bekommen, dass man anders sei. Dabei bin ich nicht russisch, weder ich noch meine Eltern oder meine Verwandte. Ich habe ständig versucht den Leuten zu erklären was russlanddeutsch bedeutet, aber mir kommt es vor als würde man mit einer Wand reden. Keiner versteht dich. Du hast also was russisches an dir? Aha, dann bist du Russin. Punkt! Diese Ignoranz, die Leute damals und heute noch haben, macht mich traurig und manchmal auch wütend. Wieso wird man immer in eine Schublade gesteckt?
    Lange habe ich mich für meine Herkunft, für meinen speziellen Hintergrund, geschämt. Traurig, aber wahr. Ich wollte immer wie die anderen sein, richtig deutsch sein, ganz normal halt. Nicht irgend so ein undefiniertes Ding. Es wäre leichter gewesen, wenn ich wenigstens halb Russin halb Deutsche wäre, aber das bin ich nun mal nicht. Wie also damit klar kommen?
    Mit der Zeit wurde ich selbstbewusster und habe mich nicht mehr schlecht gefühlt zu sagen, dass ich Russlanddeutsche bin. Ich möchte ich selbst sein können, egal, ob die Leute mich mal wieder als "die Russin" abstempeln.
    Heute bin ich 20, stolz auf meine Eltern, die hier in Deutschland ein neues Leben angefangen haben. Die beide arbeiten und für die Familie, Verwandte und Freunde alles tun. Herzensgute, lustige Menschen. Das gleiche gilt für meine Verwandten. Heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wo anders aufgewachsen worden zu sein.
    Trotzdem quält mich manchmal der Gedanke, wo ich nun wirklich hingehöre. Hier in Deutschland bist du russisch, in Russland allerdings bist du deutsch. Wer bin ich denn nun? Nicht umsonst werden Russlanddeutsche auch das Volk ohne Heimat genannt. Man gehört nirgendwo richtig dazu.
    Darum habe ich beschlossen, nichts von beidem zu sein. Ich bin einfach ich. Ich lebe und liebe russische Werte genauso wie deutsche, usw. Natürlich fühle ich mich der russischen Seite mehr hingezogen, aber dennoch differenziere ich da nicht. Ich selbst habe mein eigene Kultur, nehme sozusagen das Beste aus zwei Welten mit und lebe nach meinem Geschmack. Damit fühle ich mich auch super gut. Für mich gibt es keine Grenzen, kein schwarz oder weiß, weder grau, sondern einfach nur bunt. Bunt wie das Leben selbst.

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  11. tolle bildet und tolle Idee :) schönen Sonntag noch x

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  12. Hammer Look! Der Rock und die Farbe stehen dir einfach so super toll!
    Lg Melli
    fashionargument.blogspot.com

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  13. SUPER SCHön <3 und toller Text!

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  14. Hallo Yasmin, Hut ab für diesen wunderbaren Text!
    ich kenne es ganz genau, wie das ist, zwischen zwei Kulturen, zwei Welten zu leben. Ich selbst, komme ursprünglich aus Russland und die Schwierigkeiten mit Anpassung und Integration habe ich ebenfalls, wie viele andere hier, hautnah erlebt.
    Und ich muss euch allen Recht geben. Das Schwierigste dabei ist Balance der Zugehörigkeit für sich zu finden.
    Hier wurden wir immer als Russen, obwohl seit Generationen in unserer Familie nur Deutsche gibt, und in Russland immer als Deutsche und Faschisten beschimpft. Unsere Omas und Opas haben deutsche Kultur, Küche und Sprache (Plattdeutsch) durch die Jahre beibehalten.
    Dennoch war es bis zuletzt für uns nicht einfach hier den Fuß zu fassen. Aber ich bin meinen Eltern für diesen Neuanfang sehr dankbar, der mich geprägt, gestärkt und zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin. Stark und selbstbewusst!
    Ich bin auch megastolz auf meine Eltern und meine Bruder, die genauso unter dem Druck der Vorurteile nicht zerbrachen, sondern nur stärker und erfolgreicher geworden…. in kurzer Zeit die Sprache gelernt, einen Job gefunden und uns, Kindern, eine schöne Kindheit und Existenz geschenkt haben.
    Mein Bruder hat mit besten Noten sein Abitur bestanden und nun fast mit seinem Studium fertig.
    Meine Kinder erziehe ich ebenfalls zweisprachig, weil dadurch haben sie eine einzigartige Möglichkeit zwei Welten kennenzulernen, zu lieben und mind. zwei Sprachen fließend zu sprechen. Und da wir alle wissen, die Fremdsprachen sind die Schlüssel für alle Türen dieser Welt!
    Ich bin sehr stolz auf meine Familie und danke Gott für mein wunderbares Leben.
    LG aus Leipzig

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  15. Was für ein toller Text :)! Ich bin zwar deutscher Herkunft, kann aber 100% nachvollziehen, wie du dich fühlst. Mein Freund ist deutsch-türkischer Herkunft und ihm geht es oft ähnlich. Ich finde es so faszinierend, dass es da noch diese zweite Heimat gibt, die ich früher auch immer gerne gehabt hätte. Zum Glück darf und durfte ich, wir haben bereits 6 Monate in Istanbul gelebt, durch meinen Freund die Türkei mit ganz anderen Augen kennenlernen. So eine Gastfreundschaft und so ein tolles Land habe ich selten erlebt :).

    Ich hoffe, dass es deiner Familie in Syrien gut geht!

    Nun zum Outfit :). Ich finde, dass du die schönste Kombination euer 'How to Style'-Woche trägst. Du siehst wunderschön aus und ein bisschen wie Jasmin aus 'Aladdin'.

    Viele Grüße,
    Belinda

    www.fringe-buttercup.com

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  16. Was für ein schöner, interessanter Post. Für mich war es Neu, dass du halb Araberin bist. Wenn ich mir aber nun die Bilder anschaue, dann erscheint es mir fast offensichtlich.
    Ich kann deine Zerrissenheit ein bisschen nachempfinden, da es auch in meiner Familie Thema war.
    Der Mann meiner Cousine ist Kambodschaner und hat sich hier in Deutschland nie wirklich zuhause gefühlt, - weil seine Familie so weit weg war.
    Dort hat er sich auch nicht mehr zuhause gefühlt, weil wir so weit weg waren und er doch irgendwie europäisch geworden ist.
    Für ihn ist Armut und Reichtum (Ja, eigentlich sind wir "reich") aufeinander geprallt und ihm fiel es schwer, sein verdientes Geld nicht komplett nach Hause zu schicken.
    Und trotzdem sind sie dort einfach glücklich, denn obwohl sie scheinbar so viel weniger haben als wir, haben sie doch irgendwie mehr.

    Mir gefällt deine Kombination sehr gut, ich mag das Farbenfrohe, Orientalische. Und du bist so schön braun geworden!

    Liebst
    Jane von Shades of Ivory

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  17. Ein wirklich interessanter Post!
    Mir geht es komischerweise genau andersherum. Meine Mama ist gebürtige Chilenin, mein Papa dagegen Deutscher. Ich selbst bin auch in Deutschland geboren,
    Allerdings war ich immer stolz auf den chilenischen Teil in mir, auch wenn ich bisher nicht oft dort war. Aber die wenige Zeit, die ich dort verbracht habe, zähle ich zur schönsten meines Lebens bisher. Ich bin von meiner Art, meinem Aussehen und meinen Eigenschaften her zwar sehr deutsch, aber mein chilenischer Teil ist mir so wichtig, dass ich auf keinen Fall darauf verzichten möchte und alles von der Kultur mitzunehmen versuche, was möglich ist. Zudem wohnt auch ein großer Teil meiner Familie dort und ich liebe die herzliche, offene und teilweise auch etwas freche Art. Deshalb unterstütze ich zum Beispiel auch das chilenische Team bei der WM.
    Mich guckt auch immer jeder mit großen Augen an, wenn ich sage, dass ich halbe Südamerikanerin bin. Aber dem ist so und ich bin stolz darauf, das sagen zu können.
    Dennoch bin ich für die Menschen dort, die nicht zur meiner Familie gehören, offensichtlich eine Deutsche. Ich möchte keine meiner beiden Wurzeln in irgendeiner Art und Weise vergessen, aber dadurch dass ich von der deutschen Kultur viel mehr mitkriege, sehne ich mich sozusagen umso mehr nach dem chilenischen Einfluss.
    Aber Ansichten sind ja unterschiedlich und ich finde auch, dass es irgendwie schwierig ist, wenn man "zwischen zwei Kulturen" steht.:)

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  18. Wow, ein wirklich gelungenes Outfit! Ich liebe Maxi Röcke vor allem wenn sie noch plissiert sind, ein Traum! Übrigens hätte ich auch nie gedacht dass du ein wenig arabisch bist *-*
    Liebst Alexa
    http://fashiondieslast.blogspot.de/

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  19. Ein wunderbarer Text und dazu noch dieses tolle Outfit - like it ;-)

    Liebe grüße
    Martina

    Auch die Maxiröcke Outfits der Mädels sind wirklich gelungen!

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  20. Dein Text ist unbeschreiblich schön!
    Noch heute beim Mittag hab ich mich mit einer Kollegin über Kulturunterschiede unterhalten und ich bin für mich auf das ergebnis gekommen, dass es Deutschland so viel Offenheit bringt, dass es hier so viele verschiedene Kulturen gibt (gerade hier in Berlin). Ich liebe und genieße das unheimlich! :-)

    Dein Outfit ist aber auch der hammer und du bist schon ganzschön beneidenswert, dass du von einem Sonnenbad sooo schön braun bist! <3 Echt super schick!

    Ach udn sag mal, wäre es vielleicht möglich in eurer "How to Style" Runde noch mit einzusteigen oder seid ihr ein festes Team, an dem es ncihts mehr zu rütteln gibt? Ich würde mich unheimlich freuen, wenn ich noch mit einsteigen dürfte! ;-)

    Liebste Grüße
    Anna

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  21. oh je, liebe Yasmin, du hast ja etwas angesprochen, was laut Kommentaren vielen berührt hat :) Mich auch :))) Und das Top ist wirklich wunderschön! LG, Xenia

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