Gedanken sponsored

Hör auf dein Herz


Hallo Mädels,
heute möchte ich mich einem etwas ernsterem und gleichzeitig unheimlich wichtigem Thema auf dem Blog widmen: dem emotionalen Stress und dessen Folgen. Wir leben in einer abolut hektischen Gesellschaft. Von überall hört man Jammern darüber, dass der Tag nur 24 Stunden zählt. Unendlich lange to do Listen werden geschrieben: Erwartungen, die realistisch gesehen kein Mensch alleine stemmen kann. Wir, die modernen Frauen, wollen alles und am liebsten zur gleichen Zeit, was auch eine forsa-Umfrage (*Die repräsentative forsa-Umfrage „Hör auf dein Herz“ zum Thema Herzgesundheit bei Frauen wurde im April 2014 unter 1.049 Frauen im Alter von 20 bis 49 Jahren im Auftrag von Coca-Cola light durchgeführt.) bestätigt. Die Wünsche und Anforderungen der befragten Frauen reicht dabei von: im Job glänzen (74%), nebenbei die beste Partnerin der Welt sein (91%), später auch mal Supermutti (94%) werden sowie bei zahlreichen Projekten hervorzustechen, Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren (89%). Unser Leben ist geprägt von Superlativen, von Leistungsdruck, der uns enorme Energien raubt. Wir selbst katapultieren unsere Ansprüche ins Unendliche, machen Ziele schwer erreichbar und setzen uns somit letztlich emotionalem Stress aus. Denn ab einem gewissen Punkt wächst einem alles über den Kopf. Man verzweifelt und die Gedanken kreisen um all die Aufgaben, die noch zu erledigen sind. Die Folgen davon? Kennen wir alle! Seien es Einschlafprobleme, weil uns noch zahlreiche Deadlines durch den Kopf schwirren und dann ist da noch der letzte unnötige Streit mit dem Freund. Bei anderen äußert es sich im nächtlichen Zähneknirschen - dafür bin ich ein ganz großer Kandidat. Habe ich Stress, verbringt mein Kiefer Höchstleistungen, meine Zähne zu zermahlen, was bis hin zu enormen Kieferschmerzen über Tage führt. Wieder andere plagen sich mit Bauchschmerzen und Übelkeit, verlieren den Appetit und damit oftmals auch an Gewicht. Aber was vielleicht auf den ersten Blick noch recht harmlos wirkt, ist ein rotes Signal von unserem Körper, der versucht aufzuschreinen, um Hilfe bittet, uns am liebsten durchschütteln würde und schreit: "Was tust du mir nur an?" 
Im Laufe der Zeit wurde dieser Stresspegel immer höher. Wir verlangen immer mehr, wollen perfekt sein und herausstechen aus der breiten Masse. Kein Wunder also, dass ca. 87% der Befragten sich gestresst fühlen. Ein Stress, der zum Druck wird, den man auch körperlich spürt. Die besten Beispiele finden sich im direkten Umfeld. So auch bei mir in der Familie. Ihr glaubt gar nicht, wie schlimm Stress werden kann. Arbeit von morgens 5Uhr bis spät in die Nacht ohne Pause? Kein Problem. Mit Kaffee, Schokolade und einem starken Willen schon irgendwie machbar? Falsch gedacht. Über die Jahre hatte das Auswirkungen. Mein Familienmitglied bekam Atemprobleme, die aus dem Nichts auftauchten. Ihr schnürte sich der Hals zu, sobald der Druck zu groß wurde, das Herz pochte wie wild, bis hin zu Herzrasen, was sogar in einem angsteinflößenden und wachrüttelnden Krankenhausbesuch endete.  Wenn sie zu Ärzten ging, wurde sie belächelt. Da sei doch nichts. Sie würde sich das einbilden. Aber dem ist nicht so! In der Medizin spricht man dabei vom "Broken Heart Syndrom". Was sich zunächst erstmal harmlos anhört und vielleicht sogar belächelt wird, hat es aber in sich. Herz-Kreislaufstörungen, Herzrasen, -aussetzer, ja bis hin zum Herzinfarkt sind die Folgen des Stress. Der Körper reagiert darauf, wenn wir ihn ausbeuten. Er schreit, er lässt das Herz im falschen Rhythmus pochen, in der Hoffnung, dass wir endlich aufwachen. Viele dieser durch emotionalen Stress verursachten oder begünstigten Krankheiten sind heutzutage noch gar nicht ausreichend erforscht, ist das Phänomen doch noch recht jung und das muss sich ändern.
Umso schöner ist es, dass es Organisationen gibt, die sich für unsere Herzgesundheit einsetzen und sich zur Aufgabe gemacht haben, dies zu erforschen. Mit der  Unterstützung von Coca Cola Light wurde vor 4 Jahren das "Hör auf dein Herz" Projekt ins Leben gerufen, was sich zur Aufgabe gemacht hat, die Aufmerksamkeit für Herzerkrankungen -dieses Jahr insbesondere dem Broken Heart Syndrom- durch Stress zu erhöhen, sowie Frauen über Präventionsmaßnahmen aufzuklären. Darüber hinaus wendet sich die Initiative unter Führung von Prof. Dr. Regitz-Zagrosek und Botschafterin Palina Rojinski auch an die Ärzteschaft, um Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und das Thema in den Fokus zu setzen. Falls ihr noch mehr Informationen zur Initiative nachlesen wollt, solltet ihr mal direkt auf der Hör auf dein Herz* Projektseite vorbeischauen.
Warum ich euch das alles erzähle? Weil es wichtig ist! Weil wir auf unsere Seele und unsere Gesundheit aufpassen müssen. Auch wenn wir noch keine Supermoms sind und vielleicht auch noch keinen Vollzeitjob haben, ist die Gefahr groß. Wir müssen achtsam sein, den Stresspegel bewusst senken, auch wenn man das Gefühl hat, dass das unmöglich ist. Letztlich ist die Gesundheit wichtiger. Was nützt es, wenn ihr im Job, zu Hause, im Sport 1000% gebt und letztlich selbst auf der Strecke bleibt? Krank im Bett liegt und euer Leben nicht mehr genießen könnt? Deswegen plädiere ich für Entschleunigung!  Achtet beim to do Listen schreiben auf eine Ausgewogenheit. Seid ehrlich zu euch und setzt realistische Ziele. Denn diese kleinen Erfolge bringen viel mehr als der unnötige Druck, der entsteht durch zu hoch angesetzte Zielvorstellungen. Rast nicht durchs Leben, sondern genießt den Moment. Haltet inne, atmet tief durch und besinnt euch auf das wirklich Wichtige. Es klingt klischeehaft, ist aber wahr und so wichtig für unsere Gesundheit. Nehmt euch Zeit für euch! Plant kurzzeitige Pausen ein. Ein entspannendes Bad? Das gute Buch,das noch zu enden gelesen werden wollte? Ein Freundinnen-Date mit vielen Lachern? Nur zu! Tut euch und eurem Körper Gutes. Neben diesen Kurzzeitpausen, sollten wir aber auch auf lange Sicht die Akkus aufladen. Ein guter Anfang wäre es doch, das Wochenende wirklich nur für die Freizeit zu nutzen, statt im home office zu arbeiten. Lange Spaziergänge, auspowernde Läufe, vielleicht einen Wellnesstag in der nächstgelegenen Therme oder sogar ein Kurztrip? Es gibt 1000 Gründe dagegen, Ausreden, warum es nicht klappt, dass noch so viel zu erledigen sei. Aber nein! Jetzt zählt ihr. Nehmt euch bewusst diese Erholphasen. Ihr habt es verdient, für euch und euren Körper.
Hand aufs Herz! Ihr habt euch sicherlich in der ein oder anderen Zeile wiedererkannt. Gebts zu! Mir geht es ja nicht anders. Wie schätzt ihr euren Stresspegel ein, wie äußert er sich bei euch und was sind eure Maßnahmen dagegen? Kennt ihr auch so Extrembeispiele, die euch die Augen geöffnet haben? 
Ich drück euch 
Bilder oder Fotos hochladen


BLOGLOVIN // FACEBOOK // TWITTER  //  MYSTYLEHIT

You Might Also Like

13 Kommentare

  1. Super Text über ein unglaublich wichtiges Thema!
    Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass die Gesundheit sehr kostbar und sehr vergänglich ist!

    Liebe Yasmin normal zu dir: du bist wirklich großartig. Clever, gebildet, belesen und bescheiden! Dazu kommt ein sehr gutes Auge für Mode und eine hervorragende Intuition für Form und Farbe!
    Grüße von Fräulein Pfefferminz! Bleib so ehrlich und sympathisch-aufrichtig wie du bist!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Fräulein Pfefferminz :)
      Es tut mir leid, dass ich dir erst jetzt antworte, aber dein Kommentar war einer der liebsten, die ich je bekommen habe. Vielen Dank für die lieben Worte. Was Schöneres kann man sich als "Modebloggerin" nicht wünschen, dass die Leser erkennen, dass mehr dahinter steckt, man mehr als nur Mode kann und nicht nur darauf reduziert wird. Lieben Dank dafür :)

      Löschen
  2. wirklich sehr schön geschrieben, ich liebe deinen schreibstil! ich persönlich setzte mich auch immer so so "gerne" unter druck. gerade muss ich echt viel erledighen: ein protokoll verbessern, einen vortrag vorbereiten + vorher noch recherchieren, für eine klasur jetzt schon lernen und natürlich sport machen, abnehmen, viel arbeiten gehen etc. das ist echt viel was ich mir vorgenommen habe. meist kommen dann andere sachen wie die uni auf der strecke, wenn ich verstärkt arbeiten gehe. wenn ich dann mal daheim bin und lerne denke ich mir: jetzt solltest du schnell amchen,dsmit du noch sport machen kannst.
    das ist irgendwie ein kreislauf geworden, sodass ich am ende nur stress habe und fast nichts zu ende geschafft habe :(
    ich muss meinen stresspegel wirklich auch reduzieren

    Lady-Pa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön :) Den Teufelskreis kenne ich nur zu gut. Irgendwann muss man sich aber zwingen, auszubrechen, Abstriche zu machen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Schwerer als gesagt, aber wenn man es macht, finde ich, dass man gleichzeitig die wenigeren Aufgaben effektiver erledigt und letztlich doch gar nicht sooo wenig schafft. Besser als 1000 Dinge gleichzeitig, aber nichts richtig zu schaffen.
      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Großes Lob, das Thema anzusprechen & dann noch so einen schönen Text zu schreiben!
    Ich war auch schon an dem Punkt, ich kann nicht mehr, und habe mich dann entschieden, es mal nicht jedem recht zu machen, llt mal eine Hausaufgabe nicht zu machen und zu einem Termin auch mal nicht zu können und mir stattdessen Zeit für mich zu nehmen! Ich bekomm den Kopf dann am besten beim Sport frei: Einfach mal an nix denken außer den Bewegungsablauf, der gerade ausgeführt wird (ich turne). Oder ich verkrieche mich mit einer schönen Schnulze im Bett und schmökere, bis mir die Augen zufallen. Ein entspannendes Bad von 15min kann auch manchmal schon Wunder wirken. Oder ein Telefonat mit Mama :)

    Und weißt du, was das Schlimme ist? Immer öfter kommt es zu Burn-Out und ähnlichen stressinduzierten Krankheiten. Definitv werden da Psychologen gebraucht! Und trotzdem soll das psychologische Institut der MLU Halle geschlossen werden.. :( Aber wir wehren uns! Und es wäre schön, wenn ihr uns mit eurer Unterschrift unterstützen würdet!!!

    https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-schliessung-des-institutes-fuer-psychologie-an-der-mlu-halle-wittenberg

    Liebe Grüße, Jasmin!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Jasmin,
      das Problem des Burnouts kenne ich aus der Familie selbst. Sehr schlimm! Nicht nur für Betroffene, die ja oftmals belächelt werden, sondern auch als Angehörige, die hilflos daneben stehen. Die Petition habe ich natürlich schon unterschrieben ;)
      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Respekt...der Text ist klasse. Ich gehe selbst noch zur Schule, und für manch einen mag es unverständlich klingen, aber ich finde mich im Text wieder. Bin dauernd unzufrieden, bin perfektiomistisch und erwarte viel zu viel von mir und den Leuten in meiner Umgebung. Dauernd versuche ich das zu stoppen, schreibe mir Listen zum Abhaken für Dinge, die noch zu erledigen sind. Aber dann hab ich gemerkt, dass die viel zu vollen Listen den Stress nicht nehmen. Heikles, weit verbreitetes Thema...schön, dass du dich damit beschäftigt hast!!

    AntwortenLöschen
  5. Es ist gar nicht so einfach mit Stress umzugehen. Ich kenne auch genug Leute, die bereits ernste Probleme dadurch haben. Ich habe mir eine Zeit lang auch viel zu viel Stress gemacht. Jetzt lasse ich es ruhiger angehen und es geht mir schon viel besser :)

    AntwortenLöschen
  6. Der hohe Stressfaktor ist einer der Gründe, warum ich im Sommer meinen Nebenjob aufgeben werde. Nicht, dass ich es nicht schaffen könnte, aber es würde zusammen mit meinem Studium einfach in großen Stress ausarten und das will ich einfach nicht. Bei mir schlägt sich Stress in schlechter Laune aus, die dann mein Umfeld abbekommt. Ist natürlich nicht wirklich böse gemeint von mir, aber dennoch muss ich es nicht provozieren andere zu verärgern, nur weil ich gestresst bin. Nun suche ich mir einen Job, der weniger Verantwortung beinhaltet, mehr meinem Können entspricht und mir genug Freiheiten für mein Studium und meine Freizeit bietet.

    AntwortenLöschen
  7. ...toller beitrag - gerade in meinem job, ist die beschleunigung absolute gefahr - früher war die werbe-branche bekannt dafür. man wusste worauf man sich einlässt. mittlerweile ist es in jeder branche so. daher plädiere ich mit dir mit: man verliert so schnell die realität aus den augen, dass man wieder lernen muss, auch zu leben.

    hast du lust beim look of the month mitzumachen?
    alle info´s dazu findest du hier:
    look of the month

    liebst,
    vreeni

    AntwortenLöschen
  8. du hast einfach sooo recht mit deinem post und ich finde es so schön, dass du immer wieder so wichtige themen im leben ansprichst und so wortreich festhälst.
    ich würde gerne so viel dazu schreiben, leider muss ich lernen für die klausur heute abend - aber hauptsache du weißt, dass auch solche post total gut bei deinen lesern ankommen und ich freue mich, dass du so eine "echte" bloggerin mit herz und verstand bist.

    (sorry für die kleinschreibung!)

    hab ein schönes (entspanntes) wochenende, lieben gruß anna

    AntwortenLöschen
  9. Du sprichst mir aus der Seele! Ich erkenne mich in vielen deiner Worte wieder - Früher musste man als Frau wahrscheinlich härter körperlich arbeiten - aber dieser mentale Stress, den wir uns selber machen um immer schneller, besser, erfolgreicher, schlanker, sportlicher & erfolgreicher zu sein macht uns Frauen der heutigen Zeit irgendwann nochmal kaputt. Manchmal komme ich mir vor, als wäre ich kein bisschen belastbar - wenn ich nach einem langem & stressigen Tag an der Arbeit einfach keine Lust mehr habe, mich mit Freunden zu treffen. Aber dann raffe ich mich doch auf und merke sofort, wie gut mir das tut. Diese Kurzzeitpausen sind wirklich manchmal besser als alles andere. Meine momentan liebste Methode: auspowern!

    AntwortenLöschen
  10. Oh ja, ich kenne das..
    äußerst sich bei mir durch Darmprobleme, Übelkeit und besonders Kopfschmerzen.
    Aber nicht weil ICH mir Stress mache, sondern mein Chef. Der liefert mich noch ins Grab!

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich riesig über dein Feedback, Postwünsche oder sonstige Anmerkungen.Beleidigungen oder Anstößiges gegenüber meiner Person oder anderen Lesern sind allerdings unerwünscht und werden direkt gelöscht. Vielen lieben Dank ♥